Welche Niveauregulierung?

  • Mal wieder eine Frage an die Profis.

    Welche Niveauregulierung von welchem Hersteller würdet Ihr empfehlen? Es gibt da bestimmt Unterschiede in der Sicherheit. Ein optisches Licht- oder Laser-System wäre da bestimmt unanfälliger gegen sog. Hänger - oder? Mir geht es mehr um die Sicherheit, als um eine Kostenersparnis.

    Heinz

  • Hi Heinz,

    ich hab den Tunze Osmolator mit optischem Sensor seit mehr als 1 1/2 Jahren in Betrieb und ist bisher völlig reibungslos gelaufen, bin also sehr zufrieden. Ist bei mir im Technikbecken angebracht. Gut daran finde ich auch, dass ein zweiter (mechanischer) Pegelschalter oberhalb der Wasserfläche angebracht ist, der bei einer Fehlfunktion (die bei mir nie eingetreten ist) die Pumpe abschalten würde.

    Die Schalttoleranz ist sehr niedrig, kann man mit dem Auge nicht erkennen (und mit dem Leitwertmessgerät sowieso nicht).

    Ciao
    Joachim

    Edit: den optischen Sensor habe ich nach ca. einem Jahr das erste Mal gereinigt.

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


    Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET kämpft erfolgreich gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, Infos unter:
    http://www.target-human-rights.com

    Einmal editiert, zuletzt von Joachim K (5. Oktober 2007 um 19:07)

  • Hallo,

    wir verwenden hier an beiden Becken den Osmolator von Tunze.
    Da ist schon alles dabei, was man braucht und Tunze bietet einfach einen ausgezeichneten Service im Garantiefall und man bekommt jedes noch so kleine Teil einzeln zum nachkaufen.

    Ebenfalls empfehlenswert ist die Pegel-Plus von Zajac für etwa 50 Euro. Sie hat elektrische Sensoren, also keinen Schwimmer.
    Leider braucht man da dann noch eine Pumpe und man muss sich eine Halterung für die Sensoren basteln oder suchen. Auch das Steuergerät ist recht groß.
    Dafür kann man aber eine normale Pumpe für 230V verwenden.

    Grüße
    Christian

  • Hi,

    ich hatte noch den Pegeschalter von IKS überlegt, aber wegen des fehlenden Zweitsensors und damit nicht zuviel von nur einem System gesteuert wird (bei Ausfall der Haupteinheit) mich dann für den Tunze entschieden.

    Ein mechanisches System würde ich nie verwenden (auch wenns früher üblich war).

    Ciao
    Joachim

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  • Hallo Heinz,

    wichtig finde ich bei der Auswahl eines Systems neben der redundanten Auslegung der Sensoren auch eine Zeitabschaltung. Diese bewirkt, dass die Pumpe nach einer gewissen Zeit abschaltet, auch wenn die Sensoren nicht melden, dass der Wasserstand wieder erreicht ist.

    Das verhindert eine Aussüßung des Beckens insbesdondere auch dann, wenn das Wasser nicht aus einem Vorratstank kommt sondern direkt aus der Osmosenanlage / Wasserleitung. Damit dieser doppelte Boden wirkt darf die Zuleitungspumpe nicht zu stark sein, bzw. muss auf die Zeitspanne abgestimmt sein.

    Der Osmolater erfüllt auch diese Anforderung (die Zeitspanne ist nicht einstellbar). Läuft auch bei mir seit 3 Jahren einwandfrei, übrigens ohne jede Reinigung.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hallo,

    ich habe auch den Tunze Osmolator.
    Mich stört dabei allerdings, dass die Pumpe eine richtige "Heulboje" ist.
    Ist meine Pumpe vielleicht defekt, oder ist die bei Euch auch so laut?

    Grüsse
    Kai

  • Hallo,

    bei mir ist sie auch so laut, anfänglich beim ersten Anlaufen, dachte ich noch es wäre Luft in der Pumpe, aber dem war nicht so. Sie ist einfach super laut. Habe an einem anderen Becken auch noch die Niveauregulierung von Aqua medic, schön leise, funktioniert zumindest bei mir nicht immer. Der Schwimmerschalter funktioniert manchmal so toll das er die Dosierpumpe nicht abschaltet und mein Technikbecken schon Gefahr lief zum Guppy Becken zu werden.
    Hab mir jetzt angewöhnt einmal am Tag den Schwimmerschalter auf Funktion manuell zu überprüfen, seitdem keine Probleme mehr.

    Gruss Florian Heinen

  • Hallo Florian,

    das ist gut zu wissen!

    Dann werde ich wohl bald die Standard-Kreiselpumpe des Osmolators gegen die Schaltsteckdose 3150.11 von Tunze ersetzen. Daran kann man dann z.B. eine Schlauchpumpe anschließen und man hat endlich seine Ruhe.

    Grüsse
    Kai

  • Danke Jungs,

    das ist das tolle an diesem Forum. Gute Beiträge und Antworten. Sicher auch mal kontrovers. Aber man kann sich am Ende seine eigene Meinung daraus bilden. Super z.B. die Information, eine Nachfüllpumpe - egal mit welchem Niveausystem betrieben - zeitlich abzuschalten. Ist mir nicht eingefallen. Man weiß ja bereits nach kurzer Zeit, welche Verdunstung man im Tagesschnitt hat. Ergo lässt man eine Pumpe - wenn die Niveauregulierung mal spinnt, nicht weit über den Verdunstungsgrad hinaus laufen. Für den normalen Tagesbetrieb ein hervorragende Idee.

    Aber ... was mache ich in der Urlaubszeit, wenn so ein Notfall eintritt. Okay die Nachfüllpumpe schaltet ab. Und man kann sie erst am nächsten Tag wieder anlaufen lassen. Dann müsste man die Transportdauer unterhalb einer durchschnittlichen Tages-Verdunstungsmenge legen. So dass z.B. nach 14 Tagen - im Falle eines Falles – nur wenige Zentimeter fehlen.

    Bitte jetzt keinen Hinweis auf eine Aquarien-Nanny. Das versuche ich nämlich mit einem perfekten System zu umgehen.

    Ich bin mir sicher, das Problem hat der ein oder andere auch schon gelöst. Und ich muss das Rad nicht nochmal neu erfinden.

    Heinz

  • ... dies wirst Du nicht ohne Modifikation eines Komplettsystems bewerkstelligen können, oder Du setzt gleich auf eine Individuallösung, mit der Du sämtliche Optionen hast.
    Ich betreibe meine Aquarien mit SPS's (Siemens LOGO!) und der Aufbau meiner Nachfüllanlagen sieht wir folgt aus:

    • 12 Volt Anlage
    • Kapazitive Industrie-Sensoren
    • Anlage wird nur alle 12 oder 24 Stunden für x Zeit scharf geschaltet
    • Pumpe läuft nur x Sekunden


    Im Urlaubsfall kann man die Intervalle so einstellen, dass es auf keinen Fall bei einem Sensorausfall zu einer Übersüßung oder zum Überlaufen des Wassers kommt.

  • Hallo,

    um die Gefahr zu umgehen, dass der Osmolator zu viel Nachfüllwasser ins Becken fördert, weil sein Sensor defekt ist, habe ich einfach ein zweites Pegelmessgerät installiert (Pegel Plus von Zajac).
    Der elektronische Fühler des Pegel Plus ist 2 Zentimeter über dem Sensor des Osmolators angebracht.
    Sollte der Wasserstand nun über den Fühler des Osmolators steigen und der Osmolator trotzdem weiter fördern, schaltet der Pegel Plus den Osmolator einfach ab.
    Das ist eine sehr einfache und mit 49 € für den Pegel Plus auch günstige Methode.


    Grüsse
    Kai

  • Hi Heinz,

    eine zu große Zugabe sollte beim Osmolator wegen des 2. Sensors nicht passieren.

    Ansonsten hast du die Möglichkeit, den Osmolator per Zeitschaltuhr täglich einmal vom Netz zu nehmen, dann resettet er sich selbst. Allerdings ist das permanente Ein-/Ausschalten nicht immer das Beste für elektronische Bauteile.

    Ich habe bei mir allerdings ne andere Variante gewählt. Ich benutze den IKS-Computer mit SMS-Modul. Der Leitwertsensor ist nur knapp unterhalb der Wasseroberfläche im Technikbecken angebracht. Ist nun der Nachfüllbehälter leer, dann sinkt durch die Verdunstung der Wasserstand im Technikbecken unterhalb des Leitwertsensors. Dieser misst durch den trocken gefallenen Sensor nun eine Dichte von 1,0000 (man kann aber auch schon einen Schwellwert vorher setzen) und ich erhalte einen Alarm per SMS. Die Dichte im Gesamtbecken hat bis zu diesem Zeitpunkt so wenig zugenommen, dass selbst meine empfindlichsten Acroporas keinerlei neg. Anzeichen zeigen.

    Ciao Joachim

    ab 02/20 - 80 x 100 x 65; bis 12/19 165 x 100 x 80; SPS, LPS, Weichkorallen


    Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET kämpft erfolgreich gegen die Genitalverstümmelung von Mädchen, Infos unter:
    http://www.target-human-rights.com

  • ... ergo, ich fasse zusammen. Eine Über- oder Versüßung und damit fallende Dichte bekommt man leicht in den Griff.
    Wie sieht es aber mit steigender Dichte aus, weil die Sicherheitssysteme abgeriegelt haben - auch wenn sie nach 24 Stunden wieder nachfüllen dürfen? Der Sensor ist deffekt, die Pumpe darf nur jeden Tag eine bestimmte Menge Osmosewasser transportieren. Das kann bei einem längeren Urlaub zu einem Anstieg der Dichte führen. Schlussfolgerung: Also noch ein System, dass genau anders herum arbeitet. Als nachfüllt, wenn der Pegel zu weit gesunken ist, weil die Pumpe der ersten Sicherheitsstufe nicht zu lange nachfüllen darf.

    Für den normalen Tagesbetrieb sicher alles viel zu kompliziert oder zu vorsichtig. Aber ich muss über so eine Anlage nachdenken, weil ich fast jedes Monat einmal im Ausland bin. Es steckt in einem größeren Becken viel zu viel Kohle und Engagement um es ungesichert im Urlaub laufen zu lassen.

    Ich habe auch schon über einen Betreungsservice nachgedacht, den ja viele Fachgeschäfte anbieten. Aber da summieren sich bei mir die Kosten beträchtlich. So dass ich leicht ein paar Märker in eine ordentliche Anlage investieren kann. Einziges Problem, ich bin kein Bastler und Schrauber und muss daher ein fertiges Systeme kaufen. Ich habe auch schon mit Klaus (Royal-Exclusiv) über das Problem gesprochen. Er sieht das genau so heikel wie ich. Wäre schön, wenn der Markt da eine "Idioten-Lösung" anbieten würde.

    Sicher läuft bei 100 Aquarianern das einfache Nachfüllsystem bei 99 über Jahre problemlos. Doch fragt mal den einen, den es erwischt hat. Es ist ofmals das Ende einer großen Liebe ...
    Und der, will ich nicht sein.

    Heinz

  • Eine Person muss das Becken in der Abwesenheit eh betreuen da wird man wohl nicht drum herum kommen, ich habe meine Leute da soweit eingewiesen das die auf solche Sachen achten, die Geräte von Tunze habe ja auch optische anzeigen wo man drauf schauen kann wenn man die nicht gerade irgendwo unten im Schrank verbuddelt.
    Man kann auch den gleiche Osmolator zweimal dran hängen, wenn der eine mal defekt geht oder eine Störung hat macht der andere trotzdem weiter.
    Aber hoffe mal das die anderen Sachen auch alle abgesichert sind Stomversorgung im Notfall etc. oder wenn mal eine Fördrpumpe ausfällt, da müsste man ja dann auch alles doppelt haben?

  • Rainer, Du hast recht. Wenn man es idiotensicher machen will, braucht man alles zwei mal.

    Das mit den Leuten anweisen ist so eine Sache. Im Büro (Büroaquarium) kann ich das von Angestellten nicht verlangen - und andere, kommen im Betrieb in meiner Abwesenheit nicht rein. Da gibt es aus Sicherheitsgründen keine Ausnahmeregelung (ist auch gut so). Und zu Hause, lasse ich sowieso keine Fremden rein.
    Und die, die ich mit kleinen Pflegearbeiten beauftragen kann (weil sie interessiert sind) werden keine Pumpen und Abschäumer-Probleme lösen können.

    Vielleicht, mache ich mich auch im Moment zu viele Gedanken um ein sicheres System, das es aus verschiedenen Gründen nicht geben kann.

    Vielleicht ist es vernünftiger, zu hoffen, nicht zu den Verlierern zu gehören. Und vielleicht ist der Prozentsatz der Ausfälle ja doch kleiner, als die vorher zitierten ein Prozent.

    Eine gute Basisabsicherung, wie hier von den Usern schon gepostet wurde, scheint mir abschließend betrachtet die beste Aufwand/Kosten/-Regelung zu sein.

    Oder ... vielleicht ist eine Hilfsperson mit Gieskanne, die jeden Tag bei meiner Abwesenheit bis zu einer Markierung auffüllt das beste Nachfüllsystem - zur Not auch die eigene Ehefrau :o)

    Danke Jungs, für die Diskussion

    Heinz

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