Pseudanthias tuka auch mit Trockenfutter haltbar

  • Hallo Leute!

    Ich hab die Pseudanthias tuka am Wochenende live gesehen in einem Schaubecken und würde diese gerne als Gruppe in mein Becken setzen. Hatten einfach geniale Farben!

    Ich hatte vorher die P. squamipinnis, welche ich gut halten konnte, diese wurden aber nach einer Pünktchenkrankheit alle mit vielen anderen Fischen dahingerafft. Würde nun gerne die tukas haben, weil die leuchtende Farben einfach genial aussahen, dann noch mit dem orangenen Streifen oben am Körper, einfach klasse.

    Der Händer meinte diese seien schwerer zu halten, als andere Fahnenbarsche. Mein Becken steht aktuell noch bei mir auf der Arbeit, d.h. ich komme meistens am Wochenende nur einmal hin zum Füttern, sonst macht der Futterautomat mit Trockenfutter. Unter der Woche bin ich ja eh täglich da. Ist also kein Problem.

    Was könnt ihr zu Haltungserfolgen und Fütterung berichten? Hätte keine Probleme damit in erster Zeit mehrmals am Wochenende hinzufahren und FroFu zu geben. Aber irgendwann sollten Sie dann an einem von den 7 Tagen auch mal auf FroFu verzichten können und an Trockenfutter gehen. Meint ihr das ist zu schaffen?

    Bitte um Meinungen und Berichte. Ansonsten ist das Becken brutto 840L groß/klein und hat bisher ein paar Docs,eine Dekorgrundel und eine Baggergrundel drin.

    Viele Grüße, Paulie

  • Hallo Paulie,

    die Tukas sind nicht leicht zu halten, auch wenn sie an Futter gehen und wohl genährt aussehen, schaffen es viele nicht auf Dauer zu überleben.

    Die P. squmipinnis sind auch sehr schöne farbefrohe Fische und lässt sich wesentlich leichter halten.

    Christian A.

    Webmaster / Administrator


    80x80x80 cm, ca. 500 Liter, 1x 400 Watt HQI, 2x 24 Watt T5, 2x Tunze Stream, ZC Cyclon AS 1500, Technikbecken mit ca. 80 L netto, Förderpumpe 3000 l/h


    Marubis e.V.

  • Hallo Pauli

    ich kann Dir auch nur abraten, laßt diese wunderschönen Fische im Meer!

    Schon den Fang und den Transport überstehen die wenigsten.

    Natürlich bleibt der eine oder andere dann auch mal am Leben, wieviele dafür aber drauf gehen müssen, möchte ich lieber nicht wissen.

    Gerade wenn Dir der Fisch gefällt: Finger weg!

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Vielen Dank!
    Die Info, dass während dem Transport viele draufgehen reicht schon um die Finger von den Tieren zu lassen!
    Werde mal sehne ob ich Richtung Juwelfahnenbarsche oder doch Chromis etc. gehe.

    Danke für die Infos!!!

    Einmal editiert, zuletzt von Paulie (16. August 2010 um 15:40)

  • Hol Dir doch lieber nen schönen Harem Fridmanis oder Gramma Loreto. Die haben super Farben und zeigen tolles Brutverhalten. Die ganzen "Schwarmfische" legen das Verhalten ohnehin im Aquarium ab. Ich kann den einzeln rumdümpelnden Anthias irgendwie wenig abgewinnen... Dann lieber Gruppen/Harems von kleinen Barschen, Lippfischen oder Zwergkaisern. Ist natürlich Geschmackssache aber vielleicht gefällts Dir ja auch und die Alternative ist Dir noch nicht in den Sinn gekommen :winking_face:

  • Hallo!

    Auch eine gute Idee.

    Aber schwimmen diese dann wirklich gemeinsam? Das wäre natürlich noch besser, wenn Sie mehr oder weniger zusammen bleiben.

    Ich hatte z.B: mal ein Pärchen loriculus, diese sind vielleicht einmal die Woche zusammen geschwommen bzw. gebalzt. Ansonsten auch jeder für sich geschwommen, weil du die Zwergkaiser erwähnt hattest. Ode rbrauch man dazu dann schon mehr als zwei Tiere???


    Danke für den Tipp!!!

  • Hi Nils

    Deine Aussage ist so nicht ganz korrekt , man kann die Tiere in recht natürlichen Schwärmen halten , wenn die Fütterung entsprechend ist. Gibst du alle 2 -5 min eine kleine Menge Futter dem Wasser zu und das nach Möglichkeit in die Strömung , wirst du sehen wie die Tiere plötzlich wie im Meer alle zusammen rumschwimmen. das Problem was die meisten Schwarmfische habe ist das Ihnen fehlende Futter, also gehen sie auf Futtersuche und verteilen sich damit. Tuka´s lassen sich ohne grosse Probleme an Trockenfutter gewöhnen , dies dauert aber 2 - 3 Monate und Bedarf in dieser Zeit einer zigfachen Fütterung am Tag. Zudem klappt dies nur mit jungtieren ( bei Tuka ) diese gibt es aber nur zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Regionen. Möchte man solche Tiere halten, und hat auch das nötige Aquarium hierfür sollte man solche Tiere entsprechend eingewöhnt bestellen. Das kostet einfach Zeit und ist deutlich teurer als mal schnell so ein Import abtzgreifen, aber dann ist gesichert das die Tiere einem lange Freude machen. Anthias in einer üblichen Verkaufsanlage sind faktisch nicht mehr haltbar, die Pfleger haben zuwenig Zeit für Futter die Anthias viel zu viel Stress als das sie sich wieder Reserven aufbauen könnten. Zudem sind sie sehr anfällig gegen Wurmerkrankungen die meist durch Zwergkaiser und Doktoren eingeschleppt werden. Gramma Loreto sind Revierbildner und bilden keine Schwärme aus

    Gruss

  • Hai,
    als absoluten Schwarmfisch könnte ich Zoramia leptacantha empfehlen.
    Habe vergangene Woche 40 Stück in mein größeres Becken eingesetzt.
    Genial, wie der Trupp gemeinsam durch das Becken zieht.
    Pseudanthias squamipinnis leben in dem Becken von vor 6 Jahren eingesetzten 25 Stück noch 10. Die Männchen sind nun 15-17cm groß. Nur als die Fische noch klein (4-5cm) waren, war ein Schwarmverhalten erkennbar.
    Tukas hatte ich auch einmal versuchsweise zu integrieren gehofft, war aber zum Scheitern verurteilt. Die Fische brauchen enorm viel Platz, um ihre Kämpfchen austragen zu können und schlußendlich haben sie sich mit ihrer Boshaftigkeit gegenüber anderen Anthias selbst eleminiert.

    Servus
    Stefan

  • HI

    weil wir grade mal wieder beim Thema Tukas sind mal wieder ei Update
    Also von der 12er Gruppe hat leider einer nach 6 Monaten das zeitliche gesegnet (nächtliche Selbstmord) ,es sind von 3 Monaten noch 6 dazu gekommen die alle noch leben somit ist der Trupp 3 Männer und 14 weiber stark.
    so mal Fotos (ich weiß an mir ist KEIN Fotograph verloren gegangen :grinning_squinting_face: )

  • Fahnenbarsche sind nunmal wirklich schwierig und ich kenne kaum
    Leute bei denen die Fische länger als 18 Monate überlebt haben.
    (meist nur ein paar Wochen/Monate) trotz vielen Fütterungen pro Tag.

    Ich selbst hatte im alten Becken Squapiminis, und die sind wirklich robust.
    Im jetzigen Becken hab ich es mit Dispar probiert. Ging 8 Monate gut, dann
    starb wirklich pro Woche mindestens ein Tier...trotz Futterautomat und
    wechselnden Futters, zwischendurch FF in allen Größen etc.

    Ich würde an Deiner Stelle mit Squapiminis anfangen, es gibt ja auch
    Becken wo mehrere Arten zusammen schwimmen, dann kannst Du
    immer mal wieder probieren was nachzusetzen.

    Grüße
    Chris

  • Hallo!

    War unterwegs in letzter Zeit, deswegen melde ich mich jetzt erst.

    Vielen Dank für die vielen Infos!

    Ich werde nun erstmal sehen was ich mache. Gibt ja einige Möglichkeiten.
    Werde mich dann iwann mit Fotos melden, wenn es soweit ist.

    Danke nochmals.

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