Kleines Azoo Riff einrichten

  • Hallo,

    so langsam steigt mein Interesse an Azookorallen.

    Primär Rhizotrochus typus und Tubastrea.

    Im Hauptbecken sind schattige und gut erreichbare Plätze (zum Füttern) im grunde rar bis nicht vorhanden und ich möchte das permanente ins Becken Greifen, um die Korallen entsprechend zu füttern, vermeiden.

    Deshalb überlege ich nun, mein noch vorhandenes 40L Nano zu reaktivieren.

    Mein Haupt"problem" besteht nun in Sachen Beleuchtung. Im Grunde natürlich komisch, da Azoos nunmal keine Beleuchtung benötigen.

    Ist mein Denkansatz richtig, dass die Beleuchtung, die ich dann im Nano verwende, nur meinem Auge dient?

    Die Beckenbiologie (Bakterien) dürfte ja auch nicht auf Licht angewiesen sein.

    Eigentlich bleiben ja nur die Algen übrig. Die einzigen, die ich da als wünschenswert ansehe, sind die Kalkrotalgen.

    Benötigen diese einen gewissen Grad "normale" Beleuchtung oder reicht denen eine gewisse Menge Tageslicht?

    Meine Idee, die ich grad verfolge, ist nämlich das Becken nur mit blauen MondlichtLED zu beleuchten.

    Die lassen sich optisch gut und einfach integrieren und die Helligkeit würde der "Tiefsee" entsprechen.

    Die alternative wäre dann halt eine dieser Standard 18W Lampen mit Mariner Röhre.

    Gruss

    Mark

    Einmal editiert, zuletzt von happy75 (6. Juli 2009 um 22:03)

  • Hi

    Ich bin zwar Anfänger aber ich antworte trotzdem mal nach bestem Wissen.
    Kalkrotalgen wachsen soweit ich weis im Halbschatten bis Schatten. Sprich an der Riffunterseite.
    Tageslicht ist von Spektrum sehr förderlich was das Wachstum der "unerwünschten" Algen angeht.
    Mondlicht erscheint mir genau richtig. Da bleiben die Azoo wenigstens offen. :smiling_face:


    lg Lino

  • Hallo Mark!

    Ich denke, Du wirst das Nano im Kreislauf mit dem großen Aquarium laufen lassen, oder? Ansonsten wirst Du Probleme haben, die Wasserqualität top zu halten ...

    Lieben Gruß

    Harold

    Vivaristik seit 1968 - und ich lerne immer noch dazu.

  • Zitat

    Original von Lino
    Hi

    ... Da bleiben die Azoo wenigstens offen. :smiling_face:


    lg Lino

    das wäre ein Nebeneffekt, den ich auch im Hinterkopf habe.


    Zitat

    Ich denke, Du wirst das Nano im Kreislauf mit dem großen Aquarium laufen lassen, oder? Ansonsten wirst Du Probleme haben, die Wasserqualität top zu halten ...

    Das Becken wird nicht angedockt.

    Ich bin fleissiger Wasserwechsler.

    Die Korallenwahl beschränkt sich auch auf Arten, die direkt/gezielt gefüttert werden. Deine Bedenken sind ansich natürlich nicht unbegründet.
    Gegensteuern wäre immernoch möglich.

    Gruss

    Mark

  • Hallo,

    im Hippokampus zosterae Thread ist mir mal eine Idee gekommen die hier auch funktionieren könnte:
    ein kleines Nanobecken mit starken Belastungen mit einem groß dimensionierten externen DSB Filterbecken im Unterschrank verbinden, so wäre das Volumen deutlich größer und eine gute Wasserqualität sollte sich auch halten lassen. Denn wer hat behauptet dass das Schaubecken immer größer als der Filter sein muss :winking_face:

    Gruß
    Benjamin

  • Hallo,

    sicherlich eine denkbare Möglichkeit, aber das System soll im grunde kompakt und handlich bleiben.

    Ein DSB Becken liesse sich mit der geplanten Aufstellung auch nicht realisieren.

    Eine DSB Lösung würde ich dann eher im Hauptbecken einrichten. Ich habe auch noch ein 160L Becken leer rumstehen.

    Das wäre aber erst dann eine Variante für mich, wenn ich sicher sagen könnte, das Becken steht so noch mind. 5 Jahre.

    Gruss Mark

  • Hi

    Ich würde bei einem solchen Becken glaube ich auch mit staubfeinem Bodengrund arbeiten.
    Es erscheint mir sinnvoll Grund zu verwenden auf dem Das Staubfutter liegenbleibt.
    Es muss ja nicht unbedingt ein DSB werden.

    lg Lino

  • Zitat

    Original von Benjaminb
    Hallo,

    im Hippokampus zosterae Thread ist mir mal eine Idee gekommen die hier auch funktionieren könnte:
    ein kleines Nanobecken mit starken Belastungen mit einem groß dimensionierten externen DSB Filterbecken im Unterschrank verbinden, so wäre das Volumen deutlich größer und eine gute Wasserqualität sollte sich auch halten lassen. Denn wer hat behauptet dass das Schaubecken immer größer als der Filter sein muss :winking_face:

    Gruß
    Benjamin

    Und genau so siehts bei mir auch aus :grinning_squinting_face:

  • mit einem groß dimensionierten externen DSB Filterbecken im Unterschrank verbinden, so wäre das Volumen deutlich größer und eine gute Wasserqualität sollte sich auch halten lassen.

    Ja, nur der Phosphatwert steigt und steigt und steigt.....

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo,
    wir betreiben einen 50er Würfel als Tubsi Becken.
    Und je nach Art ( T. micrantha ) wird auch Licht zur Ernährung verwendet.
    Es sind sowohl im Hauptbecken als auch im TB höhere Algen eingesetzt und erwünscht.
    Nitrat wird mit Wodka halbwegs im Rahmen gehalten, Po4 mit Adsorber bekämpft.
    Wasserbelastung ist durch das tägliche füttern doch sehr stark.

    Außer T. faulkneri, micrantha und diaphana, Rhizotrochus typus noch diverse Dendrophyllia, Duncanopsammia axifuga, Euphillias, 2x Catalaphyllia, und div Lps denen die Werte auch gefallen.

    Im Tb werden div Ableger gezogen und Korallen die geschädigt zu uns kamen wieder aufgepäppelt.

    LG,
    Wolfgang

  • Hallo Torsten,

    Zitat

    Ja, nur der Phosphatwert steigt und steigt und steigt.....

    wie würdest du denn vorgehen? Ich denke mein Vorschlag in Kombination mit einem Phosphat Absorber wäre für so ein kleines System eine interessante Lösung, auch wenn ich diesbezüglich keine eigenen Erfahrungen sammeln konnte und das alles rein theoretisch ist. Daher noch mal die Frage an den Fachman: wie sonst?

    Gruß
    Benjamin

  • Weglassen!
    Hatten wir doch gerade in einem anderen Fred. Alles was eine dicke Bodenschicht Gutes für das Becken tun kann, schafft eine dünne auch!!!
    Bei so einem hochbelasteten Becken kann man einfach immer mal einen Teil absaugen und durch neuen Korallensand ersetzen.
    Extra Becken ist doch prima, macht 5 cm Sand rein 6 Grabseesterne und schöne Algen, aber keine "wurzel"- bildenden!
    So hat man gleich noch ein hübsches Zweitbecken für Beobachtungen oder kleinere Zuchtversuche.

    Benjamin, wenn Du in Berlin wohnst, kennst Du vielleicht Fred Gabel. Der hat an seinen Fischaufzuchtbecken immer Algenbecken mitlaufen lassen. Das hat nicht nur im richtigen Verhältnis Stickstoff & Phosphor entfernt sondern sah nebenbei auch noch toll aus.
    Und Platz für ein paar zusätzliche interessante Tierchen braucht man doch immer! :thup

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  • Hallo Torsten,

    danke für die Antwort, jetzt bringst du mich echt ins Grübeln, bei weniger als 10 cm Bodenhöhe fehlt doch die anaerobe Zone und damit der Nitratabbau, oder sehe ich da etwas Falsch? Dann könnte ich doch gleich einen Schwammfilter installieren.

    Die Algen können doch nicht ausreichen um so viele Nährstoffe zu entziehen, schließlich hatte ich ein 200 Liter Seepferdchenbecken, das nur mit zwei Seepferdchen, zwei Nadeln und zwei Garnelen besetzt war zu 95% mit Caulerpa zugewuchert war. Und trotzdem habe ich Probleme mit dem Nitrat bekommen, wenn die Wasserwechsel mal zukurz gekommen sind.

    Ich werde mal sehen ob ich Kontakt zu Fred Gabel herstellen kann, den kenne ich noch nicht.

    Gruß
    Benjamin

  • Hi

    In meiner 5cm Sandschicht sieht man an der Scheibe deutlich Stickstoffbläschen.

    lg Lino

  • bei weniger als 10 cm Bodenhöhe fehlt doch die anaerobe Zone und damit der Nitratabbau

    Das wird wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten so von einem Buch in´s nächste abgeschrieben, weil es so schön logisch klingt.
    Mit normalem Bodengrund und etwas porösem Gestein hat man eigentlich immer genug Nitratabbau.

    Bei so einem stärker befütterten Becken mag es vielleicht nicht ganz unten, also im einstelligen Bereich landen, aber DAS Benjamin ist dann das kleinste Problem!!!

    Wichtig sind keine Nitritpegel und keine Phosphatfalle!

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  • OK, da ich so langsam an die Planung eines neuen Seepferdchenbeckens denke, fasse ich mal zusammen:

    großes Filterbecken 5-6cm hoch mit feinem Bodengrund füllen, grabende Seesterne o.ä. rein und viele Drahtalgen drüber. :yidee Irgendwie erinnert mich das jetzt an einen MiracelMud Filter (natürlich ohne grabende Tiere) wäre vielleicht eine gute Möglichkeit.

    Aber das mit der Phosphatfalle finde ich einleuchtend :thup , vermutlich wird da auch eine präventive Absorberverwendung nicht dauerhaft funktionieren.

    Gruß
    Benjamin

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