Hallo zusammen,
gestern war ich bei meiner Händlerin und habe mich auf den ersten Blick in einen Salarias verliebt
Als meine Händlerin dann sagte, das ich ihn bald bei mir einsetzen kann, war ich natürlich total begeistert.
Nachdem ich nun etwas im Internet gelesen habe, kommen mir allerdings Zweifel. Reicht ein 140 L Becken aus ? Wie sieht es mit Ersatzfutter aus ? Meine Händlerin sagte, das 9 von 10 Salarias kein Ersatzfutter annehmen. Im Internet habe ich alledings gelesen, das man sich vom Händler unbedingt zeigen lassen soll, dass das Tier Ersatzfutter annimmt, damit es nicht verhungert. Ich freue mich über jede Antwort ![]()
LG Geraldin
Salarias - Beckengröße - Ersatzfutter
-
Geraldin -
28. Juli 2007 um 16:01
-
-
Ich habe jetzt meinen zweiten Salarias und beide nehmen bzw nahmen Ersatzfutter an.
Mein erster lebte ein Jahr glücklich in so einem Chromis.Ohne Ersatzfutter wäre er darin aber jämmerlich verhungert!
Vielleicht findest du ja auch ein Exemplar das schon beim Händler frisst.
-
Hallo,
ich habe meinen Salarias seit 3 Jahren und der Bursche hat von Anfang an alles gefressen,
was ins Becken gekommen ist. Der ist dick und fett, von Futterverweigerer keine Spur.
Algen frisst er natürlich auch.Gruß Margret
-
Hi Geraldin,
Über Fisch- und Aquariengrößen kann man ja vortrefflich streiten...
Aber ich fände das schon okay, denn ein Salarias ist ja eher faul und bewegt sich nicht übermäßig viel.
Wie Steffen schon sagte, er sollte eben Ersatzfutter fressen. Das tun zwar längst nicht alle, aber Du kannst ja bei Händlern suchen, bis Du einen findest.
Viele Grüße
Inken -
Vielen lieben Dank für die Antworten. Dann muss ich mal suchen...
Wie ist eure Meinung, wann ich ihn einsetzen kann ? Meine Händlerin meint ich kann ihn schon jetzt einsetzen, da ich eingefahrenes Wasser genommen habe!? Meine Wasserwerte sind von Anfang an dadurch OK. Ich sehe das irgendwie ein bißchen anders, oder ?
LG Geraldin -
Hallo!
Sofern Salarias fasciatus an Ersatzfutter geht, gestaltet sich die Pflege zunächst einfach. Allerdings nur scheinbar! Denn in der Mehrzahl der Fälle ist eine dauerhafte Haltung dieser Art nicht möglich, da es sich dabei um einen echten Nahrungsspezialisten handelt. Tiere, die Ersatzfutter annehmen, wachsen zunächst sehr schnell und werden in der Regel unförmig dick. Wir begründen dies fälschlicherweise mit der "Verfressenheit" der Fische und freuen uns sogar noch darüber. Tatsächlich ist dies jedoch das erste Anzeichen der unzureichenden Ernährung. Demzufolge werden in unseren Aquarien nur wenige Exemplare älter als ein jahr und sterben dann sehr plötzlich, ohne vorher Krankheitsanzeichen gezeigt zu haben. Ausnahmen bestätigen lediglich die Regel.
Ähnliches kennen wir z. B. vom Nahrungsspezialisten Pygoplites diacanthus. Nur macht man sich bei dieser Art mehr Gedanken, da es sich dabei um einen teuren und wertvollen Kaiserfisch und nicht nur um einen gewöhnlichen Schleimfisch handelt.
Lieben Gruß
Harold
-
Hallo Geraldin!
Bei mir gingen bis jetzt immer alle Salarias an Ersatzfutter.Der eine früher, der andere später. Wie bei allen Fischen sollte man hier auf eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung achten.
Da dein Becken erst seit dem 19.07 steht, solltest du den Fisch noch nicht einsetzten. Gib dem Becken lieber noch 4 Wochen, dann poste deine Werte hier im Forum, dann kann man dir genau sagen, ob es an der Zeit für einen Erstbesatz an Fischen ist. Du solltest dann auch darauf achten, ob Nitrit nachweissbar ist. Dieses ist gerade in der Einfahrphase der Grund für den schnellen Tod der oft viel zu früh eingesetzten Fische.
Hast du vielleicht schon ein paar robuste Korallen, oder Einsiedler in deinem Becken!??
Viele Grüsse!
-
Die Salarias fangen irgendwann an anderes Futter zu fressen weil sie sich das bei den anderen Fischen abschauen.
Da es sich dabei meist nicht um Algen handelt verhungern die Salarias dann trotz dickem Bauch.
Ich werde mir keinen mehr kaufen, ich kann sowas nicht mit ansehen.
-
Zitat
Original von Harold Weiss
Hallo!Sofern Salarias fasciatus an Ersatzfutter geht, gestaltet sich die Pflege zunächst einfach. Allerdings nur scheinbar! Denn in der Mehrzahl der Fälle ist eine dauerhafte Haltung dieser Art nicht möglich, da es sich dabei um einen echten Nahrungsspezialisten handelt. Tiere, die Ersatzfutter annehmen, wachsen zunächst sehr schnell und werden in der Regel unförmig dick. Wir begründen dies fälschlicherweise mit der "Verfressenheit" der Fische und freuen uns sogar noch darüber. Tatsächlich ist dies jedoch das erste Anzeichen der unzureichenden Ernährung. Demzufolge werden in unseren Aquarien nur wenige Exemplare älter als ein jahr und sterben dann sehr plötzlich, ohne vorher Krankheitsanzeichen gezeigt zu haben. Ausnahmen bestätigen lediglich die Regel.
Ähnliches kennen wir z. B. vom Nahrungsspezialisten Pygoplites diacanthus. Nur macht man sich bei dieser Art mehr Gedanken, da es sich dabei um einen teuren und wertvollen Kaiserfisch und nicht nur um einen gewöhnlichen Schleimfisch handelt.
Lieben Gruß
Harold
Hallo
das von Harold gesagte kann ich nicht nachvollziehen.
Mein Salarias ist jetzt 3 Jahre bei mir. Mit dem Futter ist er sehr anpassungsfähig. Es gibt Zeiten, da nimmt er Frostfutter (Artemia). Meistens aber reichen ihm die Algen im Becken, dann verweigert er Frostfutter. Sicher kann ich daher nur zu einer aussreichenden Beckengröße raten und am besten eine ausreichende Scheibenfläche (z.B. Rückwand) nicht von Algen befreien.
Mein Salarias weist teilweise auch den dicken Bauch auf, aber nur direkt nach der Nahrungsaufnahme. Morgens ist er wieder rank und schlank.
Ab einer gewissen Größe meiner ist jetzt ca. 20 cm ist zu beachten, dass er für eine sehr hohe Wasserverunreinigung verantwortlich ist.
Gruß
Christian -
Hallo Christian!
ZitatAusnahmen bestätigen lediglich die Regel.
habe ich geschrieben. Damit wollte ich sagen, dass es natürlich sehr wohl Salarias fasciatus gibt, die mit herkömmlichem Ersatzfutter zurechtkommen. So wie es eben Pfauenkaiserfische gibt, die das geschafft haben. Glücklicherweise (für Dich, vor allem aber für den Schleimfisch) hast Du ein Exemplar, dem die Umstellung gelungen ist. Aber es sind eben (wie die Praxis zeigt) nur sehr wenige ... die anderen sterben.
Auch wenn hier noch drei (oder auch fünf oder zehn) Pfleger schreiben, dass ihr Schleimfisch schon länger als ein Jahr (dies ist in etwa die kritische Zeitgrenze) bei ihnen im Aquarium lebt, ändert dies nichts an der von mir beschriebenen Tatsache. Es zeigt lediglich, dass die - sich in der Minderheit befindenden - erfolgreichen Pfleger schreib- und mitteilungsfreudiger sind.
Lieben Gruß
Harold
-
Hallo,
ich habe es zweimal nacheinander versucht. Bei beiden war es das Gleiche. Die ersten Monate haben sie nur Algen gefressen. Dann plötzlich haben sie alles gefressen, was es an Futter gab und sind kugelrund geworden. Nach jeweils etwas über einem Jahr sind beide plötzlich verstorben.
Ich halte diesen Fisch für nicht haltbar. Auch wenn er oft als leicht haltbar beschrieben wird.
Vielleicht ist er haltbar in einem großem Becken ohne weitere Fische und somit ohne Futter. -
Das ist mir hier alles etwas undurchsichtig...
Was mag wohl der Grund für die Sterblichkeit sein?
Ich denke das mangelnde Futter kann es nicht sein ... meiner hat 2,5 Jahre in einem 200l Becken gelebt. Algenaufwuchst war anscheinend immer genug vorhanden, phasenweise hat er tierisches Frostfutter genommen. Ich vermute immer wenn nicht genug Algen vorhanden waren.
Zudem kommt mir komisch vor, dass die Tiere erst nach einer langen Zeit (1 Jahr) zu sterben scheinen. Verhungern geht schneller, das kennen wir ja von anderen schwierigen Pfleglingsberichten.
Stress durch andere Fische schließe ich auch aus, meiner wurde nen Jahr von nem Falco traktiert und konnte sich immer gut behaupten ...
Mein Salarias war schon "ausgewachsen" als ich ihn kaufte. Vielleicht haben nur juvenile Tiere Probleme mit der Eingewöhnung?
Wie ist Eure Meinung / Erfahrung zu dem Aspekt?
Gruß
Christian -
Ich denke, durch das fressen von tierischem Futter bekommt der Fisch eine Leberverfettung oder so etwas. Das er verhungert kann ich mir nicht vorstellen. Algen waren immer genug vorhanden und stress hatte er auch nicht.
Ich glaube, dass sein Verdauungsystem einfach nicht für tierische Nahrung ausgelegt ist. So als würde man Kühe mit Hundefutter füttern, oder Kindern nur Süssigkeiten geben.
Nur kann man ihn nicht davon abhalten das Frostfutter zu fressen. -
Hallo Christian!
Thomas beschreibt das Problem sehr gut. Die bekannte Biologin Ellen THALER hat viele gestorbene Pygoplites diacanthus seziert und festgestellt, dass alle eine zersetzte Leber und zerstörte Nieren hatten. Das heißt, die Tiere verhungerten nicht sondern verstarben schlicht an Organversagen, welches durch falsche Nahrung hervorgerufen wurde.
Ich bin der Meinung, dass Gleiches bei Salarias fasciatus passiert.
Lieben Gruß
Harold
-
Interessantes Thema,
ich denke wir könnten dazu mal eine Umfrage machen.
Mein erster Salarias wurde kaum älter als ein Jahr weil er nach einem Umzug rausgesprungen ist.
War aber wirklich auch ganz schön dick der Knabe.Sein "Nachfolger" ist deutlich schlanker, frisst aber auch gerne alles was er kriegen kann
+ Aufwuchs, vor allem an ungeputzten Scheiben.
Das Tier ist jetzt ziemlich genau ein Jahr bei uns und ich glaube (+hoffe) nicht dass er bald das zeitliche segnet.Vielleicht spielt es ja auch eine Rolle was man zufüttert.
Meine Fische bekommen nicht oft Frostfutter. Evtl. bekommen ihm Spirulinaflocken besser als Artemia und Krill.
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!
