Refraktometer verstellt sich über Nacht.

  • Guten Tag zusammen.

    Ich habe ein Refraktometer mit Temperaturkompensation, dass nicht gerade günstig war.
    Ich kalibriere es jeweils mit destilliertem Wasser auf Null und kontrolliere es mit der Referenzlösung von Nightsun 35psu. Danach Messe ich mein Aquarienwasser.

    Soweit so gut.

    Wenn ich nun am nächsten Tag mein Refraktometer wieder benutzen möchte und es mit der Referenzlösung teste, zeigt es mir 43psu +/- 2psu an. Die Messobefläche und die Deckplatte reinige ich nach jeder Messung äusserst penibel mit dest. Wasser und trockne sie mit einem fusselfreien Tuch.

    Nun hab ich mir gedacht, kalibrier ich es halt wieder mit dest. Wasser auf Null und das Problem ist behoben. Denkste.... :aeh:

    Ich habe nun mehrere Messungen abwechslungsweise mit AQ-Wasser und Referenzlösung gemacht und ich musste bei jeder Messung mit der Referenzlösung nachjustieren, bis sich nach der c.a 8 bis 12 Messung der Refraktometer auf 35psu genau einpendelte.

    Jaaaa, und am nächsten Tag zeigt der Refrak. wieder 43psu an. :mauer:

    Ich habe den Refrak. schon umgetauscht weil der vorhergehende auch immer etwas anderes angezeigt hatte und ich etwa 15 mal kalibrieren musste bevor ich sicher sein konnte, dass die Messung stimmt.

    Kennt jemand diese Probleme oder weiss woran das liegt. Oder ist der Refraktometer einfach Müll?
    Der Refraktometer hat über 90 Euro gekostet und ist meiner Meinung nach auch keine Billigware.
    Ich dachte immer, dass man Refraks nur gelegentlich kalibrieren muss. Es ist ja keine Elektronik oder sonst was drinn, dass sich verstellen kann.

    Gruss Jan

  • Hi,

    Zitat

    Oder ist der Refraktometer einfach Müll?

    denke das trifft es bei den Refraktometern auf den Punkt. :thup

    meins ist auch nicht besser.

    Gruß

    Gruß Spooner

    Einmal editiert, zuletzt von Spooner (7. Juni 2010 um 18:50)

  • Hallo Jan,

    so ein Verhalten kenne ich nicht einmal von den billigsten China-Refraks. Dass ein Refrak sich so schwer kalibrieren
    lässt und über Nacht eine Abweichung von 8 ppt zeigt, weist auf einen Defekt hin. Tausche auch dieses Exemplar besser um.

    Gruß Armin

  • Hallo, ich hatte ebenfalls ähnliche Probleme, wenn ich das Refraktometer auf Null kalibriere. Daher kalibriere ich seither immer auf 35 mit einer Referenzlösung und siehe da, seitdem muss ich nicht mehr oder sehr selten nachjustieren.

    Grüße Wiggy

  • Hallo Jan,
    mein Refrac ist ein billiges China-Teil für 20€. Bei starken Raumtemperaturschwankungen ändert sich die Anzeige un ca. 2 ppt,
    trotz Temperaturkompesation. Bei 8ppt Toleranz wäre das Teil unbrauchbar. Was aber immer wichtig ist:
    das Refrac nach jeder Messung sorfältig abtrocknen und auch die Pipette zur Probenentnahme mehrmals Spülen.
    Bei den geringen Wassermengen kann ja schon ein Salzkorn zu erheblichen Fehlern führen.
    Ansonsten würde ich es auch umtauschen, wenn noch Gewährleistung besteht.

    Grüße
    Lutz

  • Hallo zusammen

    Danke für die Antworten und Ratschläge.

    Ich dreh noch durch!! :rollen:
    Ich hab heute Morgen mein Refraktometer genommen und bin zu meinem Händler gefahren. Ich habe Ihm das Problem geschildert. Der hat mich ausgelacht und sagte, das sei gar nicht möglich. Dann haben wir es mehrmals mit 35psu Refernzlösung getestet und schon die erste Messung zeigte 35psu an und das blieb auch bei jeder folgenden Messung so.
    Ich glaube langsam an Geister oder ist das der sogenannte Vorführeffekt?

    Der Händler war trotzdem bereit den Refraktometer auszutauschen, aber ich sagte, wenn er jetzt stimmt und nicht mehr abweicht muss ich ihn auch nicht mehr austauschen.

    Nun, zu Hause c.a eine halbe Stunde später hab ich noch mal eine Messung gemacht und der Refraktometer zeigte mir mit der gleichen Referenzlösung 32psu an. Super!!!!! :uzi:

    Hier muss irgendwo eine versteckte Kamera sein.....

    Ich weiss nicht woran es liegt, beim Händler keine Abweichung und zu Hause spinnt das Ding wieder.
    Ich bin Ratlos, aber ich werde es wohl nochmal Umtauschen müssen und wenn das neue Gerät auch solche abweichungen zeigt, ist für mich das Thema Refraktometer abgeschlossen. Das Theater mach ich nicht
    mehr mit. :grummel:

    Gruss Jan :smiling_face:

  • Hallo zusammen,

    ich stell mal eine vielleicht saublöde Frage. Desshalb bitte nicht gleich hauen :grinning_squinting_face: (sorry Jan für das off topic):

    Muss man jedwedes Refraktometer kalibrieren?

    Ich hab nämlich gar keine Referenzlösung, da bei meinem Refrak auch keine solche dabei war. Allerdings habe ich mich auch schon gefragt, ob die doch schwankende Raum- und Wassertemperatur bei der Messung nicht eine Rolle spielt.

    Ich bin halt irgendwann mal nach einem Spindelbruch auf ein Refraktometer umgestiegen und messe seither vielleicht "völlig naiv" meine Salinität :face_with_rolling_eyes:

    2 Mal editiert, zuletzt von RalfG (8. Juni 2010 um 23:35)

  • Hallo Jan

    Oberlunkhofen in der Schweiz?
    Wenn ja, dann kann ich dir dein Refraktometer elektronisch mit einem Messgerät von WTW gegenmessen und gegebenenfalls kalibrieren.
    Hölstein ist ja nicht sooo weit :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Hallo zusammen

    @RalfG 
    So viel ich weiss muss man ein Refraktometer gelegentlich mit destilliertem Wasser (nicht Osmose Wasser) auf Null kalibrieren. Danach macht man am besten eine Probemessung mit der Referenzlösung 35psu. Man kann auch direkt mit der Refernzlösung auf 35psu kalibrieren.
    Das ist bei Handrefraktometern die Regel. (Ausser ich wäre völlig falsch informiert). Bei Elektronischen weiss ich nicht wie es sich verhält.
    Wichtig ist, dass man die Messplatte und Abdeckplatte des Refraktometer nach jeder Messung reinigt und trocknet.

    Wenn man ein Refraktometer nie kalibriert oder kontrolliert ist das eine ziemliche Lotterie.
    Ich mache immer noch eine Gegenprobe mit der Spindel weil die kann sich jetzt wirklich nicht verstellen. Aber zur Zeit hat sich bei mir das Thema Refraktometer sowieso erledigt.
    Könnte ich mich auf mein Refraktometer verlassen (schön wärs), könnte ich mir das gepansche mit der Spindel sparen. Ich Mess zu Zeit nur noch mit der Spindel und Rechne das Resultat in Salinität mittels Salinitätsrechner um.

    Ruedi
    Ja, Oberlunkhofen in der Schweiz.
    Ich komme gerne mal vorbei, nicht nur wegen dem Refraktometer, aber ich gehe jetzt erst mal in die Ferien und danach werde ich sicher den Weg nach Höllstein finden. :thup

    Wenn ich immer noch in Basel wohnen würde, wäre der Weg auch kürzer gewesen. Aber in Basel hatte ich noch kein MW-AQ. :winking_face:

    Grüsse Jan

  • Hi Fenix,

    hast du es mal probiert direkt auf 35psu zu kalibrieren?
    Im Osmosewasser kann je nach verunreinigung der Pipette oder was auch immer dafür benutzt wird, auch erhebliche Abweichung vorhanden sein.
    Eiche mal auf 35psu und schau dann mal.

    Ich hab ein China Refrak das hätte bei Osmose teilweise die selben Auswirkungen wie bei dir. Bei Kalibrierung auf 35 PSU gibt es keine Abweichung mehr ich teste es selbst nach jeder Messung mit Referenzlösungen und seit 4 Monaten hab ichs und seither nicht mehr abgewichen.

    Vllt ist aber auch die Verstellschraube während des fixirens verrutscht und gibt dadurch falsche ergebnisse? Aber probiere mal direkt auf 35 zu eichen. Denn je näher auf den Wert geeicht wird der gemessen wird umso genauer ist es auch.

    LG Matze

  • Hallo,

    ich frag jetzt nochmal blöd nach:

    Nachdem ich mit dem Refraktometer gemessen habe mache ich es sauber und messe kurz Wasser aus dem Kran (also Leitungswassser) gegen. Wenn dieses bei Null ist ist für mich die Messung in Ordnung. Sollte auch dieses abweichen eiche ich es mit dem Wasser aus meinem Vollentsalzer neu ein.

    Ist diese Vorgehensweise in Ordnung ?

  • Hallo mrtn,

    nein ist es nicht. Mit Leitunswasser solltest du nicht auf null kommen können.
    Mit VE nur wenn es auch wirklich VE ist. Wie eben gesagt kalibriere am besten immer aus dem Bereich in dem du misst.
    So ists zb auch Praxis im PH bereich. Für süßwasser wird mit 4 und 7 geeicht und bei Meerwasser ( jedenfalls sollte es so sein ) mit ph 7 und 9

    Sprich kalibriert am besten immer mit 35psu. Das ist jedenfalls die mir beste bekannte möglichkeit dafür.
    Und seit ich nach den ersten versuchen mit meinem ähnliche probleme hatte wie Jan und danach gar nicht mehr scheint mir das auch logisch und konsequent zu sein.

    Ich nutze übrigens die Fauna Marin Multireferenz dafür da die auch noch für weitere Parameter sehr gut ist.

    LG Matze

  • @ Ralf, Peter,

    Zitat

    Original von FenixMan kann auch direkt mit der Refernzlösung auf 35psu kalibrieren.


    genau so mache ich es auch. Dann schließt man diei event. Ungenauigkeit von 1 oder 2 zuverlässig aus.

  • Hallo Jan

    Na dann wünsche ich dir schöne Ferien!

    ps.: In der Schweiz ist ja nichts weit weg ;), je nach Verkehr bist du sogar schneller bei uns als aus Basel.

    Gruss Ruedi

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  • Hallo Ruedi

    Danke, ich werde meine Ferien geniessen. Ich habe sogar jemand, der sich während meiner Abwesenheit um mein MW-AQ kümmert und der hat selber eins. Somit muss ich keine schlaflosen Nächte verbringen und Angst um meine Tiere haben. :schlaf:

    Ups, Off-Topic. Ich komme vom Thema ab. Sorry. :conf:

    Den Refraktometer werde ich verstecken, damit er nicht auf die Idee kommt mit dem Ding zu messen. Sonst macht der auch noch einen Treat im Forum auf, weil er auf verschiedene Messergebnisse kommt. :ylol
    Nein, ich werde Ihn mal fragen, was er zu meinem Refraktometer meint.

    Grüessli Jan

  • Hallo

    Matze

    Ja ich habe den Refraktometer direkt mit einer Referenzlösung 35psu kalibriert. Ich mache das eigentlich jeden Tag und habe immer enorme Abweichungen.
    Ich habe sogar 2 Referenzlösungen 35psu. Eine von Nightsun und eine von AquaMedic.

    @alle

    Ich bin Heute der Sache auf den Grund gegangen und habe mir wirklich Zeit genommen mein Refraktometer zu testen. Weil eure Antworten haben mich etwas nachdenklich gestimmt und ich wollte es genau wissen.

    Ich bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

    Wenn ich den Refraktometer aus der Box nehme hat das Gerät Zimmertemperatur. Ich messe und habe ein Ergebnis von 43psu.
    Nun reinige ich es und mache die nächste Messung und habe ein Ergebnis von 41 psu, mit jeder folgenden Messung sinkt die Salinität ohne das ich an dem Gerät rummschraube. Nach der 11. 12. Messung pendelt sich der Refraktometer bei 35psu ein und bleibt dann auch dort stehen.

    Ich bin zum Schluss gekommen, dass das etwas mit meiner Handwärme zu tun hat. Denn je länger ich das Gerät in der Hand halte desto mehr nimmt es meine Körpertemperatur an.
    Somit reagiert das Gerät extrem auf Temperatur und ist deshalb vollkommen unbrauchbar. Hätte ich Fieber, würde der Refraktometer wohl 33psu anzeigen.... :aeh: Dazu kommt noch, dass ich mit einem so ungenauen Gerät das Wohl meiner Tiere gefährde. :yiih

    Kann mir vielleicht einer sagen wo ich einen vernünftigen Refraktometer her bekomme?
    Also einer der wirklich genau ist und nicht Kochsalzgehalt oder sonst was anzeigt, sondern wirklich Salinität des Meerwassers bei 25° Celsius und auch eine Temperaturkompensation besitzt. Marke und wo ich ihn kaufen bzw. bestellen kann?

    Ich weiss, Anbieter gibts genug, wie Sand am Meer. Aber vielleicht kann mir hier einer einen seriösen Tipp geben, der mit seinem Refraktometer gute Erfahrungen gesammelt hat und sicher ist, dass sein Gerät sehr genau misst.

    Gruss Jan

    Einmal editiert, zuletzt von Fenix (9. Juni 2010 um 20:29)

  • Hallo Jan,

    frag hier mal nach dem Grainer Refrak


    und noch ein Tipp....Wasser drauf und 2Minuten stehen lassen, erst dann messen
    Mach mal den Test, sofort messen dann 2 Min stehen lassen und erneut messen......wirst dich wundern :grinning_squinting_face:

    Gruß Jürgen

    Panoramabecken 200x70x60, Photon Plus 2x400W Megachrome Coral 14K E40 + 4x54W T5 Aqua Science Special 15K, 2x Tunze Stream 12000 l/h,ATK Abschäumer150cm mit The Pump 40

    Die Summe der auf der Erde vorhandenen Intelligenz bleibt ewig gleich. Nur die Bevölkerung wächst ständig...

  • doch hat es

    probiers aus oder lass es..........

    Gruß Jürgen

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  • Guten Tag Jürgen

    Danke für den Tipp. Das werde ich gleich mal ausprobieren.
    Ich werd mich über Grainer Refraks mal genauer informieren.

    Gruss Jan

  • Hallo nochmal

    Soooo, ich hab des Rätsels lösung. :ylol
    Ich hab das Internet nach Refraktometern durchforstet und auf einer Seite eines Anbieters bin ich in der Produktebeschreibung auf folgenden Text gestossen: Zitat "Mittels eines Bimetalls im Inneren des Gerätes wird die Skala entsprechend der Temperatur automatisch verschoben. Bitte beachten Sie dabei, dass dies immer etwas Zeit benötigt, da die Temperatur im Inneren erst angeglichen sein muß. " Zitat Ende.

    Nun gehe ich davon aus, dass das auf mein Gerät auch zutrifft, aber es in keinster Weise in der Bedienungsanleitung beschrieben ist. Die Bedienungsanleitung ist sowieso nur sehr Spartanisch beschrieben... :blauesauge:

    Die Frage ist nur, wie sich das auf den Temperaturunterschied von meinem Aquarienwasser 25° und dem Destillierten Wasser von Zimmertemperatur c.a. 21° auswirkt, oder ob ich das vernachlässigen kann.

    Aber vorerst bin ich einen Schritt weiter. Danke für Eure Ratschläge.

    Gruss Jan

  • Nochmal Lösung!!!

    Ich muss einfach nach jedem auftragen der Flüssigkeit ein paar Minuten warten, vor dem ablesen der Scala.

    Uff war das eine Zangengeburt. :confused2:
    Jetzt weiss ich wenigstens, dass mein Refraktometer alles andere als defekt ist. :jumping:

    Gruss Jan

  • Hallo Jan

    naja, der dünne Wasserfilm braucht sicher nicht mehrere Minuten, bis er sich der Temperatur des Geräts angepasst hat. Ob sich durch das Wasser das Gerät nennenswert temperaturmässig beeinflussen lässt, was eine mehrminütige Adapionszeit zur Folge hätte, wage ich zu bezweifeln.

    Gruss Ruedi

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  • Zitat

    Original von ChristianFischer
    Wo soll den beim warten ein Unterschied liegen ?
    Kann es sein das du kein T. kompensiertes refrak hast?

    Hallo Christian,

    sorry, habe deine Frage falsch interpretiert und war deswegen ein wenig angep...t, denn ich gehe immer davon aus das, wenn ein User so lange dabei ist, dieser weiß was er da schreibt

    also sorry, nächtes mal lese ich gründlicher :wink

    :wink Ruedi,

    naja, die 2 Min waren ne Hausnummer, geht bestimmt auch schon nach 20 Sec, aber ne Weile warten sollte man schon

    Grüße an Brigitte

    Gruß Jürgen

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  • Hallo Ruedi

    Ich bin jetzt trotzdem stutzig geworden. :aeh:
    Laut Angaben des Herstellers meines Refraktometers sollte es eine Temperaturkompensation haben.

    Eine Temperaturkompensation verstehe ich so, dass mir der Refraktometer auch bei Temperaturschwankungen immer die gleiche Salinität anzeigt. Egal wie Raum- Wasser oder die Refraktometer-temperatur ist. Oder hab ich da was falsch interpretiert?

    Bei meinem Gerät ist das anscheinend nicht der Fall. Oder es hat eine solch enorme Verzögerung.

    Ich raff gar nichts mehr. Super, ich bin jetzt wieder total verunsichert, ob ich meinem Refraktometer trauen kann.
    :haeh:

    Ich führ noch ein paar Tests durch, aber ich glaube, dass ich mich trotzdem nach einem anderen Refraktometer umsehen muss.

    Gruss Jan :smiling_face:

  • Hallo Jan,

    du interpretierst es richtig, die automatische Temperaturkompensation SOLL dafür sorgen, dass dein Refrak im
    Temperaturbereich von etwa 15 - 30 °C immer die gleiche Konzentration anzeigt. Wenn du dein Refrak nicht gerade
    im Kühlschrank aufbewahrst, müsste die Temperaturdifferenz zwischen Refrak und Wasser sehr gering sein,
    und damit auch die Anpassungszeit.

    Handwärme könnte vielleicht nach einiger Zeit beeinflussen, aber dann müsste der Wert mehr und nicht weniger abweichen. Ich bezweifle ein wenig, dass deine Temperaturkompensation funktioniert.

    Gruß Armin

  • Guten Tag Armin

    Ich bezweifle auch, dass die Temperaturkompensation funktioniert. Sobald ich den Refraktometer länger in der Hand halte, kann ich zusehen wie sich die Skala nach unten verschiebt.
    Ich glaube bei einer Temperaturkompensation wäre dies nicht möglich.

    Auf welchen konstanten Punkt ich mich jetzt beziehen muss, damit ich immer genaue Werte habe, weiss ich auch nicht. Das einzige was mir übrig bleibt ist, dass ich vor jeder Messung neu kalibriere.

    Ich habe Gestern Nachmittag den Refraktometer mit 35psu Referenzlösung kalibriert. Danach habe ich 3 Messungen vom AQ-Wasser gemacht. Die Flüssigkeit habe ich jeweils 1 Minute auf der Messfläche mit geschlossener Abdeckplatte belassen. Dann las ich das Ergebnis ab.

    1. Messung: 36psu
    2. Messung: 35psu
    3. Messung: 33psu

    Ich dachte, dass kann doch nicht sein, und kalibrierte nochmal mit der Referenzlösung. Auch dort hatte ich Abweichungen, obwohl ich ca 10 Minuten vorher schon kalibriert hatte.

    Wieder 3 Messungen, wieder 3 verschiedene Ergebnisse.

    Dass einzig sichere Ergebnis ist, dass der Refraktometer für die Tonne ist. :frowning_face:


    Gruss Jan :smiling_face:

    Einmal editiert, zuletzt von Fenix (14. Juni 2010 um 07:51)

  • Hallo,

    legst du das Refraktometer dabei hin und wartest 3 Minuten? Ich hab mal mit meinem Aqua Medic getestet, davon mal abgesehen, dass die Striche so fein beieinander sind, bilde ich mir auch ein, dass es mal 35 und mal 34 anzeigt. Aber ich seh da auch irgendwie so einen Art Schatten des Strichs und muss dann erst mal genau schaun welches der Strich und welches der Schatten ist. Wenn ich die Trägerfläche aber richtig voll mache und nicht nur ein paar Tropfen drauf, dann ist auch der Schatten weg.

    Ich warte auch keine 3 Minuten, höchstens 30 Sekunden und wenn ich ein paarmal hintereinander messe habe ich auch unterschiedliche Ergebnisse. Ich schätze, dass es wegen des Reinigens der Trägerscheibe in Verbindung mit Verdunstung abkühlt.

    Dann hab ich mal getestet, wenn ich das Refraktometer nach dem Putzen 1 Minute tocken in Ruhe lasse. Dann bekomme ich immer dieselben Ergebnisse, vorausgesetzt ich nehme den Metallkopf vorne nicht in die Hand.

    Zur Not nehm ich meine alt bewährte Spindel :-X

    Grüße Wiggy

  • Hallo Wiggy

    Wenn ich nur schwankungen zwischen 34 und 35 hätte, würde mich dies nicht stören. Aber meine Skala zeigt von 32 bis 37 alles an. Und wie gesagt, am anderen Tag zeigt sie mir 43psu an. Also alles andere als genau.

    Eigentlich ist es kein Refraktometer sondern ein Schätz-ometer...

    Gruss Jan :smiling_face:

  • Hallo Jan

    Ich könnte mir vorstellen, dass da an der autom. Temperaturcompensation etwas nicht stimmt. Da hat es ein kleines Federchen drin und wenn dies ausgehängt ist kannst du womöglich deinen Wert erschütteln :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Vllt steh ich aufm Schlauch aber ich bilde mir ganz fest ein für PSU brauchts keine ATC da dies ein temperatur unabhängiger Wert ist.

    Mein China Refrak hat kein ATC und es zeigt immer das richtige an seit es auf 35PSU kalibriert ist. Egal ob ich sofort schaue oder ne Minute warte.

    Ist das ATC für die Dichte im Refrak die man eh nicht braucht?

    LG Matze bin jetzt echt etwas verwirrt

  • Zitat

    Original von Matzaton
    Vllt steh ich aufm Schlauch aber ich bilde mir ganz fest ein für PSU brauchts keine ATC da dies ein temperatur unabhängiger Wert ist.

    Mein China Refrak hat kein ATC und es zeigt immer das richtige an seit es auf 35PSU kalibriert ist. Egal ob ich sofort schaue oder ne Minute warte.

    Ist das ATC für die Dichte im Refrak die man eh nicht braucht?

    LG Matze bin jetzt echt etwas verwirrt

    Hallo, ne auf dem Schlauch stehst du nicht, aber möglicherweise machst du einen Gedankenfehler. Die beiden Skalen sind meines Wissens nach fixiert und nicht gegeneinander verschiebbar. Somit ist links (zumindest bei mir) eine Skala mit der Dichte, die man aber Temperaturabhängig und Refraktometer abhängig umrechnen muss. (20/20) steht bei mir. da gibts so nen Artikel im Internet wie man das dann umrechnen muss. Ich hatte es sogar schon mal kapiert, aber dann nicht mehr gemacht, weil auch der rechte Wert (PSU) ebenfalls Temperaturkompensiert ist. Muss ja logischerweise, weil woher soll das Refraktometer wissen ob du Dichte oder Salinität ablesen willst?

    hier ist das bestens erklärt: http://archiv.korallenriff.de/05_malte.html

    Der Wert PSU ist zwar temperaturunabhängig, die Messmethode jedoch nicht. Wenn ich mich nicht irre, hat auch Wasser bei unterschiedlichen Temperaturen unterschiedliche Lichtbrechungen.

    Auch die Salinität wird bei Lichtbrechungsmessungen Temperaturabhängig optisch verändert und würde daher einen Wert anzeigen, der jenseits von Gut und Böse wäre. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass die Temperatur hier im Refraktometer keine Rolle spielt. Teste mal eiskaltes Salzwasser so 4°C mit 35PSU und 30°C warmes Wasser so schnell kann das Refraktometer nicht kompensieren wirst mal sehen was für ein Unterschied da rauskommt. Ein paar Grad hin oder her 23-26 merkst du da natürlich kaum, weil das kompensiert wird.

    Grüße Wiggy

    2 Mal editiert, zuletzt von Wiggy (14. Juni 2010 um 17:55)

  • Hallo,

    das ganze macht mich ja schon neugierig. also ich habe auch so n Billigrefrak. Die einzigen Ablesefehler die ich hatte kamen von Salzresten in der Spritze und am Refrak. Ansonsten sind alle Werte reproduzierbar.

    Mein Refrak hat ne Gummiummantellung. Es sollte die Handwaerme nicht allzu schnell annehmen. Und lang hat mans doch eh nie in der Hand. Aber die Testreihe fahr ich mal heute Abend ... Bin mal neugierig.

    Gruß
    Roger

    Einmal editiert, zuletzt von RHT (14. Juni 2010 um 17:27)

  • Hallo zusammen,

    bei Versuchen mit Extremtemperaturen muss beachtet werden, dass die automatische Temperaturkompensation nur
    in einem begrenzten Bereich von etwa 15 -35 °C funktioniert. Bei Wassertemperaturen außerhalb dieses Bereichs
    muss etwas länger gewartet werden, bis sich das Wasser an die Refrak(=Umgebungs-)temperatur angepasst hat.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    ja das ist klar, aber darum gehts ja nun gar nicht, ich wollte damit ja nur sagen, dass man eben doch die Temperatur kompensieren muss, auch wenn man den temperaturunabhängigen PSU Wert ermitteln will.

    Genau deswegen wollen wir ja nicht warten sondern sehen, dass die Lichtbrechung mit der ja ein Refraktometer arbeitet eben doch bei fehlerhafter Kompensation andere Werte temperaturabhängig anzeigt. Damit ging ich auf die Aussage von Matzaton ein, der dachte, dass PSU nicht temperaturabhängig ist. Zwar hat er damit recht, aber die Messmethode (Lichtbrechung) ist temperaturabhängig.

    Ansonsten hast du natürlich recht.

    Grüße Wiggy

    2 Mal editiert, zuletzt von Wiggy (15. Juni 2010 um 04:40)

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