Hilfe bei Wasseraufbereitung gesucht!!!

  • Hallo zusammen,

    bislang habe ich zum Wasserwechseln, VE-Wasser genommen, das ich auf meiner Arbeit quasi für umme bekomme.
    Allerdings wird mir die Schlepperei zu viel uind ich möchte verhindern, dass sich aus dieser Tatsache heraus die Intervalle immer mehr verlängern.
    Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen mein Wasser selber aufzubereiten.

    Hierzu habe ich gestern mal das Ausgangswasser auf die wichtigsten Werte gemessen:

    KH: 4
    Phosphat: n.n
    Nitrit: n.n
    Nitrat: 2,5
    Silicat: 1-3mg

    So wie ich das sehe besteht hier eigentlich nur wegen des erhöhten Silicatwertes Handlungsbedarf.

    Wie bereite ich das Wasser bei diesen Ausgangswerten am besten auf?

    Brauche ich eine Osmoseanlage mit eventuell Nachgeschaltetem Silikatfilter oder langt ein z. B Aqualight Kieselsäurefilter?

    http://http//www.shop-meer…refilter-S.html

    Kann man das Teil auch ohne vorgeschaltete UOAnlage betreiben?
    Kann ich den Filter direkt an den Wasserhan anschliessen?
    Nach wie viel Liter muss das Harz erneuert werden? Kann das jemand ausrechnen?

    Viele dank schon mal im Voraus.

    Markus

  • Mit einer Osmoseanlage filterst du eine Menge Silikat heraus. Bei mir allerdings nicht ausreichend, so das ich noch einen Aqualight Kieselsäurefilter nachgeschaltet habe.

    Eine Osmoseanlage empfehle ich in jedem Fall. Eventuell reicht das schon aus, je nach dem wie hoch bei dir der Silikatgehalt des Leitungswassers ist. Probiere es aus. Wenn du dann mit dem von mir empfohlenen Merk-Test immer noch Silikat feststellst, kannst du den Kieselsäurefilter kaufen.

  • Da ich ja nicht soviel Silikat im Ausgangswasser habe und die anderen Werte soweit ok sind, dachte ich ich könnte mir die Osmoseanlage sparen und nur den Kieselsäurefilter fahren.

    Dazu bräuchte ich aber Rat, ob das so ok ist und wieviel Wasser ich mit einer Füllung Harz herstellen kann.
    Gibt es dazu eine Formel mit der sich das berechnen lässt oder Richtwerte.

    Gruß
    Markus

  • Hallo Markus,

    Kieselsäure aus dem Wasser zu holen bedeutet immer, dass du auch alles andere aus dem Wasser holen musst.

    Du kannst nur mit einer UO-Anlage arbeiten, die holt bis zu 98% der Kieselsäure raus, dann hast du noch 0,02-0,06
    mg/l drin, die sind selbst im empfindlichsten Aquarium kein Problem.

    Die Alternative ist ein Vollentsalzerharz. Nach wieviel Litern das Harz ausgetauscht werden muss, hängt von der
    Härte deines Leitungswassers ab.

    Die ökonomischte und ökologischste Lösung ist der Betrieb einer UO-Anlage mit Enthärter und Boosterpumpe.
    Das ist zwar eine hohe Anfangsinvestition, dafür hast du nur 0,5 Liter Abwasser pro Liter Osmosewasser.

    Gruß Armin

  • Hallo zusammen,

    vielen dank für Eure Antworten.

    Habe mir den Link angeschaut und auch mal im Forum recherchiert.

    Die Sache ist mir aber immer noch nicht ganz klar.
    Mit einer Osmoseanlage mache ich mit Sicherheit nichts verkehrt und wenn ich Armin richtig verstanden habe, brauche ich nichts nachzuschalten.
    Habe aber irgendwie eine Abneigung, da ich nicht den Platz habe die Anlage den ganzen Tag vor sich hin tröpfeln zu lassen.

    Ansonsten käme ein Mischbettfilter in Betracht, der nicht regeneriert werden kann und das Harz ausgetauscht werden muss.
    Kann mir jemand sagen wie viele Liter ich pro Liter Harz bekomme.
    Ausgangswerte meines Wassers sind oben.

    3. Alternative wäre ein Einsäulen Anionenaustauscher mit einem stark basischen Harz.
    Der kann mit 3-5% Natronlauge regeneriert werden.

    Wie läuft dieser Prozess genau ab? D.h. wie bekomme ich die lauge durch die Säule gedrückt? Brauche ich dazu eine extra Pumpe?

    Kann mir auch hier jemand sagen wie viel Liter ich pro Liter Harz herausbekomme.
    Oder spricht etwas gegen diese Lösung, erscheint mir nämlich die mit dem besten Kosten/Nutzenfaktor.

    Gruß
    Markus

  • Geb mal als Suchbegriff "Ani+Kati" ein.

    Die auf Dauer kostengünstigste und auch effektivste Methode ist dies auf jeden Fall!!!
    Kein Abwasser außer ein wenig beim regenerieren, keine teuren Filter oder Harzwechsel
    und du bekommst wirklich alles aus deinem Leitungswasser!!!

    Bekommst durch den Farbindikator sofort mit wenn dieser Regeneriert werden muss

    Kommt natürlich immer auf die Literzahl an, die du als Verdunstungswasser oder zum
    Wasserwechsel benötigst, aber ab 20 Liter die Woche lohnt der Ani+Kati sich auf jedenfall!!!

    Schließlich heben die Harze mindestens 10 Jahre.............

  • Hallo,

    hab ich, da muss ich mit konzentrierter HCL und NAOH hantieren.

    Wenns nur darum geht SI zu filtern müsste doch der Anionenaustauscher reichen.
    Zumindest steht das so in der Produktbeschreibung im Link von Rene so beschrieben.
    So würde die HCL schon mal wegfallen.

    Oder erschöpft sich das Harz dann zu schnell?

    Wie läuft die Regenerierung denn ab, wie pumpe ich die Lauge durch die Säule?

    Gruß
    Markus

  • So geht das

    Säure und Lauge jeweils in einen Eimer, dünner Luftschlauch als Verbindung um Ionenaustauscher, von dort direkt ins Klo. Danach ordentlich spülen, anschließen, fertig

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi Markus,
    ich kann mich Jens da nur anschließen, auch ohne große chemische Vorkenntnisse kann man den Vollentsalzer leicht regenerieren. Vorsichtig hantieren, die Anleitung, Gefahrenhinweise und "Erst das Wasser und dann die Säure, sonst geschieht das ungeheure!" beim verdünnen beachten und schon kann eigentlich nix schief gehen.

    Aber bevor du deinen eigenen Test bzgl. deines Wassers traust, geh lieber mal zu deinen Wasserwerken und frag mal nach den Werten, die lassen regelmäßig Tests durchführen. Die Auswertung bekommt man normalerweise kostenlos.

    Mfg, Juilan

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Die ökonomischte und ökologischste Lösung ist der Betrieb einer UO-Anlage mit Enthärter und Boosterpumpe.
    Das ist zwar eine hohe Anfangsinvestition, dafür hast du nur 0,5 Liter Abwasser pro Liter Osmosewasser.

    Hallo Armin!

    Das mit der UO mit Enthärter und Boosterpumpe hört sich gut an! :grinning_squinting_face: Nur wo kriegt man so etwas her??? Wir haben darüber noch nichts gehört! Kannst Du das evtl. ein bisschen ausführlicher erklären?? Wir haben wahnsinnig viel Abwasser, da wir in einer Woche locker 500 Liter Osmose-Wasser benötigen. Da würde sich so ein Teil schon schnell bezahlt machen! :winking_face:

    LG Marion und Dirk

  • Hallo Markus,

    da gibt es noch ein paar Missverständnisse:

    1. Mit den von dir aufgeführten Wasserwerten kann man für die Aussage zur Literleistung eines Austauscherharzes
    gar nix sagen, da die wichtigsten Angaben (Ca, Gesamthärte usw.) fehlen.

    2. Nochmal: Nur Si aus dem Wasser holen GEHT NICHT! Du musst auch alles andere aus dem Wasser rausholen, nur
    dann ist auch Si draußen.

    3. Nur Anionen austauschen ist keine gute Idee. Dabei würde dein Wasser so stark basisch werden, dass du
    hinterher eine Menge Säure reinkippen müsstest, um es zu neutralisieren.

    @Marion und Dirk:
    Boosterpumpen bekommt ihr z.B. hier: https://wwws.aquaterrashop.de/meerwasser-neu…roducts_id/2224
    Die wird einfach vor die UO-Anlage geschaltet, erhöht deren Durchsatz und verringert die Abwassermenge enorm.
    Nachteil ist das schnelle Verblocken der UO-Membran, daher muss vor die Boosterpumpe ein Na-beladener
    Kationenaustauscher geschaltet werden. Der wird dann alle paar Wochen mit handelsüblichem Kochsalz regeneriert.
    Das ist billig, einfach und ungefährlich.

    Gruß Armin

  • Hallo Armin!

    Vielen Dank für den Link und die Info! Trotzdem sitzen wir noch auf der Leitung, da wir in Technikfragen null Plan haben! :face_with_rolling_eyes:

    Hier mal unsere Daten:

    Wir haben momentan eine UO, die 500 Liter/Tag machen sollte. Ihr ist ein Mischbettfilter mit Austauschharz nachgeschaltet. Der Wasserdruck im Haus beträgt 3,5 bar. Die Anlage bringt aber nur knappe 150 Liter/Tag, obwohl sie ungefähr ein 3/4 Jahr alt ist. Wir haben laut Wasserversorger eine Gesamthärte von 20,3 = hart. Ca beträgt 89,7 mg/l.

    Wenn wir jetzt die Boosterpumpe und den Kationenaustauscher vor die UO schalten, braucht man dann den Mischbettfilter mit dem Austauschharz nicht mehr? Was wir bis jetzt im Netz darüber gefunden haben ist leider nicht ganz aussagekräftig und wenn, dann so kompliziert geschrieben, dass es wir es nicht verstehen! :loudly_crying_face:

    Schönen Gruß
    Marion und Dirk

  • Hallo,

    der Kationenaustauscher kommt hinter die UO.

    Wasser erst vorreinigen und mit dem Kationenaustauscher
    weiter Filtern.

  • Hallo zusammen,

    wie ich an Alex' Beitrag sehe, gibt es zu diesem zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Thema noch viele Missverständnisse.

    Ionenaustauscher können in der Wasseraufbereitung ganz unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Sie können z.B.

    - VOR der UO-Anlage angebracht werden. Dort setzt man Natriumbeladene Kationenaustauscher ein, die verhindern,
    dass durch die Calciumionen die UO-Membran verkalkt.

    - oder HINTER der UO-Anlage angebracht werden. Dort verwendet man Mischbettaustauscher oder sowohl Anionen-
    als auch Kationenaustauscher die OH- bzw. H+ beladen sind. Diese ziehen dann noch die letzten 0,0x mg Silicat,
    Carbonat und Calcium aus dem Wasser.

    Gruß Armin

  • Wenn ihr vor der UO Kationenaustauscher und hinter der UO Anionenaustauscher setzen
    wollt,
    für was braucht ihr dann noch eure UO ??????????

    Außer viel Abwasser hätte ich gerne mal die Vorteile gewusst ????

    Säureschutzbrille, Handschuhe und die Richtige Größe des Ani+Kati und es
    reicht 2 mal im Jahr zu regenerieren !!!

    Ich denk dass man mit Badreiniger und Backofenreiniger sich keine Gedanken macht,
    oder benützt ihr die mit Schutzbrille usw.

    aber wenn es ums Regenerieren geht soll dies sau gefährlich sein???

    Ein bisschen Vorsicht und die richtige Ausrüstung und alles ist in Null Komma nichts erledigt
    und ihr bekommt perfektes Wasser ohne Unmengen von sinnlos verschwendeten Abwasser.

    Die Anschaffung ist wohl etwas teurer für was Richtiges, aber rechnet mal die einzelnen Filter,
    Membranen und das MB20 fürs Silikat !!!

  • Ich kenne nur die zwei Kationentauscher, welche hinter die UO kommen.

    In Köln haben wir ja super Wasser, da ist eine 1l Kartusche MB20 schon nach 50l Nutzwasser
    aufgebraucht und mann kann nach den 50L Silikat von 0,5-1mg/l messen und das hinter einer UO.

    Aber Sorry für meinen falschen beitrag.

  • Hallo Torsch,

    Vorteile einer UO im Vergleich zum Austauscher sind vor allem die Entfernung von Chlor (im Kohlevorfilter)
    und das Zurückhalten von unpolaren toxischen Stoffen, das können z.B. Pflanzenschutzmittel sein.
    Das Abwasserargument ist bei einem Permeat-/Abwasserverhältnis von 1:0,5 auch nicht mehr so stark.

    Aber man kann natürlich auch mit einem Ionenaustauscher eine vernünftige Wasseraufbereitung hinbekommen.
    Nur sollte unbedingt ein Kohlefilter nachgeschaltet werden, da im diskontinuierlichen Betrieb eine starke Bakterien-
    entwicklung und daraus folgende Toxinbildung zu erwarten ist.

    Gruß Armin

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