Blaue Koralle Heliopora als Spurenelementeanzeiger

  • Hallo zusammen,

    Die Blaue Koralle Heliopora coerulea ist eine äußerst robuste "Steinkoralle", die normalerweise auch mit den widrigsten Umständen und den schattigsten Plätzen noch relativ gut zurecht kommt. So wie im Meerwasser-Lexikon auch zu sehen ist, zeigt sie meist ihre Polypen nicht oder nicht vollständig und erscheint dann vollkommen glatt oder mit nur wenigen Polypen.
    Wenn die Spurenelemente-Versorgung aber stimmt und alle Spurenelemente in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen, zeigt sie alle oder fast alle Polypen vollständig, und erscheint etwas so, wie sie hier auf diesem Bild und diesem Bild zu sehen ist.

    Da wir hier im Forum auch auf der Suche nach Zeigerarten für bestimmte Bedingungen und bestimmte Fehler sind, halte ich nach eigenen Erfahrungen und einiger Überlegung die Blaue Koralle Heliopora coerulea für die beste Koralle, um eine optimale bzw. eine suboptimale Spurenelemente-Versorgung anzuzeigen.

    Vielleicht können einige Mitforianer auch gleich ihre eigenen Erfahrungen dazu posten. Besonders interessant fände ich folgende Angaben:

    - Wie werden die Spurenelemente ergänzt? Nur durch Wasserwechsel oder durch Spurenelemente-Zusätze?
    - Wachsen dabei alle Korallen gut oder zeigen manche Korallen Defizite obwohl die Heliopora ihre Polypen zeigt?
    - Hat sich das Polypenbild der Koralle während der Pflege verändert und kann das mit bestimmten Änderungen in Verbindung gebracht werden?

    Bei Gelegenheit werde ich einmal ein Bild meiner Heliopora einstellen, muss ich aber erst noch aufnehmen.

    Grüße

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (5. November 2009 um 11:17)

  • Hallo Hans-Werner,

    das ist interessant.
    Meine Heliopora coerulea zeigt schon lange keine Polypen mehr.
    Wie du schon sagst ist sie aber sehr robust.
    Sie ist eine der wenigen Korallen, die den Gau in meinem alten Aquarium letztes Jahr überlebt hat.
    Im alten Becken hat sie regelmäßig die Polypen geöffnet.
    In meinem neuen Becken sieht man die Polypen nur ganz selten für ein paar Stunden und da auch nur wenige Polypen.
    Ich gebe aber Spurenelemente zu, die Produkte von Coral-Shop.
    Als Salz verwende ich das Tropic Marin BIO-ACTIV.
    Das Wachstum meiner anderen Korallen ist auch sehr bescheiden.
    Ich weiß einfach nicht woran es liegt.
    Vielleicht wachsen auch meine anderen Korallen besser, wenn man heraus finden würde, was das Polypenbild bei der Heliopora coerulea auslöst.
    Ich bin schon gespannt, ob Erfahrungen kommen.

    Viele Grüße
    Peter
    http://www.peterismaier.de

  • Hallo Hans-Werner
    Interessant. Wie hast du das festgestellt?
    Das währe ja wirklich klasse. Dann wüsste man schon bevor die Korallen braun werden, ob man zu vile Spuris dosiert hat.

    Grüße Daniel

  • Hallo Peter,

    ich könnte Dir mal etwas zum Testen zuschicken, um zu sehen, ob sie darauf reagiert. Ich meine herausgefunden zu haben, dass ein oder vielleicht einige Spurenelment/e offenbar sehr leicht an Oberflächen abgefangen wird/werden. Das dürfte mit der Besiedlung durch Algen und Bakterien zusammenhängen. Da meine Versuchsbecken sehr flach sind, haben ich sehr viel Oberfläche im Verhältnis zum Wasservolumen. Durch die allgemein etwas erhöhte Zugabe von Spurenelementen und insbesondere von einem bestimmten habe ich es jetzt geschafft, dass die Heliopora endlich richtig öffnet. Früher im Jura-Museum hatte ich auch eine Heliopora, kann mich allerdings nicht erinnern, ob die regelmäßig geöffnet war, jedenfalls war sie zeitweise geöffnet. Überhaupt war in den "richtigen" Aquarien vieles viel einfacher als in meiner Versuchsanlage mit den flachen Becken. Aber nur so gewinnt man neue Erkenntnisse, wenn nicht alles ganz rund läuft.
    Wenn Du mir Deine Adresse mailst/als PN schickst, schicke ich Dir eine Testprobe zu, dann sehen wir mal, wie es in ein paar Wochen aussieht.

    Hallo Daniel,

    wenn ich ehrlich bin, ich habe noch nie die Beobachtung gemacht, dass die Korallen von Spurenelementen braun werden, insofern kann ich dazu nichts sagen. Die Heliopora zeigt meiner Meinung nach an, wenn Spurenelemente fehlen. Da sie ansonsten nicht wählerisch ist (Licht/Schatten, Strömung) halte ich sie für einen guten Anzeiger von Spurenelemente-Mangel.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    Danke für dein Angebot, nehme ich natürlich dankend an.
    PN mit Adresse schicke ich dir.
    Ich bin schon gespannt ob sich was ändert und ob auch die anderen Korallen darauf reagieren.
    Mir kommts immer so vor, dass irgend etwas in meinem Becken fehlt.
    Meine Wasserwerte sind eigentlich in Ordnung, wohl nicht top, aber daran liegt es bestimmt nicht.
    Ich werde natürlich berichten was sich tut mit deinem Mittel.

    Einstweilen vielen Dank und schöne Grüße aus Erlangen
    Peter

  • Hallo Hans-Werner,

    leider ist dein Postfach voll.

    Hier meine Adresse:

    Peter Ismaier
    Kulmbacher Str. 12
    91056 Erlangen

    Im voraus vielen Dank für deine Bemühungen.

    Gruß Peter

  • Hallo Peter,

    so, habe im Mailfach erst einmal Platz gemacht.

    Ich bräuchte noch Dein Beckenvolumen, damit ich Dir die bequemste Lösung zurechtmachen kann.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    das hört sich ja interessant an. Hat zufällig jemand in der Kölner Gegend einen Ableger von der Koralle abzugeben?

    Dann würde ich das nämlich auch genre mal ausprobieren...

    Viele Grüße,

    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Chrisko (5. November 2009 um 14:50)

  • Hallo Hans- Werner


    eine sehr interessante Theorie... ich wundere mich schon ewig, dass meine keine Polypen zeigt...

    Was ich mit meinem Becken alles so anstelle, habe ich Dir ja schon mal geschrieben...ge? :ylol

    Und auch, dass ich mit dem Wachstum der Korallen sehr zufrieden bin (auch die Heliopora mußte ich jetzt vorn einsam in den Sand stellen, da sie mir die gesamte Deko zugewuchert hat)
    Aber Polypen sind halt immer zu..

    Ansonsten verzeiht sie ja wirklich alles..komisch ist das schon..

    Bin mal gespannt, was bei den Versuchen rauskommt

    Viele Grüße

    Kathrin

  • Hallo Kathrin, hallo zusammen,

    ich bin auch mal gespannt.

    Ich bin heute schon der Meinung, dass der Spruch "alle Becken sind anders" überholt ist. Ich denke, dass man jedes Becken, das man mit Balling Plus (mit den Spurenelementen) auf eine KH von 6 bis 7,5° einstellt, nach 6 Monaten oder ein paar Monaten mehr auf einen bestimmten Zustand bringen kann, bei dem sich die meisten Korallen pflegen lassen. Mit ein paar Sachen (z. B. Bakteriennahrung) mehr geht es einfacher und sicherer aber je mehr man weglässt umso unsicherer wird die Sache. Meiner Meinung nach treten in fast jedem Becken ohne Spurenelemente früher oder später Mangelerscheinungen auf, die oft nicht als solche erkannt werden.

    Ich hoffe, dass sich herausstellt, dass mit meinem Mittelchen fast jedes Becken innerhalb von Wochen oder maximal wenigen Monaten, in Verbindung mit den vorher genannten Mitteln, zum laufen gebracht werden kann, ja sogar ziemlich optimal zum laufen gebracht werden kann. Ich werde dann zu gegebener Zeit mal, zumindest für unsere Anlagen, berichten.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner
    Ich denke das du noch nicht preisgeben möchtest um was für ein "Mittelchen"
    es sich handelt, aber kannst du wenigstens kurz beschreiben was der grobe Sinn ist.
    Rein Spurenelemente gibt es ja schon etliche auf dem Markt.

    Grüße Daniel

  • Hallo Daniel,

    warten wir mal auf die Ergebnisse ;). Preisgeben geht sowieso nicht; auch wenn ich es gefunden habe, hat mich die Firma dafür bezahlt, dass ich etwas finde. Folglich kann ich mit meinen Ergebnissen nicht alles machen, was ich will oder was ich könnte, wenn ich es bei der Arbeit an einem eigenen oder einem öffentlichen Aquarium gefunden hätte. Das hat aber auch den Vorteil, dass ich ohne den Umweg über Veröffentlichungen etwas zum Wohle der Aquaristik (und ja, natürlich meiner Firma ;)) tun kann.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen

    Hans-Werner´s letzten Post (erster Absatz) von heute, 19:13 kann ich voll unterstreichen. In einem anderen Thread hab ich ja schon meine eigenen Erfahrungen in Sachen Spuris zum Besten gegeben. Ich bin zwischenzeitlich auch davon überzeugt dass man ohne Zusatz von Spuris ein Becken, besonders mit SPS nicht dauerhaft optimal betreiben kann. Insbesondere trifft das mE auf "Altbecken" zu, die wie meines, jetzt im 7. Jahr stehen.

    Ich habe zwar aktuell keine Heliopora coerulea im Becken, aber meine "Zeigerkoralle" eine Plattenmonti mit Lila Rand fährt unter optimalen Bedingungen, wie sie jetzt nach 3 Monaten Spuri Zugabe anscheinend wieder herrschen auch auf der Unterseite deutlich sichtbare Polypen aus. Ebenso fahren viele Acros selbst am Fuss Polypen aus, was sie unter schlechteren Bedingungen nicht tun.

    ME ist für eine "Zeigerkoralle" auch wichtig dass sie schnell auf Verschlechterung reagiert, solange an anderen Korallen noch kein Schaden eingetreten ist und die Situation noch gewendet werden kann. Diese Anforderung erfüllt die Plattenmonti mE, aufgrund ihres schnellen Wachstums in besonderer Weise. Ein Bild der "Montipora delicatula - Fragile Mikroporenkoralle" habe ich in einem anderen Beitrag eingestellt. Auch diese Koralle, die zumindest bei uns im Südwesten ziemlich weit verbreitet ist, lässt sich auch in tieferen und dunkleren Zonen noch pflegen, wenn die Spuri Versorgung gegeben ist, allerdings ist dann bei dem Typ den ich im Becken habe kein lila Wachstumsrand mehr vorhanden (obwohl sie langsam wächst).

    Weitere Beobachtung meinerseits, in den ersten ein/zwei Jahren in denen ein Becken steht und die Korallenstöcke oft noch sehr wenig Volumen, haben spielt das in meinen Augen alles noch keine Rolle. Deshalb denke ich dass man die Erfahrungswerte auch in der Hinsicht beurteilen muss wie lange die Anlage unverändert steht, denn erst nach ein paar Jahren (meine Beobachtung) ist das Miliö bei starkem (Volumen) und vitalem Korallenbesatz oft erst so "ausgezehrt" dass mit WW alleine die Korallen nicht mehr optimal stehen.

    Einmal editiert, zuletzt von mmegerle (5. November 2009 um 19:57)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ich bin heute schon der Meinung, dass der Spruch "alle Becken sind anders" überholt ist. Ich denke, dass man jedes Becken, das man mit Balling Plus (mit den Spurenelementen) auf eine KH von 6 bis 7,5° einstellt, nach 6 Monaten oder ein paar Monaten mehr auf einen bestimmten Zustand bringen kann, bei dem sich die meisten Korallen pflegen lassen.

    hi hans-werner,

    nöö, dieser spruch wird m.e. bis in alle ewigkeiten seine richtigkeit haben.

    jedes becken bleibt ein für sich abgeschlossenes kleinstbiotop, das sich in jede richtung hin entwickeln kann.

    trotzt gleicher wasser-, technik- und sonstiger parameter.

    das sich dann dort die meisten korallen pflegen lassen können, sagt nichts über eine gleichheit der becken als solche aus.

    du weisst doch selbst, dass drei becken, durch die das selbe wasser fliesst und auch sonstige parameter gleich erscheinen, einen unterschiedlichen entwicklungsverlauf nehmen werden/können.

    frei nach dem motto: der flügelschlag des falters hier löst den sturm auf der anderen erdhalbkugel aus.

    :smiling_face:

    ps: unsere heliopora zeigt seit kurzem wieder verstärkt ihre polypen, obwohl wir wissentlich nix an den wasserparametern in bezug auf spuris gedreht haben.

  • Hallo Joe,

    der Spruch kommt aber immer, wenn bestimmte Sachen bei einem Becken gar nicht funktionieren. In 80% der Fälle denke ich mir halt meinen Teil.
    Wenn Becken auf die gleichen Maßnahmen ähnlich reagieren und sich Tiere darin in einer bestimmten Art pflegen lassen, dann ist meiner Meinung nach der Spruch überholt. Es geht ja um die praktischen Auswirkungen und die Anwendbarkeit von Maßnahmen. Wenn ich bei einem bestimmten Problem bestimmte Maßnahmen empfehlen kann und diese zuverlässig wirken, dann ist nicht mehr jedes Becken anders. Mal ein Vergleich mit einem anderen komplexen System, dem mit dem Schmetterling: Jede Wetterlage ist anders (zweifellos mindesten ebenso richtig), dennoch kann man das Wetter auf mehrere Tage recht gut vorhersagen. Wie kann man das, wenn doch jede Wetterlage anders ist? Verstehst Du, was ich meine?
    Bei den Becken ist die Situation noch viel kontrollierter und es stellt sich mir deshalb schon jetzt die Frage, ob nicht vielmehr jedes Becken anders "gemacht" wird. Das größte Problem erscheint mir ohnehin meist, dass man oft gar nicht abwartet bis eine Maßnahme greift sonders innerhalb von Tagen verschiedenste Maßnahmen ergreift und wieder verwirft und damit nur Chaos anrichtet, also die ewige Ungeduld.

    Wo Du die Öffnung der Polypen Deiner Heliopora angibts: Es ist eigentlich egal, ob Du wissentlich etwas gemacht hast. Nehmen wir einfach einmal an, es hat sich eine bessere Spurenelmente-Versorgung rein zufällig oder per "Unfall" ergeben, trotdem die Frage: Wachsen dabei alle Korallen gut oder zeigen manche Korallen Defizite obwohl die Heliopora ihre Polypen zeigt?

    Gruß

    Hans-Werner

    Einmal editiert, zuletzt von Hans-Werner (6. November 2009 um 08:42)

  • Hallo Joe

    Zitat

    Gestern, 22:17 [OPTIONEN] [▲] [▼] Zitat: Original von Hans-Werner Ich bin heute schon der Meinung, dass der Spruch "alle Becken sind anders" überholt ist. Ich denke, dass man jedes Becken, das man mit Balling Plus (mit den Spurenelementen) auf eine KH von 6 bis 7,5° einstellt, nach 6 Monaten oder ein paar Monaten mehr auf einen bestimmten Zustand bringen kann, bei dem sich die meisten Korallen pflegen lassen.

    hi hans-werner, nöö, dieser spruch wird m.e. bis in alle ewigkeiten seine richtigkeit haben. jedes becken bleibt ein für sich abgeschlossenes kleinstbiotop, das sich in jede richtung hin entwickeln kann.

    Joe - da haste natürlich recht! Das sieht man ja auch hier in vielen Forenbeiträgen, dass unterschiedliche Wege nach Rom führen.

    Was ich aber ebenso beobachte, oft werden von den an einer Diskussion Beteiligten nicht alle Parameter berücksichtigt, oder genannt. Bspw. wird die unveränderte Standzeit des Beckens meist nicht genannt, was nach meinen Erfahrungen von einiger Relevanz ist.

    Ich denke aber schon dass man künftig, wenn man wirklich so viel wie möglich Parameter berücksichtigt - und entsprechend aufeinander abstimmt, dass man dann einigermassen reproduzierbarere Ergebnisse bei einem Becken erzeugen kann.

    Für ein Top Becken wird es aber letztlich immer auf das Auge, das Gespühr und die Sachkenntnis des Betreibers ankommen (und eine Priese Glück ;-). Bestimmte Unwägbarkeiten und Unbekannte sind in einem so komplexen System wie einem Riffbecken einfach naturgegeben und vermutlich nie ganz auszuschalten.

    Grad neulich hab´ ich wieder einen Fall gesehen. Ein klasse SPS Becken, verbunden über vielleicht 3m PVC Rohr mit einem Ablegerbecken. Genügend Wasserdurchsatz und gute Strömung im Ablegerbecken, das selbe Licht und natürlich das selbe Wasser, trotzdem seit Monaten massiv Cyanos - und im Hauptbecken nicht :winking_face: Solche Fälle wird jeder kennen oder schon selbst erlebt haben der sich längere Zeit mit dem Thema befasst hat.

  • HAI,

    jedes Becken ist anders und damit auch die Parameter.
    Egal ob Beleuchtung, Strömung, Filtersysteme usw, gleich sind, das Wasser wird es niemals sein!
    (mal ein überspitztes Beispiel: Jemand der mit Portland Zement seine Deko gebastelt hat, wird auch nach vielen Monaten noch Chromabgaben haben)
    Ich mache mir meine Ablegersteine mit Korallenbruch und PortlandZement, wässer das Zeug bis ich mit dem Leitwert kaum noch was messen kann und dan verwende ich diese)

    Ebenso stellt sich die Frage was ist die richtige Spurikonzentration und wie lässt die sich auch nachweisen!!!!!
    Ich würde eher die These aufstellen das 95% der Becken eher mit einer Überkonzentration zu kämpfen haben, als mit einer Ermangelung! (die die Tiere deutlich besser wegstecken!)

    Ich habe ebenso eine Helio, steht sehr schattig, aber einen Unterschied mit und ohne Spuris konnte ich Damals zu Heute nicht feststellen.
    Eher möchte ich meinen das nicht die Gesamtkonzentration der Spuris entscheidend ist, sondern eher welche Elemente die Koralle(n) überhaupt spürbar verwerten können. Der Klassiker ist die Acro Tumida - Eisen.......

    mfg Chris

  • Chris,

    das mit den Spurenelemente-Überkonzentrationen ist so eine Behauptung, die kann jeder aufstellen, alleine Du musst sie an Hand der Reaktionen der Korallen beweißen. Ohne Beweiß ist das nur leeres Geschwätz. Wenn es in den meisten Becken Überkonzentrationen von Spurenelementen gibt, müsste sich bei einer Absenkung der Konzentrationen eine deutliche Besserung einstellen. Weniger gut aber zur Not auch noch ein Anhaltspunkt wäre eine Verschlechterung bei Anhebung der Spuri-Konzentrationen. Alles andere gilt nicht, am wenigsten Messungen mit ungeeigneten Messmethoden. Über Ionenselektive Elektroden könnte man sich unterhalten. Auch "stripping voltametry" scheint geeignet zu sein, ich habe aber keine Ahnung was das ist.
    Einen Nachweis für Spurikonzentrationen brauche ich nicht, da ich die optimale Konzentration empirisch ermittle, geht übrigens auch mit Balling-Dosierung, einfach probieren, bei welcher Dosierung die Korallen am besten stehen und wachsen. Danach misst Du mal Deine Wasserwerte und bist dann evtl. überrascht, z. B. über Deine niedrige KH.
    Klar ist nicht die Gesamtkonzentration an Spuris entscheidend, das ist eine Feststellung die meiner Meinung nach an Banalität kaum zu überbieten ist, es kommt auf die Konzentrationen der einzelnen Spurenelemente an, auf die Verhältnisse zueinander und auf die Wechselwirkungen mit den Beckenbewohnern, z. B. in Form von Siderophoren.

    Ich denke, dass ich bald ganz überzeugende Belege vorbringen kann, bis dahin kannst Du ruhig versuchen, Deinen Standpunkt zu verteidigen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Nachdem ich heute von Chris schon zweimal "Portland-Zement" in dem Zusammenhang gelesen habe, denke ich mal, dass er ein neues Lieblingsthema hat :winking_face:

    Ich bin auf jeden Falls schon mal gespannt auf Deine Ergebnisse!

    Gruß,
    Carsten

  • Hallo HansWerner,

    naja im Prinzip braucht man ja nur den Querschnitt von Korallenproblemthreads zu nehmen in ''99% aller Fälle'' werden die Spuris einfach zu hoch dosiert (entweder weil der Besatz zu gering und die empfohlene Dosierung beachtet wird oder eben weil alles über Auge passiert)

    Ich habe das selber schon zig mal erlebt, das man von Auge dosiert und einmal kurz nicht aufgepasst und schon war die Kacke am dampfen. Sicher ist die Dosierung der Spuris ein probates Mittel um vor allem beim Wasserwechsel zu ''schummeln'' und sicher funktioniert das ebenfalls sehr gut wenn man sehr gut aufpasst und vor allem weiß was man tut!

    Ich fahre mein Becken nun nicht mehr mit aktiver Spuridosierung und komme seither bombig um die Runden.


    Naja aber vieleicht sind das auch nur Acropora Strudelwürmer die Probleme machen, (vorsicht Ironie aus einem anderen Thread) :face_with_rolling_eyes:
    Die Erfindung in diesem Bereich wären für mich Spuris die mittels Chelatoren nur bedingt oder kurz haltbar gemacht werden, sicher auch wieder ein toller JoJo Effekt aber man braucht sich dann keinen großen Kopf machen, was noch nicht verarbeitet wurde und vor allem ob die Konzentration steigt - Quasie die Pille fürs Meerwasseraquarium :grinning_squinting_face:

    Viel Mutmaßungen keine Frage, aber eben Berichte aus der Praxis und wir wissen alle wie es ist wenn Theorie und Praxis aufeinander treffen, nicht war Carsten...... :ylol

    mfg Chris

    Einmal editiert, zuletzt von ChristophKlose (6. November 2009 um 17:41)

  • Naja, Chris,

    die 99% Problem-Threads, wo jemand überhaupt Spurenelemente zuführt, die verlinke bitte mal! Ich sehe eher Threads, wo man eigenartig hohe Nitrat- und Phosphatwerte hat, was wohl eher auf keine vernünftige Spuirdosierung hinweißt.

    Das Dosieren "von Auge" ist mir auch völlig unbekannt. Ich kippe meine in meine Balling-Lösungen und die dosiere ich dann täglich von Hand. Ist irgendwie immer noch die optimale Lösung für mich. "Back to the roots".

    Wenn Du mal eine Handels-Spurilösung dosiert hast, ist das nicht unbedingt eine gute Basis um Spurenelemente und den Sinn einer Dosierung zu diskutieren. Du weißt ja im Endeffekt nicht, was Du dosiert hast.

    Gruß

    Hans-Werner

    P. S.: Für was braucht man Chelatoren wenn man Cyanos und andere Bakterien hat? :grinning_squinting_face: Die entgiften das Kupfer in genau der richtigen Menge, so dass nur eine minimale ungiftige Menge bioverfügbar bleibt.

    Nochwas: Probleme mit Plattwürmern hatte ich nur ohne Spuri-Dosierung. Mit Spuri-Dosierung scheinen die Korallen auf lange Sicht die Oberhand zu behalten.

    2 Mal editiert, zuletzt von Hans-Werner (6. November 2009 um 19:02)

  • Zitat

    Original von Hans-Werner

    Wenn Du mal eine Handels-Spurilösung dosiert hast, ist das nicht unbedingt eine gute Basis um Spurenelemente und den Sinn einer Dosierung zu diskutieren. Du weißt ja im Endeffekt nicht, was Du dosiert hast.

    .


    HI H W

    ich nehme an das du die TM Spuris bei dieser Aussage ausgrenzt ??? :grinning_squinting_face:

  • Denis, ???

    ich weiß, was da drin ist und somit worüber ich rede. Hast Du das gemeint? :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hans-Werner

  • HI HW

    ja das meinte ich find ich auch gut das da genau drauf steht was drinnen ist ging nur um den allg. Ausdruck der Handels Spurilösung denn ihr handelt ja auch mit Spuris :wink
    Bin mittlerweile auch wieder am dosieren suche aber immer noch die richtige DOSIS ist bei meinen überbesetzten Becken(Korallen) auch schwierig ...........wer sucht der findet auch

  • Zitat

    Original von ChristophKlose
    Ich habe das selber schon zig mal erlebt, das man von Auge dosiert und einmal kurz nicht aufgepasst und schon war die *** böses_Wort ***e am dampfen. Sicher ist die Dosierung der Spuris ein probates Mittel um vor allem beim Wasserwechsel zu ''schummeln'' und sicher funktioniert das ebenfalls sehr gut wenn man sehr gut aufpasst und vor allem weiß was man tut!

    Was heißt das? Das Du das selbst so machst? Das Du ständig bei jemanden vorbeikommst und Dir ihre "Dosiertechnik" zeigen lässt - oder wohl doch eher, dass Du hier einfach alles mit fester stimme und ohne Zweifel hinschreibst, was Du gerne als Wahrheit hättest?

    Ich gebe zu allzuviele Aquarianer kenne ich nicht - nur die paar in der Umgebung - deshalb nehme ich mal meine eigene Nase und generalisiere: wenn ich zu faul werde WW zu machen, dann bin ich ziemlich sicher auch zu faul zum Spuridosieren! Noch nie wäre mir auch nur annähernd der Gedanke gekommne, dass ich mit Spurenelementen irgendwelche WW ersetzen könnte. DAS trifft glaube ich eher auf die "Zeopulvermagie" zu oder?

    Ich meine jetzt sei mal ehrlich: Du hast es einfach für Dich ohne AS und Spuris probiert und es funktioniert - ist doch schön. Warum musst Du dann da die einzige Wahrheit draus machen?
    Viele Wege führen nach Rom und viele haben die Erfahrung gemacht, dass Spurenelemente in bestimmten Situationen helfen können.
    Abgesehen davon bin ich auch auf ein gutes Beispiel von "Spurenelementüberdosierung" gespannt die wirklich zum Problem geworden wäre - IMHO ist ein vernünftiges dosieren zusammen mit regelmäßigen WW im "Berliner Becken" ein sehr guter Weg, ein schönes Riff zu halten.

    Gruß,
    Carsten

  • HAI,

    nun sei es :

    Jod - okay ist ein Halogen und zählt nicht direkt zu den Spurenelementen, Dosierung zu hoch Korallen degenerieren

    Strontium - wurde während meines Ägypten Urlaubs 2008 zu hoch dosiert, weil die Dosierkappe in der neuen Verpackung zu groß war und die Vertretung das nicht wissen konnte, hatte Ihr ja nur gesagt eine Kappe pro Tag......

    Schwermetalle: und das sind die eigentlichen Problemverursacher, sicher wir gerade auch sehr viel davon davon mit von Algen etc. verbraucht und natürlich reguliert sich ein System selber, aber wenn zu viel Eisen, Chrom, Bor....... im Wasser ist bekommt das keiner SPS und da können die Farben noch so gut sein. Die Korallen zucken dann generell an den schwächsten Stellen und das sind dann nun einfach die Zonen an denen wenig Licht zu Photosynthese hinkommt - also Basalscheiben oder schattiges Gewebe...........

    Ebenso ein klassisches Beispiel wo man einiges an Metall ins Becken einbringt: PO4 Adsorber, zum einen der Eintrag von Eisenionen ins Wasser selber und zum anderen die starke PO4 Schwankung binnen kürzester Zeit, JOJO Effekt (den PO4 geht dann auch mal wieder schnell nach oben) und das können die Korallen auch nicht gerne ab. Korallen die sich über lange Zeit an Wasserwerte anpassen konnten stehen oft sehr stabil. Auch bei PO4 Werten die durch die Decke gehen.

    Abrubte Veränderungen sind niemals Empfehlenswert, auch Aktivkohle ist da ein Faktor!


    Ich hatte schon selber persönlichen und auch EMAIL Austausch mit einigen Leuten, immer wieder das selbe Problem hatten und einfach nicht mehr weiter wußten.
    Das System lief einwandfrei, die Primärparameter grundsätzlich in Ordnung, dennoch zuckten die Korallen und wollten nicht.
    Naja und nachdem die Dosierung komplett eingestellt wurde siehe da die Korallen erholten sich und das System lief wie es sein sollte.
    Sorry aber das hat dann nix mit Mutmaßungen usw zu tun. Auch solche Elemente reichern sich an. Schaut doch einfach in solche Thread's wie den aktuellen in dem übermäßig vor allem Shwermetalle zugeführt werden und dann kann man nicht erwarten das die Korallen auch noch bombig weiter wachsen (oder Anhand von aktuellen Riffproblemen: Überdüngung der Felder, die Mineralien kommen ins Flusswasser, der Fluss mündet im Meer und die Riffe sterben an Überkonzentrationen...........
    Wer der Meinung ist das Spuris keine Negativauswirkungen haben können, dem empfehle ich mal die Dosierung zu erhöhen und einfach mal zu beobachten - das kann Jeder praktisch überprüfen, also nur zu :winking_face:

    Ulrike kennen vieleicht einige Leute noch perösnlich, die hat eine Laboranlayse vom Wasser machen lassen, glaube ~Oktober 2008, weil es mit einigen Korallen auch nicht mehr so gut ging.
    Vor allem der Chromwert war um das zigfache erhöht, woher der kam lässt sich auch nur ''vermuten'' - Ablegersteine wurden z.T. auch mit Mörtel gemacht und nicht gewässert...........

    Es heißt auch SPUREN und nicht LITER :grinning_squinting_face:
    Also generell auch vorsichtig dosieren und lieber weniger statt MEER.

    Die Dosierung via Augenmaß ist da nix anderes, wer in etwa weiß welche Elemente was an den Korallen bewirken wissen dann auch was Sie reinkippen müssen um den entsprechenden Effekt zu erzielen.
    Viel Erfahrung und ein sehr gutes Auge sind dann notwendig. Die Herstellerangaben sind eigentlich auch nur ein grober Anhaltspunkt. Krasses Beispiel: ein Weichkorallenbecken hat ein deutlich höheren Jodverbrauch als ein SPS Riff, dennoch steht generell auf Dosierungsempfehlungen so und so viel Tropfen täglich....


    und ein Wasseraufbereiter wie Zeolithpulver bringt keine Spuris ein, sondern wirken katalytisch und bindend einiges an Spuren;) , was nun das aber mit der Gesamtsituation hier zu tun haben soll ... naja manche brauchen eben immer irgendwas als Gegenargument :thup
    Ich wechsel meine 120l pro Woche (10%) und dosiere nix weiter an Spuris - ''das ist mein Weg''
    Andere fahren auch nur mit 5% im Monat und dosieren, das funzt ebenso(wenn PO4 und NO³ geregelt sind) - ''anderer Weg''
    Beides funktioniert! (das ZeoPulver kann man unabhängig davon nehmen, die einen schwören drauf, die anderen verfluchen es und ich zähle mich zu denen die zufrieden damit sind!) Bevor ich mich aber zu Gruppe zu entschließe sollte ich es aber probiert haben und nicht vorab mal wieder den Mund aufmachen und sagen das läuft so nicht(das sind genau die Leute die gesagt haben, das ein MW Becken nicht ohne Rieselfilter laufen kann, auch die Leute die gesagt haben das kein MW Becken ohne Abschäumer laufen kann ....... - wie schon gesagt -
    Theorie und Praxis: ich gebe nur was auf Leute die auch eigene Erfahrung haben und nicht mit tollen Theoriewissen glänzen können, ''lesen kann eigentlich Jeder''

    Natürlich führen viele Wege nach Rom und erst Recht im salzigen Hobby. Sei es nun die Beleuchtungs-, Filter-, Wasserwert- oder Aufbereitungsfrage. Alles kann funktionieren - aber zu welchem ''Preis''
    Merkt Euch mal die Aussage von Charles Darwin: ''kein Vorteil, ohne Nachteil''

    mfg Chris

    Einmal editiert, zuletzt von ChristophKlose (7. November 2009 um 15:29)

  • Hallo Chris,

    keine Ahnung über wen Du redest. Ich arbeite seit 15 Jahren professionell mit Spurenelemente-Versuchen an mehreren Aquarien in unabhängigen Systemen und habe es schon mit und ohne meine Spurenelemente mehr als reichlich probiert.
    Ich benutze auch nicht nur Korallen als Bioindikatoren sondern die ganze Palette, Algen, Foraminiferen, Kleinkrebse, Röhrenwürmer, Seescheiden, Schnecken und auch die besonders empfindlichen Stachelhäuter.
    Ich kann auch hier wieder nur empfehlen, meinen Artikel hier zu lesen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo,

    @Hans-Werner: keine Sorge er meint mich :winking_face:

    @Chris:

    Zitat

    Original von ChristophKlose
    (snip)
    Bevor ich mich aber zu Gruppe zu entschließe sollte ich es aber probiert haben und nicht vorab mal wieder den Mund aufmachen und sagen das läuft so nicht(das sind genau die Leute die gesagt haben, das ein MW Becken nicht ohne Rieselfilter laufen kann, auch die Leute die gesagt haben das kein MW Becken ohne Abschäumer laufen kann .......

    Na Du bist mir lustig - soll ich mir jetzt mit nen Hammer auf den Kopf hauen, damit ich auch 100%ig sicher bin das das wehtut? Soll ich erst bei Rot über die Ampel, damit ich mitbekomme, dass das den Führerschein kosten kann? Oder sollte ich mich hier vielleicht auf den Arzt bzw. den Polizisten verlassen?

    Ich behaupte einfach mal, dass Du nicht mal annähernd wissenschaftliche Studien zu diesen Themen vorweisen kannst (höchstens gelesen - aber das magst Du ja nicht) - ein paar wenige hier aber sehr wohl (ich auch nicht - aber ich mag lesen und neige auch dazu wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vertrauen bzw. ganz einfach mit der Mehrheit zu gehen - ich will nämlich keinen "Ruhm" sondern ein einigermaßen schönes Becken und Spaß damit). Wenn jetzt morgen alle anfangen ohne AS zu arbeiten und es mir plausibel erscheint, dass das wirklich der bessere Weg ist (statt eine Alternative die ein schönes Risiko birgt - Du sagst ja selbst dass Du einen in Wartestellung hast... für gewisse Fälle) dann probiere ich das auch.
    Was ich nicht mache ist irgendwelchen wilden Behauptungen nach der Art "ICH sage das - Beweise oder Argumente brauche ICH nicht" zu glauben und mein hart erarbeitetes Geld mit irgendwelchen "Experimenten" zu riskieren (und die Tiere schon gar nicht) - dafür gibts die Profis und wenn Du wirklich einer werden willst, musst Du in meinen Augen erstmal die Grundlagen wissenschaftlichen arbeitens demonstrieren (dazu gehört auch Behauptungen belegen zu können).

    Gruß,
    Carsten

  • Zitat

    Original von CKoenig
    Ich behaupte einfach mal, dass Du nicht mal annähernd wissenschaftliche Studien zu diesen Themen vorweisen kannst (höchstens gelesen - aber das magst Du ja nicht) - ein paar wenige hier aber sehr wohl (ich auch nicht - aber ich mag lesen und neige auch dazu wissenschaftlichen Erkenntnissen zu vertrauen bzw. ...

    hi carsten,

    natürlich sitzt hinter allen vorgängen eine wissenschaftliche erklärung.

    allerdings hab ich in der meeresaquaristik die wissenschaft fast immer erst in zweiter linie stehen gesehen.

    daher braucht man nicht haufenweise "wissenschaftliche studien" lesen, um aufgrund einer guten beobachtung und händling (versuche) in der praxis dinge beschreiben zu können um daraus erkenntnisse ziehen zu können.

    die wissenschaft kann dann immer noch auf den zug springen, und versuchen, alles zu erklären.

    vielleicht kippt ja mal das ganze, und du wirst in zukunft dein becken "rein wissenschatftlich" ohne große mühe und verluste betreiben können.

    :]

  • Ne - da hast Du mich falsch verstanden. War vielleicht nicht ganz glücklich formuliert und ich dachte ich hätte deutlich gemacht, dass ich weder den Background, noch die Mittel, noch die Zeit hätte irgendwas wissenschaftlich zu machen.
    Aber wenn ich ständig lese "das ist so" ... "weil ich das bei mir so gesehen habe" bzw. "weil ich das so sage" und dann mehr oder weniger empirisch gesicherte (das heisst übrigens auch beobachten, nur auf einem etwas prof. Niveau) Erkenntnisse mit einer persönlichen Meinung (die nie als solche ausgezeichnet werden, es sei denn man fragt nach) überquatscht werden, dann finde ich das persönlich fragwürdig - sorry, aber genau wie Chris ein Problem mit mir hat, habe ich leider ein Problem mit dieser "ich weiß alles und kann nix begründen" Haltung.

    Aber ich denke ich werde lieber mal wieder still sein ... ich denke mal die Profis hier können gewisse Aussagen sowieso besser zerlegen als ich (und ja: einige von meinen Meinungen werden sicher auch dabei sein - aber ich behaupte hier auch nicht die Wahrheit zu besitzen - ich denke mal IMO und IMHO schreibe ich oft genug ... werde wohl mal die Sig anpassen :D)

    Gruß,
    Carsten

  • Hallo zusammen,

    zurück auf Anfang ;): Hier mal, womit der Thread angefangen hat, eine Heliopora mit Polypen. Sie steht zwar äußerst bescheiden und ist erstmal bemüht ans Licht zu kommen bevor sie daran denken kann Säulen und Äste zu bilden aber sie zeigt ihre Polypen:

  • Hallo Hans Werner,

    dem bilde nach "gefällt" der heliopora also dein spuri-rezept.Wieso kann man deshalb darauf schliessen das das gleiche rezept bei allen korallen gleich gut ankommt ?
    Wieso sind , wie ich mehrmals in versch.lbeiträgen lese , spuris wichtiger für steinkorallen als für weichkorallen , die doch im allgemeinen schneller wachsen und somit mehr verbrauchen sollten ?
    Wieso wachsen makroalgen prächtig in becken mit mehrjähriger standzeit ohne spuri-zugabe?
    Zu dem thema wissenschaft und "jedes becken ist anders" kann ich noch erwähnen , das ich mich kürzlich mit einem "vertreter der rasse" über das thema unterhalten habe , er hat einen kollegen , der sich mit dem thema beruflich beschäftigt und dabei auch schonmal ins verwundern gerät , z.b. wenn die wasserproben von der einen seite vom boot differenzen bis zum hundertfachem (angehend spuris)zu proben aufweisen, die von der anderen bootseite genommen werden :confused_face:
    ...natürlich sind spuris wichtig und notwendig.Wieviel davon wer wann unter berücksichtigung anderer unstände benötigt , wird noch länger ein geheimnis bleiben denke ich.
    Auch wenn du den Kode für die heliopora jetzt geknackt zu haben scheinst :winking_face:

    mfg

    Thomas

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Ich bin heute schon der Meinung, dass der Spruch "alle Becken sind anders" überholt ist. Ich denke, dass man jedes Becken, das man mit Balling Plus (mit den Spurenelementen) auf eine KH von 6 bis 7,5° einstellt, nach 6 Monaten oder ein paar Monaten mehr auf einen bestimmten Zustand bringen kann, bei dem sich die meisten Korallen pflegen lassen.

    Hi ,

    das geht ja bei einigen becken schon daneben ,was den magnesium wert angeht.Jedenfalls solange man der anfangs "gepredigten" Dosierungsdoktrin angehend der mengengleichheit der lösungen folgt.
    Und immer wieder tauchen neue varianten /korrigierungen / zugaben oder weglassen auf.
    Eben weil jedes becken anders ist :grinning_squinting_face:
    Und ca , mg und kh lassen sich noch messen.Da frage ich mich wie sieht es bei den spuris aus.Da kann man das meistens nicht.
    mfg
    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Deine Anmerkungen amüsieren micht etwas. Ich habe oben schon geschrieben, dass alle für mich als solche erkennbaren Lebewesen in die Beurteilung mit eingehen. Ich habe mir Deine Gedanken schon gemacht, bevor ich die Heliopora als Anzeiger ausgesucht habe. Heliopora hat einfach den Vorteil, dass sie fast alles überlebt, d. h. sie kann in fast jedem Becken gehalten werden und stirbt nicht gleich ab, wie das die Montis täten wenn ich sie in ein Becken setzte, das ihnen nicht gefällt. Polypen zeigt sie aber nur, wenn die Bedingungen nicht allzu schlecht sind. Die nächstempfindlicheren, was das Polypen zeigen angeht sind m. E. die Lobophytum, also eine Lederkoralle. Da gibt es mitunter auch Bilder, auch hier im Forum, von solchen die keine Polypen zeigen. Das liegt wohl oft auch an den Spuris, nur für die Lobophytums muss es nicht gar zu gut sein. Wenn man meine 15 Jahre alte Standard-Mixtur zugibt sollten die meisten ihre Polypen ganz hübsch zeigen, was ich auch schon in einer Artikelreihe angemerkt habe, die vor 14 Jahren in der DATZ erschien.
    Und Algen, ich kann mich da nur immer wiederholen, sind unterschiedlicher als alle grünen Pflanzen zusammen. Alleine bei den Grünalgen gibt es riesige Unterschiede was die Ansprüche angeht. Die geringsten Ansprüche stellen die Caulerpas und die Chaetomorphas. Mittlere Ansprüche hat Halimeda, die dürften auch in vielen Aquarien noch gut wachsen. Hohe Ansprüche stellen die kleinen "Lebendgestein-Arten", die meist nach einem halben Jahr verschwunden sind wie z. B. die Schirmchenalgen Acetabularia und die kleinen Flaschenbürsten der Neomeris.
    Bei den Steinkorallen ist die einzige klare Alles-oder-Nichts-Reaktion Überleben oder Absterben. Ansonsten wachsen sie mehr oder weniger schnell, öffnen mehr oder weniger gut usw., also nicht besonders gut geeignet, um als Anzeiger zu dienen. Ich kann Dir aber versichern, dass auch die Steinkorallen bestens mit diesen Spuris wegkommen, insbesondere die LPS, und die Scheibenanemonen erst!

    Und jetzt noch eine simple Frage: Wenn wir auf Riffgestein Algen erhalten, die offenbar einmal im Riff gewachsen sind aber in praktisch allen Aquarien nach relativ kurzer Zeit nicht mehr wachsen, welches Aquarium ist dann näher an den natürlichen Bedingungen, das in dem diese Algen nicht wachsen oder das in dem sie wachsen?

    Bilder dazu stelle ich vielleicht in den nächsten Wochen einmal ein, gestern habe ich mich zu lange fotografisch mit dem Weißkehl-Doktor (Fische scheinen übrigens auch von den richtigen Spuris zu profitieren, da bin ich mir aber noch nicht 100% sicher) beschäftigt.

    Gruß

    Hans-Werner

  • ... nochwas: Das mit den Unterschieden im Meerwasser bei den Spurenelementen dürfte im Falle des Schiffes wohl vom Schiff selber herrühren, Zinn (aus TBT-Anstrichen), Eisen (vom Stahl) und andere Metalle werden in einem Maße vom Schiff gelöst, dass Wasserproben mit speziellen Vorrichtungen kontaminationsarm genommen werden.

    Dass das Meerwasser variabel ist, ist doch meinem Rede. Es gibt immer Leute, die glauben, sie wüssten welche Spurenelemente-Konzentrationen im Meer herrschen. Es ist aber schwer vorstellbar, dass die Wässer der Riffe nicht vom Küstenablauf und dem anstehenden Gestein (teilweise frisches Lavagestein!) beeinflusst werden. Die tatsächlichen Konzentrationen in den Riffen sind aber meines Wissens noch nie Grundlage einer Spurenelemente-Diskussion gewesen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo zusammen,

    ich kann die ganze Diskussion einfach nicht verstehen.
    Kann man sich nicht einfach freuen, wenn jemand wieder einen Baustein gefunden hat, der unseren Tieren zu Gute kommt.
    Aber da wird im voraus wieder alles schlecht geredet.
    Wartet doch einmal weitere Versuche ab und freut euch, dass das euren Tiere evtl. zu Gute kommt.
    Wir wollen doch alle gesunde und wachsende Tiere an denen man sich erfreuen kann.

    Das war mein Wort zum Sonntag
    Gruß Peter I
    http://www.peterismaier.de

  • Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hohe Ansprüche stellen die kleinen "Lebendgestein-Arten", die meist nach einem halben Jahr verschwunden sind wie z. B. die Schirmchenalgen Acetabularia und die kleinen Flaschenbürsten der Neomeris.
    Und jetzt noch eine simple Frage: Wenn wir auf Riffgestein Algen erhalten, die offenbar einmal im Riff gewachsen sind aber in praktisch allen Aquarien nach relativ kurzer Zeit nicht mehr wachsen, welches Aquarium ist dann näher an den natürlichen Bedingungen, das in dem diese Algen nicht wachsen oder das in dem sie wachsen?

    Hallo Hans Werner ,

    ob und wie sowohl schwierige als auch anspruchslose algen wachsen und gedeihen ist aber auch von anderen faktoren abhängig als von zugänglichen spurenelementen.
    Manche arten haben einen kürzeren zyklus , und wenn sie wieder bereit wären,aufzutauchen , ist kein platz mehr da im aquarium ...
    In meinem "hauptaquarium" habe ich u.a. lange C.taxifolia gehabt , zeitweise in plaghaften mengen.Sie sind im laufe der zeit komplett verschwunden , ohne mein zutun und ohne gegenwart von fressfeinden.
    Im nebenbecken im kreislauf wachsen sie aber wie "bescheuert" , und das unter weitaus schwächerem licht...
    Meiner meinung nach können caulerpa im hauptbecken keinen fuss mehr fassen (wortwörtlich) , da die kalkalgen ihnen den platz streitig machen.Was aber mein aquarium noch lange nicht unnatürlich macht ...


    mfg

    Thomas

  • Zitat

    Original von CKoenig
    ...., habe ich leider ein Problem mit dieser "ich weiß alles und kann nix begründen" Haltung.

    hi carsten,

    wenn ich beobachte, dass bei höheren n03+po4-werten unter verstärkter zugabe von "spuris"
    bei acros die farben kräftiger werden und einige arten einen "metallischen" schimmer bekommen, kann ich das auch nicht begründen.

    das bedeutet doch nicht, dass ich nicht weiss, was passiert (oder passieren kann), wenn ich so verfahre.

    so, und nu kommt die wissenschaft und versucht zu ergründen, warum das so ist.

    woher sollte die wissenschaft auch vorher solche beobachtungen mitbekommen, ausser von beobachtenden hobbyisten.

    wenn ich zurückdenke und in den Mergus-Meerwasserlexika Steinkorallen als unhaltbar und "über vermehrung nix bekannt" gelesen habe, während wir hier die ersten erfolge und vermehrungen bereits betrieben haben, sehe ich die wissenschaft etwas kritischer in unserem hobby.

    es gab in den vergangegen jahrzehnten kaum einen anlass für die wissenschaft, sich mit hobbyaquarianern überhaupt abzugeben. klar brauchte der erste salzhersteller wissenschaftliche erkenntnisse über die zusammensetzung der meersalzes, aber auch da konnte er auf bestehendes zurückgreifen.

    erst in den letzten jahrn hat hier wohl ein gewisses umdenken stattgefunden - m.e. vielfach nur aus der erkenntnis heraus, auch hier geschäfte machen zu können. viele dinge, die in der riffaquasristik genutzt werden, sind abfallprodukte/erkenntnisse aus der industrie.

    kein mensch hat "korallenkleber" oder son zeugs entwickelt oder "korallenablegerabknippszangen" :face_with_rolling_eyes:

    und vieles aus der "feinstfutterfraktion" sind erkenntnisse und produkte aus der fischereiindustrie.

    etc...etc....

    natürlich von engagierten und findigen "hobbyisten" der geschäftlichen sparte für uns alle nutzbar gemacht.

    in sachen "wissenschaft" hat hans-werner als solcher in verbindung mit der verfügbarkeit von laboreinrichtungen und auch seinem "hobbytrieb" ungeahnte möglichkeiten.

    allerdings ist das "versuchslabor aquarium" von uns allen ein wichtiger bestantteil in der testphase vieler produkte. :grinning_squinting_face:

    :smiling_face_with_sunglasses:

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