Hallo zusammen
Ich habe jetzt seit 10 Tagen die oben genannte Muräne. Sie ist ca 12 cm lang und ca 1,5 cm im Durchmesser. Laut Meerwasserlexikon wird sie 25 cm.
Die ersten Tage wurde diese in der Schwimmschule gehalten und fraß täglich Mysis und Krill. Dann wurde sie in das Hauptbecken mit 100 kg LS entlassen.
Meine Erwartung war dass sich meine Melatremus ins erste Versteck zurückzieht und erstmal ein paar Tage dort verharrt und sich eingewöhnt.
Falsch gedacht. Sie streift durchs Becken. Nicht nur von Stein zu Stein durch die natürlichen "Gänge" der Steine sondern auch über Sandflächen und hat gar keine Scheu vor "großen" Beckengenossen wie Zwergkaisern die ihren Weg durch den Steinaufbau des öfteren kreuzen. Es kommt auch schon mal zu Berührungen wobei sie sich nicht blitzartig zurückzieht sondern sich entspannt einige mm nach hinten in ein Loch bewegt. Das soll nicht heißen sie bewegt sich immer frei durchs Becken aber ich konnte es des öfteren an den Steinen beobachten. Und es kommt vor das ich die Muräne erst auf der einen Seite und 15 min später auf der anderen Seite des Beckens beobachte. Sie sieht dann wie üblich 1 bis 2 cm aus dem LS hinaus.
Ich war über dieses Verhalten sehr verwundert da ich dieses so nicht erwartet hatte. Ich bin von Standorttreue ausgegangen.
Am ersten Tag im großen Becken kam sie beim Füttern sofort zwei drei cm heraus und hat Futter von der Zange genommen. Jetzt erscheint sie nicht mehr beim füttern. Trotzdem kann ich sie immer wieder im Riff beobachten.
Bis jetzt habe ich das als gutes Zeichen bewertet. Ich dachte mir der Fisch ist entspannt und findet im großen Riff genug Futter da ja noch sehr klein.
Jetzt mache ich mir etwas sorgen. Normal sollte eine Muräne Standorttreu sein und nachts alle paar Tage auf die Jagd gehen. Ist ihr Verhalten ein Zeichen von Stress?
Oder ist es bei der Vielzahl von Muränen möglich dass hier unterschiedliche Verhaltensweisen erkennbar sind.
Wie sind eure Erfahrungen?
Gruß Torben
