Hallo,
Nachdem ich heute wieder sehen kann, möchte Euch kurz mal einen kleinen Erfahrungsbericht nach meiner "Xenienernte" abliefern.
In einem anderen Thread wurde ja bereits mehrfach die Giftigkeit von einigen Krusten beschrieben und Michael hat ja bereits ausreichend Erfahrung mit den Tieren gesammelt. Das es mich nun aber von lumpigen Xenien erwischt, hatte ich bisher für ausgeschlossen gehalten.
Vorweg, ich bin kein Allergiker und auch sonst derzeit kerngesund. Vorvorgestern machte ich mich ran, um meine Xenien, die meine SPS ärgern, endgültig aus dem Becken zu verbannen. Mit Pinzette und Kescher bewaffnet machte ich mich insgesamt 1,5 Stunden an die Arbeit und rupfte alles greifbare raus. Ca. 3 Stunden später fingen meine Augen an zu brennen, gut, da war es 2 Uhr nachts und ich schob es auf Müdigkeit. Also ab ins Fach, aber kaum die Glüsen zu und Licht aus, manifestierte sich dieses Brennen. Ich konnte die Augen nicht mehr öffnen, meine Nase lief wie der Rücklauf aus dem TB und ich rannte völlig planlos den Rest der nacht durchs Haus. Da ich aus dem med. Bereich komme, hab ich immer irgendwelche Medikamente im Haus. Also rief ich am frühen Morgen eine Mitarbeiterin an, um zu mir zu kommen und mir was zu spritzen. Bin erstmal von ner Allergie a la Heuschnupfen ausgegangen. Schließlich ist irgendwann immer das erste Mal. 100 mg Prednisolut i.v. haben dann nach 20 min. bewirkt, dass ich die Augen leicht öffnen konnte. Dann ab zum Doc, der es auch für ne Allergie hielt. Ich hatte ihn aber über mein Gemetzel vom Vorabend aufgeklärt. Er gab mir dann noch einige Antiallergikas und wieder ab nach Hause. Letzteres hat garnicht geholfen, also abends nochmal 100 mg Pred um schlafen zu können. Am nächsten Tag ging es dann halbwegs. Die Schleimhäute schwollen ab, nur die ausgeprägte Konjunktivitis blieb. Weiterhin mit Antiallergikas vollgestopft ohne signifikante Verbesserung. Heute war es dann wieder gut. Augen noch leicht gerötet aber sonst alles i.O.
Da sich die Wetterlage in den letzten 3 Tagen nicht geändert hat, hätte sich bei einem Heuschnupfen o.ä. die Situation kaum gebessert und alle verfügbaren AA's haben ja auch nichts gebracht.
Kann es sein, dass Xenien ebenfalls Gifte o.ä. absondern und somit toxisches Potential ohne Letalität haben?
Ich habe wirklich Wälder gerodet. Das war schon lange fällig. Da sich aber immer was von den Biestern irgendwo festklammert, gehe ich davon aus, die Aktion wiederholen zu müssen. Dann will ich aber vorbereitet sein. Meine Krusten hab ich nicht angefasst.
Gruss Mario
