• Hallo,
    hier ist ja gar nichts mehr los !! Mich würde mal intressieren was eure Pferdchen so machen.
    Bei mir läuft es nach wie vor ganz gut mit den Pferdchen. Und wie siehts bei euch mit dem Nachwuchs aus ?

    Schönen Gruß
    Andi

  • Zitat

    Original von use
    Hat das Silberkolloide Wasser eine gängige Handelsbezeichnung mit der eine Apotheke etwas anfangen kann?

    Hi Uwe, schau mal, Du kannst das kolloidale Silber hier kaufen: klick mich

    @all: ansonsten glaube ich ebenfalls, dass diese Entzündungen mit der Wasserqualität zusammenhängen. Meine Nachbarin hat adulte reidi NZ von mir (2 Männchen und 1 Mädel, das aber noch nicht balzen will. Die Männchen hatten also noch nie einen vollen Babybauch.) Da sie Anfängerin ist, kontrolliere ich regelmäßig die Wasserqualität. Vor ein paar Wochen hat sie aus Unwissenheit eine größere Menge frisches Lebendgestein ins Aquarium (also keine eingefahrenen oder konditionierten Steine). Innerhalb von 1 Woche bekamen beide Männchen eine beginnende Brutbeutelentzündung, die sich zuerst durch Einkicken des Schwanzes nach vorne zeigte. Da sie die Steine auch nicht gespült hatte, befanden sich mit Sicherheit totes Getier in den Steinen mit der Folge das die Wasserwerte kurzfristig den Bach runter gingen. Ich habe ihr dann gesagt, sie soll 90 Prozent Wasser wechseln und danach wöchentlich 40 Prozent bis die Wasserwerte wieder im optimalen Bereich sind. Daraufhin haben sich die Beschwerden der Pferdchen deutlich gebessert. Ganz weg ist es aber noch nicht. Was mich wie gesagt wundert, keiner der Jungs war schon mal tragend, obwohl sie sich täglich mit ihrem Balzgehabe einen Affen machen.

  • Zitat

    Original von mela
    Hallo,
    hier ist ja gar nichts mehr los !! Mich würde mal intressieren was eure Pferdchen so machen.
    Bei mir läuft es nach wie vor ganz gut mit den Pferdchen. Und wie siehts bei euch mit dem Nachwuchs aus ?

    Schönen Gruß
    Andi


    Hallo Andi,

    besonders toll schaut's nicht aus bei mir :frowning_face:

    Hab zwar noch 4 adulte Tiere, aber mein großer Campino ist kürzlich gestorben, und von den 10 Fohlen des ersten Wurfs Juli find ich nur mehr 5. Campino hatte wieder Eier getragen, die Männer von dir müssen offenbar noch auf den Geschmack kommen. Paarung hab ich bei ihnen noch keine gesehen. (Campino ist übrigens fast 5 cm groß geworden. Ich dachte immer, die Zwerge werden nicht größer als 3,5 cm?)

    In der Zwischenzeit gab's 2 Monate lang ein ziemliches Problem mit Cyanobakterien. Das hatte ich mit dem Austausch des Bodengrunds schließlich wegbekommen. Dann hab ich endlich eine Handvoll Zostera noltii aus Kroatien gekriegt (kleines Seegras wollt ich schon lang), aber es ist gekommen wie ich's befürchtet hab: Faulende Rhizomteile - Schwefelbakterien - absterbende Nitrifikanten - Cyanos. Diesmal beschränkt sich der Cyanobefall Gott sei Dank nur auf den Bereich, in dem ich das neue Seegras eingesetzt hab, und mit fleißigem Absaugen des dort anfallenden Detritus bekomm ich die roten Schmieralgen hoffentlich schneller weg als beim letzten Mal.

    Die Pferdchen scheinen sich von den Cyanos nicht wirklich stören zu lassen, aber das ganze Klima im Becken wirkt halt nicht so wirklich gesund.

    Außerdem ist mir letzthin aus Unachtsamkeit meine Moina salina - Zucht gekippt. Die Sicherheits-Parallelkultur hatte ich aus Platzmangel vorübergehend aufgelassen. Eine Nachbestellung in Deutschland (du kannst dir denken, wo) war diesmal absolut unbefriedigend. Bei den 50 Flöhen, die im Sackerl gewesen sind, komm ich inklusive Versand auf 50 Cent pro Stück, und es wird ewig dauern, bis ich da wieder was entnehmen kann. Ich hoff, dass mir diesmal mein wiener Zoohändler helfen kann, er hat eine mögliche Quelle ausgemacht, aber die liefert halt erst in frühestens 10 Tagen.

    Die Copepodenzucht läuft zwar gut, gibt aber trotzdem nicht soviel her, dass die Pferdchen allein von den Cops satt werden.

    Jetzt gibt's als Hauptfutter nur frisch geschlüpfte Artemien, aber da hab ich den Eindruck, dass die auf Dauer auch nicht das Gelbe vom Ei sind. Außerdem ist die neue Charge Cysten scheinbar ein andere Sorte. Mir kommt vor, dass die Pferdchen sie nicht so gut verdauen können.

    Ja, das ist jetzt etwas länger geworden, aber so ist halt der Stand der Dinge bei mir. Net besonders toll, wie gesagt.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Bei mir siehts auch nicht so gut aus, habe wieder Tiere verloren und derzeit keine jungen. Irgendwie machen diese Pferde super viel Arbeit und ich überlege sie abzugeben. Ist alles viel Mühsamer da ich immer noch / wieder auf Krücken unterwegs bin

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Linda

    Außerdem ist mir letzthin aus Unachtsamkeit meine Moina salina - Zucht gekippt. Die Sicherheits-Parallelkultur hatte ich aus Platzmangel vorübergehend aufgelassen. Eine Nachbestellung in Deutschland (du kannst dir denken, wo) war diesmal absolut unbefriedigend. Bei den 50 Flöhen, die im Sackerl gewesen sind, komm ich inklusive Versand auf 50 Cent pro Stück, und es wird ewig dauern, bis ich da wieder was entnehmen kann.

    50 Moina für 25 Euro? Das kann doch nicht Dein Ernst sein, Linda :frowning_face: Ich kaufe die nur in Bigpacks und da sind viell. 20.000 oder 25.000 drin. Oder war das Paket zu lange nach Wien unterwegs? Die Moina haben ja einen extrem kurzen Lebenszyklus. Die würde ich mir von Deutschland aus nur mit Express nach Wien schicken lassen.

    Welche Copepoden züchtest Du denn? Hast Du keine Möglichkeit, ne Outdoorkultur anzulegen? (gemischte Calanoida, Tisben, Tiggerpods) Ich habe um diese Jahreszeit immer so an die 500 Liter Zooplankton in meinen Outdoorkübeln und die stehen proppe dicht. Du kannst mir gerne ne Mail an angi@megasite.de schreiben falls Du Hilfe bei der Cops-Zucht benötigst.

    A-Nauplien halte ich nicht gerade für dauerhaft geeignetes Futter für die Zosterae. Meine bekommen überhaupt keine Artemien. Nur verschiedene Copepoden, sehr kleine Mysis, Garnelenlarven, Moina.

  • Zitat

    Original von angi
    50 Moina für 25 Euro? Das kann doch nicht Dein Ernst sein, Linda :frowning_face: Ich kaufe die nur in Bigpacks und da sind viell. 20.000 oder 25.000 drin. Oder war das Paket zu lange nach Wien unterwegs? Die Moina haben ja einen extrem kurzen Lebenszyklus. Die würde ich mir von Deutschland aus nur mit Express nach Wien schicken lassen.


    Hallo Angi,

    danke für deine mitfühlende Antwort :smiling_face:

    Es war ein Litersackerl, und beim ersten Mal vor zwei Monaten war ich auch sehr zufrieden mit der Menge. Diesmal halt nicht. Und nein, es waren keine Leichen im Sackerl. Die Flöhe waren 2 Tage unterwegs und sind fit in Wien angekommen

    Zitat

    Welche Copepoden züchtest Du denn? Hast Du keine Möglichkeit, ne Outdoorkultur anzulegen? (gemischte Calanoida, Tisben, Tiggerpods)


    Ich hab so ziemlich die gleichen Copepoden wie du schreibst, auch großteils in gemischten Kulturen, allerdings indoor. Vor einiger Zeit hab ich zusätzlich ein 90 Liter-Wanndl im Garten aufgestellt für Tiggerpods. Aber auch da dauert's ein bissl, bis sich das so recht entwickelt. Vorigen Samstag hab ich wenigstens schon ein paar Krebsln rumwoiseln gesehen. Aber mein Garten ist am anderen Ende von Wien, ich komm nur am Wochenende hin. Eine andere Möglichkeit zur Outdoor-Kultur hab ich leider nicht.

    Zitat

    Ich habe um diese Jahreszeit immer so an die 500 Liter Zooplankton in meinen Outdoorkübeln und die stehen proppe dicht. Du kannst mir gerne ne Mail an angi@megasite.de schreiben falls Du Hilfe bei der Cops-Zucht benötigst.


    Das ist sehr lieb von dir. Die Cops gehen wie erwähnt eh ganz gut, aber es fehlt einfach der Platz für noch mehr Zuchtboxen. Das hab ich ein bissl unterschätzt. Mit den Moinas wird's dann wieder besser werden, die sind doch ein bissl größer als die Copepoden, da sind die Pferdchen schneller satt.

    Zitat

    A-Nauplien halte ich nicht gerade für dauerhaft geeignetes Futter für die Zosterae.


    Alisa Wagner-Abbott empfiehlt sie als Hauptfutter, aber ich hatte von Anfang an vor, Artemien bestenfalls als Ergänzung zu geben. Jetzt bin ich froh, dass ich welche hab.

    Vergangene Woche war ich bei einem Vortrag über die Zucht von Seepferdchen, da ist mir klar geworden, was so heikel ist an der Artemiafütterung. Seit 2 Tagen verfüttere ich nicht nur die frisch geschlüpften Nauplien, sondern auch solche, die einen Tag lang mit Selco angereichert wurden. Nur ist das halt sehr mühsam.

    Meinen Bestand von 9 Pferdchen möcht ich auf Dauer eh nicht ausweiten, somit hoff ich ja doch, dass ich mit den vorhandenen Zooplanktonzuchten durchkomm. Vor allem, wenn ich einmal pro Woche eine ordentliche Portion Tigriopus vom Garten holen kann. Bin halt neugierig, wie das im Winter sein wird, wenn ich das Wanndl in das gerade frostfrei gehaltene Gartenhaus übersiedel.

    Zitat

    Meine bekommen überhaupt keine Artemien. Nur verschiedene Copepoden, sehr kleine Mysis, Garnelenlarven, Moina.


    Meine Zwergerln halt ich gemeinsam mit Roten Hawaiigarnelen. Die tun den Pferdchen garantiert nix, aber sie vermehren sich halt auch nicht so rasant, dass man von einem Futterreservoir reden könnte.

    Sprichst du da von tropischen Mysis? Ich hab versucht, Nordseemysis zu züchten, aber das war äußerst aufwändig und alles Andere als effizient. Mit den tropischen ist es bei weitem besser gegangen, aber da hab ich Sorge, dass die adulten Schwebegarnelen neugeborene Fohlen anfallen. Pferdegarnelen hab ich ebefalls seit kurzem. Aber auch da fürcht ich, dass überlebende Larven als ausgewachsene Garnelen an die Pferdchen gehen. Mit Flohkrebsen ist es das Selbe. Da ist die Vermehrungsrate enorm, aber sie essen nicht nur Detritus.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi,

    @ Peter

    bei dem Vortrag über die Seepferdchen Zucht hat Dr. Abed-Navandi auch ein Mittel gegen Hydroidpolypen erwähnt.
    Hab ihn jetzt nochmal angemailt diesbezüglich.

    das medikament heißt fenbendazol, 1-2mg/L fenbendazol wirkt langsam toxisch auf hydropolypen. dauert ca. 1 woche bis sich was tut.
    Gibts um Pferde etc. zu entwurmen beim Tierarzt, Lagerhaus, ...

    Nach seiner Aussage unbedenklich bei Pferdchen. Seine Aussage bezieht sich aber eher auf reidi und kuda. Da er noch keine zostrae gehalten hat.
    Hoffe das hilft weiter.

    LG,
    Wolfgang

  • Zitat

    Original von Linda
    Sprichst du da von tropischen Mysis? Ich hab versucht, Nordseemysis zu züchten, aber das war äußerst aufwändig und alles Andere als effizient.

    Hallo Linda,

    ich meinte Nordseemysis. Davon bekomme ich manchmal (leider viel zu selten) Babies. Aber die gebe ich natürlich nicht in ein Becken, wo Fohlen-Neonate schwimmen. Derzeit finde ich in einigen Planktonkübeln immer wieder Palaemon Larven und die Tigerpods fangen bereits an, sich im Bodenmulm zu verkriechen. Lediglich die größeren Calanoida aus gemäßigten Zonen tragen Eier bis weit in die ersten Fröste hinein. Ich lebe in einer klimatisch nicht gerade begünstigten Gegend. Da kann es schon mal eine Kaltperiode mit bis zu über minus 20 Grad Celsius geben, die einige Wochen andauert. Überlebt haben das die Tigriopus immer. Deshalb ein kleiner Trost. sobald Deine Gartenhaus-Kultur einmal steht, hast es auch Du einfacher. Ich kann mir den Stress gut vorstellen, wenn man Indoor nicht genug Platz hat. *daumendrück*

  • Hallo Angi, hallo @ all,

    na, ich bin neugierig, wie meine Tigriopus den ersten Winter im Gartenhaus überstehen werden. Nächstes Jahr wird's dann hoffentlich große Cops im Überfluß geben :smiling_face:

    Die Woche hab ich übrigens wieder ein(!) neugeborenes Fohlen entdeckt. Leider auch einen halbwüchsigen Guppy, der wohl durch das Verbindungsrohr zum Phytoplanktonbecken den Weg in die Pferdekoppel gefunden hat. Er muss schon ein paar Wochen im Pferdchenbecken wohnen, denn durch den Filterkorb wäre er mit seiner jetzigen Größe nicht gekommen. Er ist ausgesprochen scheu und verschwindet bei der geringsten Störung in das Caulerpadickicht. Ich hab vorderhand keine Chance, ihn da rauszukriegen.

    Weiß nicht, ob er eventuell ein paar Fohlen gleich nach der Geburt vertilgt hat. Das Kleine, das ich jetzt noch seh, ist höchstens 3 oder 4 Tage alt, also immer noch in einer Größe, um als Appetithäppchen im Guppymagen zu landen. Tut es aber nicht.

    Dieses Fohlen ist überhaupt ein Hit: Heute in der Früh hab ich es mitten in einem Fadenalgenbüchel gefunden und hab schon geglaubt, dass es sich da verheddert hat. Mitnichten. Es war auf der Jagd nach Copepoden, die sich zwischen den Fadenalgen in ziemlicher Menge finden.

    Auch von den dort ebenfalls vorhandenen Hydroidpolypen (ja, die hab ich vor 2 Tagen auch zum ersten Mal in der Pferdekoppel gefunden :-() hat es sich nicht irritieren lassen. Nach ein paar Minuten ist das Fohlen ganz ohne Hektik aus dem Buschen rausgeschwommen und hat sich's inmitten der größeren Pferdchen gemütlich gemacht. Meine - nach den Berichten in diesem Thread - anfängliche Sorge, dass H.zosterae sich nicht von selbst aus derartigen 'Fallen' befreien kann, find ich so also nicht bestätigt und bin sehr froh darüber.

    'The Survival of the Fittest' ist in diesem Zusammenhang gar kein schlechtes Prinzip.

    Die Hydroidpolypen saug ich ab sobald ich einen seh. Auf diese Weise hab ich sie aus dem Miniriffbecken auch wegbekommen. Wie sie in die Pferdekoppel gelangt sind ist mir allerdings rätselhaft. Dafür verwend ich eigene Gerätschaften, eine 'Infektion' ist in dem Sinn ausgeschlossen. Bloß Artemien verfütter ich in beiden Becken.

    Cops hab ich derzeit auch wieder genug, die Indoor-Zuchten sind in den letzten Tagen geradezu explodiert (danke für's Daumen Drücken :-)).

    Am Dienstag krieg ich - wenn's klappt - wieder Moina salina. Und diesmal hab ich auch jemand gefunden, der den Schatz mit mir teilt. Ein Backup im Raum Wien ist sehr beruhigend.

    Ich hoff nur, dass ich den Guppy doch bald einfangen kann - eventuell mit einer Futterfalle.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Zitat

    Original von Linda
    Dieses Fohlen ist überhaupt ein Hit: Heute in der Früh hab ich es mitten in einem Fadenalgenbüchel gefunden und hab schon geglaubt, dass es sich da verheddert hat. Mitnichten. Es war auf der Jagd nach Copepoden, die sich zwischen den Fadenalgen in ziemlicher Menge finden....

    Nach ein paar Minuten ist das Fohlen ganz ohne Hektik aus dem Buschen rausgeschwommen und hat sich's inmitten der größeren Pferdchen gemütlich gemacht. Meine - nach den Berichten in diesem Thread - anfängliche Sorge, dass H.zosterae sich nicht von selbst aus derartigen 'Fallen' befreien kann, find ich so also nicht bestätigt und bin sehr froh darüber.

    Liebe Linda,
    dann hat das Kleine Glück gehabt. Ich hatte in meinem Aufzuchtbecken einen dicken Batzen Chaetomorpha und hatte sorglos zugesehen, wie ein 7 Wochen altes Zosterae hinein schwamm. Nachdem ich das Kleine dann 2 Tage nicht mehr gesehen hatte, hatte ich den ganzen Algenpack vorsichtig zerpflückt. Ich fand das Fohlen dann ziemlich in der Mitte des Algenwustes verendet. Es kam also nicht auf die Idee, das es nur rückwärts hätte "ausparken" müssen, sondern hat sich nur vorwärts gearbeitet. War ne traurige Erfahrung. Seitdem passe ich höllisch auf, das Chaeto und Co nicht überhand nehmen und nur ganz lockere Büschel bilden, die ich komplett optisch kontrollieren kann.

  • Hallo ihr Lieben,

    das Leben in meiner Pferdekoppel entwickelt sich schön. Aber leider nicht nur das, das ich mir gewünscht hab, sondern auch solches, dem ich mit großem Mißtrauen begegne. Bis jetzt hab ich gedacht, es sind Hydroidmedusen, weil sie entfernt an Geschlechtstiere von Süßwasserpolypen erinnnern.

    Sie vermehren sich ziemlich rasant, das Absaugen halt ich für keine Dauerlösung. Auf der Suche nach Alternativen hab ich jetzt festgestellt, dass es sich doch nicht um Hydroidpolypen handeln dürfte.

    Kann mir jemand von euch sagen, was das ist? Bilder davon hab ich auf meiner Website im Album diverse, derzeit 6. Reihe von oben, die 3 Bilder rechts (ich hoff, dass das nicht von Browser- und Bildschirmeinstellungen abhängt, es sind jedenfalls die Fotos, die mit 'seltsame Viecher' betitelt sind.

    Damals, im Garnelenbecken, hab ich sie mit einer Radikalkur (Becken ausräumen und desinfizieren) weggebracht, nachdem ich das Gefühl bekommen hatte, dass sie die Hawaiigarnelen als Mitbewohner nicht besonders mögen. Jetzt, im Pferdchenbecken, haben diese Wesen noch nicht die langen Nesselfäden (weil ich sie ja absaug, sobald ich eins seh) und scheinen den Fohlen auch nichts auszumachen.

    Aber es wär halt prima, wenn ich die Bevölkerungsexplosion auf natürlich Weise in den Griff kriegen könnt.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Ende voriger Woche hat das einsame Fohlen noch Gesellschaft bekommen, und die Futterzuchten gehen im Augenblick auch ganz ausgezeichnet :smiling_face:

  • Hallo Linda,

    ganz einfach die nächste Stufe der Hydroidpolypen, nämlich die Medusen oder in Umgangssprache Quallen. :angry_face:

    Das heißt, dass sich die Hydroidpolypen bei Dir im Becken - wo auch immer versteckt - schon so stark vermehrt haben, dass sie diese Menge Medusen bilden können.

    Ja, dass Sie meinen Seepferdchen - damals 2 - 6 cm großen Nachwuchs nichts tun, darauf war ich herein gefallen und hatte dann den ganzen Bestand verloren - siehe das neue Buch über Seepferdchen von Rudie Kuiter Seite 80 und 81.
    Seither kenne ich wenigstens meine Feinde.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hallo Elena,

    na, da freu ich mich :frowning_face:

    Aber sag: Was ist dann schließlich mit deinen Pferdchen passiert, dass du den gesamten Bestand verloren hast? Die Medusen sind ja bloß wenige Millimeter groß!

    Im vorigen Beitrag ist es vielleicht nicht so deutlich rausgekommen: Die Fotos stammen aus dem Garnelenbecken. In der Pferdekoppel sind es nicht so viele.

    Allerdings frag ich mich wirklich, woher die auf einmal herkommen. Wenn nicht von der neuen Charge Artemia (das liest man gerüchteweise immer wieder, ich kann's mir aber nicht wirklich vorstellen), dann höchstens von dem Seegras, das ich vor ein paar Wochen aus Kroatien bekommen hab.

    Mir fällt auf, dass sich diese Wesen bevorzugt in den Fadenalgenpolstern aufhalten, vermutlich weil sie dort besonders viele Copepoden vorfinden.

    Ich hab gelesen, dass Tanzgarnelen die Hydroidpolypen zum Fressen gern haben. Dann vergreifen sie sich doch auch an den Fohlen, oder?

    Gibt's sonst eine Alternative zur Absaugvariante?

    Es ist halt schwierig, unter diesen Umständen mit bewusst gesetzten Maßnahmen ein Gleichgewicht zu erreichen. Am Liebsten wär mir ja, wenn sich so etwas von allein regelt. Die Turbellarien sind ja auch fast zur Gänze verschwunden.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Danke für den Buchtipp. Hab's grad bestellt

  • Hallo Linda,

    das ist eine sehr lange Geschichte.
    Auf jeden Fall haben diese Quallen mehrere Lebensformen. Die Medusen selbst waren es nicht.
    Irgendwann waren alle Scheiben der 150 cm langen Beckens mit der Zwischenform = Polypen alle paar Tage komplett besetzt, so dass man kaum noch in das Becken sehen konnte. Die Menge des Nesselgiftes war dann doch zu viel.
    Aber das ist zum Glück lange Jahre her, denn es waren genug Tränen geflossen.

    Die Artemia und Nauplienfütterung begünstigt die Entwicklung.
    An Lebendgestein sehe ich öfter solche Tiere, aber in normalen Aquarien kommen sie kaum in irgend einer Weise zum Zug.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hi an alle!

    Guter Thread, sehr informativ :winking_face:

    Plane auch die Anschaffung von H.zosterae. Dauert allerdings nochn paar Monate bis ich soweit bin mit Infos Aq und so :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Wegen dem Futter hab ich ne Frage, würden sich nicht auch die Larven von Felsengarnelen als Futter eignen, sollen ja recht leicht züchtbar sein, oder sind diese nicht reichhaltig genug bzw. sind da die Larven für die zosterae schon zu groß?

    Werde mich ja erstmal an nem Ansatz Cops versuchen und schaun wie ich mit denen zurecht komme.
    Jedenfalls werd ich hier noch öfter reinschaun :winking_face:

    LG matthias!

  • Zitat

    Wegen dem Futter hab ich ne Frage, würden sich nicht auch die Larven von Felsengarnelen als Futter eignen, sollen ja recht leicht züchtbar sein, oder sind diese nicht reichhaltig genug bzw. sind da die Larven für die zosterae schon zu groß?


    Hallo Matthias,

    ich hol den Beitrag wieder hoch, vielleicht gibt's doch auch noch andere Ansichten ...

    Wie schon per Mail kundgetan glaub ich, dass selbst frisch geschlüpfte Larven der GGvJ zu groß sind für H. zosterae.

    Und weil ich die Fohlen im Elternbecken belass wär mir das Risiko zu groß, dass eine erwachsene Glasgarnele den Jungpferdchen gefährlich werden könnte.

    Halocaridina rubra ist eine gute Alternative. Auch wenn die nicht grad produktiv sind und ziemlich teuer, halt ich deren Larven für eine brauchbare Futterreserve, wenn's um Zwergseepferdchen geht. Die erwachsenen Nelen tun den neugeborenen Fohlen nix.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hi Linda!

    Das mit den rubra hab ich mir auch schon überlegt, auch als Besatz für mein Riff Nano. Vielleicht bestell ich mal welche, dann meld ich mich vorher falls du auch welche haben willst wegen der Versandkosten :winking_face:

    LG Matthias

  • Mein Becken ist wieder mit Hydroit Polypen und Quallen übersät, ich habe ewig keine Jungen mehr gehabt und bin runter auf 11 Pferde :frowning_face: habe diese nun in ein winziges Ablaichbecken umgesetzt und das in eines meiner Becken eingehängt. Der Würfel wird somit erneut leer gemacht und neu gestartet - das dritte mal nun ... oder schon das vierte ...???

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi!

    Na schade...
    Und wennst erstmal ein steriles Ami Becken aufbaust? Könnt mir vorstellen da drin hast das Polypenproblem wahrscheinlich leichter unter Kontrolle.
    Schaut zwar nicht schön aus, aber um den bestand zu sichern wärs doch nen Versuch wert.

    Jedenfalls toll das du da immer noch weitermachst :thup

    LG Matthias

  • Hallo Peter,

    danke für die Aktualisierung.

    Bei mir ist der Bestand immerhin von 4 auf 14 gestiegen und der Papa trägt wieder.
    Unser Fips ist allerdings schon das zweite Mal Witwer, hat aber schon wieder ein Auge auf ein kleines Mädel geworfen.

    Auch ich muss ständig aufpassen wegen der Hydroidpolypen.
    Wenn ich allerdings sehe, wie gerne die Zwergseepferdchen in den Gorgonien sitzen, dann gönne ich es ihnen gerne.

    Liebe Grüße
    Elena

    Elena Theys , 27374 Visselhövede, Bremer Straße 91 Meerwasseraquaristik mit Herz Seepferdchen24.de

  • Hi!

    Wär nur so ein Gedanke, aber ne Berghia Art würde nicht an die Polypen gehn, oder?
    Dachte mir nur weil die ja als glasrosenfressende Schnecken bekannt sind, ob die eventuell
    auch an die Polypen gehn würden und die Pferdchen dabei in Ruhe lassen
    nachdems ja eigentlich Nahrungsspezialisten sind.

    Oder fadenschnecken als Fressfeinde für die Polypen, die gehn da angeblich auch dran.

    Wie gesagt hab ich da jetzt keine Ahnung inwieweit diese Tiere da helfen könnten und ob sie
    für die zosterae eine Gefahr darstellen würden.

    LG matthias!

    Einmal editiert, zuletzt von r2pre2 (1. November 2009 um 15:37)

  • Hallo ihr,

    ja, machen wir wieder eine Aktualisierungsrunde.

    Peter, mir tut's leid, dass du immer wieder solche Rückschläge hinnehmen musst. Wie kürzlich erwähnt hab ich mir auch Hydroidmedusen eingefangen. Bis jetzt hat das Absaugen ungefähr jeden zweiten Tag zumindest den Erfolg gebracht, dass sie augenscheinlich nicht mehr werden. Meine Pferdekoppel ist halt überschaubar mit ihren bloß 54 Litern.

    Nach wie vor bin ich auf der Suche nach natürlichen Polypenvertilgern, die aber die Fohlen in Ruhe lassen. Die Ohrenschnecken aus dem Miniriff haben die geringere Dichte im Pferdebecken scheinbar nicht vertragen, oder sie brauchen einfach eine behutsamere Anpassung. Sobald sich der Ohrenschneckenbestand im Minibecken wieder erholt hat werd ich's noch einmal versuchen. Mir wär ansonsten unklar, wohin die Hydroidmedusen gekommen sind, die ich vorübergehend im Miniriff hatte. 100% durch Absaugen wegzukriegen halt ich für nicht realistisch.

    Wieviele Pferdchen jetzt insgesamt bei mir wohnen kann ich gar nicht sagen, weil etwa alle 2 Wochen Jungfohlen auftauchen und das Caulerpadickicht eine genau Zählung unmöglich macht, besonders dann, wenn die Kleinen nach einer Woche die Farbe wechseln. Gestern hab ich eine grobe Bestandsaufnahme gemacht und 21 Tiere verschiedenen Alters gefunden. Ein bisschen mehr werden's bestimmt sein, aber es ist schon so, das von jedem Wurf nur die fitesten Fohlen durchkommen.

    Mit einer morgendlichen Fütterung pro Tag (2 Tage alte mit Selco angereicherte Artemien und gemischte Copepoden mit Moina) bring ich jetzt eine solche Futterdichte zusammen, dass ich am Abend immer noch ein paar Krebse im Wasser hüpfen seh. Die Cops verziehen sich offenbar in die Caulerpas, denn die Fohlen seh ich auch abends noch nach Futter schnappen zwischen den Pflanzen - wenn ich zeitig genug vom Büro nach Haus komm.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo ihr!

    Zuerst mal: Schreckt euch bitte nicht! :winking_face:

    Meine Pferdekoppel ist seit Monaten nicht wirklich ein Augenschmaus. Aber ich bin froh, dass ich die Cyanos hab. Sie sorgen dafür, dass die Wasserwerte trotz des vielen Futters und des regelmäßig zusammenbrechenden Caulerpabestands top sind. Oder besser: Bottom

    Den Pferdchen machen weder die Schmieralgen was aus noch die Hydroidmedusen, die ich bisher leider noch nicht angebracht hab.

    Mittlererweile ist die Herde auf etwa 30 Tiere angewachsen, erst gestern hab ich wieder ein paar neugeborene Fohlen entdeckt. Die Futterfabrik läuft dem entsprechend auf Hochtouren.

    Nicht zuletzt wegen der Hydroidpolypen hab ich den Tipp eines Bekannten von vor ein paar Wochen aufgegriffen und jetzt mal versucht, die Strömung doch ein bissl zu verstärken.

    An sich heißt es, dass H. zosterae ruhigeres Wasser mag, deshalb hab ich bisher auch bloß die zwei Luftheber in Betrieb gehabt. Seit dem Wochenende aber sorgt eine zusätzliche Kreiselpumpe für etwas mehr Bewegung in der Koppel, vor allem in Bodennähe. An der Rückwand ist auf dem Boden ein Lochrohr verlegt, nur ein geringer Teil des Wassers wird an die Oberfläche geleitet. Trotz Drosselung auf 4 mm Schlauchdurchmesser wirbelt's ganz ordentlich.

    Entgegen den ursprünglichen Bedenken scheint das den Pferdchen aber sehr zu gefallen. Sie suchen die stark bewegten Zonen auf, um sich von der Strömung treiben zu lassen. In der Beziehung sind sie doch nicht soviel anders als die Reidis.

    Der erhoffte Effekt der stärkeren Strömung, nämlich dass sich der frische Detritus (hs. nicht gegessene Artemien) an den paar strömungsärmeren Zonen an der Frontscheibe absetzt, ist jedenfalls eingetreten. Da kann ich ihn leichter absaugen, und mit ihm auch die Hydroidmedusen, die sich bisher im gesamten Becken breit gemacht hatten.

    Aber jetzt zum aktuellen Video: http://www.youtube.com/watch?v=mTyXLdpslF4

    Leider ist meine Digicam nicht die ideale Videokamera. Aber ich versprech: Sobald das Becken wieder hübscher ist kauf ich mir eine Richtige.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Alle, die außer hier auch noch ins Riffaquaristikforum und/oder ins Biotopforum reinschauen: Sorry for crossposting.

    PPS: Seit ein paar Tagen füttere ich nach Möglichkeit auch noch abends. Die einmalige Futtergabe in der Früh war für die Menge an Tieren doch nicht optimal.

  • Hallo Linda,

    interessant und deutlich mehr Strömung als ich habe. Wie hast du den Wassereinzug gelöst? Das war mir bisher immer zu gefährlich...

    Wie oft fütterst du was am Tag ?

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    ja, ich hab mich ehrlich gesagt auch gewundert, dass die Zwergerln die doch recht starke Strömung ganz offensichtlich mögen.

    Die Kreiselpumpe ist eine JBLProFlow500, an die ich einen feinen Eheim-Filterschwamm angeschlossen hab. Zur Drosselung der viel zu starken Leistung hab ich quasi als Reduktionsventil ein Stück 6mm - PVC-Schlauch in das Filterauslaufrohr gesteckt und da noch einen 4mm - Luftschlauch hinein. Damit ist der Sog am Filterschwamm kein Problem.

    Aber wie erwähnt werden die Hydroidmedusen mitsamt dem Mulm nach vorne geblasen, sodass ich sie gut absaugen kann. Das ist mir wichtig, weil ich bisher noch kein geeignetes Mittel gegen die Medusen gefunden hab.

    Zur Fütterung: Eine Zeitlang hab ich jetzt nur 1x morgens Copepoden und Artemia gefüttert. Die Artemianauplien leben im Aquarium aber nicht lang und bilden dann (so stell ich's mir zumindest vor) bei der großen Menge für 30 Pferdchen die Nahrungsbasis für die Cyanos und die Hydroidpolypen.

    Außerdem ist kürzlich ein schon etwas größeres Fohlen gestorben, ich glaub, es hat zuwenig zu essen bekommen. Das und der allgemeine Eindruck, dass die Tiere etwas mager sind, hat mich vor ein paar Tagen wieder zu einer Fütterungsumstellung bewogen. Einen Teil der angereicherten Artemianauplien bekommen meine Pferdchen 1 Stunde bevor das Licht abgeschaltet wird.

    Die geeignete und ausreichende Fütterung ist wohl die Kardinalfrage bei der Haltung der Zostera-Pferdchen. Ansonsten kommen sie mir ausgesprochen robust vor.

    Wie geht's denn deinen jetzt? Hast dich entschlossen, sie zu behalten? Schon, oder?

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hey,

    sorry ich habe dieses Thema schon lange nicht mehr verfolgt... Jetzt habe ich nur ein paar seiten überflogen^^

    @ Peter,
    Hast du das Pferdebecken an andere Becken gekoppelt? Wenn ja, hast du dort auch Probleme mit den Quallen? Wenn Nein, warum nicht? spricht etwas dagegen?
    Wie schaut deine Technik am Becken aus? Hast du LS oder Keramik?

    Ich könnte mir sehr gut vorstellen, das wenn du das Mini-Pferdebecken an ein anderes becken koppelst, dann hast du eventuell keine Probleme mit den Quallen.

    Ich war eigentlich schon mal am überlegen, die kleinen zu halten. Was würdet ihr sagen braucht man, und was nicht? (sorry für thread-naping)

    So euch noch viel erfolg bei der Zucht! Und Peter, Kopf hoch! du und deine Freundin, ihr schafft das!

    Gruß aus dem kalten Norden, Niklas

    MfG Niklas

  • Hi!

    Soweit ich bis jetzt mitbekommen hab ist wohl eine gut funktionierende Futtertierzucht die größte Hürde bei den zosterae, versuche mich da selbst gerade dran, leicht is was anderes.

    Technik brauchst nicht viel, Im Prinzip reicht ein Luftheber mit Schwamm und ne entsprechende Beleuchtung.

    LG Matthias!

  • Hallo Matthias, hallo Niklas,

    die Minimalvariante mit einem luftbetriebenen Schwammfilter und einem ebenfalls luftbetriebenen Eck-Mattenfilter hat gut funktioniert solang nur 5 Pferdchen im Becken waren. Mit steigender Zahl und der folglich höheren Futtermenge hat es nimmer so recht gepasst. Weniger wegen der Wasserbelastung (Nitrat ist nicht nachweisbar), sondern wegen der Anzahl der gestorbenen Futtertiere, für die ich im Pferdebecken zu wenig Abnehmer hab.

    Borstenwürmer oder Flohkrebse würden bestimmt Abhilfe schaffen, aber ich trau mich nicht, welche einzusetzen. Speziell bei den Flohkrebsen in der Futterzuchtbox hab ich gesehen, wie die mit den tropischen Mysis verfahren sind, wenn sie eine erwischt haben.

    Ich weiß nicht, ob sie auch neugeborene Fohlen angreifen würden, aber ich möcht's vorderhand nicht riskieren. Andererseits denk ich mir, das im natürlichen Lebensraum der Pferdchen gerade solche Tiere vorkommen werden, und die haben die Zostera-Pferdchen auch nicht ausgerottet. Es ist trotzdem keine leichte Entscheidung.

    Niklas: Bei mir ist das Pferdchenbecken gekoppelt an ein bodengrund- und pflanzenloses 45 Liter-Aquarium, das ich eigentlich für die Zucht von Phytoplankton eingerichtet hab, um damit bei Bedarf die Kleinkrebse im Pferdecken zu versorgen. Dieses Becken wird mit einem Eheim 2211 gefiltert, wobei ein Teil des Rücklaufs über ein Pflanzgefäß mit einem Mangrovenbäumchen in die Pferdekoppel geleitet wird. Eiweißabschäumer verwend ich keinen.

    In dem Phytobecken wohnen mittlererweile etwa 20 Guppies und 4 Glasgarnelen. Irgendwann mal hab ich eine Hydroidmeduse entdeckt, die wahrscheinlich über den Verbindungsschlauch eingewandert ist. Die Guppies haben sie nicht gefressen, von den GGvJ weiß ich's nicht, aber ich hab sie jetzt schon ein paar Tage nicht gesehen. Jedenfalls sind Hydroidmedusen in diesem Aquarium keine Plage. Deshalb bin ich sicher, dass die Ausbreitung der Polypen und Medusen durch den frischen Detritus gefördert wird. Die Cyanos sowieso.

    Für die Pferdchen ist das alles offensichtlich nicht so schlimm, aber die Optik ist halt eine Katastrofe.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Eins der Fotos im Anhang zeigt den neuen Kreiselpumpenfilter und einen Teil der Verrohrung. Der Auslauf an der Oberfläche besitzt nur ein Loch mit 2 mm Durchmesser, das an der Rückwand über dem Boden verlegte Lochrohr dergleichen 6.

  • Hi,
    haben in Sulawesi Hippocampus pontohi gesehen.
    Die sitzen mit Vorliebe in senkrechten Wänden mit unglaublicher Strömung.
    Lassen sich, wenn sie Platz wechseln wollen im richtigen Moment los, und klammern sich dann am nächsten Platz an.
    Die meisten Fotos die ich gemacht habe sind völlig unscharf, weil ich selbst mit festhalten die Kamera nicht ruhig genug fixieren konnte.

    LG,
    Wolfgang

    PS: Bilder kommen noch, sind so viele....

  • Linda,

    leider muss ich nächste Woche wieder ins Krankenhaus, trotzdem versuche ich die Tiere weiter zu halten. Sind zwar nur noch 12 und derzeit in einem einhänge Becken in meiner Anlage. Der Würfel wurde die Tage neu gestartet - diesmal mit DSB. Hoffe damit die Wasserbelastung in den Griff zu bekommen. Mit Strömung überlege ich mit dann auch noch was - Zeit werde ich viel haben, nur Umsetzen der Ideen wird dauern.

    @Niklas
    Nope - Stand alone Becken. Koppeln ist nicht, da meine Stellagen jeweils volle Wände einnehmen und diese Becken für die Pferde zu Groß wären. In keinem meiner Paar Becken tauchen diese Quallen auf, aber keines wird so massive mit kleinem Lebendfutter gefüttert.

    Wolfgang
    gerne die Bilder !!! Kann mir vorstellen das einige der Pferde da auch echt abgetrieben werden? Wenigstens kommt das Futter per Express vorbei geflogen :grinning_squinting_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    ich führe seit 1 Jahr ein stabiles 30er Nano Meerwasserbecken, für ein großes Becken reicht leider das Geld nicht. Nun habe ich seit langem das Interesse an Seepferchen, doch da auch diese im normalfall recht große Becken brauchen habe ich mich leider dagegen entschieden. Nun habe ich in der aktuellen Koralle gelesen, das es eben die Hippocampus Zosterae gibt, die in kleinen Becken gehalten werden können.

    Ich habe zwei kleinere Becken, ein weiteres 30er Becken das ich als Planktonzuchtbecken missbrauchen wollte und ein 15er Becken, das für die Pferdchen geplant ist. An die einrichtung wollte ich mich an die Hilfestellung der "Koralle" halten.

    Die Technik hätte ich komplett zusammen, allerdings stellt sich mir nun die Frage, woher ich meine ersten Pferdchen herbekommen soll. Am Liebsten wäre es mir direkt von einem Züchter, da ich die Züchtung gerne mehr Unterstützen würde, als den direkten Import. Mein Zoohandel hat leider keine und denkt auch nicht, welche herzubekommen. Würde mich über eine antwort freuen.

    Gruß Wenky

  • Hi Denis & Wenky,

    lieb von dir, Denis, dass du Wenky drauf hinweist :smiling_face:

    Ich wollt nicht antworten, weil es ja auch in Deutschland Züchter gibt, die sich - nehm ich an - noch melden werden.

    Wenky: Oder du fragst direkt nach bei Andi (hier im Forum <Mela>). Der grenzüberschreitende Lebendtierversand ist schon eine teure Angelegenheit, und wenn's Alternativen gibt ...

    Selbstabholung wär ja überhaupt ein Hit. Aber gut, Tuttlingen klingt nach Schwaben, und Bochum ist da net grad um's Eck.

    Übrigens: Die aktuelle Koralle hab ich mir gestern bestellt, nachdem ich erfahren hatte, dass die Titelgeschichte von H. zosterae handelt. Darauf bin ich schon sehr neugierig.

    Liebe Grüße
    Linda

  • HI Linda

    ja ich war so frei :grinning_squinting_face: na wer was besonderes will muss auch nen kleinen Weg in anspruch nehmen :ylol ich kenn das ich sammel schöne SPS :smiling_face_with_sunglasses: und da muss man auch manchmal etwas fahren....ich trau den Versendern net ganz vor allem wenn es um kompakte Stöcke geht und bei empfinlichen Pferdchen würd ich nen Versand sowieso net in Anspruch nehmen.

  • Hi,

    danke schonmal. Tuttlingen liegt wirklich im Schwabenländle und liegt für alles Interessante zu weit entfernt *heul*. Der Lebendversand ist mir auch immer etwas zu Riskant, sowieso dann bei den kleinen Fohlen. Hmmm in die nähe von Bochum komm ich auch frühestens wieder im August wenn ich nach Köln fahre, und sonst sinds auch 2 Tankfüllungen. 250km ein Weg würde ich noch fahren, denn die Erfahrung mit dem Züchter nochmal direkt zu reden und die Anlegen genauer anzuschauen, sind unbezahlbar. Naja vieleicht findet sich ja doch noch jemand.

    Danke schonmal :smiling_face:

    gruß Manuel

    Einmal editiert, zuletzt von CrazyWenky (9. Dezember 2009 um 11:32)

  • Hi Manuel,

    dafür habt ihr wenigstens das Southside :wink

    Beleuchtung: ATI Sunpower 8x80 Watt T5,Strömung: 2x Tunze 6105, Abschäumer: RE Double Cone 180 mit RD3 speedy, Balling Zeo und blaue Flaschen nach Gusto
    Extra bavariam non est vita et si est vita non es ita


    Viele Grüße
    Stefan

  • Hi Manuel,

    was den Expressversand angeht glaub ich nicht, dass der den Tieren mehr Stress bereitet als wenn man sie selber abholt. Andi hatte die 4 Pferdchen so professionell verpackt, dass sie bei der Ankunft noch in der Transportflasche zu essen begonnen haben als es beim Auspacken hell wurde. Topfit waren sie sowieso.

    Mit dem Auto von Wien nach Bochum und wieder retour zu fahren wär auch für mich ein höheres Risiko gewesen, und mit einer Übernachtung bei der Heimreise wären wir auch nicht weniger als 24 Stunden unterwegs gewesen.

    Natürlich wär's interessant gewesen zu sehen, wie die Tiere beim Züchter gehalten werden. Aber hier in diesem Monsterthread gibt's eh auch Erfahrungsberichte. Auch weniger tolle, und das macht vermutlich den Unterschied zur Koralle aus. Auf die Titelstory bin ich wie gesagt gespannt.

    Liebe Grüße
    Linda

  • Hallo Linda,

    dann danke ich dir mal, ich glaub ich melde mich dann wirklich mal bei ihm. Bevor die ersten Tierchen dann noch kommen muss ich erst noch dafür sorgen, das mein 30er Becken für genügend Planktonnachschub sorgt (zumindest in den anfängen), damit ich die kleinen von anfang an gut ernähren kann und ihnen hoffentlich wieder ein gleichwertiges Zuhause bieten kann und eventuell im guten alten Schwabenländle irgendwann ein paar Interessenten bereichern kann :smiling_face:


    gruß Manuel

  • Hi,

    Andi hat keine Zosterae mehr. Er hat seinen gesamten Stock aus beruflichen Gründen abgegeben.

    Ich gebe erst Tiere ab, wenn der Stock wieder über 60 Tieren liegt. Gibt aber schon eine Warteliste.

    Einmal editiert, zuletzt von angi (10. Dezember 2009 um 01:44)

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