Fazit: Umbau von KVG auf EVG für HQI in Aquaconnect Power Riga

  • Hallo,

    ich habe ja schon länger mit dem Gedanken gespielt, meine Aquaconnect Power Riga auf EVG umzustellen, was die HQI Vorschaltgeräte anbelangt.

    Ich habe die Lampe: Aquaconnect Power Riga mit 2 x 250 Watt HQI (Hit) und 4 x T5 54 Watt.

    Durch einen Zufall bekam ich ein gebrauchtes Dual EVG von CoralVue in die Hände. Es ist ein externes Vorschaltgerät. Also konnte es gestern Abend los gehen. Ich verwende eine sog. Saunaleitung, die bis 500 Volt fest ist. Die kurzen Spannungsspitzen beim Zünden kann diese Leitung ab. Habe sie in der Hand gehalten, als die HQI zündeten und konnte nichts vernehmen :winking_face:

    Nach dem die Aquaconnect umgebaut war - Gott ich hasse diese Lampe und frage mich, was der Hersteller sich beim Zusammenbau dabei gedacht hat - konnte ich nun eine Vergleichsmessung des Stromverbrauchs durchführen.

    Vor dem Umbau, mit den herkömmlichen KGV haben meine beiden 250 Watt Brenner von BLV 14.000 K ca. 640 Watt verbraucht.

    Nach dem Umbau mit EVG verbraucht die gleiche Konstellation ca. 460 Watt.

    So ist es wohl richtig, dass das CoralVue EVG die HQIs mit 80% Leistung ansteuert. Im Gegensatz zu manchen Erfahrungsberichten, kann ich jedoch nicht davon sprechen, dass die Lampen dunkler leuchten würden. Ich kann ehrlich gesagt gar keinen Unterschied in der Helligkeit feststellen. Möglicherweise liegt es daran, dass das CoralVue EVG auf Brenner von CoralVue und Brenner von BLV abgestimmt ist. Es ist also durchaus möglich, dass mit Brennern anderer Hersteller es wieder ganz anders aussieht und diese tatsächlich dunkler leuchten.

    Nun, ein Verbrauch von 640 Watt zu 460 Watt ist nicht gerade wenig und der flackerfreiere Start sowie Betrieb lassen mich den Umbau nicht bereuen.

    Ein anderer Nebeneffekt ist, dass die Aquaconnect Lampe nur noch handwarm wird während des Betriebes. Als noch die alten KGV drin waren, konnte man die Lampe nach einigen Minuten Betrieb gar nicht mehr anfassen, so heiss war diese.

    Im Großen und Ganzen kann ich also jedem einen solchen Umbau empfehlen, falls Derjenige Brenner einsetzt, die zum EVG passen!

    Wollte Euch nur über meine Erkenntnisse informieren, da ich aus diesem Forum schon öfters viel Hilfe und Informationen bekommen habe und mich dafür auch revanchieren wollte.

    Falls jemand Fragen dazu hat, einfach hier bitte Nachfragen. Möglicherweise habe ich irgendwelche wichtigen Details ausgelassen.

    Viele Grüße
    Arthur

  • Moin Jürgen,

    weiß zwar nicht obs stimmt, aber Arthur hat dafür doch eine Erklärung genannt.

    Zitat

    Original von seaart
    Nach dem Umbau mit EVG verbraucht die gleiche Konstellation ca. 460 Watt.

    So ist es wohl richtig, dass das CoralVue EVG die HQIs mit 80% Leistung ansteuert. Im Gegensatz zu manchen Erfahrungsberichten, kann ich jedoch nicht davon sprechen, dass die Lampen dunkler leuchten würden. Ich kann ehrlich gesagt gar keinen Unterschied in der Helligkeit feststellen. Möglicherweise liegt es daran, dass das CoralVue EVG auf Brenner von CoralVue und Brenner von BLV abgestimmt ist. Es ist also durchaus möglich, dass mit Brennern anderer Hersteller es wieder ganz anders aussieht und diese tatsächlich dunkler leuchten.

    Wäre zumindest eine (für mich) schlüssige Erklärung.

    LG Tjark

  • Ja 2 fragen hätt ich da !!
    1. was ist eine Saunaleitung ??
    2. hast du das EVG in die lampe eingebaut oder extern stehen ?? in die Lampe währ dann ne Künstlerrische meisterleistung !!
    habe auch eine Power Riga und die Hitzeentwicklung ist enorm ( bzw die geräusche beim abkühlen wenn sich die HQI ausschaltet !!)
    ansonsten danke :thup denn bin schon seit lägerem am überlegen ne andere lampe oder was ändern , aber ist immer ne kostenfrage bei unserem hobby !!
    Fotos vom Umbau wirst du net haben oder ??
    gruß und danke für den tipp
    bobmarley

  • Hallo,

    1. Es ist eine Silikonleitung, die bis 180 Grad Celsius ausgelegt ist.

    2. Das EVG steht extern. Die Lampe wird nun nicht mehr als Handwarm und die abartigen Geräusche beim Betrieb sind auch alle verschwunden. Wenn die Riga standardmäßig mit EVG angeboten würde, wäre sie eine sehr gute Lampe. Fotos habe ich leider nicht.

    Artur

  • Dank dir !!
    gruß
    bobmarley
    PS.: werd demnächst auch umbauen , schon wegen den geräuschen und der stromrechnung zuliebe !!

  • HI,
    Also ich würde schon ein hochspannung-geeigentes Kabel verwenden .
    Die Zündspannung einer HQI beträgt normalerweise ca. 4000 V.
    Ein normales Kabel ist - meines Wissens - für 1000 V ausgelegt.

    Da eine HQI aich nich ziemlich viel Strom braucht, dürfte der Zündspannungsimpuls nicht so besonders "gesund" sein.

    Konrad

  • edit: Das Forum ist keine Verkaufsbörse. Für Verkäufe gibt es das Suchen/Bieten-Board

    @Admins: Danke für die schnelle Korrektur!
    ***Gern geschehen :grinning_squinting_face:

    2 Mal editiert, zuletzt von dgm (17. Mai 2007 um 14:58)

  • Hallo,
    also mich würde es stören, dass die EVGs die Lampen nur mit 80 % ansteuern. Auch wenn du mit den Augen keinen Unterschied sehen kannst..

    Die 100 Watt weniger Leistung die in die Lampen gehen, wirst du auch an Lichtverlust haben. Wenn nicht noch mehr, weil die Lampen nicht mehr den optimalen Wirkungsgrad haben.

    EVGs sind sicher besser und stromsparender, aber nicht wenn sie die Lampen nicht auf 100 % ansteuern.

  • Zitat

    Original von Thomas Labuske
    Hallo,
    also mich würde es stören, dass die EVGs die Lampen nur mit 80 % ansteuern. Auch wenn du mit den Augen keinen Unterschied sehen kannst..

    Die 100 Watt weniger Leistung die in die Lampen gehen, wirst du auch an Lichtverlust haben. Wenn nicht noch mehr, weil die Lampen nicht mehr den optimalen Wirkungsgrad haben.

    EVGs sind sicher besser und stromsparender, aber nicht wenn sie die Lampen nicht auf 100 % ansteuern.

    EVGs starten mit 80% der Lampenleistung. Recht schnell kreuzt sich dann der (potentiell erreichbare) Lichtstrom nach der Einbrennphase mit der Lampenleistung. Bei konventionellen VGs nimmt der Lichtstrom recht schnell ab, während bei den EVG nachgeregelt wird. Somit gewährleisetn EVGs nicht nur insgesamt einen höheren Dauerlichtstrom, sondern auch eine wesentlich längere Lebensdauer.
    Zumal ich bei mir neben den Messungen der Lampenleistung auch noch eine (subjektive) weitaus längere "nicht-grün-gelbe-Phase" feststellen konnte. Ergo: Die Helligkeit und Lichtfarbe bleibt länger konstant. Und das wiederum mögen die Tiere (und Betrachter).

    Einmal editiert, zuletzt von dgm (17. Mai 2007 um 14:24)

  • Also ich hab meine Riga mit 2x150 Watt +2x 54Watt T5 ganz einfach "getunt". Hab die Vorschaltgeräte mittels Gummischeiben und längeren Schrauben vom Gehäuse entkoppelt. Hatte noch nie Geräusche, weder beim Zünden noch beim Betrieb. Aber mein Vorbesitzer meinte auch, "dass die manchmal brummt" und dann ein kleiner klaps aufs Gehäuse wirken sollte.
    Wiegesagt, hatte durch meinen Umbau nie Probleme

    Gruß Matthias

  • Zitat

    Original von dgm

    EVGs starten mit 80% der Lampenleistung. Recht schnell kreuzt sich dann der (potentiell erreichbare) Lichtstrom nach der Einbrennphase mit der Lampenleistung. Bei konventionellen VGs nimmt der Lichtstrom recht schnell ab, während bei den EVG nachgeregelt wird. Somit gewährleisetn EVGs nicht nur insgesamt einen höheren Dauerlichtstrom, sondern auch eine wesentlich längere Lebensdauer.
    Zumal ich bei mir neben den Messungen der Lampenleistung auch noch eine (subjektive) weitaus längere "nicht-grün-gelbe-Phase" feststellen konnte. Ergo: Die Helligkeit und Lichtfarbe bleibt länger konstant. Und das wiederum mögen die Tiere (und Betrachter).

    Also das kann ich nicht nachvollziehen.
    Obwohl ich nur 80 % an Energie reinstecke, soll trotzdem der Lichtstrom höher sein ?
    Ich sehe das eher so: Bei KVGs Leuchten die Lampen am Anfang bei 100 % Power auch zu 100 %. Irgendwann lässt der Wirkungsgrad nach und trotz 100 % Power kommt nur 80 % Lichtleistung.

    Bei den EVGs wird bei neuen Brennern die Power auf 80 % reduziert und somit auch die Lichtausbeute auf 80 %. Wenn dann auch hier nach ein paar Monaten der Wirkungsgrad des Brenners sinkt, steuert das EVG den Brenner mit mehr Power an um die 80 % Lichtleistung konstant zu halten.

    Das ist dann zwar gleichmässig, aber halt gleichmässig schlecht. Und das ist alles nur Theorie. Woher will das EVG wissen , wie schnell der Brenner altert. Jeder Brenner ist anders.Vielleicht gibt es bald Brenner , die den Wirkungsgrad viel länger konstant halten. Dann fahre ich die ganze Zeit auf 80 % für nix . Vielleicht wechsel ich die Brenner auch , bevor sie an Leistung verlieren, auch dann habe ich auf umsonst auf 20 % Lichtleistung verzichtet .

    Für mich ist das eher ein unfaires Verkaufsargument. Es werden so Leistungsaufnahmen zwischen KVG und EVG verglichen und mit den enormen Stromeinsparungen geworben, obwohl das EVG nur auf 80 % läuft.

  • na, ich weiß nicht recht,
    ...ich habe nun seit fast 5 Monaten jeweils 1 BLV 14k 400W an einem EVG , das selbe nochmals an einem KVG hängen. Beide beleuchten die gleiche Pfütze. Ich wollte mal den vielbeworbenen Unterschied erleben.
    Es bräuchte viel Einbildungskraft, da jetzt etwas zwischen Zündverhalten, Flackerfreiheit, Lichtfarbe, Wärmeabgabe der VG's zu differenzieren. Ich kann keinen Unterschied erkennen (außer dem markanten Brummen bei einschalten des KVG)
    Zum Stromverbrauch/Einsparung kann ich nichts sagen, da mich das wenig tangiert.
    Der Stromverbrauch der KVG wird sowieso immer überbewertet. Sicher gibts da Unterschiede zwischen den Marken, aber nur im Promille-Bereich.
    Ich werde natürlich auch mal andere Lichtfarben mit dem Probedoppel austesten.
    Nur bis jetzt hat mich eigentlich nichts überzeugt, meine ganzen HQI's auf EVG umzurüsten. :face_with_rolling_eyes:

    Zitat

    Die Lampe wird nun nicht mehr als Handwarm

    ...mit EVG....
    das kann ich jetzt nicht nachvollziehen :confused_face:
    Extra zum Test betreibe ich beide Brenner an jeweils einem offenen Reflektor. 'Heiligs Blechle' :grinning_squinting_face: , an beiden verbrennt man sich die Griffel :face_with_tongue:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (18. Mai 2007 um 00:09)

  • Bei mir war der Auslöser für den Umbau ein -wie sich später herausstellte- Fertigungsfehler bei den KVGs (Vergussmasse wurde flüssig, wenn heiß, dadurch vibrierte das ganze Kram und brummte wie nicht gescheit), der den WAF (Women Acceptance Factor) in den tief negativen Bereich verschob :winking_face_with_tongue:

    Erst nach dem Umbau habe ich dann mit Messungen begonnen (der WAF war wieder auf ausgezeichnete Werte gestiegen...). Auf lange Sicht gesehen bringt -meiner Meinung nach- der Umbau auf EVGs mehr Lichtausbeute pro Leuchtmittel (höhere Nutzungsdauer) und bei 80% Leistung kriegt man auch mehr als 80% Lichtstrom, da in den oberen 20% die Lichtleistung -nach meinen Messungen und z.B. Osram- nicht linear ansteigt. Siehe Stefan: Unterschied ? Optisch keiner und messtechnisch auch nicht so richtig...

    Bei der Wärmeentwicklung... Nun ja, die Verlustleistung wird herabgesetzt, aber die Hauptwärme kommt immer noch vom Brenner. Ob man sich die Griffel jetzt nach 5 Sekunden oder nach 2 Sekunden verbrennt? Bei > 49 Grad machts so oder so AUA :grinning_squinting_face:

    Ach ja: Alle Flutlichtanlagen werden mit EVG realisiert (die ganz alten mal ausgenommen). Wenn die Lampen so viel dusterer wären (20% nimmt auch das Auge deutlich wahr) wären da bestimmt schon heftig beworbene Alternativen auf dem Markt.

  • Hai,
    unbestritten mögen die EVG's sicherlich auch Vorteile haben; und wenn sichs nur um die Verlängerung des Brennereinsatzes dreht. Das denke ich, ist auch die Prämisse bei Hallenbeleuchtungen. Da ist das Farbspektrum über die Einsatzdauer relativ egal. Die laufen eh alle mit 6k.
    Eigentlich sollte ich es nicht schreiben, aber die Brenner müssen bei mir neben den Röhren immer um die 2 Jahre halten. Grund dafür ist die Arbeitsscheu des LM-Tausches bei 20 Brennern und 60 Röhren.
    Bei den Röhren wirkt sich das EVG erwiesenermaßen nicht sonderlich auf die LM Einsatzverlängerung/gleichbleibendes Farbspektrum aus.Da ist das Maximum an Lichtausbeute schon nach 4 Monaten ausgereizt und dann gehts bergab.
    Insofern ist das Argument bei den HQI-EVG's schon sehr schwammig, außer o.g. Grund.
    Auch sollte man bedenken, das die Brenner (einer k Serie) nie zu 100% identisch sind.
    mbb hier aus dem Forum hatte 3 AC 14k Brenner an EVG's und eine wunderbare Ampellicht-Mischung erzeugt.
    Und spätestens seitdem glaube ich nicht mehr Aussage, dass die EVG's auf die Aquaristikbrenner abgestimmt sein sollen.

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Original von kenny
    Bei HQI haben EVG einen enormen Einfluss auf die Haltbarkeit. Wie es mit der Farbstabilität aussieht kan nich allerdings nicht sagen.

    ööhm,
    hab ich was anderes geschrieben :confused_face: ....

    Zitat

    Soweit ich weiß ist doch auch die Netzspannung für die VSG ein sehr wichtiger Faktor. Und da haben die EVG (soweit ich weiß) klar die besseren Karten


    ...so wie ich das verstehe, ist die Spannung, die aus dem EVG rauskommt, wichtiger, als die Spannung der Stromaufnahme.
    Klar, wenn die KVG anspringen, kann man sich beim Geräusch des Brummens schon denken, was da an Spannungsspitze durchgeht. Für Brenner sicherlich nicht besonders bekömmlich.
    Andererseits, wenn ich meinem Vergleichsdoppel bei gleichzeitiger Brennerzündung zusehe, wüßte ich jetzt nicht, welchem Brenner ich nun welches VSG zuordnen sollte. Absolut kein Unterschied. Liegt aber vielleicht auch am hochwertigen Zündgerät des KVG, denn da gibts viel Klump am Markt.

    Servus
    Stefan

  • Ich hab das eigentlich anders gemeint: So ein KVG ist ja nix anderes als ein "gepimpter" Trafo, der die Netzspannung in eine andere verwandelt (lassen wir mal den Zündvorgang weg, denn für sowas gibts ein Zündgerät).
    Da so ein Trafo aber mit dem Verhältnis der Windungen zueinander arbeitet (und die ist ja konstant, da das der Hersteller bestimmt, wie oft der Kern umwickelt wird), ist der Ausgangsstrom vom Eingangsstrom direkt proportional abhängig. D.h. 220 Volt rein 100 Volt raus. 240 Volt rein 110 Volt raus. (Die Zahlen sind nur angenommen und gerundet, ich weiß nicht genau welche Betriebsspannung HQIs haben!)
    Also ist die Betriebsspannung der HQI-Brenner stark von den Netz-Spannungsschwankungen abhängig.
    Und diese Abhängigkeit wird von EVG kompensiert, da sie eben nicht konstant sondern variabel arbeiten.

    Edit: Hab gerade gegoogelt und ein 250Watt HQI hat 135 Volt Betriebsspannung bei 2,15 A

    Gruß Matthias

    Einmal editiert, zuletzt von Matthias Mühlbauer (18. Mai 2007 um 20:35)

  • Hi Alle,
    ich denke, es wäre Klasse, wenn sich mal jemand äußert, der wirklich weiss, was passiert .
    Meines Wissens bildet die Wicklung des konventiellen VG einen induktiven Widerstand, der den Strom durch den Brenner begrenzt.
    Bei Induktivitäten gibt es dann eine Phasendifferenz zwischen Strom und Spannung, damit sind dann normale Leistungsmesser überfordert.

    Konrad

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!