Dupla Bacter M oder Reef Booster

  • Hallo Zusammen,
    ich nutze seit 6 monate Dupla Bacter M. Jeder Montag Abend eine Ampule rein ins becken...

    Meine fragen sind: :wink
    Was ist der Unterscheid in Reef Booster und Bacter M?

    Welsche hat mehr sinn?

    Bin ich der einzige das der dupla zug nutzt?


    Gruß
    Tim

  • Ich bin jetzt nicht 100% sicher, aber:-
    - Bacter sind Bakterien kulturen (da gibt es übrigens auch noch eine Ernährungslösung von Dupla dazu)
    - Reef Booster ist m.e. eine Korallen Ernährungslösung
    also 1 total unterschiedliche Dinge

    Bakterien müssen in laufenden becken übrgens NICHT immer wieder nachdosiert werden, sondern nur gefüttert. z.B mit Wodka :winking_face:

    lG Martin

  • Hallo Martin,
    Danke,
    Das mit der Wodka ist mir zu gefährlich...Überdosierung....

    Das mit der Bacter M ist eine feine sache denke ich.

    In eine ander forum ich habe eine Antwort bekommen das das Dupla ist das gleiche wie im Biodegist von Prodebio .

    Ich weiss nicht was ich machen sollte.

    Ich glaub ich würde der Biodegist von Prodebio versuchen.
    aber um das Bactieren zu futtern, was soll ich dann machen?


    gruß
    Tim

  • Hallo Tim
    naja, es gibt einfach Bakterien von verschiedenen Firmen. Z.B von Dupla, Prodibio, FaunaMarin, AquaLight, AuqaMedic, preis, TerraNova, Rowa, ....). Für welche du dich am Ende entscheidest bleibt Dir selbst überlassen. Dupla hat sicher keine schlechten Produkte.
    Wie schon gesagt, Bakterien brauchst du nicht ständig zugeben!
    Bakterien gedeihen und vermehren sich wenn sie entsprechende Vermehrungsflächen haben (z.B lebende Steine, Bodengrund, ....) und halt besonders gut wenn sie gefüttert werden.

    Eine Überfütterung der Bakterien kann übrigens immer zu einer Bakterienblüte führen. Da ist es ziemlich egal welches BakterienFutter du dazu kippst. Wodka ist halt das günstigste.
    BakterienFutter, neben Wodka, gibt es natürlcih auch zu kaufen. Einige Hersteller die auch Bakterien anbieten vertreiben auch extra Bakterien Futterlösungen. Z.B Fauna Marin , AquaLight, ...

    Negative Auswirkungen hat das zufüttern der Bakterien normalerweise nicht, AUSSER das passiert zu Zeiten wenn kein Abschäumer mitläuft.
    Grund: zu Blütezeiten veratmen die vielen Bakterien sehr viel Sauersttoff. Bringst du den nicht wieder ein, sterben dir Fische an Sauerstoffmangel.

    lG Martin

  • Zitat

    Original von Martin Kuhn
    Bakterien müssen in laufenden becken übrgens NICHT immer wieder nachdosiert werden, sondern nur gefüttert. z.B mit Wodka :winking_face:

    lG Martin

    Hallo zusammen,

    die oben genannte Aussage ist sehr verallgemeinert. Es gibt die verschiedensten Bakterienarten. Aerobe, fakultativ anaerobe, anaerobe, chemosynthetische, photosynthetische usw. Wenn man jetzt verschiedene Stämme ins Aquarium zur Optimierung des Stickstoffkreislaufs einmalig dosiert, werden sich recht schnell stärkere Stämme durchsetzen und die Biodiversität an Bakterien wird verarmen. Das ist der Hauptgrund, warum empfohlen wird, Bakterien regelmäßig nachzudosieren.

    Auch sind nicht alle Bakterien auf Kohlenstoffquellen als Nahrung angewiesen. Photosynthetische Bakterien zB verwenden Sonnenlicht als Energiequelle und erledigen dennoch die Arbeit der aeroben heterotrophen Filter-Bakterien (und üben ganz nebenbei einen hohen Konkurrenzdruck auf Cyanos aus). Man erkennt solche Bakterienprodukte an der typisch violetten Färbung.

    lg, Angi

  • Zitat

    Original von angi

    Hallo zusammen,

    die oben genannte Aussage ist sehr verallgemeinert. Es gibt die verschiedensten Bakterienarten. Aerobe, fakultativ anaerobe, anaerobe, chemosynthetische, photosynthetische usw. Wenn man jetzt verschiedene Stämme ins Aquarium zur Optimierung des Stickstoffkreislaufs einmalig dosiert, werden sich recht schnell stärkere Stämme durchsetzen und die Biodiversität an Bakterien wird verarmen. Das ist der Hauptgrund, warum empfohlen wird, Bakterien regelmäßig nachzudosieren.

    Auch sind nicht alle Bakterien auf Kohlenstoffquellen als Nahrung angewiesen. Photosynthetische Bakterien zB verwenden Sonnenlicht als Energiequelle und erledigen dennoch die Arbeit der aeroben heterotrophen Filter-Bakterien (und üben ganz nebenbei einen hohen Konkurrenzdruck auf Cyanos aus). Man erkennt solche Bakterienprodukte an der typisch violetten Färbung.

    lg, Angi

    Ich habe meine Antwort, ob der Fragestellung, bewusst einfach und etwas polarisierend gehalten.

    lG Martin

  • Hallo Angi,

    da muss ich dir in einigen Punkten widersprechen:

    Die Bakterien, die sich einmal im Aquarium durchgesetzt haben, weil ihnen die Bedingungen am besten zusagen
    (und das können hunderte oder tausende verschiedenen Arten an unterschiedlichen Orten im Becken sein), lassen
    sich nicht nachträglich von einer Art, gegen die sie sich schon einmal durchgesetzt haben, wieder verdrängen.

    Oder einfacher gesagt: Einmal Looser, immer Looser :grinning_squinting_face:

    ALLE Lebewesen und damit natürlich auch alle Bakterien sind auf Kohlenstoffquellen angewiesen. Manche auf
    anorganische, andere auf organische. Man nennt sie daher entweder autotroph oder heterotroph.
    Außerdem hat die Energiegewinnung nichts mit der Kohlenstoffaufnahme zu tun. Viele phototrophe (=photosynthetisierende)
    Bakterien sind autotroph, andere wie z.B. die Proteobakterien sind heterotroph.

    Die Farbe der Baktereienlösung wird wahrscheinlich eher durch die enthaltenen Nährstoffe als durch die Bakterien selbst bestimmt.

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von angi
    Das ist der Hauptgrund, warum empfohlen wird, Bakterien regelmäßig nachzudosieren.

    hi,

    habe noch nie im leben irgendwelche bacs dosiert.... :O

    wüsste auch gar nicht, warum ich dies tun sollte. :smiling_face_with_sunglasses:

  • Moin,

    Zitat

    Original von Joe

    hi,

    habe noch nie im leben irgendwelche bacs dosiert.... :O

    wüsste auch gar nicht, warum ich dies tun sollte. :smiling_face_with_sunglasses:

    neee, aber Schildkrötenwechselwasser!!!!! Nitratreiches! :face_with_tongue:

    M.f.G

    Markus

  • Sorry, ich muss mal dazwischenfragen,

    ich habe zwei Punkte nicht verstanden:

    von Angi: "Photosynthetische Bakterien zB verwenden Sonnenlicht als Energiequelle und erledigen dennoch die Arbeit der aeroben heterotrophen Filter-Bakterien (und üben ganz nebenbei einen hohen Konkurrenzdruck auf Cyanos aus). Man erkennt solche Bakterienprodukte an der typisch violetten Färbung."

    Mein Stand des Wissens ist, dass die Cyanobakterien für uns die wichtigsten photosynthetischen Bakterien sind. Die Purpurbakterien sind eine eher unwichtige Randgruppe, die irgenwo im Bereich zwischen Aerob und Anaerob unter minimalem Licht leben. Ich habe schon einiges über die Mikrobiologie des Meeres gelesen und würde mich jetzt wundern, wenn ich da so daneben liege.

    von Armin: "Außerdem hat die Energiegewinnung nichts mit der Kohlenstoffaufnahme zu tun." Da, denke ich, liegt Angi richtig. "Autotroph" und "heterotroph" sind meines Wissens gleichbedeutend mit kohlenstoffautotroph und kohlenstoffheterotroph. Heterotrophe Organismen ernähren sich von organischen und somit eneriereichen Kohlenstoffverbindungen, autotrophe Organismen von anorganischen Kohlenstoffverbindungen und beziehen ihre Energie vom Licht (photoautotroph) oder aus energiereichen anorganischen Verbindungen (chemoautotroph).

    Und noch eines würde mich interessieren: Gibt eines der Bakterienprodukte an, welche Stämme enthalten sind? Meines Erachtens können das nur wenige Standardstämme sein. Im übrigen wurde von Armin schon gesagt, dass man einen Lebensraum nicht gegen seine Milieu mit Bakterien "bepflanzen" kann, man kann aber versuchen das Milieu zu verändern. Ich frage mich deshalb immer, ob die Wirkungen, die diesen Produkten zugeschrieben werden, auf die enthaltenen Bakterien oder auf den enthaltenen Nährboden zurückgehen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,

    deine Aussage zur Trophie ist so nicht richtig. Man unterscheidet 3 Bereiche:
    1. Die Energiequelle. Diese kann das Licht sein oder chemische Prozesse. Man spricht dann von Photo- oder Chemotrophie.
    2. Die Elektronenquelle. Diese kann anorganisch oder organisch sein, das heißt dann lithotroph oder organotroph.
    3. Die Kohlenstoffquelle. Diese kann CO2 (=autotroph) oder organischer Kohlenstoff sein (=heterotroph).

    Ein Beispiel: Die Nitrosofizierer Nitrosococcus beziehen ihre Energie aus der Ammoniumoxidation, ihre Elektronen
    aus dem Stickstoffatom und verwenden CO2. Folglich sind sie chemolithoautotroph.

    Nach heutigem Wissen kommen nicht alle möglichen Trophiekombinationen in der Natur vor, trotzdem kann ich aus
    der Kohlenstoffquelle nicht auf die Energiequelle rückschließen.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin,

    deswegen habe ich es ja in der obigen Form in Frage gestellt ;).

    In der Praxis sind einige der Unterscheidungen irgendwie ..., naja wenig praktisch. Gibt es Photoheterotrophe? Gibt es Phototrophe, die nicht autotroph und lithotroph sind? Gibt es Heterotrophe, die nicht organotroph sind? Gibt es überhaupt Heterotrophe, die auf eine andere zusätzliche Enerige- und Elektronenquellen angwiesen sind. Aber das hast Du ja auch schon angemerkt.
    Klar, es gibt den Begriff photoorganotroph und er wird z. B. auf Cyanobakterien angwendet, die trotzdem autotroph und lithotroph sind, soweit ich das weiß. Ein Widerspruch?

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Armin,

    darf ich dazu mal den Schlegel zitieren: "Alle (Anm.: die Purpurbakterien, Schwefelpurpurbakterien und schwefelfreie Purpurbakterien) sind in der Lage, Kohlendioxid über den Ribulosebisphosphat-Cyclus zu fixieren", was heißt, alle Purpurbakterien sind autotroph, zumindest fakultativ.
    Das ist das gleiche, wie oben schon für die Cyanos erwähnt. In der Literatur kommen regelmäßig heterotroph, phototroph und chemotroph, vielleicht noch chemoautotroph vor, alles andere wird sowieso im Einzelfall erklärt.
    Über die Ökologie der Schwefelpurpurbakterien findet sich noch das Beste in Meyer-Reil und Köster, "Mikrobiologie des Meeresbodens".
    Da alle Purpubakterien anaerob sind, dürften sie in der Riffaquaristik eine untergeordnete Rolle spielen.

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Armin,

    werde ich mal tun, Canfield, Aquatic Geomicrobiology(?) habe ich im Regal, allerdings noch nicht durchgelesen.
    Dass der Schlegel nicht die Spezialliteratur für alle Gebiete der Mikrobiologie ist, ist mir schon klar, heißt ja auch "Allgemeine Mikrobiologie".

    Gruß

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner,
    ich möchte wissen, wann ich Prodibio BioDigest, Prodibio Bioptim und reef booster dosieren, soll ich noch tropic Marin Phyton und Zooton noch dazu jeden tag?

    gruß
    tim

  • Hallo Tim,

    leider habe ich mit den ersten drei genannten Produkten keine Erfahrung. Wenn Du niedrige Nährstoffwerte hast, kannst Du auf jeden Fall PRO-CORAL PHYTON und ZOOTON dosieren, das ist einer Dosierung von Nitrat und Phosphat sicher vorzuziehen.

    Hallo Armin,

    habe mittlerweile im Canfield et al. nachgeschlagen. Der hält das tatsächlich mit dieser Benennung durch, weshalb er es vermutlich auf S. 94 genauso erklärt, wie Du oben angibst. Allerdings steht das Kapitel über Purpurbakterien nicht im Widerspruch zum Schlegel. Auf S. 363: "During autotrophic growth, CO2 ist fixed wit the reductive pentose phosphate pathway .... In summary, purple nonsulfur bacteria prefer photoorganoheterotrophy as a way of life."

    Aber nicht uninteressant, was da sonst noch steht: "They are all photoorganoheterotrophs, oxidizing and assimilating a wide variety of organic compounds in the presence of light, including a number of aromatic compounds." Allerdings mögen sie´s offensichtlich reich an Organik, was unsere Riffaquarien eher nicht bieten können.

    Grüße

    Hans-Werner

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