Pinzettfisch Beobachtung

  • Hallo,

    habe ein seltsames Erlebnis mit meinem Pinzettfisch - kennt das jemand:

    Der Fisch schwimmt seit ca 18 Monaten in meinem Becken, hat von Anfang an gut gefressen, gute Entwicklung (breite Rückenpartie, aktiv etc.). Niemals irgendwelche sichtbaren Krankheiten.
    Vor 4 Tagen über Nacht, ich sehe ihn morgens mit erhöhter Atmung in einer Ecke stehen, die Brustflossen (und nur die) stark zerfetzt, beide. Er schwimmt wie "gelähmt", nur leicht mit der Schwanzflosse. Mein Doc und er schwimmen eigentlich immer zusammen, er macht auch nichts. Ich hatte den Fisch fast abgeschrieben, er hatte eine gute Versteckmöglichkeit im Becken, wo er dann den ganzen Tag stand. Ich habe einen größeren Wasserwechsel gemacht und ihn gezielt gefüttert, er frisst fasst aus der Hand, und er hat das auch getan. Seit heute schwimmt er wieder normal im Becken, es geht ihm sichtlich besser. Was war das?

    Viele Grüße, Christian

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    1 Jebao Wavemaker 25

    1 Eheim Förderpumpe

  • Hm das kann sein - ich habe nämlich auch noch eine extra Luftpumpe mit Ausströmer installiert, nachdem die Atmung beschleunigt war. Aber die anderen Fische haben normal geatmet - und warum sind die Brustflossen dann so beschädigt?

    Viele Grüße, Christian

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  • Hallo Christian,

    nicht alle Fische haben den gleichen Sauerstoffbedarf. Bei den derzeit herrschenden Temperaturen, kann es manchmal vorkommen, dass einige Fischarten in Not geraten und evtl. dann ihren Mitbewohnern ihre "Schwäche" auch signalisieren. Dann werden solche Fische selbst von vorher "friedlichen" Arten angegriffen. Das beginnt dann häufig zuerst mit dem Zupfen an Schwanz- und Brustflossen, um die noch mögliche Abwehr des Opfers" zu testen. Unerklärliche Flossenschäden "über Nacht sind meistens das Ergebnis solcher Übergriffe. Ist dann die normale Schwimmlage des Fisches nicht mehr möglich, wird er weiterhin angegriffen und der Verlust ist dann absehbar.

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

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