Anzahl Kleinstlebewesen erhöhen

  • Hallo und guten Tag,

    in mein jetzt 18 Monate altes 750l AQ habe ich vor ein paar Tagen einen Pterosynchiropus picturatus (LSD)eingesetzt.
    Der ist gerade mal 2,5cm lang und fühlt sich offensichtlich wohl. Den ganzen Tag pickt er an den Steinen. Das, was er frisst, ist so klein, dass ich es mit bloßem Auge nicht erkennen kann.
    Im AQ wimmelt es unter den Steinen von Mini-Garnelen. Auch Copoden und beige Plattwürmer gibt es reichlich. Aber die frisst er nicht - sind auch viel zu groß für den Kleinen. Frostfutter wie Artemia, Lobstereier und rotes Meeresplankton ignoriert er bisher völlig.
    Dazu meine Frage:
    Gibt es Lebendfutter für derart kleine Fische?
    Ist es möglich, die Anzahl der Kleinstlebenwesen, die von Pterosynchiropus picturatus gefressen werden, dauerhaft im AQ zu erhöhen?
    Grund: ich würde gerne einen Partner zusetzen, habe aber die Befürchtung, dass das im AQ vorhandene Futter dann langfristig nicht reichen könnte.
    Welche Erfahrungen habt Ihr diesbezüglich?

    Gruß
    Hermann

  • Hallo Hermann

    In einem gut laufenden 750 Liter-Aquarium sollte es eigentlich auch für ein Päärchen dieser Fischis genügend Kleinstlebewesen haben. Die Minigarnelen die du siehst werden tropische Mysis sein, Gamaruskrebse wird es sicher ebenfalls haben und da die sich ja auch selbsttändig vermehren, wird es auch Larven davon geben. Daneben wird es auch Copepoden, Euplotes und weis nicht noch was alles geben wovon sich die Mandarins und LSD's ernähren können und das alles sieht man im Becken von blossem Auge nicht. Sauge mal etwas von deinen Steinen oder von Bodengrund ab, legs unters Mikroskop und wirst noch vieles Plankton finden :winking_face:

    Gruss Ruedi

    Seit 23.2.2007 / Seit August 2017 stillgelegt
    AQ: L300,B150,H80 / CL Abyzz 4xA400 / Rückförderung A200 / LED AI HYDRA 52/ Genisis Bandfilter / Diakat B+ / JNS Abschäumer

  • Claude hat mir mal geraten, für die Mandarine jeden Tag etwas gefrorenes Cyclops eeze reinzugeben. Seitdem schmeiße ich einen halben Brocken täglich rein. Ob das was bringt, weiß ich allerdings auch nicht. Ich hoffe, es regt zumindest die Mikrofauna an. Mit etwas Glück bringt es einigen Filtrierern und den Mandarinen ja auch direkt etwas. Dem Mandarinpärchen geht es jedenfalls sehr gut. Evtl. hätten die aber ohnehin in dem gut 2 Jahre alten 1050er Becken genug gefunden.

    Gruß
    Stefan

  • Du brauchst in Deinem Becken nicht zufüttern, um darin zwei Mandarins halten zu können. Wenn Du schon schreibst, dass Du Kleintiere drin hast, dann sollte das kein Problem sein. Ich kenne ein 160-Liter-Becken, in dem seit drei Jahren ein Paar LSDs lebt und auch ablaicht. In dem Becken wird 90% nur Flockenfutter gefüttert.

    Meine beiden LSDs bekommen höchstens durch Zufall mal was vom Gefrierfutter. Beide sind trotzdem dick und rund und balzen jeden Abend. Ich weiß auch nicht was genau die fressen. Lebende Mysis werden meine Schlaftabletten wohl nicht erbeuten, aber der Belag auf den Steinen scheint Ihnen dafür gut zu schmecken.

  • Danke für die Infos.
    Dann werde ich es erst einmal weiter beobachten.
    Gut genährt sieht der LSD jedenfall derzeit aus.
    Gruß
    Hermann

  • Will man Kleinstlebewesen im Aqua fördern , sind Makroalgen vom grossem Vorteil.Besonders in kleinen dichtwachsendenn Arten wimmelt es nur so an Flohkrepsen und anderen Kleinvieh..Für Steinkorallenliebhaber ist das natrürlich nicht ganz einfach , aber ein Refugium kann hier gute Dienste leisten.
    Gruss
    Thomas

  • Hallo!

    Wenn Du regelmässig mit Staubfutter fütterst, kannst Du die Dichte an Kleinstlebewesen erhöhen!

    Schöne Grüsse,
    Michael

  • Hallo,

    habe mir deinen Link mal angeguckt (und das Video), leider ist mein Englisch sehr schlecht und das Video geht nicht bis zu ende, kannst du das Prinziep mir in deutsch erklären?

    MfG

  • Hallo,


    also du kannst die Anzahl wie schon geschrieben auf verschiedene Arten und Weisen erhöhen.

    a) regelmäßiges Füttern mit Planktonfutter ( Phytoplankton, Zooplankton, auch Staubfutter) fördert die Mikrofauna
    b) gezieltes einsetzen von Zooplankton das man auch ohne Microskop erkennen kann (Ansätze von T. californicus, Tisbe. oder andere Copepoden gibt es ja im einschlägigen Fachhandel)
    c) schaffen der geigneten Umgebung
    d) Refugium hier können sich Copepoden ungestört entwickeln und Nauplien und größere werden dann mit der Rückfrderpumpe ins Becken befördert.

    HAPPY REEFKEEPING


    schiwo

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