Phosphat im Flockenfutter

  • Hallöchen,

    ich hab ab und an mal gelesen man solle bei Phosphat problemen "Phosphat freies Futter" nehmen.
    Gut mein Phosphat Problem ist eher das zu wenig drin ist ( <0,02mg/l) aber wo ich ebend am Testen war,
    hab ich spaßeshalber mal ein kleines Stück Flockenfutter in das Probenglas geben.

    Effekt der Sache: der Farbumschlag ist auf maximale Anzeige geschossen!

    Wieviel PO4 ist den im Futter vertretbar?

    Schöne Grüße
    Stefan

  • Hallo Joe,

    das ist schon klar. :]
    Sonst währe PO4 bei mir ja nicht n.n. und das obwohl ich 2 bis 3 mal am Tag fütter.

    Ich dachte nur für Leute die echt drauf achten müssen das auf die Packung zu schreiben.
    Zum Beispiel enthält X% PO4 je 100g oder so.

    Gruß
    Stefan

  • Moin Claude,

    muß mal dumm Fragen. Wieso gibt es kein Po4 freies Futter?

    Gruß
    Stefan

  • Fischfutter ist nicht frei von Stickstoff- und Phosphorverbindungen (sondern höchstens frei von Nitrat- und Phosphat-Salzen), die spätestens im Stoffwechsel der Tiere bzw. bei der Mineralisation durch Bakterien in Phosphate und Nitrate umgewandelt werden.
    Anders kann es ja auch gar nicht sein, da beides lebensnotwendige Bestandteile der Ernährung tierischer Organismen sind.

    Die Angabe der Futtermittelhersteller ist immer auf Phosphat bezogen nicht auf Phosphor in jedweder Form
    Ein klein wenig ist immer drin

    Gruss

  • Hallo zusammen,


    hier ist noch ein interessanter Link zu dem Thema. Der Artikel bezieht sich zwar auf Süßwasser - ist aber trotzdem recht interessant, da dort Phosphate ebenfalls stören. Ich kenne auch kein phosphatfreies Futter ??? Da Fischfutter div. Proteine aus tierischen und pflanzlichen Quellen enthält, sind dort auch immer Phosphate drin - siehe Tabelle und damit bei starker Fütterung eine der Hauptquellen für Phosphatanreicherungen im MW-Aquarium.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Hallo,

    wenn man "Phosphatfrei" wörtlich nimmt (also PO4), dann kann das natürlich schon sein (wie Claude schon bemerkte) - wenn man aber "Phosphatfrei" als frei vom Element "P" versteht, dann gibts nichts biologisches, das dem Anspruch erfüllt - und erst recht nichts, was einen Fisch ernähren könnte.

    Ich würde das mal so verstehen: wenn ich das Futter einweiche und dann das Wasser auf Phosphat teste, so sollte da n.n. rauskommen - dann darf von mir aus auch Phosphatfrei draufstehen (eben wie beim Salz, das ja auch nicht wirklich frei von Phosphat ist).

    Gruß,
    Carsten

  • Hallo,

    na da hab ich doch mal wieder was gelernt. :ylol (Bio war bei mir immer zum schlafen da)

    Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Proteine zu Phosphat verstoffwechselt und dann kann ich sie im Becken messen. Das was ich da gestern im Futter gemessen hab sind Phosphatsalze.
    Mit anderen Worten da kommt noch mehr PO4 je g Futter raus als gemessen!
    Kein Wunder das manch einer Probleme mit zu hohen Werten hat.

    Gruß
    Stefan

  • Nicht ganz,

    Proteine sind (gefaltete) Ketten aus 26 (?) verschiedenen Aminosäuren (die von der DNA kodiert sind). Aminosäuren beinhalten Stickstoff. Phosphatverbindungen sind der wichtigste Energieträger in der Zelle. Beim Zusammenbau der Aminosäurenketten in den Ribosomen werden zum Beispiel 3wertige Phosphatverbindungen (glaube es war Adinosin-3-Phospat und Adinosin-2-Phasphat; will mal nicht googlen :smiling_face: ) abgebaut um die Energie zu liefern. Umgekehrt werden beim Abbau vom Zucker (oder auch bei der eigentlichen Energieaufnahme der Photosynthese) wieder höherernergetische Phosphatverbindungen aufgebaut um Ernergie für andere Sachen zu liefern.
    Also kein Wunder, das beides zusammen Algen gut wachsen lässt (solange zumindest kein Mangel an anderen kritischen Dingen wie Eisen ist)

    Grüsse,
    Steffen

  • Steffen dürfte richtig liegen und wenn man richtig gelesen hat, wird man festgestellt haben, dass der Phosphor in der Biologie immer als Phosphat vorliegt, zwar nicht unbedingt als PO4, aber als Phosphat (Oxidationsstufe +5).

    Phosphatfreies Futter gibt es also nicht, lediglich Futter ohne Phosphatzusatz.

    Gruß

    Hans-Werner

    2 Mal editiert, zuletzt von Hans-Werner (1. September 2009 um 09:35)

  • Hallo an alle,

    ui das muss ich erstmal sacken lassen und verstehen. :smiling_face:
    Hab heute 900km Autobahn abgefahren und die Birne will nicht mehr.


    Ach so zum Thema Phosphat. Kam im Radio. Vor Madagasker ist ein Frachter mit zig tausen Tonnenn davon an Bord auseinander gebrochen! Das gibt jetzt eine Algenplage....

    Schöne Grüße
    Stefan

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