Hilfe Meerwasser will nicht in die Einfahrphase gehen

  • hey,

    das ist jetzt witzig, so jemand bekommt doch hier gleich von zehn Leuten Dresche :smiling_face: ich hab zwar lange nicht geschrieben, aber ich glaub nicht das sich das in den letzten Jahren geändert hat.

    Außerdem sagst Du selbst, laß uns mal vom Händlerthema weggehen. Aber da sind wir doch schon wieder angekommen, er geht dann zum Händler, und da sollte dann auch eine entsprechende Aufklärung stattfinden. Kein vernünftiger Händler würde dem Kunden noch nicht mal eine Lederkoralle mitgeben.

    Die Einfahrphase ist ein Thema, das nach meiner Vorstellung im Rahmen gewisser ökologischer Abweichungen, die ein Händler beratend ausgleichen kann, universell zu betrachten ist, und nicht je nach Person, Wissensstand oder sonst was inhaltlich anders dargestellt werden kann.
    Eine Einfahphase, wenn sie denn überhaupt in dieser absoluten Ausprägung existiert, sollte unabhängig von der Art des Erstbesatzes immer zu einem optimalen Zustand führen. Oder ist es ok, dass der unwissende Einsteiger alte abgelagerte Restpostensteine aus der Lebenden Steine Anlage bekommt, weil der ja eh erstmal nur die "Weichen" wie es so schön heißt verpaßt bekommt, und die super guten Steine bekommen dann die Aquarianer, die Dir gleich den Vogel zeigen, wenn Du denen einen blanken Stein als frischen Bali-Import verkaufen willst?

    Ich weiß jetzt aber auch nicht so genau, was das Beispiel mit der Einfahrphase zu tun hat, also im Speziellen. Das es ein breites Spektrum an Kunden gibt, ist ja ein ganz normaler Regelfall.

    Jörg

    H Hersteller

  • Danke Jörg für Deine Erfahrung, ich wollte eigentlich nicht den Stein so ins Rollen bringen, aber es ist so wie es ist!


    Ich bin Anfänger zwar hatte ich schon ein Becken mit 250 Liter das wurde auf 530 aufgestock, natürlich nicht mit neuen Lebendgesteinen, war mir viel zu teuer!

    Nach ca. 1 1/2 Jahren hatte ich Cyanobakterien ohne ende in meinem Becken, absaugen und Licht umstellen half nix!

    Dann habe ich einen 160Liter Wasserwechsel gemacht, darauf hin waren die Algen (Bakterien) zu 90% weg, nun sind mir aber alle Fische gestorben, somit habe ich mir Malawibarsche geholt!

    Ich denke das ich das Salz zuspät in das temperite Wasser gegeben haben, nämlich kurz bevor ich das Wassergewechselt habe!


    Als ich von meinem Ligurien Urlaub zurück gekommen bin und im Meerwasseraquarium in Genuar und Monaco war, habe ich sofot meine Malwai´s verkauft, um wieder in das Salzige Hobby ein zu steigen!

    Nun bin ich wieder dabei mein Becken neu zu Planen, was sich nicht gerade als einfach herausgestellt hat!

    Das Meerwasser Treffen in Tirol kam mir gerade recht, da hat der Jörg zwei schöne Beiträge mitgebracht!

    Als Einsteiger wird man von dem Hobby total überrannt, man kann zwar Bücher und Foren durchlessen, aber jeder hat eine andere Meinung (Warscheinlich ist es so wie beim Modellbau, erst wenn Du den Flieger das erste mal schmeißt weist Du ob er richtig eingestellt ist und gut fliegt, man muß wohl meist noch etwas nachtrimmen) !

    Gruß Andi

  • Zitat

    Original von IngridR


    Solche Beiträge wie den von dir hier angesprochenen muss man allerdings nicht kommentieren. Der diskreditiert sich schon von selbst.

    Grüße
    Ingrid

    hi ingrid,

    eben nicht.

    oder nur bei den wissenden.

    die forenlandschaft lebt ja fast nur noch von anfänger hilft anfänger und dann ist solches an der tagesordnung.

    und versuche mal als "fachändler" der allumfassenden und immer richtigen forenmeinung entgegenzutreten.

    dann heissts: "den händler würd ich aber mal rasch wechseln"

    :grinning_squinting_face:

    allgemein was zu "zoofachändler".

    der übliche ausbildungsweg mit hund-katze-maus-terraristik-süsswasser .....und auch meerwasser ist für ein umfassendes wissen in der meeresaquaristik nicht aussreichend und es kommt halt zu den bekannten "zwischenfällen".

    §11 im ausbildungsweg bedeutet ja nicht automatisch, ein spezialist der riffaquaristik zu sein.

    oft allerdings sind die leute der meerwassserabteilungen aufgrund ihrer privaten meerwassserbecken zur fachkraft herangereift.

    dann passt das schon.

    meistens.

    8)i

    i

  • Hallo Jörg,

    schön, dass du wieder da bist!

    Das beste Argument für eine lange Einfahrphase hat Joe gebracht, besser kann man es nicht formulieren:

    "der anfänger braucht selbst eine gewisse einfahrzeit, um überhaupt alles zu begreifen.
    selbst das ablesen üblicher wassertests muss dutzendfach geübt werden."

    :thup

    Gruß Armin

  • Hallo Armin.

    Es ist viel geschrieben worden, was für einen Anfänger zu kompliziert ist und daher eigentlich umsonst. Das was Joe schreibt ist wirklich das beste Argument. Und da sind wir wieder dort. Last Euch Zeit bei der Einfahrphase. Nichts anderes wollte ich in meinem Beitrag ausdrücken.

    Hallo Jörg.

    Ich bin zwar kein Biologe, aber trotzdem kenne ich mich ein wenig in der Meerwasseraqauristik aus, nach 35 Jahren
    mit Erfolg. Nur eins möchte ich von Dir wissen. Was habe ich eigentlich falsch geschrieben, als ich erwähnt habe, das
    Riffe seit Jahrtausenden stabile Verhältnisse haben ect. Ich wollte dem Anfänger nur vor Augen führen, dass Meeres-
    Aquaristik kein Kinderspiel ist.

    Grüße

    Dietmar

    Einmal editiert, zuletzt von Dietmar (1. Oktober 2012 um 09:23)

  • Hallo Dietmar,

    danke für Deine Antwort. Zunächst bleibt es jedem selbst überlassen, sich ein Riffaquaristikbuch zur Hand zu nehmen, das Thema Nitrifikation aufzuschlagen, und sich da reinzuarbeiten. Manche sind bei solchen Dingen wissbegierig und fragen einfach nach, entweder öffentlich, oder per PN, oder sie schreiben eine email. Es gibt doch unzählige Möglichkeiten. Wer nicht will, der fragt halt nicht, aber deswegen muss ich doch nicht mit Informationen zurückhalten. Wenn sie nur für einen einzigen brauchbar sind, dann hab ich doch schon gewonnen. Dann liegt es eben an den "alten Hasen" wie Dir, sich über die Dinge die ich schrieb Gedanken zu machen und es dann vielleicht auch in eine für Anfänger verwertbarere Form zu "übersetzen". Und dass die Riffaquaristik viel von Anleitung und Betreuung lebt, dass muss ich Dir mit deiner Erfahrung ja nicht sagen.

    Was Deine Aussagen über die Konstanz in Umweltparametern in tropischen Korallenriffen angeht:
    Du hast erstmal gar nicht präzisiert, welche Parameter Du überhaupt meinst, ausser dass der Ozean größer ist als ein Aquarium, das ist aber axiomatisch, und, wie ich schon schrieb, in diesem Fall für mich reine Polemik, die mit der Sache nichts zu tun hat. Wenn Du es so verallgemeinerst, dann ist Deine Aussage vor allem aber auch schlichtweg falsch.

    Wenn Du tropische Korallenriffe auf einer globalen Ebene betrachtest, dann findest Du viele in Küstennähe mit hohem anthropogenen Nährstoffeintrag, mit Sedimenteinspülung aus Flüssen und Industrieanlagen etc, demgebenüber stehen wiederum ozeanische Riffe im nährstoffarmen Wasser was anorganische Stickstoff- und Phosphorformen angeht, da ist die Sedimentbelastung niedriger. Dazwischen liegt ein Bereich, der sich je nach Strömungsverhältnissen, also generell ozeanographischer Bedingung, ganz individuell darstellt. Deswegen sieht auch jedes Riff immer etwas anders aus, und nie gleich, was die Organismenstruktur angeht, etc.

    Unabhängig davon marschieren Jahr für Jahr tropische Wirbelstürme, von Taifune nim Pazifik über Hurricanes im Atlantik über Korallenriffe drüber, das kannst Du beim besten Willen nicht konstant nennen. Und hier liegen ständig Ökosystemstörungen vor, die wir genau so in der Aquaristik auch haben, nämlich wenn es im Sommer mal einige Grad heißer wird, wenn wir mal zu viel füttern, den Bodengrund aufwirbeln, oder was auch immer.

    Und in Ästuargebieten hast Du auch mal mehr oder weniger Salz im Wasser, oder im Flachwasser-Tidenbereich im Innenriff, auch hier wachsen Korallen in Ebbetümpeln und stehen nach 6 stunden in brühend heißem Wasser das durch die Verdunstung locker 2-3 psu mehr Salz hat. Klar, ist die Artenvielfalt hier nicht so hoch wie im Außenriff, aber es zeigt die potentielle Tolerenzbereitschaft insbesondere in Korallen. Bei Ebbe fällt in vielen Riffen das komplette Riffdach trocken, also da, wo die harten Acros stehen, die liegen dann auch mal eine Weile etwas trockener und das ganze im direkten Sonnenlicht.

    Es ging mir aber vor allem um die Art und Weise, wie Du das geschrieben hattest, das fand ich wenig hilfreich, so wie Du meine Ausführung für den Anfänger wenig hilfreich findest, kann der Einsteiger mit Deinem Post auch wenig in die Tat umsetzen.

    Gruß
    Jörg

    H Hersteller

  • Hallo Jörg.

    Danke für die rasche Antwort. Ich gebe Dir recht, dass es natürlich wie Du auch geschrieben hast, verschiedene Riffe gibt. Ich habe zwar " fast alle " geschrieben, aber ich hätte mich präziser ausdrücken sollen. Da ich seit 1951 auf der
    halben Welt geschnorchelt bin, kenne ich die Unterschiede schon aus eigener Erfahrung. Ich wollte einfach nicht zu viel
    schreiben. Ich wollte auch nicht Deine Ausführungen kritisieren, doch sie sind halt für den Anfänger schwierig und es
    kommt nicht das an, was Du sagen willst. Selbst ich muss machmal nachdenken oder nachlesen. Ich sehe das halt so.

    Grüße Dietmar

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