• Hi an alle, die etwas von Elektrik verstehen, :wink

    ich plane gerade mein (erstes) Meerwasserbecken und benötige Eure Hilfe bezüglich der
    Verkabelung:

    Prämisse:
    FI-Schalter ist nur für Bad und Küche vorhanden, nicht für Aquariumzuleitung
    - Es sind 2 kleine, sehr lebhafte und neugierige Kinder im Haushalt :hopfire:

    Geplant ist folgendes:

    - Unterschrankfilter, "gefüllt" mit folgenden Komponenten:


    220V:
    - LED-Leuchte (wird wohl erst über'm Becken zu Niedervolt, oder ?)
    - Rückförderpumpe
    - Heizung
    - UV
    - Ozon
    - Licht im Unterschrank
    - Abschäumer
    - Nachfüllanlage
    - Dosierpumpe
    - diverse Kleinpumpen f. UV, Schwebebettfilter, Salzansetzen etc.

    Niedervolt:
    - 2 Strömumgspumpen
    - Lüfter

    Wie verkabelt man jetzt am schlausten/effektivsten/sichersten ?

    Wieviele Schaltkreise würdet ihr vorschlagen ?

    Sollte man das Becken erden ?


    Vielen Dank für Eure Anregungen ... :thup

    Gruß

    Naif

  • Hallo,

    Wichtig ist vor allem den Unterschrank absperrbar zu gestalten, kann ich dir aus eigener Erfahrung sehr ans Herz legen.

    FI gibts auch als Zwischenstecker, falls das Bauseits nicht vorgesehen ist, schau mal bei den Einschlägigen Elektrohäusern, auch manche Aquarienshops haben so was im Sortiment.

    Absicherung deiner Steckdose mit 16 A bedeutet, du kannst max 16 x 230 = 3680 Watt ranhängen, also insgesamt.
    Meistens sind aber Steckdosen nur mit 13 A abgesichert, also 2990 Watt, aber achtung, an den Soicherungen hängt auch oft das Raumlicht und alle anderen Streckdosen im Zimmer (wird beim Staubsaugen usw. eventuell limitierend).

    Allerdings sollte deine Aquarienkonfiguration mit LED Leuchte nicht einmal 1000 Watt haben, somit solltest Du für den Rest genug Kapazität über haben.

    Hoffe geholfen zu haben

    Grüße

    Leo

  • Hi Leo,

    danke für Deine Tipps. Mit "absperrbar" meinst Du wahrscheinlich wegen der Kinder, oder ?

    "FI gibts auch als Zwischenstecker"; Ich hatte eigentlich vor, einen oder mehrere FI's in einem separaten Schaltkasten im Unterschrank zu verbauen.

    An dem Schaltkreis für das Aquarium hängt nur das Flurlicht und die AQ-Steckdose; insofern ist der Maximalverbrauch (W) kein Problem.


    Ich hatte mir das eigentlich so gedacht:

    Mindestens 2 Schaltkreise:

    - 1 Schaltkreis mit FI für die 220V-Geschichten
    - 1 Schaltkreis für die Niederspannungsgeräte (mit oder ohne FI, keine Ahnung)
    - Becken erden ? Keine Ahnung
    - Sind Feuchtraumsteckdosen notwendig ? Info: Der Unterschrankfilter soll abgedeckt laufen ...
    - Muss ich bei der Verkabelung jetzt schon irgendetwas berücksichtigen, wenn ich zukünftig vielleicht eine Notstromversorgung (via Akku/Batterie) realisieren möchte ?


    Habt ihr dazu eine Meinung ???

    Danke

    Naif

  • Hallo Naif,

    wenn ein FI auslöst, dann wegen defekter 220V-Geräte.
    Daher ist es sinnvoller, damit nicht alles am Becken aus ist, die 220V-Gerätschaften auf 2 Stromkreise mit jeweils einem eigenen FI zu verteilen. Achte beim Kauf eines "FI-Zwischensteckers", das dieser bei einem Stromausfall von selbst wieder einschaltet. Ansonsten wäre bei einer kurzen Unterbrechung des E-Versorgers das Becken so lange ohne Strom, bis jemand den FI wieder einschaltet.
    Verlasse Dich nicht darauf, das auf dem Zwischenstecker FI steht, meist sind es nur DIs.
    Bisher kenne ich nur eine bestimmte Marke von FI-Zwischenstecker, die unseren Ansprüchen genügen. Habe beide vor kurzen verkauft, entweder meldet sich der neue Besitzer hier mal und schreibt, wie die Dinger genau heisen oder ich schaue mal meinen gesamten E-Mail Verkehr durch.

    Gruß Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Zitat

    Original von naifman

    danke für Deine Tipps. Mit "absperrbar" meinst Du wahrscheinlich wegen der Kinder, oder ?

    Ja genau, so ein Unterschrank mit plätschendem Wasser hat eine magische Anziehungskraft...

    Also wenn Du das im Sinne eines Schaltkasten machen willst, kannst Du ja auch die normalen Hutschienen FIs verwenden, die bleiben bei Stromausfall drin.

    Ich erzähl mal meine Absicherung, weil ich nach einem Stromproblem das maximal absichern wollte, ich denke das kann man so sicher nachahmen:

    2 dezidierte Stromkreise aus 2 verschiedenen Phasen direkt vom Vorzähler,
    2x FI, 2x 16A (kann man auch gerne ausbauen, nur nutzt es halt nichts, falls man hinter einer 13 A Sicherung vom Haus 4x 16 A schält :face_with_rolling_eyes: )
    Aufteilung der Pumpen so, das mit nur einem Stromkreis immer noch genug Strömung ist,
    Autobatterie an Dauerladegerät für Strömungspumpen bei Stromausfall,
    SUV für GHL Steuergerät ( Tunze Streams schalten trotz Strom ohne Steuersignal ab! 8o)


    Aja: Spezielle Erdung des Beckens sollte hinter FI nicht notwendig sein

    Einmal editiert, zuletzt von Galaxius (17. Januar 2012 um 21:15)

  • Hi Leo,

    ist Deiner Meinung nach vor den Niedervoltpumpen auch ein FI notwendig ?

    Wenn ich das Becken erde, greift doch der FI sofort bei einem Fehlerstrom, oder ? Ansonsten doch erst, wenn ich ins Becken fasse. Oder hab' ich da was falsch verstanden ?

    Danke!

    Gruß

    Naif

  • Naja irgendwo hat ja auch die Niederspannungsapumpe Ihren Trafo, der im schlimmsten Fall defekt sein kann, also ich würde prinzipiell alles hinter einen FI schalten, aber beim Aquarium halt hinter 2 getrennte, damit falls einer auslöst noch der zweite Stromkreis weiterläuft, ist halt so meine persönliche Meinung.

    Ein FI schaltet, wenn Strom "rein" über Phase ungleich Strom "raus" über Neutralleiter.
    Prinzipiell ist es also möglich, das das Becken unter Strom steht, aber die Summe der Ströme aber ok ist, obwohl in der Praxis dieser Zustand eher unwahrscheinlich ist.
    Sobald aber dann warum auch immer Strom fehlt, z. B. weil er über deine Hand im Wasser ableitet wird, geht der FI(innerhalb von Millisekunden)

    Ich tu mir nur gerade mit der Vorstellung etwas schwer, wie Du die Erdung vom Aquarium technisch ausführen willst..

  • Hallo Leo,

    Erden kann man z.B. indem man einen Metallstab (z.B. Titan) in das Becken eintaucht und diesen über ein Kabel mit einem geerdeten Leiter (z.B. die Heizung) verbindet; hab' ich mal irgendwo gelesen.
    Bei einem Fehlerstrom würde dann der FI sofort greifen.

    Damit das Becken dann nicht "tot" steht, würden die Niedervoltströmungspumpen nicht über den FI-Schaltkreis laufen.

    Das wäre mein Idee gewesen ...

    Gruß

    Naif

  • Hey Dirk,

    wäre echt klasse, wenn du uns schreiben könntest welcher FI Stecker das ist den du hattest. Wäre für mich wirklich interessant.

    Gruß Thomas

    2x Tunze 6055, kein Abschäumer, 160W Maxspect R420R (85%)

  • Hallo Ihr,

    das war der IVT DI-Personenschutz-Zwischenstecker A516. Kann man hier auch im Forum suchen, haben schon einige dieses Ding im Einsatz und können bestätigen, das er bei Stromunterbrechung wieder automatisch einschaltet.

    Dirk

    160x65x65cm Plexiglas, Aquaphoton 4xT5 54Watt,2x150Watt, Strömung: Abyzz A200, RF-Pumpe: Abyzz200, ATI Powercone 200

  • Also ob das mit der Erdung so dauerhaft funktioniert kann ich natürlich nicht beurteilen, wahrscheinlich schon, aber Metall in einer Elektrolytlösung, da mußt Du jemanden Fragen der von Chemie was versteht.

    Ich für mich sehe halt die Notwendigkeit nicht, da Du ja auf hinter dem FI sicher sein solltest. Ich kenne auch kein Aquarium das extra geerdet ist.
    Ganz provokant gesagt bist Du dann wenigstens zu Hause, wenn der Fehlerstrom durch Eintauchen Deiner Hand in das Wasser auftritt...

    Mit dem Strömungspumpen hast Du sicher recht, wenn Du Sie so Failsave wie sicher anschließt, bei mir hängen halt die relevanten Pumpen halb-halb an 2 getrennten Stromkreisen, damit eine gewisse Absicherung besteht falls eine Sicherung auslöst.

    Einmal editiert, zuletzt von Galaxius (18. Januar 2012 um 22:31)

  • Liebe Leute,

    Ich brauche Eure Hilfe!

    Ich Habe mir einen Spannungswandler 600 Watt 12V Sinus, 20A IUoU Ladegerät+Netzvorrangschaltung gekauft.

    Ich habe drei Stromkreise,Beleuchtung, Umwälzung, und den Abschäumer.Nun möchte ich,bei einen Stromausfall,
    da der Wechselrichter nur eine Ausgangssteckdose hat,den Stromkreis Umwälzung und Abschäumer zusammen
    legen. Das Licht bleibt beim Stromausfall aus! Wie mache Ich dass? Ich denke über ein Relais. Die Umwälzpumpe
    hat 55 Watt der Abschäumer 44 Watt. Wenn ich ein Relais brauche welches?. Die Verdrahtung macht ein Elektriker.
    Über Hinweise würde Ich mich freuen.

    Schönen Abend noch
    Herbert.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!