Malachitgrün

  • Hallo!

    Zitat

    Im Großhandel haben wir das Aqua Safe direkt in das Süßwasserbad gegeben und anschließend das "richtige" Medikament ohne AquaSafe ins Q-Becken. So hat man beide Effekte und die Mittel beeinflussen sich nicht gegenseitig !

    Wenn bei mir oder Bekannten ein Fisch mal in den ersten Tagen, nach dem Einsetzen Krankheitsanzeichen zeigte, oder sich auf die Seite legte, mit verstärkter Atmung( so auch bei einigen Zwergkaisern), wurde dieser Fisch herausgefangen, in einen 10 Liter Eimer mit Beckenwasser, Sauerstoff über Lindenholzausströmer dazu, und dazu 3-4 fache Dosis Aqua Safe (das Aqua Safe vorher verrühren, bevor der Fisch in den Eimer kommt).
    Ich kenne die Wirkung vom Aqua Safe aus meinen Süsswasserzeiten, und habe damit schon so manchem Meerwasserfisch das Leben gerettet.
    Auch bei der Eingewöhnung der Fische im Eimer vor dem Einsetzen ins Becken, gebe ich immer Aqua Safe hinzu. Die Fische stehen damit deutlich besser.

    Soll keine Werbung sein, sondern nur meine persönliche Erfahrung! :grinning_squinting_face:

    Gruss!

    Einmal editiert, zuletzt von Michael Kuhn (13. Februar 2008 um 12:23)

  • Hallo Salvelinus

    Danke für die Infos. Ich kenne AquaSafe auch aus (noch) Süsswasserzeiten. Hab immer wenige Tropfen in den Transportbeutel gegeben, auch zur Stressreduktion. Sollte dies mit MW-Fischen wohl auch wieder tun.

    Hallo Adrian
    Habe Ektozon abgesetzt (bis jetzt keine Verschlechterung erkennbar), verwende nur noch Knobi und Vitamine und setze auf die Karten Selbstheilung und Geduld.

    Hallo Jens
    Danke für den Hinweis!

    Herzliche Grüsse - Monika

  • Zitat

    Original von Fischsuppe
    Hallo,

    hatte auch sehr starke Probleme mit allem Möglichen...und bei mir hilft Ektozon in Kombination mit Sera Costapur (Malachitgrün) sehr gut. Alle Fische sind auf dem Weg der Besserung. Zusätzlich läuft jetzt auch noch eine UV-Anlage.
    Grüße Markus

    Hi Markus, hi @ all,
    ein Medikament wie Malachitgrün einsetzen und gleichzeitig ne uvc laufen lassen!?! durch das uv licht werden doch die medikamente abgebaut und in der wirkung verringert ... zumindest hab ich das mal so von nem spezialisten gelernt. dieser meinte das man während einer behandlung sogar das normale licht abschalten sollte, damit die wirkung besser ist. fütterung des malachit ausgenommen, da gehts ja drum dass die fische das fressen und es von innen wirkt.
    oder hast du erst das medikament und dann die uv verwendet ... :O

    gruss
    gerd
    :wink

    Einmal editiert, zuletzt von happyday (12. März 2008 um 22:10)

  • Hallo Gerd,

    Ich habe UVC mit maximaler Durchflußrate laufen lassen und das Malachitgrünoxalat nur übers Futter verabreicht... Es ist wohl im Hauptbecken dosiert nicht unproblematisch....
    Salvelinus und Michael Kuhn habe darüber einiges diskutiert...UVC soll die Schwärmer abtöten...

    Letztendlich ist es mir wurscht. ich habe mich an Michaels Kuhns Anweisungen gehalten und das hat meinen Besatz gerettet...

    Ich war da auch erst skeptisch, weil es auch anders empfohlen wurde...

    M.f.G

    Markus

  • hallo markus,

    da spricht eh nichts dagegen, wie du sagst, es muss wirken, dann ist egal wie und warum. ich meinte nur, wenn das mittel ins wasser gegeben wird, dann wird es in verbindung mit dem uvc nicht so gut und wie erwünscht wirken.

    reagieren eigentlich die korallen nicht wenn man eine verhältnismäßig geringe dosis von den medikamenten über das futter reicht? schließlich ist da dann ja auch kupfer etc. drinnen???

    gruss
    gerd
    :wink

  • Hallo Gerd,

    meine Weichkorallen stehen nach wie vor super. Ich hatte aber auch die Dichte auf 1.018 abgesenkt und erhöhe jetzt langsam auf 1.021.
    LPS und SPS pflege ich überhaupt nicht. Die Korallen zeigen sich wiederstandsfähiger als meine Fische (die eigentlich Krankheitsresistent sein sollten)....

    Darüber hinaus habe ich auch einen sehr guten Abschäumer, der lt. Aussagen einiger hier für mein 1200 Liter-becken überdimensioniert ist. Seit dem Einsatz von UV ist der im Dauereinsatz und ich muß jeden Tag den Topf leeren.

    Die Fische haben das Malachitgrün gut vertragen, obwohl lt. Salvelinus Spätfolgen nicht auszuschliessen sind. Michael Kuhn konnte jedoch von keinen negativen Auswirkungen berichten.

    M.f.G

    Markus

  • hi markus,

    ok, weichkorallen dürften damit kein problem haben. wie sieht es bei steinkorallen aus? ich kann mir vorstellen, dass diese das nicht mitmachen!?!?

    weiß da wer bescheid bzw. hat da jemand erfahrung?????

    ich hab vor ein paar tagen von einem freund ein paar ableger bekommen, somit wäre es ab "jetzt" ein thema für mich .... :smiling_face:

    ich hab ja erst zwei fischis drinnen und es ist für mich kein thema im moment. allerdings denk ich ist sicher gut wenn man bereits im vorfeld das eine oder andere daheim hat. erfahrungsgemäß taucht so ein problem immer am samstag nachmittag vor einem langen wochenende auf :loudly_crying_face:

    gruß
    gerd

    :wink

  • Hallo!

    Also wir haben schon früher mal malachitgrün ins Becken, da es nicht anders ging. Da haben damals schon ein paar Korallen gemuckt und die Anemonen waren etwas zusammengezogen, aber eingegangen ist nichts.
    Haben gerade im kleinen Becken wieder ein Pünktchen Problem, auch hier habe ich jetzt mehrfach Malachitgrün ins Becken, da es nur über das Futter nichts genutzt hat.
    Auch hier mit Anemone, Steinkorallen und Weichkorallen.
    Das ist natürlich keine Garantie dafür dass es klappt - im Gegenteil, ich denke schon dass empfindlichere Steinkorallen heftig reagieren können.
    Kupfer ist außerdem nicht enthalten, zumindest stehts nicht drauf auf dem Sera Costapur.
    Den Fischen hats aber leider auch nicht geholfen...

    grüße
    -petra

  • Abend,
    habe gerade auch die Seuche ( beide Formen und sehr aggressiv ), halber Fischbestand innerhalb von wenigen Tagen verstorben.
    Das Sera Costapur gebe ich nach Anleitung von Michael K. nur übers Futter, dazu Aquasafe, Ozon und seid heute UV-C ( 14 Jahre nie großartig Probleme mit Pünktchen gehabt und nun sowas ).
    Naja beten und durch, der Altebestand sied zwar übel aus aber lebt noch alles was in den letzten 12 Wochen neu dazu gekommen ist ( darunter auch der Auslöser ) verstarb :frowning_face:

  • Hallo Gerd und die Anderen natürlich auch,

    wenn es nur um die Vorbeugung geht, würde ich nie wieder auf eine gute UVC-Anlage verzichten. ich denke, dass dies der wichtigste vorbeugende Schutz ist.

    Wie sich das Malachitgrün auf die Stonies auswirkt, kann Dir möglicherweise Michael Kuhn oder salvelinus sagen, schreib denen doch mal eine PN.

    @Stefan: so ein GAU zehrt total an den Nerven...nur nicht aufgeben. Du solltest im Moment den UVC-Klärer mit hoher Durchflußrate laufen lassen...

    @all: ich drücke euch und besonders euren Fischen die Daumen. es ist schade um jedes Tier...

    M.f.G

    Markus

    3 Mal editiert, zuletzt von Fischsuppe (13. März 2008 um 22:18)

  • hallo @ all, hallo markus,

    ist es sinnvoll die uvc direkt am becken laufen zu lassen oder genügt dies im TB? meine uvc ist nämlich im tb im keller montiert, da ist natürlich die wirklung nicht so groß als wenn sie direkt über dem becken hängen würde. schließlich ist die durchflussmenge der uvc etwa 1000 ltr und ich fördere etwa 3000 ltr durch das tb.

    ich ziehe das wasser von der uvc aus der reinwasserkammer nach dem abschäumer, und lasse es dann vor dem abschäumer wieder zurück. somit geht ein teil des wassers nochmal durch den as.

    eine montage über dem becken wäre kein problem, ich habe den bereich über dem becken mit schrankttüren verbaut, da könnte ich das teil an die wand hängen und es würde optisch nicht stören. wenns geht dann lass ich schon lieber die ganze technik im keller, wenns was bringt, wäre sie schnell ummonitiert. die pumpe für den uvc könnte ich in die zweite ablaufkammer hängen, dann wär sie auch nicht sichtbar.

    wie habt ihr das gelöst? direkt am becken oder im tb??

    gruß
    gerd

    :wink

  • Ich habe kein TB also läuft die UV-C direkt am Hauptbecken, bringt immo zwar noch nichts ( gestern erst gekauft ) aber mal abwarten, immo hol ich jeden Tag einen toten Fisch raus *komishc ist nur das sie alle über Nacht verstorben sind und das innerhalb weniger als 5 std., um 3 lebte er noch heute morgen war er dann tot :-/*.

  • Hallo Gerd und Stefan,

    zumindest wenn es eine akute Krankheitsphase ist, sollte die UVC direkt am Becken angeschlossen werde und mit maximalem Durchlauf arbeiten. Später ist der Betrieb im Keller zur Vorbeugung in Ordnung. Hinzu kommt, dass die Beleuchtung reduziert werden sollte. Da ich nur 300 Watt über meinem 1200 L Fischbecken habe, war das bei mir nicht nötig...

    @Stefan: schliesse mich Stefan F. an. AS sollte durchgängig laufen...und wenn das nicht reicht möglicherweise mit einem Sprudelstein und/oder einer auf die Oberfläche gerichteten Strömungspumpe den Gasaustausch begünstigen. Durch die abgetöteten Schwärmer und der hohen Schwärmerdichte ist der Sauerstoffbedarf gerade Nachts sehr hoch....

    M.f.G

    Markus

  • Hi,
    danke Jungs für die Tips, aber Strömung ist mehr wie genug an der Oberfläche da und ein AS läuft seid ein paar Wochen in Kombi mit Ozon mit. Licht ist auch runter gesetzt, komisch ist nur das die Tiere Futter aufnehmen und nur in der Nacht innerhalb wenigher Std. dann versterben.
    Denke mehr kann man nicht machen außer Fische rausfangen und das Riff bau ich jetzt ein paar Wochen bevor wir Umziehen bestimmt nicht ab das wäre zu heavy.

  • hi markus,
    ist ok, ich lass dann wie uvc erstmal im keller. kann sie dann falls es nötig ist immernoch hoch nehmen und schnell montieren. hoffe natürlich, dass ich dies nicht machen muss. hab zwar bis in drei wochen ein paar doc`s geordert, aber ich hab mir vorgenommen, dass diese keine pünktchen bekommen :winking_face_with_tongue:

    dankende grüsse nochmal von mir an alle

    gruss
    gerd
    :wink

  • Hi!

    Zitat von Stefan:

    Zitat

    komisch ist nur das die Tiere Futter aufnehmen und nur in der Nacht innerhalb wenigher Std. dann versterben.


    In der Nacht ist es ja so, dass die Fische ihren Stoffwechsel herabsenken, und mehr oder weniger an der gleichen Stelle über Nacht verharren, also nicht im Becken umher schwimmen, vergleichbar mit dem Tag.
    Somit sind sie für die freien Schwärmer in der Nacht ein leichtes Ziel, und es kommt zu ungleich mehr Schädigung der Fische, als am Tage.
    Vor allem bei sehr aggressiven Mischinfektionen kommt es sehr häufig vor, dass die Fische am Vorabend noch ohne sichtbare Erreger schwammen, und in der späten Nacht, bzw. am frühen Morgen dann, fast komplett übersäht sind mit den Pünktchenerregern.

    Ohne eine medikamentöse Behandlung, welche die Parasiten "am Fisch" erreicht, kommt hier dann bei solch starken Befällen je nach Empfindlichkeit der Fische, jede Hilfe zu spät, bzw. ist die Erkrankung schon soweit vortgeschritten, dass hier die Richtigen Medikamente zu spät kommen.

  • Hallo,
    woher kommt überhaupt der plötliche Befall mit der Pünktchenkrankheit? Habe zur Zeit auch einen Befall und schon einen Borstenzahndoktor verlohren. Passiert das nur bei Neuerwerb zugestzter Tiere oder kann sowas immer mal wieder auftrten. Da ich eine 18Watt JBL UVC Anlage im Dauereinsatz habe bin ich davor in Zukunft geschützt?
    Gruß Andreas

  • Hallo Andreas,

    um verstehen zu können, warum Meerwasserfische, bei denen es sich überwiegend um Wildfänge handelt, zu Hause im Aquarium erkranken, muss man dort anfangen, wo die Fische herstammen.
    Sehen wir uns zunächst mal die Verhältnisse in der Natur an. Im ihrem natürlichen Lebensraum sind meistens 60-80 % der Fische mit diversen Ekto- [=Außen] und Endo- [=Innen] Parasiten infiziert.

    Die meisten Fischparasiten befallen ihre Fischwirte, ohne, dass es zu nennenswerten Schäden oder Problemen kommt. Die Parasiten sind dabei meistens nur in geringer Anzahl vorhanden und ihre Vermehrungsformen (Schwärmer, Larven, Teilungsstadien) werden im Riff oder Meer in der vorherrschenden Strömung weit verstreut und finden nur vereinzelt wieder einen neuen Wirt. Manche Endoparasiten müssen über mehrere Zwischenwirte irgendwann über die Nahrung ihren Endwirt erreichen. Die meisten werden wohl zusammen mit dem Zooplankton in irgendeinem Magen landen oder nicht rechtzeitig ihren bevorzugten Wirt finden und zugrunde gehen. Ernsthaft erkrankte und geschwächte Fische, die ein Reservoir für Übertragungsinfektionen bilden können, gibt es hier ebenfalls nicht, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit vorher von Fressfeinden erbeutet werden.

    Selbst wenn die Wildfänge parasitenfrei wären, ändert sich dies aber schnell, wenn sie nach dem Fang mit infizierten Fischen zusammenkommen. Dies dürfte schon direkt nach dem Fang der Fall sein, wenn nicht zu diesem Zeitpunkt, dann beim Exporteur oder spätestens beim Importeur, daran ändert auch die Praxis, Antibiotika und Antiparasitika fast ständig prophylaktisch einzusetzen nichts. Die Kette Parasit-Wirt-Parasit-Wirt wird leider nicht konsequent unterbrochen. Die meisten Parasiten werden auf diese Weise bestenfalls nur dezimiert. Gegen einige der routinemässig verwendeten Mittel bestehen inzwischen Resistenzen, so dass ein Einsatz praktisch keine Wirkung mehr zeigt. Das sind die Gründe, warum kein Händler sicher absolut parasitenfreie Wildfänge anbieten kann. Zudem werden Fische häufig nur "durchgeschleust" zum Endverbraucher. Eine vernünftige Quarantäenhaltung findet meistens nicht mehr statt und sie will offensichtlich auch niemand bezahlen wie ich leider aus der Praxis weiß.

    Da jedoch in einem Aquarium völlig andere Lebensbedingungen herrschen als in der freien Natur, wirken sich Parasiten auf Grund des übermäßig hohen Infektionsdruckes, schlechterer Wasser- und Umweltbedingungen, Stress, usw. im Aquarium oft katastrophal aus; ganze Bestände an wertvollen Fischen können dann an Ektoparasiten wie Oodinium, Cryptocaryon oder Brooklynella bzw. Endoparasiten innerhalb recht kurzer Zeit sterben.

    Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele Fische mit den sogenannten "Schwächeparasiten" auf Kiemen, Haut oder im Darm in geringer Dichte besiedelt sind, ohne dass man visuell Krankheitsanzeichen erkennen kann. Werden die Fische dann umgesetzt oder anderweitig gestresst, können sich die Parasiten stark vermehren und es werden z.B. weiße Punkte gesehen. Es gibt Parasiten, wie z.B. Brooklynella, die können unter ungünstigen Bedingungen quasi über Nacht aufgrund einer Massenvermehrung Fische töten, die am Vorabend noch als "gesund" beurteilt wurden.

    Der einzige Weg daraus, ist eine konsequente Quarantänehaltung und Prophylaxe vor Einsatz ins Riffaquarium. Für mich gehört es zum Standard, jeden Fisch ausnahmslos erst einmal in Quarantäne zu setzen. Ich weiß, dass das die Freude an der Neuerwerbung etwas schmälert und die nachfolgenden Wochen sehr viel Geduld erfordern. Aber es lohnt sich ! Ich kann und will nicht ein vollbesetztes Aquarium, sei es im Süß- oder im Meerwasser mit Farbstoffen oder anderen Chemikalien "behandeln" und hinterher Pflanzen bzw. Korallenverluste beklagen und mir zusätzliche Probleme schaffen. Dafür ist eine solche über viele Jahre gepflegte Gemeinschaft zu fragil und zu kostbar.

    Eine UV-Anlage bzw. Ozonisierung vermag hier das Schlimmste verhüten, indem es z.B. schwärmende Parasitenvermehruingsformen reduziert und ggfs. abtötet. Jeder Neubesatz, und dessen sollte man sich bewußt sein, stellt eine potentielle Gefahr für die alteingesessene Beckenbewohner dar. Aber auch jede Änderung wie z.B. Wasserwechsel, zu dichte Haltung, ect. kann über eine Schwächung des Immunsystems latent vorhandene Erreger aktivieren und zum Ausbruch von Krankheiten führen.

    Ich weiß, jeder hat eine andere Meinungen und andere Erfahrungen. Viele leben mit den periodisch auftretenen Pünktchen, geben ihre bewährten Hausmittel beim Ausbruch und haben kaum oder gar keine Verluste.

    Ich plädiere jedenfalls für eine Quarantäne von mind. 4 Wochen und gebe über 2 Wochen prophylaktisch wirksame Mittel gegen Ektoparasiten. Dabei kann ich die Fische gut beobachten, die Futteraufnahme bewerten, ggfs. Schleimhaut- und Kotproben mikroskopisch untersuchen und jede Verhaltensänderung oder Problem separat außerhalb des Riffaquariums angehen. Ich habe die Neuerwerbungen noch im unittelbaren "Zugriff", was später im Riffaquarium nicht mehr so einfach ist. Cryptocarion und Co. sollten in keinem gepflegten MW-Aquarium vorkommen. Es ist eine unnatürliche Umwelt, die wir den Fischen anbieten, die trotz aller Technik und Erkenntnisforschritts immer nur eine suboptimale Haltung darstellt. Es mag viele Monate und Jahre gut gehen, aber da wir nie alle Umweltparameter ständig im Griff behalten, bricht irgendwann eine Erkrankung mit "Schwächeparasiten" aus. Im vollbesetzten Riffaquarium habe ich dann nur noch sehr begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung und muss zudem in der Lage sein, derartige Erkrankungen extrem frühzeitig zu erkennen, um zumindet noch eine Chance zu Gegenmassnahmen zu haben.

    Bei Haustieren und Nutztieren ist es selbstverständlich, dass Parasiten bekämpft werden; Parasitenfreiheit gilt hier als erstrebenswertes Ziel, über das nicht diskutiert wird. Es stellt sich die Frage, warum das bei unseren wertvollen MW-Fischen anders sein sollte ?

    [Dieser Beitrag enthält Auszüge aus dem Artikel: "Warum erkranken Fische im Meerwasseraquarium ?", den ich z.Zt. im Rahmen des Forum-Projektes "Fischkrankheiten" erstelle.]

    Allles in allem kann der Mensch vom Korallenriff viel lernen, über Recycling und die Kunst, in einer Welt mit knappen Ressourcen gut zu überleben - ein Hinweis darauf, eine bessere Symbiose mit den Pflanzen und Tieren, von denen wir abhängen, einzugehen.
    E.P. Odum 1980 - Grundlagen der Ökologie

  • Schön geschrieben Torsten :thup
    und zu 100% nach den letzten 4 Wochen deiner Meinung.
    Das Fischsterben ist bei mir nun vorbei und Pünktchen sind auch keine mehr zu erkennen, trotzdem 50% des Fischbestandes sowie div. Acroporen habe ich verloren. Für mich ist klar jeder Neubesatz kommt unter Quarantäne nach dem Kauf, gerade in der neuen Anlage möchte ich sowas nicht noch einmal erleben.

    LG Stefan

  • Hallo Thorsten,
    vielen lieben Dank für die ausführliche beantwortung meiner Frage. Als Erkenntnis steht für mich nun auch fest das Neuzugänge bei mir demnächst auch erst mal in Quarantäne kommen. Zur Zeit scheinen sich die Bedingungen bei mir im AQ zu verbessern. Pünktchen sind kaum noch sichtbar (dank UV,Knoblauch + Vitamine und Ozon).Ich hoffe das ich mit UV und Ozon alle Krankheitskeime und deren Schwärmer abtöten kann.
    Beleuchtung ist reduziert, Futter wird angereichert, Dichte ist auf 1.021 abgesenkt(weiter möchte ich nicht),UV läuft konstannt und Ozon ca.15-20 mg/h für 5 Stunden in der Nacht.
    Hat noch jemand einen Vorschlag oder eine Idee ? Mache ich alles Richtig ?
    Gruß Andreas

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