Deckenlast - die Xte

  • Hallo,

    heute abend hat es mir echt die gute Laune genommen. Seit Tagen plane ich ununterbrochen mein neues Becken in der Größe 120x80x60 mit Technibecken 70x50x45. Ich habe alleine bei der CAD-Zeichnung in 3D einge Jahre am Ende meines Lebens verloren, weil das Programm nicht so wollte, wie ich....

    Und jetzt kommt auf ein mal Jemand auf die Idee, dass die Decke mein neues Becken nicht aushalten kann.
    Also Maße zum Becken und Technikbecken stehen oben.

    Ich hab jetzt gegoogelt und in diversen Foren gesucht.. Doch da geht es meist um Altbauten oder Holzdecken..

    Zum konkreten Fall:
    Ich wohne in einem Haus, dass 1995 errichtet wurde. KEIN Fertighaus. Das Haus ist Unterkellert und komplett mit Fliesen bestückt. Das Becken soll auf das 1. Obergeschoss. Hier ist eine Betondecke vorhanden (für mich als Laien). Die Räume werden über Fußbodenheizung aufgewärmt. Hinter dem gewünschten Ort befindet sich direkt eine Wand. Jedoch ist rechts und links keine Wand d.h. das Becken steht in der Mitte der hinterliegenden Wand. Diese Hinterliegende Wand geht bis in den Keller und bilder von der Doppelhaushälfte quasi die Verbindungswand zur anderen Doppelhaushälfte.

    Ich weiß, dass eine pauschale Beurteilung wohl kaum möglich ist, aber muss ich mir bei diesem ja doch noch relativ neuen Gebäude sorgen über die Deckenlast von ca 800KG machen?

    Was würde im worse-case passieren? die Decke würde doch nicht etwa einstürzen oder?

    Gruß
    Marcel

  • Hallo,

    dass das Becken nicht in der Ecke stehen soll ist von Vorteil, da so der Estricht nicht so bruchgefährdet ist. Durchkrachen wird das Becken bei fachgerechter Bauausführung nicht. Es droht allerdings ein Schaden am Estricht und als mögliche Folge ein Wasserschaden. Durch die Fußbodenheizung ist es schwierig Fundamente bis auf die Betondecke zu gießen (größeres Loch in den Estrich bohren, Dämmung entfernen und Loch mit Estrich füllen). Erfahrungsgemäß sind Becken bis 400 Liter ohne Technikbecken - also Gesamtgewicht 600 kg - in Neubauten kein Problem. Es droht allerdings bei nicht hundertprozentiger Bauausführung der Estrich zu brechen und daraus resultierende Folgeschäden. Bei dir mindestens Risse in den Fliesen.

    Gruß
    Frank

  • Hallo Marcel,

    also fangen wir mal so an da ich von beruf polier bin will ich nicht sagen das ich dir 100% sicherheit geben will aber ich sag mal so. Wenn wir einen Neubau erstellen müssen wir ja auch die paletten mit steinen auf die decke stellen ( gewicht ca. 800-1000 Kg pro palette ) und davon nicht nur eine palette, auch wenn die abstützung unter der decke weg ist. Also sagen wir mal so die rohdecke trägt das gewicht ohne probleme, nur wie frank schon geschrieben hat es können risse in den Fliesen enstehen, durch die dämmung und die fußbodenheizung, was dann zu wasseraustritt aus dieser sein kann. Am besten an der stelle wo das AQ stehen soll denn estrich öffnen und bis auf die rohdecke dämmung raus und nur estrich rein. Hoffe konnte dir etwas von deiner angst nehmen.

    Gruß
    Axel

    Grüsse

    Tina und Axel

    1,60x0,70x0,65 Giesemann Moonlight 2x250Watt/2x30Watt T8, 1000 Liter H&S Abschäumer, Tunze Rückförder 1073.040, Tunze Controller 7096 mit 2x6055,6095,6105

  • Niemand hier wird dir da wirklich helfen können. Aber vielleicht hilft Dir das es von den Gegebenheiten bei mir genauso aussieht wie bei Dir.
    Hier steht ein Becken mit 190x80x65. Steht seit nem Jahr. Nix gebrochen, Silikonfugen an den Wänden zeigen keine Risse o.ä.. Bei Deiner Beckengröße würde ich mir mal gar keine Sorgen machen...

  • Hallo,

    unser Estrich inkl. Fußbodenheizung (Neubau 2008) hat eine Tragkraft von 250kg/m².
    Mein Untergestell wurde vor dem Einbringen des Estrichs direkt auf die Betondecke gemauert. Mein Kachelofen allerdings (hat ca. eine Tonne) wurde nachträglich mit Hilfe einer Druckausgleichsplatte auf den Estrich gemauert.
    Nur so als Beispiel.

    mfg
    Ed
    meine Tippfehler ergeben, in der richtigen Reihenfolge, ein Bierrezept.:face_with_rolling_eyes:

  • Hallo alle zusammen,

    ich kann nach meinem Dafürhalten nur dazu plädieren entweder in den Bauunterlagen nachzusehen oder einen Statiker kommen zu lassen.
    Denn auch wir bewohnen ein Haus das erst 8 Jahre alt ist und massiv gebaut ist. Trotzdem hat mir der Statiker geraten, da er keine Unterlagen zur Hand hatte die Decke nicht mit mehr als 250kg/qm zu belasten...und da bin ich selbst mit meinem 60 er Würfel schon weit weit davon entfernt. Und er hat mir damals auch gesagt, dass eine so genannte Durchstanzung durchaus passieren kann ... dann findest Du Dein Becken eine Etage tiefer wieder...

    Und Du darfst nicht vergessen, bei gut 7ool Meerwasser wirst Du letztendlich mit Beckeneigengewicht, Sand, Steinen etc. knapp EINE TONNE da stehen haben! Und das auf einer Fläche von 0,96 qm....EINE TONNE AUF EINEM QUADRATMETER!
    Sicher KEINE Standardbelastung für eine Decke!

    Ich wüde auf Nummer sicher gehen und mir das vom Statiker ansehen lassen, kostet wahrscheinlich so 200 Euronen, die fallen aber bei ungefähr 5000 bis 7000 Euronen die Du in Dein Schmuckstück ungefähr investieren musst bis es fertig ist auch nicht ins Gewicht aus meiner Sicht...und Du kannst ruhig schlafen!

    LG
    Daniela :wink

    Einmal editiert, zuletzt von elasalsera (17. Januar 2009 um 19:36)

  • Hallo Marcel,

    wir haben es auch nicht riskiert ein so großes Becken aufzustellen. Wir haben uns für 120x70x50 aus leichtem Plexiglas mit sehr kleinem Technikbecken entschieden. Gesamtgewicht knapp unter 500 kg und wir waren anfangs etwas unruhig ob alles hält. Die möglichen Folgeschäden stellen meiner Meinung nach ein zu großes Risiko dar. Ich kenne auch Fälle, wo der Estrich gebrochen ist und das Aquarium in Schieflage geriet und nur glücklichen Weise nicht zersprungen ist. Vom Durchstanzen eines Beckens habe ich noch nichts gehört. Meine Empfehlung zu einem leichteren Becken kostet dir aber auch keine 200 €, aber ich trage für die möglichen Schäden auch nicht die Verantwortung.

    Einmal editiert, zuletzt von premnas-bicolor (18. Januar 2009 um 11:36)

  • wenn man jedoch mal anders an die Sache geht..................wenn ich Gebutrstag feier..............dann sitzen auch 10 Erwachsene a´ ca. 80kg (800kg) + Stühle und gedeckten Tisch auf ca. 2-3qm!!!

    oder nich? :grinning_squinting_face:

    :winking_face_with_tongue: von Durchstanzung hab ich allerdings auch noch nix gehört und wenn das Becken dann noch an der Wand steht?!
    Meins steht auch im Ersten Stock (160x60x60) jedoch an 2 Wänden!

  • Hallo Marko,

    das hast du genau richtig erkannt. Die angesetzte Verkehrslast ist genau deshalb so "niedrig" 150kg bzw. 250kg pro m² weil man eben von einer ausreichenden Querverteilung ausgeht. Jeder Raum ist also in etwa der Grundfläche mal 150kg belastbar. Dazu kommen dann Sicherheiten etc. Die Berechnung erfolgt ja auch nicht anch dem Grundsatz "und danach stürtzt die Decken ein" sondern man errechnet die Tragfähigkeit in erster Lienie anhand der Durchbiegungsbeschränkung. In etwa 1/300el. Wird die Belastung größer, biegt sich die Decke mehr durch. Das können in Feldmitte schnell mal 2 bis 3 cm sein, und das bei Stahlbetondecken! Kurz, bis 800 kg bei einmaliger Last im Raum und Aufstellung an der Wand würde ich mir noch keine Gedanken machen, zumindest nicht was das Durchstanzen angeht. Ich gehe sogar ein noch größeres "Risiko" ein. (1000kg) Was allerdings immer passieren kann, das sich der Estrich, wenn schnlecht ausgeführt, senkt. wenigstens um 2 bis 3mm. Ob die Fugen das aufnehmen oder nicht, ist dann die Frage. Eine große Badewann mit Wasser gefüllt, daneben ne Waschmaschine mit 120kg wiegt ja auch schon einiges, und hier gelten keine anderen Verkehrslasten als in der Abstellkammer wo nur Staubsauger und Besen stehen! Keine Angst!

    Zum allg. Verständis. Bei der Berechnung spielen meistens die Verkehrslasten noch nicht einmal eine so große Rolle. Der Deckenaufbau selbst wiegt viel mehr, also Stahlbetondecke + Estrich + leichte Trennwände etc.

    Lg
    Stefan

  • Hallo,

    um mal von meiner Seite her hier einen "Stop" rein zu bekommen..
    Ich habe mir gestern abend die Hausunterlagen rausgesucht und ich habe an der Decke eine Belastungsgrenze von 1.320 KG...
    Also kann ich das Becken ohne Bedenken aufstellen

    Gruß
    Marcel

  • Also ich hatte fast das gleiche Problem, ich hatte den Architekten kontaktiert. Ihm alle Infos rübergemail, er hat dann nach Rückfrage mit den Estrichmenschen mir ein schriftliches Go gegeben. Das alles for free!
    So kann mir der Vermieter im Ernstfall (Estrichbruch oder ähnliches) nicht in Regress nehmen.


    Gruß
    Systemfloh

  • Hallo

    denke über 1000 kg/m² sind selbst für ein Lagerhaus schon zuviel angenommen. Üblich sind 500 kg/m² erhöhte Verkehrslast
    (Gewerbe), sonst 250-300 kg/ m² für Wohnräume. Ich würde den Estrich trotzdem im Bereich des Beckens
    rausnehmen , ggf. die FBH in dem Bereich entfernen oder zumindest das ganze ohne Dämmung mit Epoxid -Quarzsand-
    Estrich auffüllen. Wenn Du dir sicher bist , mindestens 5 cm Estrich auf einer trittfesten Dämmung (min PS22/20) zu haben,
    würde ich nichts machen. Aber wer war beim Estrichlegen schon in jeder Ecke dabei ?(.

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