Hallo zusammen,
Ich interessiere mich sehr für die Zeolith-Methode zur Nährstoff-Reduktion und zur Farbausbildung der Korallen – verfüge aber „nur“ über ein Percula-Becken. Somit mußte ich feststellen, daß es keinerlei Zeolith-Filter auf dem Markt gibt, welche in die Filterkammern dieses Produktes passen. Pech gehabt und Methode nicht anwendbar?! Nö – Eigenbau
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Eines vorweg – die Filterkammern des Percula sind bei mir komplett geflutet. Filterschwamm raus, Bacto-Ball´s raus – alles voll Wasser eben
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Damit der Filter in die Kammern paßt, habe ich einen Durchmesser von 90 mm für das Rohr gewählt. Wenn die Dimension in eine Richtung der Grundfläche die 94 mm nicht übersteigt (meine Messung), dann ist dieser Filter sowohl für die Kammer in der ursprünglich die Bactoballs ihr Zuhause haben als auch natürlich für die Klarwasserkammer passend.
Das Rohr für den Filter nebst Deckel, Siebplatte und Gestänge habe ich mir bei Meerwasser-Technik bestellt – Dank an dieser Stelle noch einmal an Herrn Klewinski! Dazu gab es noch die Grundplatten in den ursprünglichen Abmessungen 100 x 100 mm (6 mm stark) sowie diverse Kleinteile für Zu- und Ablauf. Das Ganze hat mich 80 Euro gekostet inklusive Versand.
Das Filterrohr hat also einen Durchmesser von 90 mm bei einer Wandstärke von 3 mm. Als Länge habe ich 350 mm gewählt. Inklusive Gestänge beträgt die Gesamthöhe 400 mm.
Am Rohr wurde in Höhe 315 mm mit einem 20 mm Stufenbohrer ein Loch für den Auslauf gebohrt. Anschließend habe ich ein kurzes Stück 20 mm Rohr nebst Winkel 90° mit Tangit eingeklebt.
Die Grundplatten habe ich auf Arbeit abfräsen lassen, so dass eine Fläche von 100 x 93 mm entstanden ist. Der Einfachheit halber – man kann es natürlich auch quadratisch auf 93 x 93 mm bringen
.
In eine der Grundplatten kommt eine Bohrung für den Zulauf. Hier habe ich eine 16 mm Bohrung ebenfalls mit einem Stufenbohrer ausgeführt. In diese passt dann der Klebestutzen für einen Schlauchzulauf 16/22 perfekt. Normalerweise würde ich hier einen 12/16 Stutzen empfehlen – aber ich hatte nichts anderes und mit warmmachen bekommt man einen 12/16 Schlauch auch auf oben genannten Stutzen
… Stutzen mit 90° Winkel auf der späteren Innenseite habe ich ebenfalls mit Tangit eingeklebt.
Ferner werden an den Ecken beider Grundplatten noch Durchgangsbohrungen von 5,3 mm angebracht – für Verschraubungen M5.
Damit ist das Ganze schon fast fertig - das Rohr wird mit Acrifix mit der Grundplatte verklebt – bleibt die Pumpe, welche nicht wie bei üblichen Filtern aus Platzmangel „daneben“ angeordnet werden kann – sondern irgendwie darunter muss… Also habe ich das Konstrukt auf Stelzen gestellt
… Einfache 15 x 15 mm PVC-Profile von Conrad, diese auf 170 mm abgelängt, 4,2 mm Kernbohrungen auf beiden Seiten und ein M5 Gewinde eingeschnitten. Dann alles mit M5 Kunststoffschrauben verschraubt. Sieht dann wie im Bild dargestellt aus.
Als Pumpe wird bei mir eine Eheim Compact 600 zum Einsatz kommen. Maximal gedrosselt auf 150 l/h. Im Prinzip würde aber nach meiner Meinung eine Compact 300 (für das Percula 90 zumindest) ausreichen.
Noch kurz was zu den Daten. Abzüglich des Gestänges und mit Berücksichtigung der Höhe bis zum Auslauf hat der Filter ein Fassungsvermögen von maximal 1,35 Litern. Also mehr als ausreichend für das Percula 90
. Theoretisch kann das Reaktorrohr auch noch 50 mm länger sein, was dann etwa 1,6 Liter Nutzvolumen maximal bringt. Maße sind dann entsprechend anzupassen. Vielleicht interessant für Betreiber des Percula 120 – obwohl ich da die Abmessungen der Filterkammern nicht kenne und das Ganze vielleicht eh obsolet ist.
Viele Grüße aus Nürnberg
Stefan
