Einsteiger plant Aquarium und sucht Hilfe mit dem Besatz

  • Hallo zusammen,

    mein Name ist Markus und habe mich eben erst angemeldet in der Hoffnung hier den einen oder anderen Tipp zu erhalten was die Auswahl meiner Tiere angeht, da ich doch etwas überfordert bin. :confused_face:
    Es ist noch nichts entschieden und ich wende mich jetzt an euch um nicht in ein paar Monaten feststellen zu müssen, dass ich meinen Tieren auf Grund meiner Unwissenheit kein passenden Umfeld mehr bieten kann.

    Vorab ein paar Details:
    Meine Frau und ich planen gerade ein Aquarium für unser Wohnzimmer mit 768 Litern ( 160 x 80 x 60 ) und einem Technikbecken mit 160 Litern ( 80 x 50 x 40 ). Noch ist es leider nicht da, aber ich hoffe doch, dass es bald soweit sein wird.
    Das Aquarium wird mit der kurzen Seite an einer Wand stehen, wo sich auch Zu- und Ablauf befinden werden.
    Beim Aufbau bin ich mir noch nicht zu 100% sicher, aber es existiert ein grober Plan: Es sollen zwei "Haufen" werden, die in der Tiefe etwas versetzt sind und mit einer Steinbrücke verbunden sein sollen. Die Hügel ansich möchte ich möglichst locker gestalten um Versteckmöglichkeiten für meine späteren Bewohner zu bieten. Unsicher bin ich mir, ob ich von dem Haufen der näher an meiner Rückwand ist, noch eine Brücke zur Rückwand bauen soll. Die Brücken würde ich auf jeden Fall mit dünnen Gesteinsplatten machen um möglichst wenig Schwimmfläche zu verlieren.

    Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen, dem Besatz:
    Bei den Bodenbewohnern mache ich mir eher weniger Sorgen. Vorgestellt hätte ich mir Weißbandputzergarnelen , Großscheren-Einsiedlerkrebse , Einsiedlerkrebse , einen Roter Riffeinsiedlerkrebs , einen Kugel-Seeigel und ein oder zwei grabende Seesterne.
    Was die Mengen angeht, vertraue ich hier auf den Aquarienhändler meines Vertrauens, bin jedoch für Tipps immer dankbar. Die Richtwerte scheinen mir hier auch sehr zu Schwanken. Im Kopf geblieben sind mir Momenten "1 Tier auf 10 Liter" und "1 Teir auf 25 Liter", was doch ein großer Unterschied ist.

    Bei den Fischen stolpert man immer wieder über den Richtwert 1 cm Fisch auf einen Liter Wasser, was mir aber bei den unterschiedlichen Formen der Fische nicht ganz sinnvoll erscheinen will.
    Wir haben nun eine Liste zusammengestellt, mir Fischen die wir gerne hätten. Keine Angst, wir wollen nicht alle auf einmal einsetzen und es ist wie gesagt auch noch nichts entschieden. Es ist eben das, was wir momentan gerne hätten:
    - Ein Schwarm Fahnenbarsche (5+)
    - Einen Streifen Zwergkaiser
    - Einen Flammen Zwergkaiser
    - Einen Eibls Zwergkaiser
    - Einen Mandarinfisch- Ein Paar Karnialbarsche
    - Ein Paar Clown-Fische inklusive passender Anemone
    - Eine Wächtergrundel zusammen mit einem Knallkrebs
    - Ein Paar Feenbarsche
    - Einen Hawaii-Doktor
    Und meine 2 Problemfälle weil sie zu groß sind:
    - Einen Mauritius Segelflossen Doktor
    - Einen Paletten Doktor ( Danke Pixar )

    Grundsätzlich konnte ich jetzt keine Probleme beim Zusammenleben zwischen den Fischen finden und ich denke das Becken wird auch nicht überfüllt sein? Es wären 19 Fische.
    Die Zwergkaiser planen wir gemeinsam einzusetzen, da es sonst wohl zu Problemen kommen soll. Auf marubis.de wird empfohlen die Zwergkaiser nicht als Einzeltier zu halten. Sind den drei Verschiedene in Ordnung, oder sollten es Gleiche sein? Die Gleiche Frage stellt sich mir bei den Doktoren.
    Die Blasenanemone sollte für den Clown-Fisch in Ordnung sein ( zumindest wird sie oft als passend erwähnt ), oder wäre eine andere sinnvoller?
    Die zwei großen Doktoren bereiten mir leider einiges an Problem, weil sie meine Frau unbedingt möchte... Allerdings einen Fisch ins Becken zu setzen, den ich auf kurz oder lang abgeben müsste, sagt mir nicht zu. Zumal ich doch genau weiß, dass ich ihn später bestimmt nicht abgeben möchte
    Ich hätte ja noch liebend gern eine Riesenmuschel , aber auf die werde ich wohl bei Größenangaben von bis zu 40cm verzichten.

    Was die Korallen angeht,
    hab ich mir bisher ehrlich gesagt noch wenig Gedanken gemacht.
    Mein Plan war bisher immer, zu meinem lokalen Händler zu gehen und mir das auszusuchen, was mir gefällt ( er hat viele die mir gefallen ).
    Je mehr ich mich aber mit dem ganzen Thema befasse, je wichtiger scheint es mir, dass auch die Korallen sorgfältig geplant und ausgewählt werden, wobei ich hier nicht wirklich weiß, woran ich mich richten kann.
    Grundsätzlich sollen Weichkorrallen und SPS für den Start geeignet sein, aber da gibt es doch bestimmt noch mehr zu beachten? Das wär doch viel zu einfach :grinning_squinting_face: !

    Grüße, Markus

  • Hallo Markus,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Das Becken ist schon ein gute Größe für den Einstieg. Hoffentlich wisst ihr auch welche Kosten auf euch zukommen werden. :smiling_face:

    Deine Gedanken zu den Bodenbewohnern sind ganz in Ordnung. Ich würde schon in etwa mit 1 Tier auf 10l rechnen. Das hängt natürlich auch von der Größe der einzelnen Tiere und vom Nahrungsangebot ab. Wichtig ist es auch viele verschieden Tiere mit unterschiedlichen Lebensräumen (z. B. Schnecken im Boden oder auf dem Substrat) einzusetzen.

    Der Richtwert mit 1 cm Fisch je Liter ist eher unüblich. Ansonsten würde ich bei den Zwergkaisern nur eine oder auch zwei Arten als Paarhaltung empfehlen. Den Mandarinfisch ebenfalls als Paar. Beim Hawaii-Doc finde ich die Paarhaltung schon sehr grenzwertig. Fahnenbarsche, Kardinalbarsche und Clownfische mit E. quadricolor ist OK. Den Paletten-Doc und Mauritius-Doc definitiv nein. Wisst ihr, was der letztere kostet? :grinning_squinting_face:

    Tridacna ist eigentlich kein Problem, da sie einige Jahre brauchen, um auf 40 cm zu kommen. Selbst bei 40 cm könnte sie im Becken bleiben.

    Bei den Korallen ist es eigentlich nur wichtig, sich vorher festzulegen, was man will. Eher SPS (meist höherer technischer Aufwand = höhere Kosten) oder lieber Weichkorallen und/oder LPS (meist weiniger technischer Aufwand = weniger Kosten). Auch ein Mischbecken aus allen Korallen ist grundsätzlich möglich.

    Habt ihr schon etwas an Literatur?

    Viel Spaß bei der weiteren Planung.

    Grüße Andreas

  • Hallo Markus,

    zunächst einmal möchte ich dich herzlich hier bei uns im Forum von Marubis begrüßen. :smiling_face:

    Ich finde es sehr gut, dass du dich vorab schon so intensiv über deinen künftigen Besatz informierst. Einige wichtige Punkte über die Pflege unserer Aquarientiere findest du in den Haltungsempfehlungen von Marubis. Diese hast du ja scheinbar auch schon durchstöbert. :thup

    Deine Beckenmaße sind gut gewählt. Gerade für einen Raumteiler ist eine Mindestbreite von 80 cm schon erforderlich, um einen guten Aufbau gestalten zu können.

    Zur Verträglichkeit deiner ausgesuchten Fische:
    Grundsätzlich sehe ich keine Probleme. Die drei einzelnen Zwergkaiser allerdings finde ich nicht optimal. Entscheidet euch bei der Beckengröße lieber für zwei Tiere einer Art, die ihr gemeinsam einsetzt.

    Die beiden "Problemfälle" lasst bitte lieber aus dem Becken. Gönnt dafür lieber dem Z. flavescens einen Partner.

    Eine Blasenanemone für die Clowns ist gut geeignet. Achtet aber bitte darauf, dass Anemonen relativ empfindlich sein können. Bitte setzt diese erst nach einer entsprechenden Standzeit des Beckens ein (ungefähr sechs Monate). Wenn sich die Anemone gut eingelebt hat und einen festen Platz gefunden hat, dann können die Clownfische folgen.

    Viel Spaß beim Beckenaufbau! :smiling_face:

    Gruß Ina

  • danke schonmal für euro Antworten :smiling_face:

    Literatur ist ein gutes Stichwort, jetzt weiß ich wenigstens wieder was ich vergessen habe. Wollte gestern eigentlich noch in die Buchhandlung um ein wenig zu stöbern, hatte dann aber zu wenig Zeit. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich da wohl noch Aufholbedarf habe.

    Über die Kosten sind wir uns durchaus im Klaren ( wobei ich doch noch die eine oder andere Überraschung auf mich zukommen sehe ). Die Anschaffungskosten kennen wir bereits grob. Auch das einiges an laufenden Kosten auf uns zukommen wird ist uns bewusst ( Strom, Wasser, Salz, Nahrung, Zusätze, Ersatzteile, Tests, neue Versicherung fürs Haus, usw... )
    Was den Mauritius angeht, kannte ich den Preis allerdings bisher noch nicht. Aber, somit hat sich zumindes eine Problemfisch schnell erledigt :smiling_face:

    Bei den Hawaii's scheint ihr euch nicht ganz einig zu sein. Warum hälltst du sie für Grenzwertig Andreas? Ina's Meinung scheint sich mit marubis zu deken.

    Bei den Korallen gefallen mir persönlich die Weichkorallen und SPS sehr
    gut. Bei den LPS find ich es immer schwer zu sagen. Auf den Fotos
    gefallen sie mir meist nicht so, wenn ich sie beim Händler sehe, sieht
    die Sache schon wieder ganz ander aus :winking_face:
    . Aber es ist ja noch nichts aus der Welt. Für die Fische ist es aber
    grundsätzlich egal, welche ich nehme? ( Ausnahmen bestätigen wie immer
    die Regel ).

    Was ich also bisher mitnehme:
    - mindestens eine Zwergkaiserart weniger, dafür jeweils 2 Tiere. 2 wären aber schon eine feine Sache. Worin liegt den das Problem bei mehr verschiedenen Arten?
    - Statt einem Mandarinfisch ein Paar. Da wird sich meine Frau freuen :grinning_squinting_face:
    - Meine Riesenmuschel wäre möglich.
    - Mauritius ist uns zu teuer
    - Beim Paletten Doktor kommt noch einiges an Überzeugungsarbeit auf mich zu :grinning_face_with_smiling_eyes:
    - Mit der Blasenanemone warten bis das Becken gut eingefahren ist und wenn diese ihren Platz hat erst die Clowns

    Womit würdet ihr denn anfangen?
    Bodenpersonal ist natürlich als erstes an der Reihe.
    Wenn die Werte passen, dachten wir an die Fahnenbarsche und wenn sich diese eingelebt haben und die Wasserwerte stimmen den/die Hawaii Doktor(en).
    Weiter haben wir uns das noch nicht durchgedacht, weils doch noch sehr lange hin ist.

    Grüße Markus

  • Hallo Markus,


    Zitat

    Bei den Hawaii's scheint ihr euch nicht ganz einig zu sein. Warum hälltst du sie für Grenzwertig Andreas? Ina's Meinung scheint sich mit marubis zu deken.

    das Einsetzen von Doktoren in "kleineren" Becken ist ein sehr sensibles Thema, worüber auch immer wieder diskutiert wird. Letztendlich sollte man sich gründlich über die Tiere informieren und dann gewissenhaft handeln. Zum Thema Doktorfische gibt es zur Zeit wohl nicht besseres als das. Grenzwertig heißt ja nicht ausgeschlossen. :smiling_face: Grenzwertig heißt bei mir Einzelhaltung ab 500l und Paarhaltung ab 800l. Du bist knapp drunter, aber noch vertretbar. Man sollte bedenken, dass so ein Doktorfisch viel schwimmt und auch mal richtig Gas geben möchte.


    Zitat

    Aber es ist ja noch nichts aus der Welt. Für die Fische ist es aber
    grundsätzlich egal, welche ich nehme? ( Ausnahmen bestätigen wie immer
    die Regel ).


    So ist es.


    Zitat

    Womit würdet ihr denn anfangen?


    Die ersten beiden Wochen abwarten und Tee trinken. Dann die ersten robusten Korallen, Schnecken und Einsiedler. Wenn sich die Korallen gut machen, zügig weiter mit Korallen besetzen. Fische nur nach und nach, damit sich die Beckenbiologie anpassen kann. Grabende Seesterne und Mandarinfische solltest du erst nach einigen Monaten einsetzen.

    Grüße Andreas

  • Aja, um die Beckengröße ging's dir also. Ich hatte es schon fast vermutet.

    Das ich erstmal viel warten muss ist mir klar, auch wenn es bestimmt eine harte Probe werden wird. Ich seh doch alles schon vor meinem geistigen Auge :grinning_squinting_face:

    Grüße Markus

  • Hallo Markus,

    ich halte es für äußerst wichtig, dass man 2-3 gute Bücher über den Einstieg in die Meerwasseraquaristik im Schrank hat. Und sie natürlich auch gelesen hat. :winking_face:

    Ich empfehle an dieser Stelle immer gerne die Autoren Dieter Brockmann, Daniel Knop und Rüdiger Latka. Diese Bücher ermöglichen einen guten und sicheren Start. Für das Vertiefen der Meerwasserchemie rate ich zu Armin Glasers Buch.

    Wir beantworten gerne jede Frage, aber ich denke einfach, dass das Lesen eines kompletten Buches durch nichts zu ersetzen ist. Darin findest du z.B. auch einen Einfahrplan und einige Angaben über das Besetzen eines Riffbeckens.

    Der P. hepatus ist für dein künftiges Becken wirklich kein guter Kandidat. Es wäre schön, wenn sich auch deine bessere Hälfte davon überzeugen ließe. Dieser Fisch bringt sehr viel Unruhe in ein Becken. Und seine Körpergröße sollte man nicht unterschätzen. Da bist du mit den anderen Fischen aus deiner Liste deutlich besser bedient.

    Viele Grüße,
    Ina

  • Schönen guten Morgen,

    danke für die Empfehlungen. Ich glaube ich werde mir als erstes "Das Riffaquarium: Praxis für Neueinsteiger" zu gemüte führen. Scheint mir laut den Berichten am meisten zuzusagen.

    Was den guten Paletten Dok angeht, nun ja, begeisterung sieht anders aus, aber das wird schon. Werd mich mal auf die suche nach einem Ersatz machen, dass macht es leichter :smiling_face: .
    Vieleicht ein Paar C. parasema oder C. hrysiptera. Oder gibt es dann Probleme mit unseren anderen Barschen wegen der Revierbildung?

    Grüße Markus

  • Hallo Markus,

    die beiden Riffbarsche sind an sich hübsche Fische, wenn auch oftmals ruppig. Ich würde sie nur als Paar und auch erst dann einsetzen, wenn du einen guten Korallenbestand hast, damit sich die Fische im Korallengeäst schützen können. Diese Arten werden oft als Schwarmfische angeboten. Meist geht es nur mehrere Monate gut und sie schwimmen zusammen, aber mit der Geschlechtsreife beginnt dann das Raufen bis oftmals nur ein Paar übrig bleibt.

    Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,

    ja das hab ich auf marubis auch gelesen, daher auch das Paar.
    Mit den anderen Barschen siehst du kein Problem? Ich könnte mir vorstellen, dass sich zwei unterschiedliche Barsche vermutlich ihr Revier trotzdem nicht teilen?
    Es wären dann auf lange Sicht insgesammt 6 Barsche.

    Grüße Markus

  • Hallo Markus,

    mit Grammas und Kardinalbarschen hatten meine Chrysiptera hemicyanea überhaupt keine Probleme. Und dein Becken ist mehr als doppelt so groß.

    Grüße
    Ingrid

  • Ich habe drei C. Arnazae im Becken, zusammen mit Gramma Loretto, Kaudernis und Squamipinis.
    Nicht das geringste Problem in irgendeine Richtung.

    Die Arnazae sind nicht ganz so häufig im Handel wie die parasema, aber noch etwas hübscher (gelbe Brustflossen) und zumindest bei mir sehr friedlich.
    Meine haben das Becken gedrittelt und alles ist gut.

    MfG
    Björn

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    Wisst ihr, was das tragische an Kanada ist?

    Die hätten französisches Essen, britische Kultur und amerikanische
    Technologie haben können, aber die haben französische Technologie,
    britisches Essen und amerikanische Kultur bekommen.

  • Schönen guten Morgen,

    danke für die Erfahrungsberichte.
    Freut mich wirklich zu hören, dass es recht unproblematisch zu sein scheint. Oder zumindest sein kann :smiling_face:

    Grüße Markus

  • Hallo Markus,

    ich halte auch in jedem meiner Becken mindestens drei verschiedene Riffbarscharten gemeinsam. Das funktioniert ohne Probleme. Und bei deiner geplanten Beckengröße sehe ich auch keine. Bei kleinen Becken sollte man allerdings schon etwas genauer schauen.

    Viele Grüße,
    Ina

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