Hilfe bei Deltaaquarium

  • Hallo Salzgemeinde,

    nach meinem Neustart, vor ca. einem halben Jahr, brauche ich jetzt doch mal Hilfe von Euch, es haben sich jetzt doch einige Probleme eingestellt.

    Das größte Problem habe ich mit dem Ablauf. Früher hatte ich den Riff 500 von AquaMedic und da gab`s das Problem nicht.
    Beim Neustart habe ich den rausgeschmissen und nun sollte das Wasser eigentlich gut ablaufen können. Doch das macht es nicht! Wenn ich den Wasserstand im Ablaufschacht auf die Höhe eingestellt habe die ich richtig finde, dauert es zwar einige Zeit aber der Wasserstand verringert sich immer wieder und der Wasserstand im Technikbecken bleibt, dank Niveauregulierung, immer gleicht. Irgendwann läuft das Wasser so langsam nach das das Technikbecken leer gepumpt wird und laufend Wasser nachzieht. Der Ablauf ist nicht verstopft und wenn ich den Wasserstand neu nachregle läufts wieder einige Wochen.
    Ich kann mir das ganze einfach nicht erklären, bin schon fast so weit den alten Riff 500 wieder einzubauen.

    Das nächste Problemchen ist die Strömungsgestaltung. Die bei einem Eckbecken ja etwas schwierig ist.
    Ich habe zwei Strömungspumpen im Aq. Eine alte Tunze 7240/2 und eine neue Tunze 6055. Beide laufen permanent und werden über einen ProfiLuxIII gesteuert. Hier bräuchte ich mal Tipps wie ich die beiden Pumpe am besten platziere und steuere. Ich werde morgen mal versuchen einige Bilder einzustellen, würde mich aber erste Tipps von Euch freuen.

    Salzige Grüße aus dem Sauerland.
    Lutz

  • Eine gute Strömung ist in einem Deltabecken sehr einfach zu realisieren, wenn das Wasser auch hinter einem zentralen Aufbau entlangströmen kann: dann hast Du eine Ringströmung, die mit erheblich weniger Energie auskommt, da sie nicht gegen ihren eigenen Rückfluss ankämpft, was bei sehr voll eingerichteten Rechteckbecken ein Problem sein kann.
    Ringströmungen haben allerdings das Problem, dass sie im Inneren von zentralen Steinaufbauten wenig Strömung erzeugen: ein drehender Kreis hat im Inneren die geringste Bewegung, und gerade da sind die Aufbauten.
    Es wäre daher sinnvoll, die beiden Pumpen in den Ecken so zu platzieren, dass sie mit ihrer Strömung den zentralen Aufbau treffen, jedoch nicht frontal, sondern schräg - jede Pumpe aus einer anderen Richtung. Damit sind die Tiere angeströmt und zugleich schaffst Du im restlichen Becken eine schöne laminare Kreisbewegung des Wassers, die zweimal am Tag wechseln kann, wie die Gezeitenströmungen es tun.

    Ich kenne das Problem aus dem Süßwasser...

  • Hi Lutz,

    wg. der Strömung wären in der Tat Bilder hilfreich, da diese ja auch vom Aufbau abhängig ist...ich habe ja ebenfalls ein Eckbecken...

    Zum Ablauf: Kann es sein, dass Deine Rückförderpumpe mehr Liter hochpumpt, als der Ablauf bewältigen kann? Ansonsten, hast Du einen Notablauf? Ich habe zwar eine Überlaufbox, funktioniert aber nach ähnlichem Prinzip. Das angestaute Wasser im Ablaufschacht sollte möglichst konstant bleiben, was man am besten erreicht, indem soweit angestaut wird, dass ein kleines Rinnsal den Notablauf ´runterläuft, so zumindest meine Erfahrung...

    Viele Grüße

    Michael

  • Zitat

    Original von Bodiwodi
    Hi Lutz,

    wg. der Strömung wären in der Tat Bilder hilfreich, da diese ja auch vom Aufbau abhängig ist...ich habe ja ebenfalls ein Eckbecken...

    Zum Ablauf: Kann es sein, dass Deine Rückförderpumpe mehr Liter hochpumpt, als der Ablauf bewältigen kann? Ansonsten, hast Du einen Notablauf? Ich habe zwar eine Überlaufbox, funktioniert aber nach ähnlichem Prinzip. Das angestaute Wasser im Ablaufschacht sollte möglichst konstant bleiben, was man am besten erreicht, indem soweit angestaut wird, dass ein kleines Rinnsal den Notablauf ´runterläuft, so zumindest meine Erfahrung...

    Viele Grüße

    Michael

    Hi. Zustimmung

  • Guten Morgen,

    hat denn keiner einen Rat für mich wie ich den schwankenden Wasserstand in den Griff bekomme?
    Wenn ich zu Hause bin ist das ja kein großes Problem, aber wenn ich mal nicht da bin kann das übel enden.

    Ich habe keinen Notablauf. Das Aq ist jetzt ca. 15 Jahre alt und damals war ein Notablauf, meines Wissens nach, noch nicht wirklich ein Thema.
    Die Rückförderpumpe ist eine Ocean Runner 1200 von AquaMedic und auch schon seit Anfang an in Betrieb und wie gesagt mit dem Riff 500 hat es das Problem nicht gegeben.


    Salzige Grüße aus dem Sauerland.
    Lutz

    Einmal editiert, zuletzt von L.Kreikebaum (13. April 2013 um 10:14)

  • Tach!

    Seit dem 13.04 über 100 Salzige die von meinem Problem gelesen haben und keiner hat eine Idee wie ich das Problem in den Griff bekomme? Schade. :weinen:

    Auch die noch so abwegige Möglichkeit könnte mir vielleicht weiter helfen.
    Ich fahre im Mai für zwei Wochen in den Urlaub und da wäre es schön wenn ich das Problem bis dahin im Griff hätte. Ist für meine Urlaubsvertretung zwar kein Problem, aber muss ja nicht sein das er sich dann stundenlang mit dem Aq rum ärgern muss. :mauer:

    Salzige Grüße aus dem Sauerland.
    Lutz

  • Moin,

    meines erachtens nach, wirst Du ohne Notablauf keine vernünftige Regulierung hinbekommen.
    Als ich mein erstes TB bekam, wollte ich auch immer den Ablauf nur pber den Hauptabfluss regeln.
    Das ging aber nicht. Erst mit der Hinzunahme des Notablaufs (kleines Rinnsal) funktionierte es.

    Es wird durch den Hauptabfluss immer eine unregelmäßige Menge an Wasser fließen, so dass eine Regulierung nicht funktioniert.
    Erst der Notablauf nringt Erfolg.

  • Hi,

    sehe ich genauso. Durch die Anstauung über ein Rohr allein, gibt es m.E. immer Schwankungen, so dass sich der Wasserstand nicht alleine in der Klarwasserkammer des TB reguliert -was ja das Ziel ist- sondern auch im Ablaufschacht. Eine Anstauung bis zum Notablauf -der ja bei Deinem Becken leider nicht vorhanden ist- gleicht diese Schwankungen aus und würde für einen gleichbleibenden Wasserstand im Ablaufschacht sorgen.

    Aber vielleicht haben ja die anderen doch noch Lösungsvorschläge...?

    Das die RF mehr hochpumpt als ablaufen kann bzw. der Kamm durchlässt, kannst Du ausschließen?

    Grüße

    Michael

  • Hi Lutz,

    vielleicht könnte dieses Produkt Dein Problem lösen: http://www.shop-meeresaquaristik.de/product_info.php?products_id=6852

    Da ich Dir dafür natürlich keine Garantie geben kann (und ich nicht schuld sein will, wenn das Ganze nicht klappt :yrf) und das Ganze ja mit Bastelei verbunden wäre und ich die Funktionsweise bei zusätzlicher Anstauung nicht abschätzen kann, was z.B. die Durchflussmenge angeht und und und... meine Empfehlung: Lass Dich in Hinblick auf Dein Problem dort mal beraten oder warte noch ab, was die Anderen hier dazu sagen.

    Viele Grüße

    Michael

  • Tach auch,

    erstmal Danke für Eure Antworten.

    Das mit dem Notüberlauf habe ich mir auch schon überlegt. Problem dabei ist, nachträglich eine Bohrung in das Aq zu bringen. Das hieße ja alles raus und den kleinen Glaspott zum Glaser schaffen und hoffen das beim Bohren, eines 15 Jahr altem Becken alles gut geht, mal ganz davon abgesehen das im Überlaufschacht kaum noch Platz wäre. Ein Lösung außen am Becken kommt auch nicht in Frage da das Aq komplett in einer Ecke seht und es schon knapp mit dem Magnet für die Tunze war.

    Was mir nicht in den Kopp geht, ist die Tatsache das es mit dem Riff 500 jahrelang ohne das Problem lief. Ich kann mir das einfach nicht erklären warum es ohne das Filtersystem nicht mehr geht. Das kann doch eigentlich nicht sein, oder habt Ihr da eine Erklärung für?

    Salzige Grüße aus dem Sauerland.
    Lutz

  • Hi Lutz,

    also für die Lösung, die ich Dir als Link genannt habe, ist keine zusätzliche Bohrung erforderlich, das ist ja gerade der Vorteil. Allerdings wäre vorab zu klären, ob das Dein Problem löst und alles funktioniert (Durchfluss), wie geschrieben.

    Das Riff 500 kenne ich nicht (nur von Fotos)...Du hast allerdings geschrieben...Beim Neustart habe ich den rausgeschmissen und nun sollte das Wasser eigentlich gut ablaufen können.

    Also gab es damit nun Probleme oder nicht?

    Gruß

    Michael

  • Zitat

    Original von Bodiwodi
    Das Riff 500 kenne ich nicht (nur von Fotos)...Du hast allerdings geschrieben...Beim Neustart habe ich den rausgeschmissen und nun sollte das Wasser eigentlich gut ablaufen können.

    Also gab es damit nun Probleme oder nicht?

    Gruß

    Michael

    Das habe ich auch nicht ganz verstanden?!

  • Hallo Zusammen,

    stimmt, da hatte ich mich doch sehr unverständlich ausgedrückt, sorry dafür!

    Als ich den Riff 500 noch drin hatte, gab`s das Problem mit dem Ablauf nicht. Da blieb der Wasserstand im Ablaufschacht immer gleich und im Technikbecken wurde nur immer das Wasser ersetzt was fehlte. Auch beim Wasserwechsel gabs keine Probleme.

    Wenn ich das bei dem Ablauf vom Mrutzek richtig vertehe arbeitet der nur dann wenn das Wasser im Ablaufschacht steigt.
    Das ist bei mir ja nicht der Fall, da wird der Wasserstand ja gaaaaaanz langsam immer weniger. Oder lässt sich das bei dem so regeln das immer etwas Wasser durch den Notablauf abläuft.

    Meine Vermutung ist ja, das bei dem Riff 500 irgendwie das Wasser etwas mehr gestaut wurde, da es langsamer durch den Filter und dann erst in den Abschäumer lief. Was ja den Verdacht erhärten würde das zuviel Wasser zurück gefördert wird. Sind denn 1200l/h zuviel?
    Kann man das irgendwie berechnen? Da spielen ja einige Faktoren mit rein, Förderhöhe, Winkel oder Bogen, UV-C im Rücklauf und und.

    Find`s überings klasse wie Ihr euch um das Problem Gedanken macht. Danke dafür!

    Salzige Grüße aus dem Sauerland.
    Lutz

  • Hallo Lutz,

    also ich bin der Meinung, dass man mit dem Mrutzek Notablauf per Kugelhahn anstauen kann, bis auch dort etwas Wasser über den Notablauf fließt (inneres Rohr, die Länge wäre entsprechend den Anforderugen zu bestimmen). Welchen Einfluss das insgesamt auf die Durchflussmenge hat, weiss ich nicht, hängt natürlich auch davon ab, welchen Durchmesser Du verwendest...Frag´ da doch einfach mal nach und schilldere Dein Problem, da ich zu einem Produkt, welches ich selbst noch nicht verwendet habe auch nur Vermutungen anstellen kann.

    Aber ich habe Dich doch richtig verstanden, Du regulierst die Wasserhöhe mit einen Kugelhahn? Hast Du das mit dem Riff 500 auch gemacht?

    Andere Idee: Sag mal, der Kamm Deines Schachtes ist aber sauber und frei oder? Kann es viellicheicht sein, dass da nicht mehr genug durchkommt? Wenn Du schreibst, Wasserstand im Ablaufschacht verringert sich, Klarwasserabtl. zieht Wasser nach und pumt leer, klingt das für mich eher so, als würde nicht genug durch den Kamm gehen...

    Auf dem Bild mit dem Schacht ist ja wohl die RF-Pumpe abgeschaltet...Mach doch mal eins im laufenden Betrieb.

    Gruß

    Michael

  • Guten Morgen Michael,

    ja ich habe auch schon bei dem Riff500 mit dem Kugekhahn den Wasserstand geregelt. Als ich den Riff 500 ausgebaut habe habe ich alles andere so gelassen wie es war.
    Um die Ablaufgeräusche auszuschalten hatte ich seinerzeit das Ablaufrohr auf der ganzen Länge mit einem 5er Boher mehrmals durchbohrt. Ich hab auch schon überlegt ob das Problem irgendwie daran liegt und ein neues Rohr, welches dann nicht über die ganze Länge durchbohre, einzubauen. Werde aber nächste Woche mal beim Mrutzek anrufen und mich infomieren.

    Der Kamm ist immer frei. Da achte ich drauf.

    Auf dem Bild läuft die RF-Pumpe!!
    Das Wasser läuft an der Schachtscheibe runter und füllt dann den Schacht. Hatte auch schon dran gedacht, in den Schacht eine Lochplatte zu legen und somit das Wasser über die gesamte Schachtfläche zu verteilen. Aber da es ja alles mit dem Riff 500 lief, tue ich mit den Veränderungen etwas schwer :D.

    Euch ein entspanntes Wochenende.
    Lutz

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