Es ist kaum zu glauben!
Nachdem sich einigen Glasrosen in mein Nano Becken eingeschlichen haben wurde zunächst eine Lysmata wurdemani zu deren Beseitigung angeschafft.
Aber weit gefehlt! Die gute dachte gar nicht daran sich den Glasrosen zu widmen und rührte die Glasrosen nicht an!
Also wurden zwei Aeolidiella stephanieae ueber den Versandhandel gekauft.
Diese kamen mit einer Größe von ca. 2 mm an, wurde in das Nano eingesetzt und waren seither nicht mehr gesehen.
Gut dachte ich mir, vielleicht sind die beide verhungert oder waren einfach zu klein? 35 EUR aus dem Fenster geworfen?
Heute habe ich mir bei meinem Händler eine ausgewachsene Aeolidiella stephanieae (ca. 3cm) gekauft und voller Vorfreude in mein Becken gesetzt.
Siehe da - nach wenigen Minuten waren schon die ersten Spuren an den Glasrosenzu erkennen.
Doch nach kurzer Zeit hat mich der Schlag getroffen!!!
Ich musste beobachten wie sich die Lysmata wurdemanni an der Aeolidiella stephanieae verging und ihr die weißen Borsten einzeln außriss!!!
Ich musste die beiden trennen und die Schnecke nun erst mal in ein Becher setzten um nun zu überlegen wie es weiter gehen soll?
Die Schnecke ist leider stark mitgenommen und ich hoffe sie überlebt den Angriff.
Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
Eigentlich soll die L. wurdemanni ja an Glasrosen gehen und nicht an die A. stephanieae!!!
Ich bin sehr auf eure Erfahrungen gespannt!
Lysmata wurdemanni vers. Aeolidiella stephanieae
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mundum -
18. August 2012 um 22:23
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Hallo Klaus!
Erst ein mal vermute ich, dass es sich bei deiner "wurdemani" um eine Lysmata boggessi handelt, echte L. wurdemani sind selten im Handel. L. boggessi gehen in aller Regel schon an Glasrosen, wenn es aber reichlich bessere Sachen zu fressen gibt, kann es schon einmal sein, dass der Appetit auf Glasrosen gebremst ist.
Ich hatte ein 300 l Becken, in dem mehrere L. boggessi und L. seticaudata lebten und trotzdem das Aquarium sich als "Rosenbeet" darstellte. Also habe ich A. stephaniae gezüchtet und diese eingesetzt. Ich habe an die 200(!) Schnecken in das Becken gesetzt und sie sind alle binnen weniger Tage verschwunden. Mein erster Verdacht fiel auf große Flohkrebse (damit hatten auch andere schon schlechte Erfahrung), mein zweiter auf die Lysmatas. Ich konnte allerdings nie eine Garnele auf frischer Tat ertappen, daher finde ich deine Beobachtung so interessant! Aber eigentlich erscheint es mir auch naheliegend: Die Schnecken schmecken nach Glasrosen und das mögen die Lysmatas. So eine Schnecke ist für die Garnele vermutlich so etwas wie ein Rahmstrudel gefüllt mit leckeren Sachen :).
Gruß
Wolfgang
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Hallo,
herzlichen Dank für diesen Beitrag! Ich hatte schon meine Scherengarnelen in Verdacht. Das ist eine wertvolle
Information, die momentan noch einige verschlafen.
Gruß
Hajo -
Hi Zusammen,
ich züchte die Schneckerl ja schon eine ganze Zeit, überwiegend wegen Eigenbedarf.
L. boggesi und ein A. tomentosus haben sich bei uns die Schneckerl schmecken lassen, obwohl sie Glasrosen nur vereinzelt gefressen haben. Deshalb vermute ich, dass fast alle Tiere, die Glasrosen zum Fressen gerne haben, sich "wenns pressiert" auch die Schneckerl schmecken lassen. Bei unserem C. rostratus habe ich es noch nicht ausprobiert, weil mir die Schnecken nach einer Aufzuchtzeit von mindestens drei Monaten dazu zu schade sind.
Viele Grüße
Corinna -
ich hatte leider keine Kamera zur Hand sonst hätte ich das ganze Spektakel aufgenommen.
Nun habe ich die Garnelen ausgiebig gefüttert und die Schnecke anschl. wieder eingesetzt.
Bin mal gespannt, ob sie sich wieder sehen lässt. -
Hi Klaus,
vergiss es ... du hast teures Garnelenfutter eingesetzt. Wenn die Garnele vorher schon an die Schnecken ging, wird sie sich mit ziemlicher Sicherheit auch jetzt trotz Fütterung nicht abhalten lassen.
Viele Grüße
Corinna -
Hallo ihr,
so schön die Lysmatas sind: In ein kleines Aquarium würd ich die nie mehr setzen. Gut, 30 Liter sind fast 3x soviel wie mein Schreibtischnano fasst, aber ich glaub, das macht in der Beziehung keinen großen Unterschied. Die Garnelen haben einen sagenhaften Appetit und essen alles, was ihnen in die Scheren kommt. Um sie an Glasrosen zu bringen muss man sie hungern lassen, und dann sind alle möglichen Nützlinge im Becken schon verloren. Meine 2 Lysmata boggessi haben sämtliche Asterinas, Schnecken und Borstenwürmer vertilgt, dann haben sie die Glasrosen gegessen, und schjließlich musste ich sie füttern. Das hat die Biologie des kleinen Aquariums nicht ausgehalten. Ich hab mehr als 1 Jahr gebraucht, bis sie wieder halbwegs im Lot war. Die Garnelen hab ich abgegeben.
Wie Coninna zücht ich jetzt Aeolidiella stephanieae hs. für den Eigenbedarf, und zwar in Halbliterbechern. Die älteren Schnecken setz ich in eine Wanne, von wo sie dann in die jeweiiigen Glasrosenaquarien übersiedeln, wenn Bedarf besteht.
So funktioniert das prima, und die potenzielle Gefahr für die Wischmops etwa durch Flohkrebse bedroht nicht gleich den ganzen Schneckenbestand.
Für kleine Aquarien empfehl ich mit ruhigem Gewissen Aeolidiella stephanieaa. Und sonst nix

Liebe Grüße
Linda
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