Cladiella - Vermehrung durch Ableger fehlgeschlagen

  • Hallo zusammen,

    hier vermehren viele erfolgreich ihre Wirbellosen. Ich habs jetzt auch mal versucht ...mit einer Cladiella... und es ist daneben gegangen.
    Beide Ableger habe ich mit einem scharfen Cutter vom Mutterstock glatt abgeschnitten. Dann einen Zahnstocker durch die Basis gesteckt, was sehr schwierig war, da sich das Tier sehr zusammenzog und das ganze Gewebe, naja, fast steinhart wurde. Vom Geruch mal ganz abgesehen :yrf. Dann mit Gummiband befestigt. Dabei nicht zu viel gespannt denke ich, aber so, dass die Schnittflläche des Ablegers Kontakt mit dem Pflanzstein (LS) hat.

    Erst haben die Ableger nur die "Ohren" hängen gelassen für zwei Tage, aber bei der Wunde dachte ich, sie brauchen halt länger, um sich zu regenerieren. Vom Polypenbild her auch nur mäßig geöffnet.
    Aber ab dem 3. Tag musste ich erkennen, dass sich das Gewebe rund um den Zahnstocher auflöste. Bei dem größeren der beiden Ableger habe ich den Zahnstocher entfernt und mit Sekundenkleber das Tier auf dem Stein befestigt. Heute war der Ableger so aufgelöst, dass er abfiel.
    Ein Ableger stand auf dem Riff im oberen Drittel, der andere auf dem Boden. Milde Strömung kam stetig aus einer Richtung von einer nanostream.

    Was könnte ich denn falsch gemacht haben?

  • Hallo Petra!
    Gleiche Erfahrung hab ich auch gemacht. Das scheinen echte Mimosen zu sein. Ich hab es letztendlich nur mit Gummiband gemacht und so, das es so locker war,um die Tiere nur vor dem wegtreiben zu sichern. Strömung so gut wie null.Es hat ca. 2 Monate gedauert, bis ich 2 von 5 Ablegern fest auf nem Stein hatte.

  • Moin,

    bei Weichkorallen und Scheibenanemonen nehme ich gern Kanülen von Infusionsspritzen (Gibts für kleines Geld in jeder Apotheke, ruhig etwas dickere/ stabilere nehmen). Einfach durchstechen und in den (porösen) Stein stecken. Da die Kanülen dafür gedacht sind Gewebe zu durchstechen geht dies recht einfach und ohne umliegendes Gewebe zu beschädigen/ zu quetschen.

    Gruß Tjark

  • Hallo zusammen,

    ist immer gut, mehrere Meinungen zu einem Problem zu hören. Danke für eure feedbacks. :smiling_face:

    Horst
    Bin ich also nicht allein mit den Anfänger-Problemen bezüglich Vermehrung meiner "Mimosen" :]. Da ich die Ableger mit dem Gummiband nicht verletze, denke ich ist diese Methode gut anwendbar, ebenso wie auch die von Tjark geschilderte Methode.

    @Tjark
    Sachen gibts, dein Tipp gefällt mir ebenfalls sehr gut :thup. Ich hab noch alte Spritzen bzw. Kanülen übrig vom Nachfüllen meines Farbdruckers. Das werde ich dann mal an der Cladiella anwenden.
    Leuchtet auch ein die Methode, da von den Kanülen viel weniger Verletzung im Gewebe angerichtet wird als durch raue Holzzahnstocher.

  • Hallo!
    Meine ersten Versuche waren auch mit Kanülen. Ich hab die Dinger nur nie in die Ablegersteine bekommen.:)

  • Ja, es müssens chon etwas dickere Kanülen sein, damit sie in einen porösen Stein reingesteckt werden können. Bei richtigen Ablebersteinen aus Riffkeramik und co. wird das nichts werden.. man kann halt nicht alles haben :winking_face:

    Tjark

  • So, die Ableger haben doch noch überlebt, und jetzt habe ich sie mit recht dicken Kanülen aufgespießt und in LS gesteckt.
    Horst, Ist wirklich nicht so einfach, eine große, tiefe Öffnung zu finden. Ausserdem hat sich eben eine Kanüle per Auftrieb selbständig gemacht. Mal gucken, wie lang die Sache hält und ob die Ableger den "Piekser" dieses Mal besser überstehen.

    Versuch macht klug... :winking_face:

  • Hallo Petra!
    Du hast aber auch echt süße Ableger.:) Bei meinen wäre die Kanüle nicht mehr zu sehen. Die sind wenn, fast Handgroß.:)

  • Hallo Horst,

    Zitat

    Du hast aber auch echt süße Ableger.smile

    Echte Minis eben :]. Warts nur ab, wenn se angehen sollten, plustern die sich noch ganz gewaltig auf.

    Aber mit der Anwendung der Kanülen hab ich doch so gemacht wie ihr, oder? Ob quer oder längs durch die Basis gepiekt, richtet sich nach Lage auf dem LS und den Öffnungen im LS, denk ich mal.

  • hi,

    das problem trifft auch den "experten" :face_with_rolling_eyes:....

    auch bei uns und anderen züchterfreunden ist es ein geduldsspiel, weiche zum anwachsen zu bewegen.

    je "schleimiger" sie sind, um so schlechter wachsen sie im allgemeinen an.

    noch n tip: auf die injektionsnadel vor dem anheften noch ne stückchen luftschlauch aufpieksen, dann lässt sich der ableger durch vorsichtiges herrunterziehen des schlauchteils leicht festsetzen und rutscht nicht durch ungewollte einflüsse an der nadel mal hoch/runter, sondern behält den kontakt mit dem stein.

  • Hi Joe,

    Zitat

    auch bei uns und anderen züchterfreunden ist es ein geduldsspiel, weiche zum anwachsen zu bewegen.

    danke für die aufmunternden Worte, und, ach da bin ich ja beruhigt, dass auch von den "Experden" immer wieder viel Geduld und Fingerspitzengefühl bei "zickigen Weichen" gefordert wird. :]

    Aber im Ernst: solche Aussagen von erfahrenen Züchtern helfen, die eigenen ersten Schritte in Sachen Vermehrung besser einzuschätzen und beim x-ten Fehlversuch nicht wie ein HB-Männchen in die Luft zu gehen und ....ähm... viel Geduld aufzubringen.

    Zitat

    noch n tip: auf die injektionsnadel vor dem anheften noch ne stückchen luftschlauch aufpieksen, dann lässt sich der ableger durch vorsichtiges herrunterziehen des schlauchteils leicht festsetzen und rutscht nicht durch ungewollte einflüsse an der nadel mal hoch/runter, sondern behält den kontakt mit dem stein.


    Genau das Hin- und Herrutschen an der Nadel ist mir schon passiert. Klasse Tipp, wird befolgt :thup.

  • Moin Joe,

    da hast du aber einen guten Riecher. :grinning_squinting_face:

    Wenn die Ableger bei uns angehen sollten, und der Mutterstock die Schnittstellen überlebt, möchten wir dir gerne den Mutterstock "zurückvererben". Vor ca. 8 Monaten bei dir gekauft, hat der sich so in Höhe und Breite gut ausgebreitet.
    Das hat nun dazu geführt, dass die Cladiella anderen Tieren Licht wegnimmt und bei Berührung mit der Nachbarschaft wie Röhrenkorallen und Krusten mit weißen vernesselten Stellen reagiert. Stille Kämpfe zwischen den Wirbellosen eben.

    Eine weniger ausladende und langsamer wachsende Koralle ist für unsere kleine 200 L-Pfütze daher geeigneter.

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