Erhöhte Atemrequenz bei Fischen

  • Hallo an alle und ein Gutes neues Jahr,

    mach mir ein wenig sorgen um meine kleinen Mitbewohner :frowning_face: und zwar zeigen meine Fische,
    seit längerer Zeit eine erhöhte Atemfrequenz. Z. flavescens,Z. xanthurus ,
    C. solorensis, zwei Centropyge acanthops, Chelmon rostratus.

    Im becken ist noch ein Labroides dimidiatus und
    5 Putzergarnelen die auch regelmäßig besucht werden.

    -Beckeninhalt ca.500 Liter Laufzeit ca.1 Jahr

    Zur Technik:

    -UV-Lampe 36 Watt
    -Ozon 10 mg/l permanent
    -Aqua Medic Turboflotor 1000 multi SL

    -Wasserumwälzung ca das 40 Fache
    -Sandhöhe beträgt ca.6cm
    -Wodkadosierung 3 ml täglich

    Wasserwerte:

    -ph: 8
    -Nitrit: <0,05
    -Nitrat: 1
    -Phosphat: n.n
    -Salinität: 1,022
    -Temp: 25°

    Im Becken befindet sich nur Keramikgestein kein Lebendgestein!
    Wollte keine ungebetene Gäste!

    Bis auf die Atemfrequenz verhalten sich die Fische Normal.
    Hab schon größere Wasserwechsel gemacht und Preis Coly angewendet, jedoch ohne Erfolg und so langsam
    gehen mir die Ideen aus ,was es sein könnte...... :frowning_face:

    Vielleicht hat ja einer von euch einen Rat??? :face_with_rolling_eyes:

    Gruß Damian

    Einmal editiert, zuletzt von Damian (6. Januar 2010 um 21:03)

  • Hallo Damian,

    hast Du schon mal Ammonium / Ammoniak gemessen?


    Gruß Michael

  • Hallo Damian,

    wenn Fische seit längerer Zeit (was heißt längerer ?) eine erhöhte Atemfrequenz zeigen (alle Fische ?!) , dann haben sie natürlich ein Problem mit der Sauerstoffversorgung und hier muss man alle Möglichkeiten abklopfen:

    - Parasiten auf den Kiemen ? Neuzugänge, die Parasiten mitgebracht haben können ?
    - Vergiftung durch Ammoniak / Schwermetalle (Kupfer) ?
    - zu wenig Sauerstoffeintrag im Becken - Abschäumer o.k. und läuft ständig ? Die ständige Ozon-Dosierung spricht eher dagegen. Ich würde das Ozon aber mal versuchsweise weglassen. Wenn nicht ausreichend organisches Material vorhanden ist, dann kommt evtl. zuviel Ozon ins Wasser und kann die Kiemen schädigen !

    Zitat

    Ozon 10 mg/l permanent

    Du meinst sicher 10 mg/h und nicht pro Liter - oder ? Dann wären die Fische in Lebensgefahr.

    - starke Sauerstoffzehrung
    - anaerobe Zustände im Bodengrund ? Schwefelwasserstoffbildung ? Schwarze Flecken ?

    So, mehr fällt mir im Moment nicht ein ?
    Wie verhalten sich die Fische sonst ?
    Hängen an der Oberfläche bzw. in der Strömung ?
    Scheuern sich an Gegenständen ?

    Bitte mehr Details und evtl. auch mal ein paar Fotos/Video.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,

    Danke für deine Hilfe, :smiling_face:

    -also es sind alle Fische, die eine erhöhte Atemfrequenz zeigen,
    nur sieht man das bei den größeren Fischen besser, als bei den kleineren und
    das seit ca.2 Monaten.

    -Den Sauerstoff im Becken hab ich mit Tetra O2 gemessen,
    liegt zwischen 5mg/l und 8mg/l, ist schwer abzulesen.
    Hab jetzt vorsichtshalber einen Ausströmstein im Technikbecken.

    Optimaler Wert laut Tetra :

    Temperatur 25° (bei mir auch)
    Dichte 1022 (bei mir auch)
    O2 6,8mg/l (5mg/l-8mg/l)

    -Letzter Neuzugang vor ca. 3 Monaten

    -Parasiten könnten sein, hab es aber schon mit Preis Coly versucht!

    -Ammoniak wurde mit zwei verschiedenen Tests getestet: 0

    -Abschäumer wird alle zwei Wochen gewartet und läuft 24 Stunden!

    -Schwarze Flecken sind keine im Sand, hab mal ein paar Steine umgedreht und auch dran gerochen,
    die Steine sehen/ riechen ganz normal.

    Hast natürlich recht mit 10mg/h, da war ich ein bisschen zu schnell.
    Hab jetzt den Ozoner mal ausgeschaltet!


    Die Fische verhalten sich bis auf die Atmung relativ normal,
    relativ deswegen weil sie etwas scheuer sind als sonst, verstecken sich häufiger.
    Hängen nicht an der Oberfläche bzw. Strömung.
    An Gegenständen scheuern die Fische ab und zu, also nicht auffällig oft!
    Nehmen aber gern die Dienste vom Putzerlippfisch/Putzergarnelen in Anspruch.

    Was mir noch aufgefallen ist, das es morgens, also wenn das Licht angeht,
    nicht ganz so schlimm ist wie abends!

    Hab jetzt leider keinen Test um Kupfer zu messen, sollte aber Kupfer im Becken, müssten doch
    meine Garnelen/NiederenTiere als erstes irgenwelche Anzeichen zeigen?

    Versuch mal mit Kohle zu Filter!

    Fotos /Videos kommen noch sobald das Licht angeht.....


    Gruß Damian :wink

  • Hallo Damian,

    danke für den ausführlichen Bericht.
    Mit dem Kupfer hast du natürlich Recht, alle Garnelen würden das auch anzeigen, noch viel eher als die Fische.
    Zwischenzeitlich über Aktivkohle zu filtern kann sicher nicht schaden. Der Sauerstoffgehalt sollte nicht unter 6 mg/l sinken.

    Wie lange führst Du die Wodka-Methode schon durch ?

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,

    daran hab ich auch schon gedacht, dass es am Wodka liegen könnte!

    Angefangen hab ich damit vor 3 Monaten, um meinen Nitratwert,
    damals 25mg/l zu senken. Alle zwei Woche hab ich zusätzlich Bakterien ins Becken geschüttet,
    in der Hoffnung, das sich die "guten Backs" vermehren.

    Der höchste Wert den ich dosiert hab waren 16 ml,
    danach ist der Nitratwert gesunken.
    Dosier jetzt nur noch 3 ml täglich und der Nitratwert hält sich bei 1mg/l.

    Benutzte ausschließlich Osmose Wasser, da wir viel Nitrat im Leitungswasser haben,
    ist es möglich das ich dadurch zu "weiches " Wasser im Becken hab oder ist das Unfug?


    Gruß Damian

  • Zitat

    Benutzte ausschließlich Osmose Wasser, da wir viel Nitrat im Leitungswasser haben, ist es möglich das ich dadurch zu "weiches " Wasser im Becken hab oder ist das Unfug?


    Hallo Damian,

    nein, zu weiches Wasser kannst Du dadurch nicht ins Becken bekommen. Es ist völlig normal, Osmosewasser für MW-Aquarien zu verwenden. Über die Zugabe von Meersalz wird jedes Ausgangswasser "hart".

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,

    hier mal Bilder vom Z. flavescens,
    vielleicht erkennst du was,die Bilder sind von heute.

    Schau dir bitte mal die Augen an, ist es nicht so,
    dass der Z. flavescens normalerweise einen "Strich" hat, der durchs Auge (Iris) geht ?
    Beim meinem sieht man das nämlich nicht, ist das vielleicht ein Zeichen von Unwohlsein?

    In letzter Zeit, hab ich die Fische intensiver beobachtet,
    dabei ist mir aufgefallen das sich die Fische sich so gut wie gar nicht an Gegenständen Scheuern.

    Ist das vielleicht ein Zeichen, dass es keine Kiemenwürmer sind?

    Gruß Damian

  • Zitat

    In letzter Zeit, hab ich die Fische intensiver beobachtet, dabei ist mir aufgefallen das sich die Fische sich so gut wie gar nicht an Gegenständen Scheuern. Ist das vielleicht ein Zeichen, dass es keine Kiemenwürmer sind?


    Hallo Damian,

    anhand der Augen-Strich-Zeichnung würde ich nicht auf Unwohlsein schließen. Ich habe mir gerade mal ein Dutzend Bilder von Z. flavescens angesehen. Auf jedem Bild sehen die Augen anders aus - mal mit Strich, mal kreisrund ohne Strich - es handelt sich immer um gesunde Tiere. Dein gelber Doc sieht gut genährt aus.

    Wenn die Tiere sich nicht scheuern, dann ist das ein gutes Zeichen - zumindest sind dann keine Ektoparasiten zu erwarten. Wenn Fische Kiemenwürmer haben, dann sieht man häufig würgende Bewegungen mit dem Maul, so als wolltern sie ihr Futter ständig wieder ausspucken. Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn alle Fische zeitgleich eine massive Kiemenwurminfektion bekommen hätten.

    Wenn die Atemfrequenz unvermindert hoch ist, dann tippe ich weiterhin auf irgend eine schädliche Substanz / Einwirkung auf die Kiemen - das kann auch in der nahen Vergangenheit liegen und die Tiere brauchen jetzt noch Zeit, um sich wieder zu regenieren - sofern die Ursache (die wir leider nicht kennen) jetzt inzwischen abgestellt ist.

    Weiterhin gut belüften und beobachten - mehr kann man im Moment nicht machen.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,

    Danke für die schnelle Antwort,

    Sollten die Kiemen beschädigt sein,wäre es sinnvoll noch ein Medikament/Mittel ins Wasser
    zu geben, was die Kiemen beim Heilungsprozess unterstützt?

    Ansonsten schau ich mir mal das Ganze ein paar Wochen an,
    sollte es schlimmer/besser werden,melde ich mich natürlich.

    Gruß Damian :wink

    Einmal editiert, zuletzt von Damian (10. Januar 2010 um 18:39)

  • Hallo Damian,

    ich würde kein Medikament reingeben - die Fische müssten sich auch so wieder regenerieren.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Damian
    Wir haben im Geschäft über 10 Ozongeräte im Einsatz und nutzen dessen Eigenschaften seit vielen Jahren. Wir sind für Ozon.
    Aber, u.Umständen kann auch ein Ozongabe von 10mg (woher weißt Du daß es nur 10mg sind?)schon zu viel für Dein Aquarium sein. Viele Faktoren beeinflussen dies:( Wodka/ Redoxwert, Kohle einsatz, dicker Bodengrund reduziert und oxydiert. Lass das Ozongerät mal ein paar Tage aus.
    Wir haben schon des Öfteren erlebt, daß bei eigentlich nicht zu viel Ozon, trotzdem dieses Symptom der schnellen Atmung der Fische auftritt. Ozon aus und ein paar Tage später ist es wieder in Ordnung. Berichte mal in ein paar Tagen.
    Gruß
    Bernd Silbermann

  • Hallo Bernd,

    am Gerät waren 10 mg eingestellt,
    ob da aber auch 10 mg raus gekommen sind, weiß ich natürlich nicht.

    Vertrau da mal dem Hersteller. Ozoner ist schon seit ein paar Tagen aus.

    Warte noch ne weile und werd dann berichten.

    Gruß Damian

  • Hallo zusammen (Torsten) :D,

    sind jetzt ca.2 Wochen vergangen (ist nicht wirklich lang) und bis jetzt hat sich der Zustand
    der Fische noch nicht wirklich verbessert.

    Hier ein Video vom Z. flavescens ,vielleicht erkennt man die erhöhte Atemfrequenz ,
    die Qualität ist nicht die Beste :frowning_face:
    Klick

    Was mir aufgefallen ist, ist das sich der Z. flavescens häufiger versteckt als sonst.
    Beim Restlichen Fischbestand hat sich nichts geändert.

    Veränderung am Becken seit zwei Wochen:

    Ozoner ausgeschaltet/Aktivkohle eingesetzt/ Easylife verwendet

    Wasserwerte sind unverändert....

    Gruß Damian

    Einmal editiert, zuletzt von Damian (18. Januar 2010 um 19:58)

  • Hallo Damian,

    danke für das Video. Der gelbe Doc ist sehr unsicher und ängstlich, da ist eine erhöhte Atemfrequenz nicht ungewöhnlich. Irgend etwas scheint den Fisch zu stressen. Aber vielleicht ist das auch nur die Kamera vor dem Becken. So richtig krank sieht er nicht aus . Zumindest erkennt man auf dem Video nichts, was in Richtung eines vernünftigen Therapieansatzes oder als Krankheitszeichen zu deuten wäre.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo zusammen,

    bin am überlegen, ob ich nicht alle Fische aus dem Becken holen soll, :loudly_crying_face:
    um sie dann, in einem kleineren Becken zu behandeln. z.B mit Tremazol oder vielleicht kann
    mir ja jemand ein Mittel empfehlen, was sich besser gegen die besagten Symptome eignet?

    Die Fische würde ich dann ca.6-7 Wochen im Behandlungsbecken lassen,
    damit die Parasiten, etc. im Hauptbecken absterben. :]

    Vielleicht gibt es ja ein Mittel, dass man mit Tremazol kombinieren kann?
    Kann ich mein Technikbecken dafür benutzen oder kann sich das Medikament
    irgendwie "festsetzten"? Natürlich würde ich das Technikbecken vom Hauptbecken
    trennen. Im Technikbecken befindet sich eine Heizung,Ausströmstein,Abschäumer .
    Reicht das von der Größe? (80x35x30) :face_with_rolling_eyes:

    Meiner Meinung nach ist das die einzige Möglichkeit, alle Parasiten zu töten.
    Sollte es dann immer noch nicht gut sein, kann ich wenigstens
    die Parasiten zu 99,99% ausschließen.

    Gruß Damian

  • Hallo Tosrten,

    leider zeigt der gelbe Doc (und auch die anderen Fische) denn ganzen Tag über,
    eine erhöhte Atemfrequenz.

    Meinst du das mit dem Quarantänebecken ist sinnvoll ?
    Was es sonst noch sein könnte,fällt mir nicht ein........

    Gruß Damian

  • Hallo,

    hab jetzt alle Fische im Quarantäne Becken :grinning_squinting_face:

    Hab auch, um sicher zu gehen alle Steine aus dem Becken geholt und
    Leider ist der größte/schönste Stein von unten her, also der Teil der im Sand
    war, schwarz und riecht unangenehm nach Ei. (Schwefel)
    Alle anderen Steine sind davon nicht betroffen.

    Es handelt sich hier um Riffkeramik!!!

    Kann ich den Stein irgendwie Sauber machen und noch benutzen?

    Wie soll ich die Steine ins Becken legen , damit das nicht mehr passiert?

    Sandschicht ca, 5m (fein)


    Gruß Damian

    Einmal editiert, zuletzt von Damian (20. Januar 2010 um 12:24)

  • Hallo Damian,

    gratuliere, damit wirst Du die Ursache des Unwohlsein deiner Fische wohl letztendlich gefunden haben. Unter dem Stein hat sich wahrscheinlich eine anaerobe Zone gebildet und die schwarzen Flecken und der Geruch kommen vom Schwefelwasserstoff (H²S). Er entsteht bei der Zersetzung von Proteinen aus schwefelhaltigen Aminosäuren durch Fäulnis- und Schwefelbakterien.

    Den Stein kannst Du wahrscheinlich noch "retten", indem Du ihn erst einmal gut mit warmen Wasser abspülst und über Nacht in Wasser legst. Dann nimmst Du dein Ozongerät und leitest eine geringe Menge Ozon in das Wasser - am besten über einen Ausströmer, den Du so plazierst, dass die Gasblasen direkt auf die schwarzen Stellen perlen (Stein mit Unterseite auf den Ozon-Ausströmer legen) . Ozon hat eine stark oxidierende Wirkung. Dadurch wird der Schwefelwasserstoff aufgespaltet, zerstört und in neue Verbindungen übergeführt – er ist nicht mehr vorhanden und es riecht nicht mehr. Erst wenn der Geruch kaum noch wahrnehmbar bzw. völlig weg ist, den Stein wieder verwenden.

    Den schwarzen Bodengrund und das Umfeld musst Du im Becken großzügig absaugen und verwerfen ! Insgesamt sollte der Bodengrund nur ca. 2 cm hoch sein. Die Steine stapelst du so rein, dass sie locker auf dem Boden liegen und teilweise unterspült werden. Den Sand dazu nicht einebnen, sondern Höhen und Täler zulassen. Evtl. mit einem Faden die Strömung in der Nähe der Steine mal prüfen. Die Steine müssen immer gut umspült werden und sollten nie flächig im Sand aufliegen und ihn wie eine Käseglocke nach außen abdecken.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo Torsten,

    Danke =), jetzt hab ich aber noch eine Fragen und zwar wenn ich den Bodengrund
    von 5 cm auf 2 cm absaug, greif ich dann nicht zu stark in die Beckenbiologie ein?

    Gruß Damian

  • Zitat

    Im Becken befindet sich nur Keramikgestein kein Lebendgestein!

    Zitat

    ...jetzt hab ich aber noch eine Fragen und zwar wenn ich den Bodengrund von 5 cm auf 2 cm absaug, greif ich dann nicht zu stark in die Beckenbiologie ein?

    Hallo Damian,

    Du hast offensichtlich ein reines Fischbecken. Es hat jetzt eine Standzeit von ca. einem Jahr. Da Du kein Lebendgestein im Becken hast, stellt sich grundsätzlich die Frage der biologisch aktiven Filterung. Wie hast Du das Becken "gestartet" vor einem Jahr ? Hast Du noch einen Schnellfilter o.ä. am/ im Becken ?

    Der Sand ist sicher inzwischen belebt, aber er kann nicht vollständig die Filterfunktion übernehmen. Ein Absaugen auf 2 - 3 cm dürfte keine Auswirkungen haben. Bei 5 cm und mehr besteht immer die Gefahr, dass sich erneut sauerstoffarmen Zonen mit Fäulnispotential bilden. Besonders dann, wenn sie wie hier, über Riff-Keramik zusätzlich abgedeckt werden.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo!

    Dürfte ich mal zwischenrein fragen...


    Ich hab auch eine höhere Livesand-Schicht in meinem Becken und es ist Riffkeramik, die aber schon belebt war. Das Becken wurde gebraucht gekaugt mit Steinen etc. Livesand wurde vor fast einem Jahr neu gekauft und eingesetzt. Die Sandhöhe beträgt zwischen 4 und 10cm, je nachdem wie die Grundeln und Sandsterne hantieren.

    Ich hab seit einiger Zeit vermehrt mit Phosphat zu kämpfen. Kann der zu hohe Sand auch der Grund eines Phosphatanstiegs sein? Oder sind eher die Steine Phosphatdepots, die sich mit der Zeit "auflösen"???
    Welche Werte steigen denn bei anaeroben Stellen im Becken an?

    Denn mein Nitrat ist seit Start des Beckens von 30 auf 10 runter!


    Vielleicht kann mir da Thorsten oder jemand anders was zu sagen!?!?


    Danke und Gruß!

  • Halllo Torsten,

    war gestern länger in der Uni :baby: und konnte dir deswegen nicht antworten,
    das Becken hab ich mit meinem alten Becken angeimpft. ( Standzeit 2 Jahre)

    Im/am Becken befindet sich kein Schnellfilter o.ä.

    War eigentlich der Meinung ,dass der Sand die Filterfunktion übernimmt, bin mal gespannt wie sich
    jetzt die Wasserwerte verhalten werden. Die Sandschicht beträgt jetzt nur noch 2 cm....
    Im Sand waren ziemlich viele Kleinstlebewesen; Würmer etc.
    Schade eigentlich um die kleinen Tierchen.

    Was mir noch aufgefallen ist, ist das die Fische im Quarantänebecken
    eine ganz normale Atemfrequenz zeigen :grinning_squinting_face:

    Gruß Damian

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!