Hallo!
Na ja, die pauschale Verkleinerung der Fische auf 2/3 der Maximallänge ist natürlich auch eine - wenn auch angeblich an einigen Exemplaren und Arten nachgeprüfte - Annahme recht pauschaler Art. Und daraus könnte man übrigens auch den Umkehrschluss ziehen, dass je größer der Fisch werden kann, desto stärker ein "Minderwuchs" in Gefangenschaft eintritt. Das könnte dann zudem als Indiz gewertet werden, dass die Beengtheit der Behälter (oder andere Bedingungen der Gefangenschaft) doch zu Anomalien führen. Nach der Definition des Autors dürften solche Tiere dann wohl nicht gehalten werden...
Spätestens da dürfte es jeden Diskus-Halter zwischen Lach- und Magenkrämpfen hin und her reißen:
ZitatDiscus
Maximum length: 12cm
Probable length: 8cm
Category: 2
Preferred tank size: 37x18cm
Minimum tank size: 27x13cm
Der Ansatz ist vielleicht nicht schlecht, wobei ich denke, dass für viele Fische, die die Wassersäule dreidimensional nutzen, die Höhe durchaus auch interessant sein kann und die reine Fläche des Beckens zu kurz gegriffen ist. Aber die Verhältniszahlen, die der Autor den jeweiligen Kategorien zugesteht, erscheinen mir genau so willkürlich wie andere Annahmen und führen zum Teil zu mehr als fragwürdigen Ergebnissen. Die Fundamentalgegner der Aquaristik sollten den Artikel lieber nicht entdecken.
Gruß
Wolfgang
