Passende Koralle gesucht

  • Hallo,

    ich habe noch ein schönes Plätzchen für eine Koralle in meinem Becken frei. Die Stelle befindet sich ca. 15 cm unter der Wasseroberfläche und der Abstand bis zu den T5 Röhren beträgt ca. 24 cm. Die Strömung ist kräftig (ca. 40 cm von einer Tunze 6015 entfernt) und die Fläche ist ca. 15 x 15 cm groß.

    Das Becken läuft erst seit 6 Monaten daher sollte die Koralle nicht zu anspruchsvoll sein.

    Sonst sind alle Wasserwerte ganz normal, 25°C, und ich gebe mir größte Mühe, die Werte stabil zu halten. Beleuchtet wird das Becken 9 Std. täglich, 4 x 24 W, T5.

    Außer einer kleine Korallengrundel, die gerne mal Korallenhopping betreibt, befinden sich nur Fische, Garnelen und Einsiedler im Becken, die sich nicht für Korallen interessieren.

    So, ich hoffe die Angaben reichen Euch für eine Beratung. :smiling_face:

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo Andreas,

    mit SPS hatte ich bisher noch kein Glück und ich dachte eigentlich, daß durch meine Angaben, die mögliche Auswahl schon begrenzt ist. Viel Licht, stramme, einseitige Strömung, relativ wenig Platz auch zur Oberfläche und ein Becken das erst 6 Monate läuft.

    Da sollten doch nicht zu viele Korallen in Frage kommen, oder?

    Schlag doch einfach mal etwas vor, daß unter solchen Bedingungen zurechtkommen müßte. :smiling_face:

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo Axel,


    Zitat

    Da sollten doch nicht zu viele Korallen in Frage kommen, oder?


    welche Korallen stehen denn um diesen Platz herum? Wichtig wegen Vernesselung!

    Als SPS halte ich Seriatopora caliendrum oder auch Pocillopora damicornis für ausreichend robust. Wenn du meinst, es ist noch zu früh für SPS, dann kannst du eine Caulastrea oder Tubipora musica versuchen. Auch eine Euphyllia oder Duncanopsammia könnte passen, wenn die Strömung nicht zu hart ist. Generell sollte die Pumpe nicht direkt auf diesen Platz zielen.

    Auch Weiche wären möglich, aber das würde ich von den Nachbarn abhängig machen.

    Hast du ein Bild von diesem Platz?

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    wie es aussieht, wird wohl in Kürze nur noch ein Trupp pumpende Xenien mit auf dem Stein sein. Die Stylophora pistillata verabschiedet sich gerade als letzte von den SPS. :loudly_crying_face:

    Die Dichte 1,0232 paßt immer und einige Arten kommen ja auch gut zurecht. Euphyllias stehen ganz gut, die Weichen auch alle, Röhrenkorallen haben auch kein Problem, die Bartkoralle macht sich gut und die Gorgonie sieht super aus. Eine Pavona decussata hält sich wacker, aber von Wachstum kann man nicht wirklich sprechen.

    Eine Caulsastrea kämpft auch ums Überleben und eine Goniopora hat sich nach 14 Tagen nach innen verzogen und kommt wenig bis gar nicht wieder heraus.

    Scheinbar gibt es noch etwas zu beachten, was ich noch nicht weiß. War ja bei den vorangegangenen Problemen auch so.

    Ich höre auch schon die Hinweise, ....warte einfach noch weitere 6 Monate und dann wirst Du auch mehr Erfolg haben. :face_with_open_mouth: Wahrscheinlich ist da was dran, aber es ist irgendwie frustrierend. Man meint alles zu tun und trotzdem gelingt es einem nicht.

    Kann es z.B. auch sein, daß Euphyllias und Scheibenanemonen nährstoffärmeres Wasser bevorzugen? Seit ich an der Schraube gedreht habe, gehen die Scheiben nicht mehr richtig auf und auch die Polypen der Euphyllias haben weniger Volumen. Auch die einzelnen Köpfe der Bartkoralle waren unter den "schlechteren" Bedingungen viel größer.

    Nitrat liegt jetzt bei 15-20 mg/l und Phosphat bei 0,03-0,1. Wie gesagt, ich habe die Werte bewußt angehoben, da lange Zeit Phosphat nicht nachweisbar war und auch der Nitrat-Wert immer unter 10 lag. Habe einfach mehr gefüttert.

    Ein aktuelles Foto werde ich morgen nachreichen.

    Eine Pavona cactus könnte mir gefallen. Kommt die mit viel Licht und stärkerer Strömung klar? So sehr viel Angaben sind im Meerwasser-Lexikon nicht gemacht.

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo Axel,

    nach 6 Monaten sollte das Becken eigentlich für den Besatz jeder Art ausreichend stabil sein. Euphyllia und Scheiben benötigen auch kein sauberes Wasser, zumindest nicht weniger PO4, als du angegeben hast, sofern dieser Wert auch stimmt.

    Was mir auffällt, ist, dass du nur 9h beleuchtest und das auch "nur" mit 4 x 24W. Das ist für SPS äußerst knapp, wenn nicht sogar zu wenig, um zu überleben. Vor allem bei SPS macht die Beleuchtung einen großen Teil der Energiegewinnung (Photosynthese!!!) aus. Hier solltest du auf jeden Fall erst einmal ansetzen und die Beleuchtungszeit bis auf 12h erhöhen.

    Welche Röhren verwendest du und wann wurden diese zuletzt gewechselt?

    Mit welchen Tests hast du NO3 und PO4 getestet und wurden sie mit Referenz überprüft?

    Über weiteren Besatz sprechen wir, wenn du deine "Problemchen" in den Griff bekommen hast. :winking_face:

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    ok, dann werde ich die Beleuchtungszeit mal langsam steigern. Ich verwende Leuchtmittel von "Blau" 2x weiß und 2x blau (ich meine mit 15000 K). Die Röhren brennen jetzt seit Ende Mai 2014.

    Nitrat und Phospaht messe ich mit Salifert und ohne Referenz.

    Ich habe mal aktuelle Fotos gemacht, wie Du hier gleich sehen kannst. :smiling_face:
    Auf den ersten 4 Fotos siehst Du die freie Fläche, die ich noch besetzen möchte. Die höchste Stelle auf dem Stein, hinter/oberhalb der Xenie.

    Bild 5 zeigt die Goniopora, die vorher da oben stand, aber wahrscheinlich sich dort nicht wohl gefühlt hat. Da ich gelesen habe, daß sie keine starke Strömung mögen und mehr in der Boden- und Mittelzone anzusiedeln sind, habe ich sie nach unten verfrachtet. Da ist weniger Strömung und weniger Licht. Die vergangenen 4 Tage am neuen Standort haben sie aber noch nicht herausgelockt.


    Gruß Axel

  • Hallo Axel,

    das sieht doch schon ganz gut aus.

    Das mit deinen Tests ist eher ein Ratespiel und wenig aussagekräftig. Du solltest dir auf jeden Fall eine Referenz zulegen, denn diese darf in keinem Schrank fehlen und noch bessere wäre es, wenn du den Po4-Test gegen einen Test von Gilbers/reefanalytics austauschst. Eine Referenz bekommst du auch von Gilbers.

    Bei der Xenie sehe ich die Gefahr, dass sie dir den ganzen Aufbau überwuchert. Wenn es noch möglich ist, würde ich sie auf einem separaten Stein setzen.

    Der Platz für die gesuchte Koralle ist schon geeignet für einfache SPS. Seriatopora oder Pocillopora sollten damit zufrieden sein. Auch die genannten LPS kannst du dort platzieren. Vielleicht wartest du erst einmal ab, was die Beleuchtungsumstellung bringt und setzt dann eine der bereits genannten Korallen ein.

    Das mit der Goniopora bei zu starker Strömung ist richtig, dann zieht sie sich zusammen. Hier reicht ein leichtes wiegen in der Strömung und für zusätzliche Fütterung ist sie auch sehr dankbar.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    ok, danke für den Tip mit den Referenzen und dem Gilbers Test.

    Die Xenie wächst wie Unkraut, aber ich schneide sie einfach ab, wenn sie in eine Richtung wächst, in die ich sie nicht haben will. Das ist doch ok, oder sollte man das nicht machen?

    Ja, ich warte jetzt mal ab, was die längere Beleuchtung bringt.

    Ich beobachte jetzt seit Kurzem, das die Tentakeln der Bartkoralle kürzer, dicker und unbeweglicher geworden sind. Sie kann damit gar nicht mehr Futter aus dem Wasser fischen. Wenn ich sonst mal gefüttert habe, hat sie sofort zugegriffen und die Beute in die Mundscheibe gesteckt. Jetzt wirken die Tentakeln steif. Was kann denn der Grund dafür sein?

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo Axel,

    so lange du die Xenie durch Abschneiden in Zaum halten kannst und auch willst, spricht nichts dagegen.

    Was die Bartkoralle betrifft, kann ich dir jetzt auch nicht genau sagen, woran das liegt. Wenn das erst nach der Änderung der Beleuchtungszeit eingetreten ist, würde ich das erst einmal mit einem normalen Anpassungsvorgang erklären.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    ok, danke, werde jetzt mal beobachten, was die Veränderung der Beleuchtungszeit bringt. Kurzfristig hat sich noch nichts verändert.

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo,

    also die Beleuchtungszeitverlängerung hat kene positive Veränderung gebracht.

    Meine Euphyllia ancora sieht jetzt noch schlechter aus und die Stylophora ist weiterhin am Absterben.

    Auch an meinen anderen Euphyllias, haben seit ein paar Wochen die Polypen fast alle so Stellen, wo sie dünner sind.

    Sieht aus wie Segmente, oder eine Würstchenkette und an den Verjüngungen knicken die Polypen auch mal ab.

    Kann mir einer von Euch sagen, was der Grund dafür sein kann?

    Die Scheibenanemonen gehen immer noch nicht wieder auf und auch die Goniopora bleibt eingezogen.

    Kein mir bekannter Wert ist nicht im normalen Bereich. Es ist zwar alles ohne Referenz gemessen, aber es geht hier glaube ich nicht um Feintuning, sondern um ein grundsätzliches Problem, daß mir scheinbar verborgen bleibt.

    Ist denn z.B. diese "Segmentbildung" an den Euphyllias nicht ein Symptom, das sich direkt mit einem bestimmten Mangel, Fehler, Übersättigung, etc.pp erklären läßt???

    Die Euph. cristata z.B. an der man das am stärksten sehen kann, ist an dem selben Standort wie immer und hat sich dort von einem winzigen Ableger zu einer schönen, kräftigen Koralle entwickelt. Nun plötzlich diese komische Segmentbildung.

    Das Einzige das ich wirklich bewußt verändert habe, ist die Anhebung der Nitrat und Phospaht-Werte durch stärkere Fütterung. Beide Werte waren definitiv zu niedrig, was mir Probleme mit einigen Korallen gemacht hat. Alle sagten mir, daß ich unbedingt mehr füttern muß, um die Werte zu erhöhen. Habe also von vier auf 5 Fütterungen pro Tag erhöht und etwas mehr Futter je Fach in den Futterautomat gefüllt.

    Was außer den Nitrat und Phosphat-Werten gestiegen ist, ist die Anzahl der "Flatworms", auf die ich gerne verzichtet hätte.

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

  • Hallo Axel,

    für ein Urteil ist es innerhalb von wenigen Tagen einfach noch zu früh. Wenn ein Beckenmilieu die Korallen zur Degeneration o. ä. bringt, dann wirst du das Becken nicht auf Knopfdruck in eine Augenweide verwandeln.


    Zitat

    Kein mir bekannter Wert ist nicht im normalen Bereich. Es ist zwar alles ohne Referenz gemessen, aber es geht hier glaube ich nicht um Feintuning, sondern um ein grundsätzliches Problem, daß mir scheinbar verborgen bleibt.


    Das finde ich etwas blauäugig. Du erwartest Hilfe, aber kennst noch nicht einmal deinen IST-Zustand. Auf welcher Grundlage regulierst du denn den Carbonat-Haushalt? Wenn mein KH-Wert auf über 7° steigt, sehen meine Korallen auch nur noch halb so schön aus. Wo mag dein KH-Wert wohl liegen?

    Deine Stylophora hat sicher noch an den Folgen des Lichtmangels zu knabbern und eine Goniopora ist auch nicht gerade einfach. Wurde diese denn zusätzlich gefüttert.

    Mein Tipp: Versuche es erst mal mit mehreren größeren Wasserwechseln und hol dir unbedingt eine Referenz und einen guten PO4-Test (z. B. Gilbers).

    Grüße Andreas

  • hallo,

    kannst du mal alle deine Wasserwerte einstellen, nur mit Nitrat und Phosphat lässt sich schlecht was beurteilen.

    Rolf

  • Hallo,

    die KH liegt bei mir immer zwischen 7-8, denn 8 strebe ich als Sollwert an. Um den Wert zu halten, dosiere ich per Hand täglich 20 ml gesättigtes Sodawasser in kleinen Schritten.

    Sonstige Werte:

    PH 8,2

    Ca 430

    Mg 1350

    Dichte 1,0232

    Temp 25°C

    Nitrat 15 mg/l

    Phosphat 0,03

    Gruß Axel

    Immer schön locker bleiben!

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