Si/PO4 gegenseitige Beeinflussung

  • Hi zusammen,

    ist euch eine gegenseitige Beeinflussung von Si und PO4 bei den Wassertests bekannt. Ich meine z.B. zeigt der PO4 Test zu hohe Werte an, wenn PO4 sehr niedrig und Si sehr hoch ist?

    MfG Marcus

  • Das Problem ist, daß mit den üblichen blaufärbenden Aquarientests sowohl Silikat als auch Phosphat erfaßt werden.
    Das hat allerdings mit gegenseitiger chemischer Beeinflussung nichts zu tun.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo Marcus,

    der Phosphattest baut zwar wie der Silicattest auf den gleichen Farbstoff, einen Molybdänkomplex, auf.
    Jeder vernünftig konstruierte Phosphat- bzw Silicattest verhindert aber die gegenseitige Beeinflussung
    zB duch unterschiedliche pH-Einstellung und Zusatzstoffe.

    Gäbe es bei deinem Tests Quereinflüsse, dann hätte der Hersteller geschlampt.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von Armin Glaser
    Gäbe es bei deinem Tests Quereinflüsse, dann hätte der Hersteller geschlampt.

    Hi Armin

    Wenn die Hersteller alle so supergenau arbeiten würden, dann hätten wir doch auch keine Probleme bei den anderen Tests und könnten selbst mit einem Tetra oder Sera Test gute Ergebnisse erzielen.
    Hast Du zufällig mal die Beeinflussung von PO4 Tests durch SiO2 überprüft?

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • soso,
    dann wird wohl auch bei Merck geschlampt; -oder warum sollte beim so supergenauen Merck-Aquaquant die Ablesung des PO4 Wertes im Zeitraum nach einer Minute erfolgen?
    Wenn man die Probe nämlich erst nach 5 Min. abliest, ist sie schon eingebläut (ich gehe jetzt von zu messenden Werten um die 0.04mg auis); nach einigen Stunden dunkelblau. Nach Tagesfrist ist die Farbe der Probe dann wieder auf Ursprungsfarbe zurückgekehrt.
    Si spielt hier in ganz gewaltigem Umfang an der Farbgebung nach dem angegebenen Zeitfenster der Bestimmung mit.
    Ich verwende zwar Reinstwasser zur Wasserherstellung bei Wasserwechseln, aber in den Salzen ist immer eine gewisse Menge Silikat vorhanden,-zumindest soviel, um die Tests zu beeinflussen.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,

    da bringst du 2 Sachen durcheinander. Natürlich hat fast jeder Test einen defiinierten Ablesezeitpunkt,
    an dem bei Zimmertemperatur der geringste Fehler angezeigt wird.
    Dass ein Test vorher und nachher was anderes anzeigt ist keine Schlamperei, sondern der Vielzahl der ablaufenden
    Reaktionen und deren Geschwindigkeit geschuldet. Wenn du erst Stunden später abliest, kannst du keine vernünftige
    Aussage mehr erwarten. Dann hängt der Wert von allem möglichen ab, da kann der Silicatgehalt genauso eine Rolle
    spielen wie die Zimmerluft.

    Jedenfalls wird die Frage der Silicat/Phosphatbeeinflussung in der Meerwasseranalytik schon seit den fünfziger Jahren
    des letzten Jahrtausends untersucht, denn aus dieser Zeit stammen die verwendeten Messprinzipien. Und immer
    war das Ergebnis, dass eine Beeinflussung ausgeschlossen wird.

    Angaben aus dem von mir verwendeten Machery-Nagel Test :
    Phosphattest: SiO2 bis 10 mg/l stört nicht
    Silicattest: Phosphat bis 20 mg/l stört nicht

    Und mehr habe selbst ich nicht in meinen Becken =)

    Gruß Armin

    Gruß Armin

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