PO4 Nicht nachweisbar

  • Hallo Peter,

    ich habe nicht geschrieben, daß Dir hier keiner weiterhelfen kann. Lediglich ich kann Dir da nicht weiterhelfen, da ich noch nicht so viel Erfahrung habe.
    Die Fachleute für Deine Korallenfrage schauen hier unter der Phosphatfrage eventuell nicht rein.
    Darum stelle die Frage wie von Sabine erwähnt in einem neuem Tread.

    Hopfen und Malz ist nie verloren; Du wirst schon die richtigen Meerwasserkenner finden in diesem Forum.
    Ich habe bisher auch immer Hilfe bekommen.


    MfG.: Thorben

    AQ-Daten: 100x70x60 ; Technikbecken 80x35x40 ; Seaqualux F6x39W mit Coral Light ; Eheim 1250 Förderpumpe ; H&S Abschäumer150-F2001 ; 3x Tunze 6055 ; Tunze 7096 USB Controller; Osmoseanlage 900Ltr/Tag mit Entmineralisierungsfilter ; Heizer 200Watt von Jäger; 45KG Lebendgestein; Rising-Sun mit dimmbarem Mondlicht; Notstromsystem; Multifilter von Schuran als Phosphatfilter

  • Hallo zusammen,
    Ich würde auf die Anzeigen deines Phoshpattests nicht viel geben.
    Ich hatte schon ne Algenblüte (Fadenalgen) obwohl minimaler Nitrat Gehalt und der Phoshpattest nix anzeigte (bei mir Salifert). Als ich dann dennoch Phoshpatabsorber eingebracht habe wurden die Algen graubraun und gingen langsam zurück.

    Ich hab dann mal im Internet ein wenig nachgelesen und folgendes gefunden:

    Es gibt zum einen ortho-Phosphat und zum anderen Polyphosphat Verbindungen.
    Die Tröpfchentests erfassen nur ortho-Phosphat.
    Um auch den poly-Phosphatanteil zu erfassen, muss man einen Aufschluss machen, dabei wird das poly-Phosphat in ortho-Phosphat umgewandelt.
    Erst dann kann mann den Gesamtphosphatgehalt messen.

    Hier nochmal zum Nachlesen http://www.wtw.com/media/DE_O_07_P_046_049.pdf

    Ich hab dann mal etwas über erhitzen und Microwellenaufschluss gelesen, was jedoch recht aufwendig ist (laut Beschreibung Internet).

    Dennoch hab ich dann einfach mal meine Messprobe aus dem Becken in meine Mikrowelle gesteckt und über ca. 10 Minuten erhitzt. Dabei ist ca. die Hällte verdunstet.
    Anschließen hab ich dann gemessen und siehe da, 0,015 - 0,05 mg/L Phosphat habe ich gemessen (Natürlich den gemessenen Wert von 0,03 - 0,1 halbiert wegen der Reduktion durch die Verdampfung).

    Anschließend hab ich nochmal mit der bei Salifert beschriebenen empindlichen Metrode ohne Aukochen in der Mikro gemessen. Wie erwarten hatte der Test wieder 0 mg/L angezeigt.

    Probiert es dochmal aus.

    Gruß
    honk

  • Hallo Honk,

    ein kleiner Vorschlag zur Verbesserung Deiner Vorgehensweise:

    Nach der Mikrowellen-Behandlung das verdunstete Wasser mit Umkehrosmose-Wasser auffüllen, sonst bekommst Du evtl. falsche Werte, dann brauchst Du auch keine Messwerte zu halbieren.

    Gruß

    Hans-Werner.

  • Hallo Hans Werner,
    gute Idee. Hab das eben bei der Messung mal so gemacht.
    Also wieder in die Mikrowelle 200ml und gekocht. Wieder mit Osmosewasser aufgefüllt und gemessen.
    Die Probe in einem Gefäß und eine unbehandelte Refernzprobe daneben gestellt.
    Nun ist Wert für Phosphat eher etwas unter 0,03 (Salifert).
    Also nur noch ganz leichte blaufärbung.

    Gruß
    honk

  • Hallo Honk,

    mir wurde erst nach Deinem letzten Posting klar, dass Du nur das Wasser in der Mikrowelle gekocht hast. Für einen Teilaufschluss ist es aber eigentlich notwendig die Probe mit Schwefelsäure anzusäuern, deshalb würde ich Dir empfehlen einmal folgendes zu probieren: Zur abgemessenen Probe das erste Reagenz dazugeben (enthält Schwefelsäure), evtl. auf der Küvette markieren und dann in der Mikrowelle erhitzen. Danach mit UO-Wasser auf den ursprünglichen Füllstand auffüllen und das zweite Reagenz dazugeben und nach der Reaktionszeit ablesen.
    Ich weiß allerdings nicht, ob die Salifert-Küvette das Erhitzen mag, evtl. Probe in ein Bechergläschen oder ähnliches umfüllen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Honk,

    deine Aufschlussmethode hat einen kleinen Haken: In der Mikrowelle besteht die Gefahr, dass die Probe in dem
    offenen Gefäß verunreinigt wird und dadurch Phosphat hinein gerät. Versuche mal vorsichtiges Erhitzen in einem
    geschlossenen Gefäß.

    Aber Achtung! Bei zu starkem Erhitzen kann das Gefäß platzen!

    Gruß Armin

  • Hallo Honk, hallo Armin,

    ich würde einen lose aufgelegten Verschluss wählen.
    Ich benutze im Labor auch nur lose aufgelegte Verschlüsse zum Polyphosphat- und Gesamtphosphataufschluss, in erster Linie um exzessive Verdampfung zu vermeiden. Ein guter Teil der verdampften Flüssigkeit kondensiert innerhalb des verschlossenen Gefäßes und läuft in die Probe zurück. Man könnte auch mit einer Nadel ein Loch in den Deckel bohren oder schmelzen, um eine Explosion in der Mikrowelle zu vermeiden.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans Werner und Armin,

    Danke für die guten Tipps. ich werde das bei näüchsten mal so machen.

    Was mir bisher nicht klar ist, welche Rolle eigentlich die Polyphosphat tatsächlich für die Korallen spielen.
    Sprich sind diese für die Korallen nutzbar oder nicht.

    Gruß
    honk

  • Hallo Honk,

    die Polyphosphate sind definitiv nutzbar für die Korallen wenn ausreichend Zink zur Verfügung steht. Die Korallen produzieren das Zink-Enzym "Alkalische Phosphatase", das Polyphosphate unter alkalischem pH-wert spaltet. Alkalische Phosphatasen werden generell von Tieren und Algen produziert wenn diese unter nährstoffarmen Bedingungen konkurrenzfähig sein müssen.

    Gruß

    Hans-Werner

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