• Hallo Hans-Werner

    Zitat

    Was war denn das für ein Salz?

    Steht direkt über deinem Post. :winking_face:

    Kh war bei der ersten Probe 7,4 bei der zweiten nicht angegeben.
    Wobei ich noch erwähnen will, das Peter die zweite Probe kostenlos gemacht hat.

    Kh lag aber die ganze Zeit nach eigenem Test (JBL) zwischen 7 und 8

    mfg Gerhard

  • Zitat

    Original von filtergranulat
    Warum wird Kalium ausgeschlossen, wenn es doch für Calcium und Magnesium auch geklappt hat?


    Hallo Peter,

    da Kalium im Becken nicht messbar verbraucht wird, ist das eine ganz simple Rechenaufgabe. Vorausgesetzt natürlich, dass die für den letzten Wasserwechsel vewendeten Salze Kalium in halbwegs üblicher Konzentration enthalten haben.
    Und welche Salze das waren, hat Gerhard ja inzwischen geschrieben.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Gerhard,

    dann würde ich mal ausschließen, dass die Salze weder Kalium noch Magnesium enthielten.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo,
    ist es irgendwie möglich, daß Kalium ähnlich wie Calzium bei hohen Konzentrationen ausfällt? Die Messungen von Peter sind sicher richtig und irgendwo muß es ja geblieben sein.

    Grüße
    Lutz

  • Nein, Lutz, absolut ausgeschlossen! Alkalimetalle lassen sich nur schwer fällen (Kalium mit Weinsäure oder Kalignost) und nur mit passenden Käfigen, z. B. Klinoptilolith, einfangen.

    Auch das Verschwinden des Magnesiums ist rätselhaft und so nicht durch Fällung oder Kalkrotalgenwachstum zu erklären.

    Woran liegt´s? Stellt sich zunächst wieder die Frage nach der Dichte/Salinität.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Zitat

    Woran liegt´s? Stellt sich zunächst wieder die Frage nach der Dichte/Salinität.

    Auch diese Frage habe ich schon beantwortet. :winking_face:

    Zitat

    Die Salinität war bei der ersten Probe 33,6 und bei der zweiten 34,3 also etwas höher. Ich hatte das beim Wasserwechsel erhöht.

    mfg Gerhard

  • Hallo Bernd,

    das ist wohl nicht eindeutig genug formuliert im Buch, die genannten NOEC-Werte für Kalium beziehen sich nur
    auf die Mysidopsis. Torstens Aussage ist daher vollkommen richtig, dass der Kaliumgehalt nicht die Ursache für
    Probleme der Fische sein kann.

    @Gerhard: Wie viele Andere schon bestätigt haben, sind deine Wasserwerte äußerst mysteriös. Ich könnte sie
    mir nur über größere Mengen ionenaustauschender Substanzen wie Zeolithe u.ä. erklären, aber du hättest sicherlich
    erwähnt, wenn du kiloweise irgendwelche Substanzen unklarer Herkunft in dein Becken gegeben hättest.

    Irgendetwas ist jedenfalls außer Kontrolle geraten in deinem Aquarium. Ich würde folgendermaßen vorgehen:
    Messe die für dich möglichen Parameter (Salinität, Ca, Mg, KH) im Becken, vergleiche deine Messungen zur Kontrolle
    mit Peters Ergebnissen und messe von dir neu zubereitetes Meerwasser. Vielleicht stößt du auf ein Problem
    deiner Salzmischung. Wenn nicht, mach reichlich und regelmäßig Wasserwechsel, bis sich die Werte wieder einpegeln.

    Wegen der Atmung deiner Fische kontrolliere auch unbedingt Ammoniak. Und schau, ob es irgendwelche Fäulnis-
    prozesse in deinem Aquarium gibt.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    von NOEC-Werten habe ich eigentlich auch nichts geschrieben, aber bedeutet Deine jetzige Aussage - unabhängig von Gerhard´s konkretem Problem - dass Kaliumwerte über dem natürlichen Gehalt nur für Garnelen problematisch sind?

    Vor dem Hintergrund der verbreiteten Kaliumdosierung vor allem für die Ausfärbung von Korallen wäre hier eine grundsätzliche aktuelle Bewertung von Dir sehr hilfreich, zumal Du in Deinem Buch im gesamten Kapitel über Kalium hinsichtlich einer zusätzlichen Dosierung ja insgesamt eher zurückhaltend bis ablehnend argumentierst.

    Gruß

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Koberstaedt (11. September 2012 um 22:37)

  • Hallo Bernd,

    ich bin zwar nicht Armin, versuche aber mal zu antworten.

    In Armins Buch steht, "Wirbellose sind deutlich empfindlicher gegenüber Veränderungen des Kaliumgehalts." Fische waren offesichtlich keine guten Testorganismen. Fische regulieren ihren Ionenhaushalt weit stärker als die meisten Wirbellosen. Stachelhäuter dagegen sind durch ihr Wassergefäßsystem gegenüber dem Umgebungswasser sogar ziemlich offen und empfindlich für manche Umweltgifte wie Schwermetalle.

    Mysidopsis ist ein Testorganismus, der für die Umweltforschung bezüglich Kalium verwendet wurde und er zeigte eine hohe Empfindlichkeit gegenüber erhöhten Kaliumkonzentrationen. Solche Untersuchungen finden in Aquarien statt. Über andere Wirbellose sagt das zunächst einmal nichts aus, weder dass sie empfindlicher noch dass sie unempfindlicher sind.

    Ich selbst konnte in Versuchen keine Vorteile einer Kaliumdosierung erkennen und auch bei Korallen hatten höhere Kaliumkonzentrationen bald negative bis sehr negative Auswirkungen. Ich würde daraus schließen, dass zumindest deutlich erhöhte Kaliumkonzentrationen nicht nur für Garnelen problematisch sind.

    Wenn man es ganz genau wissen möchte, sollte man einmal ein Versuchsaquarium mit Ablegern einrichten und Kaliumchlorid dosieren. So habe ich das auch gemacht und es war gar nicht gut. Leider habe ich das Algenwachstum, die blass-grauen Farben und das Absterben der Korallen nicht fotografisch dokumentiert.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    danke für Deine sehr interessante Bewertung. Ich selbst bin ja ebenfalls recht skeptisch bezüglich höherer Kaliumkonzentrationen und fand dies bisher auch durch Armin´s Ausführungen in seinem Buch bestätigt.

    Da in den meisten Aquarien heute nicht mehr nur noch Fische gehalten werden, dürfte es also auch weiterhin erstrebenswert sein, den natürlichen Kaliumgehalt - zumindest nicht allzu sehr - zu überschreiten. Selbst wenn Fische nicht unmittelbar betroffen sein sollten (Langzeituntersuchungen hierzu habe ich noch nirgends gefunden, von der auch von Armin verwendeten Quelle, bei der ja auch Fische einbezogen waren, ist mir leider nur das Abstract zugänglich) so würde ich mittelbare Auswirkungen durch Milieuverschlechterungen infolge der negativen Auswirkungen auf andere Organismen auch nicht ausschließen.
    Insofern bin ich gespannt, wie sich die immer verbreiterten Kaliumdosierungen bei der Mehrheit der Nutzer auf Dauer auswirken werden.

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd

    Bleibt die Frage: woher kommt dieser hohe Kaliumwert?
    Ich habe noch nie Kalium dosiert.
    Sind die Meersalze so stark angereichert?
    Wasserwechsel 60 Li die Woche mit Dupla Premium, Reef Crystals und Coral Reef im Wechsel.

    mfg Gerhard

  • Hallo Gerhard,

    ich vermute weiterhin stark, dass es vom Salz kommt. Wie schon geschrieben hatte ich schon mehrfach Abweichungen vom Richtwert (bei Mg und Ca), daher ist dies sicher auch bei Kalium denkbar. Wie oft Abweichungen vorkommen, kann man nur vermuten, denn man misst ja die Salzmischungen nicht ständig nach.
    Hast Du inzwischen Messergebnisse?

    Gruß

    Bernd

  • Hallo Bernd,

    ich habe nochmal nachgeschaut: Während die Mysidopsis bei einer Kaliumerhöhung auf 790 mg/l zu 50%
    innerhalb von 48 Stunden verendeten, waren für den gleichen Effekt bei den Fischen 1100 bzw. 1210 mg/l nötig.

    Die Fische sind unempfindlicher, aber mögen tun sie eine Kaliumerhöhung auch nicht gerade.

    Über Korallen liegen mir leider keine Untersuchungen vor. Da würde ich mich an Erfahrungswerte wie den von Hans-Werner halten.

    Gruß Armin

  • Hallo Bernd

    Nun das kann man so sehen muss es aber nicht. Fakt ist eins. Je nach verwendeter Salzsorte und "Betriebsystem" kann es sein das Kalium nachdosiert werden muss. Ich will hier gar nicht auf den Grund im einzelnen nachgehen, die Erfahrung und da mein ich nicht nur meine ist ganz klar die das es Aquarien gibt bei denen dies notwendig ist. Meist ist dies der Fall wenn mit Zeolith oder Bakteriensystemen gearbeitet wird.
    Wenn man den Wert auf naturähnliche Bereich einstellt hat man kein Problem weder mit stumpfen Farben noch mit sonst was . Das passiert nur dann wenn man ohne jeden Grund einfach mal so reindosiert und die Werte weit überhöht.
    Es hängt also vom Becken ab.
    Bei mir in der Anlage habe ich Aquarien wo ich zudosieren muss und bei anderen nicht. und das obwohl die Technik faktisch die gleiche ist und das verwendete Salz auch

    Gruss

  • Zitat

    Original von Fauna Marin
    Wenn man den Wert auf naturähnliche Bereich einstellt hat man kein Problem weder mit stumpfen Farben noch mit sonst was .


    Hallo Claude,

    welche negativen Veränderungen meinst du denn festzustellen, wenn der Kaliumwert untern den naturähnlichen Bereich sinkt?

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Claude,

    ja, leider sind die Werte bei den div. Salzmischungen wohl recht abweichend und oft gar nicht angegeben. Ich strebe für mein Becken einen Wert von ca. 400 mg/l an. Leider sind die erhältlichen Tests für Ungeübte nicht so ganz einfach.

    Gruß

    Bernd

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