gibts es zuviel licht?

  • Hallo,

    es wird immer über zu weinig licht gespochen, aber gibt es auch sowas wie zuviel licht?

    ich habe derzeit über einem 100*50*50 becken 150hqi +2*24wt5.

    könnte ich theoretisch hier auch z.b. 400w hqi drüber hängen (über die wärme will ich mal nicht nachdenken, geausowenig wie über strom (wohnheim :smiling_face: ).
    würde sich das besser für das becken auswirken? oder eher schlecht?!

    die 150w sind mir deutlich zu wenig, irgendiwe wirkt das becken mit 14000k brenner dunkel die lichtfarbe ist genial. 2*150w werdens bald werden. aber könnten es theoretisch auch mehr sein?

    grüße

    joe

    Einmal editiert, zuletzt von Jochen Renz (12. Juli 2007 um 17:15)

  • Hi,

    grundsätzlich stellt sich die Biologie auf das Licht ein. Eine Änderung der Beleuchtung hat gravierende Auswirkungen auf das Becken!!! Licht ist eine Energieform, und ein Becken wird sich praktisch Einpendeln bis es wieder ein stabiles Gleichgewicht erreicht.

    Ein "Zuviel" an Licht gibt es kaum! Aber die Änderung der Wasserwerte können während der Anpassung große Probleme machen.
    Je nach dem was für Korallen du bevorzugst... ist die Lichtleistung zu wählen. Für SPS wäre es im Moment recht wenig.

    Gruß Sven

  • hi ,

    also zu viel licht gibts schon, korallen können auch "verbrennen" unter dem licht, ist aber natürlich nicht die regel.
    400 W über nem 200 liter becken halte ich für übertrieben, nen 250 W wirds auch tun. wenn du aber kein problem mit der wärme und den kosten hast könnens auch 400 W sein, blauröhren wirste dann aber bei deiner beckengröße keine mehr drüber hängen können die die lichtfarbe vom 400er verändern würden...

  • Zitat

    Original von Jochen Renz
    es wird immer über zu weinig licht gespochen, aber gibt es auch sowas wie zuviel licht?
    grüße
    joe


    Hallo Joe,
    nööööö, zu viel Licht und Du meinst "Kunst-Licht" kann es nicht geben. Verglichen mit derGlobal- Strahlung -heißt Sonnenlicht- sind unsere Aquarienbeleuchtungen nur "Funzeln". Das Problem ist, dass sich Korallen in der Natur auch "von was anderem" ernähren und die gezüchteten Korallen erst mal allein auf Licht "abfahren". Und deshalb kann es Probleme geben....
    Grüße, Rainer

  • Hallo,

    danke für die Antworten. Ich hatte jetzt nicht vor nen 400w Brenner übers Becken zu hängen. Das war reine Theorie.
    Im Moment wachsen meine SPS ziemlich gut. Allerdings ist das Becken einfach sehr dunkel im vgl. zu anderen Becken die ich kenne.
    Wie gewöhne ich denn meine Pfleglinge am besten an MEER Licht? Ich will noch nen zweiten 150W Brenner drüberhängen, dazu noch 2*24w t5, sodaß ich auf 2*150w hqi und 4*24w t5 komme.

    Grüße

    joe

  • Hi,


    ich find die Argumente von wegen dass Sonnenlicht immer viel stärker sei etwas seltsam bzw. nicht zu Ende gedacht.
    Steinkorallen wachsen in der Natur teilweise bis in 40m Tiefe.
    Ich denke da kann sich jede Art "aussuchen" wo ihr die Lichtmenge passt.

    Wenn man jetzt aber eine solche Koralle, die normalerweise lieber tiefer steht, 10cm unter der Wasseroberfläche einem 400W HQI aussetzt, dann kann das auch zu viel sein und ist mit Sicherheit deutlich mehr, als sie in der Natur jemals abbekommen würde, auch wenn die Sonne vielfach stärker strahlt als ein 400W HQI.

    Wasser filtert mit der Tiefe die Strahlung exponentiell, somit nimmt die Intensität rapide ab!
    An der Wasseroberfläche herrschein mittags in den Tropen z.B. ca. 100.000 Lux, in 1-2m Tiefe 30.000 Lux, abends und morgens nur noch 12.000 Lux.

    Eine HQI bringt ungefähr 80Lumen/Watt, eine 400W HQI also 32.000 Lumen.
    1 Lux entspricht 1 Lumen/Quadratmeter.
    Wenn man jetzt das Becken mit 0,5 Quadratmetern nimmt, wären das also 64.000 Lux, die während der gesamten Beleuchtungsdauer auf die Wasseroberfläche bretzeln. Dazu noch die Watt aus den T5, die wir mal ignorieren, da die Rechnung eh ungenau ist und auch nicht 100% der HQI-Intensität im Becken landen dürfte.

    Die Beckentiefe ist auch viel geringer als die Tiefe, in der Korallen in der Natur stehen.


    Was wollte ich damit sagen:
    Ob es den Korallen tatsächlich schadet, weiß ich nicht, aber die Beleuchtung ist über den Tag gerechnet im Schnitt schonmal höher als das Sonnenlicht in der Natur (Wolken gibts nämlich auch noch ab und zu, genauso richtig schlechtes Wetter). Wenn man noch die Wassertiefe mit einbezieht, wird der Unterschied richtig groß.
    Man sollte mit pauschalisierenden Aussagen wie "die Sonne ist eh immer stärker" vorsichtig sein, man kann die Sonne - wenn mans übertreibt - auch durchaus alt aussehen lassen!


    Hoffe ich hab da keine allzu groben Fehler drin, ist ja auch nur überschlagen und auf die schnelle, falls doch entschuldige ich mich schonmal und lasse mich gerne belehren.


    Gruß
    Mark

  • Hallo,

    Ich hab vor gut einem Monat von 4 x T5 (ich glaube 26Watt) auf 4 x T5 54Watt umgestellt.
    Meine Gorgonie ist immer noch beleidigt.
    Ich werde dies Wochenende mal wieder zurücktauschen und schauen, ob sie sich wieder öffnet.

    Gruß Holger

  • Zitat

    Original von Holger Lührs
    Ich hab vor gut einem Monat von 4 x T5 (ich glaube 26Watt) auf 4 x T5 54Watt umgestellt.
    Meine Gorgonie ist immer noch beleidigt.
    Ich werde dies Wochenende mal wieder zurücktauschen und schauen, ob sie sich wieder öffnet.

    hi holger,

    das hat nix mit zuviel licht zu tun...

    eher mit zuwenig zeit der anpassung auf stärkere röhren.

  • Zitat

    Original von Rainer
    Das Problem ist, dass sich Korallen in der Natur auch "von was anderem" ernähren und die gezüchteten Korallen erst mal allein auf Licht "abfahren". Und deshalb kann es Probleme geben....

    ...

    jep,

    die meisten lichtschäden gibts in becken, die auf der null-wert-schiene fahren und keine zusätzlichen nahrungsergänzungsmittel einsetzen.

  • Hallo Joe,

    Kann schon sein, ich habe den Bereich allerdings schon seit 2 Wochen teilweise abgedeckt, ohne das sie sich wieder geöffnet hätte.
    Ich werde erst mal nur 2 Röhren zurücktauschen und beobachten.

    Gruß Holger

  • Hi Holger,

    du machst dir Sorgen, dass die 200W auf 400 Liter zuviel Licht sind? Ich würde das noch als relativ duster bezeichnen. Es ist halt nur so, dass die Tiere eine gewisse Zeit für die Umstellung brauchen. Das Zurückwechseln erhöht jetzt doch nur den Stress. Irgendwann wechselst du dann vermutlich wieder auf die stärkere Beleuchtung. Dann hast du 3 Lichtwechsel hinter dir :face_with_rolling_eyes:

    Ich habe 1200W auf 1000 Liter. Die Lampen hängen etwa 7cm über dem Wasser, die ersten Korallen stehen unmittelbar unter der Wasseroberfläche. Einige Korallen stehen also nur eine Handbreit unter den 250W Brennern. Den Tieren geht es wunderbar. Nicht die Lichtmenge ist das Problem, sondern der Wechsel. Korallen aus dunkleren Becken stelle ich erst mal weiter nach unten.

    Gruß
    Stefan

  • Zitat

    Original von Holger Lührs
    Hallo Joe,

    Kann schon sein, ich habe den Bereich allerdings schon seit 2 Wochen teilweise abgedeckt, ohne das sie sich wieder geöffnet hätte.
    Ich werde erst mal nur 2 Röhren zurücktauschen und beobachten.

    Gruß Holger

    ...ich halte es für keine gute Idee! Es ist weniger die optische Helligkeit warum die Gorgonie zu bleibt!

    Wenn du mehr Licht durch stärkere Beleuchtung hast ändert sich die Biologie des Beckens. Schließlich ist Licht eine Energie-Strahlung und kein bloßer optischer Effekt.

    Wenn es "nur" das Licht wäre... dann sollte sie nachts aber auf sein! :wink


    Gruß Sven

  • OK,
    ich lass erst mal alles so und warte weiter ab.
    Geduld ist bei unserem Hobby ja eine der wichtigsten Zutaten,

    Vielen Dank für eure Meinungen!

    Gruß Holger

  • Von den 64.000 lux die ausgerechnet worden sind, sind 1cm unter der Wasseroberfläche aber nur noch 30% vorhanden, alleine schon dur die Reflektionen der Oberfläche und gerade bei HQI verbreitert sich die ausgeleuchtete Fläche dadurch dass es sich um eine Punktförmige Leuchtquelle handelt sehr drastisch, d.H. die Leuchtintensität nimmt dramatisch ab.

  • Zitat

    Original von Stefan Flöring
    Von den 64.000 lux die ausgerechnet worden sind, sind 1cm unter der Wasseroberfläche aber nur noch 30% vorhanden, alleine schon dur die Reflektionen der Oberfläche und gerade bei HQI verbreitert sich die ausgeleuchtete Fläche dadurch dass es sich um eine Punktförmige Leuchtquelle handelt sehr drastisch, d.H. die Leuchtintensität nimmt dramatisch ab.


    Hi,

    hab doch geschrieben, dass das Wasser viel schluckt, aber in der Natur ist das nicht anders! (Wie ich mit den 30.000-12.000 Lux in 1-2m Wassertiefe auch so geschrieben habe, die 100.000 Lux gelten nur an der Wasseroberfläche, genau wie unsere 64.000 aus der Rechnung). Da die 100.000 aber nur für die Mittagszeit gelten, dürfte der Tagesschnitt bei blauem Himmel ungefähr bei unseren 64.000 liegen, von demher Gleichstand!

    Wieso sich die ausgeleuchtete Fläche dramatisch verbreitern sollte, verstehe ich nicht. Man platziert die Lampe ja normalerweise so, dass das komplette Licht ins AQ fällt, HQI hinterlässt am Rand ja sogar öfters mal Schatten. Ich hab dann einfach mal die AQ-Fläche mit 0,5qm genommen. Steinaufbau etc. als Oberflächenvergrößerung zählt nicht, gibts in der Natur auch. Einzig was zählt ist Licht/Quadratmeter Wasseroberfläche, was im Wasser dann geschieht ist doch egal.
    Klar, direkt unter der Lampe ist die Intensität viel höher und am Rand geringer, aber ich will nur mal das Mittel betrachten, also was im Becken ankommt - und das ist eben nicht viel weniger als in der Natur, wie so oft behauptet wird!


    Gruß
    Mark


    Edit:
    Um was konkretes zu sagen:
    Die 2x150W plus 96W T5 kommen dann ja recht gut an den oben errechneten Wert ran, sollten also ne gute Wahl sein

    2 Mal editiert, zuletzt von Mark83 (13. Juli 2007 um 14:25)

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