Silikat ohne Ende aus Riffkeramik

  • hallo,

    um das Einschleppen von Silikat ins MW-Becken zu vermeiden, hatte ich mich entschlossen, meine Riffkeramik
    (eine 30 er und eine 40 er Säule) vorher zu wässern.
    Ich wässere mit 100 l Reinstwasser (Silikat = 0) bei gleichzeitiger Filterung mit Silicarbon.
    Wöchentlich ersetze ich das Wasser durch neues Reinstwasser, alle 2 Wochen ein neuer Beutel Silicarbon.
    Nach der 1. Woche hatte das Wasser 10 mg Sio2/liter, nach der 2. Woche 8 mg, nach der 3. Woche 5,8
    und jetzt nach 4 Wochen immer noch 2,8.
    Nicht auszudenken, wenn das im MW-Becken abgelaufen wäre.
    Ist das normal ?

    Euch allen schöne Feiertage

    Guss Harris

  • Hm, keine Ahnung, ich habs laut Anleitung einfach abgespült, rein ins Becken und für die erste Zeit ne packung Silikarbon in den Filter.
    Nachgemessen hab ich nie, hatte auch so gut wie keine Schmieralgen.

    Ich denke du machst etwas zuviel Gezeter drumrum.

    Olli

  • Hallo
    keine Ahnung , ob das so richtig ist,aber warum verbrauchst du das teuere Silicarbon beim spülen ? Wechsel doch einfach das Wasser

    Gruß Thomas

    Einmal editiert, zuletzt von Thomas Labuske (24. Dezember 2006 um 15:52)

  • Vor fünf Jahren konnte man Silkat mit handelsüblichen Tests noch nicht mal messen und trotzdem gibt´s seit 15 Jahren tolle Aquarien die ausschließlich mit Riffkeramik eingerichtet wurden.

    Silikat ohne Ende aus Riffkeramik Nicht auszudenken, wenn das im MW-Becken abgelaufen wäre.

    Das was bei allen anderen auch abgelaufen ist, je nach Geduld bei dem einen besser, dem anderen schlechter.
    Das Substrat unserer gesamtem Ostseeküste besteht aus Quarzsand (SiO[t]2[/t]), da sieht´s auch nicht überall aus, wie im Hafenbecken...

    Nun mal keine Panik zu Weihnachten und schön geduldig das Aquarium einfahren (siehe unseren Katalog) das wird schon.

    Und jetzt: Frohe Weihnachten!

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • hallo,
    Eure (bisherigen) Antworten verblüffen mich schon sehr
    wozu dann teure Osmoseanlagen mit angeschlossenen Reinstharzfilter
    ich denke, so einfach kann man sich die Antwort nicht machen
    oder man sollte die MW-Aquaristik neu schreiben
    bis heute gibt es tatsächlich keinen Silkat-Test, der annähernd richtige Werte liefert
    deswegen sind meine Werte Laborwerte
    ich werde weiter spülen bis 0,1 mg
    vermutlich werden bis dahin noch weitere 4 Wochen vergehen
    auf die Endabrechnung bin ich gespannt
    da habe ich mir aber ein schönes Weihnachtegeschenk bereitet

    Harris

  • Hallo Harris !

    Das in Riffkeramik Silikat in nicht unerheblichen Mengen vorhanden ist, habe ich ja auch schon einmal geschrieben.

    Im Gegensatz zu Dir hatte ich leider meine Riffkeramik aus Unwissenheit nicht gewässert, sondern gleich ins Becken eingesetzt. Das hatte zur Konsequenz, das ca 1,5 Woch später die ersten Cyanos aufgetaucht sind.
    Nach endlosen und erfolglosen Kampf gegen die Cyanos habe ich dann eines Tages zu einem Silikatabsorber gegriffen und nicht mal eine Woche später war Ruhe ! Cyanos weg !
    Aus meiner Sicht ein klarer Indikator dafür, das es einen kausalen Zusammenhang zwischen Silikat und Cyanos gibt.

    Viele Grüße,
    Claus

  • Hallo!

    Ich habe eine ca. 50er Säule, eine ca. 30er Säule, eine große Platte und zwei große Bögen verbaut.

    Hab die Keramik einfach eine Woche in die Badewanne gelegt, dann abgebraust und verbaut.

    Eingesetzt wurde die Riffkeramik am 14.10. ins frisch gesalzene Wasser.

    Hier mal die Wasserwerte im Verlauf:
    19.10.2006: Si-1=1mg/l
    25.10.2006: Si-1=0,25mg/l
    03.11.2006: Si-1=0,25mg/l
    08.11.2006: Si-1=0,25mg/l
    16.11.2006: Si-1=0mg/l

    Seit dem ist Si nicht mit herkömmlichen Test nicht nachweisbar. Die Schmieralgenphase dauerte max. 3 Tage und war kaum sichtbar.

    Würde jederzeit wieder Keramik verwenden, machte überhaupt keine Probleme.

    Jetzt nach knapp zwei Monaten ist die Keramik schon sehr schön rot und rosa überzogen.

    :wink
    Micha

  • hallo,
    ich setze seit 4 Wochen Reinstwasser und Silicarbon ein und bin bei 2 mg - wie schaffen es andere Glückspilze mit einmals kurz abspülen , eine Woche Badewanne oder einfach rein ins Becken
    da liegen ja Welten zwischen diesen Erfahrungsberichten
    meine Werte sind Laborwerte (Photometrie) und keine "Lackmustestwerte"
    vielleicht habe ich auch nicht die richtige Keramik, das richtige Silicarbon oder was weis ich
    vielleicht arbeite ich auch für Aqua Verhältnisse zu genau
    irgendwie müssen doch die extrem unterschiedlichen Ergebnisse zustande kommen ?

    Harris

  • hi harris,

    in der riffaquaristik ist alles richtig und garnichts.

    das wichtigste, sich nicht verrückt machen.

    wir haben noch niemals einen silikatadsorber verwand und kippen das wasser aus der leitung direkt ins becken.

    da kommt der kunde und erzählt stolz, dass er seine roten beläge irgendwelcher art mittels
    nachgeschaltetem reinstwasserfilter hinter der osmose wegbekommen hat und n paar monate später
    steht er heulend da: trotztdem sind die beläge wieder aufgetaucht....

  • Hmmm, wie es scheint, haben allen anderen es bisher falsch gemacht und das seit Jahren.....


    Komisch nur, das die Becken alle prima eingelaufen sind.... :wink

    Hast du Riffkeramik von Korallenwelt oder ne andere, Harris?


    Olli

  • hallo Joe,

    vielleicht hast Du recht
    einfach mein Leitungswasser mit 11 mg SiO2 nehmen -. und wenn mein Horoskop stimmt wird alles gut
    nein, mit etwas Wissenschaft sind die von mir beschriebenen Fakten nicht zu erklären
    im Dunkeln lässt sichs gut munkeln - scheint auch auf die MW-Aqua zuzutreffen
    da ist man im 21. Jh. schon (etwas) sprachlos über soviel Ratlosigkeit bei einem eindeutig definierten Vorgang ohne Unbekannte

    Gruss Harris

  • Hi zusammen

    wir haben ja nun ein ganzes Becken voll Riffkeramik :smiling_face:
    Wohlwissend das Silicat drinn ist, (da es ohne nicht geht) ist sie erst mal eine Weile gewässert worden und nun im Becken fährt gleichzeitig Silicarbon mit. Mir ist klar das es ohne nicht geht.

    Ich gehöre allerdings auch zu den Leuten die Osmose mit nachgeschalteten Reinstwasserfilter nutzen. Die Wasseraufbereitung ist in meinen Augen das A und O auch wenn es bei anderen auch ohne zu gehen scheint :smiling_face:

    Und ja ganz sicher sogar gibt es einen Zusammenhang zwischen Cyanos und dem was man zuführt... *g* Das mägen Silicat sein, das können auch Aminos sein. Viele Dinge die als Nahrungsgrundlage verwendet werden.

  • Zitat

    Original von Robert Baur
    Wohlwissend das Silicat drinn ist, (da es ohne nicht geht) ist sie erst mal eine Weile gewässert worden und nun im Becken fährt gleichzeitig Silicarbon mit. Mir ist klar das es ohne nicht geht.

    moin,

    das stimmt so meiner erfahrung nach nicht :winking_face:

    meine beckendeko besteht zu 50% aus keramik (schätzungsweise 150-200kg), zu 50% aus ls.

    die erste hälfte keramik wurde ausgiebig gewässert, die zweite lieferung aus zeitgründen nur gut abgespühlt!

    salzwasser wurde mit osmosewasser angesetzt, silicarbon o.ä. hab ich nie benutzt, getröpfelt zugegebenermaßen auch nicht.

    trotzdem war meine einfahrphase ganz normal, kieselalgen wurden schnell von meinem reinigungstrupp beseitigt, danach keinerlei sichtbare probleme mit silicat, und ich werde mir auch keine zurechtmessen :winking_face:

    mfg
    michael

  • Hi Michael

    Ja logo, auch im Glas...

    Kein Leben ohne Silicat :smiling_face: Es ist ein Grundbaustein und in fast allem enthalten... und es gibt Fische die es sogar gerne mögen :smiling_face: Denken wir nur an Ctenochaetus Doks...

    mfg
    michael

  • 50% Lebendgestein, 50% Riffkeramik (damals nur kurz abgespült und dann eingesetzt), Osmoseanlage hab ich nicht, Silicarbon o.ä. nie eingesetzt, Algen kenn ich nicht.

  • Hi Michael

    Ja logo, auch im Glas...

    Kein Leben ohne Silicat :smiling_face: Es ist ein Grundbaustein und in fast allem enthalten... und es gibt Fische die es sogar gerne mögen :smiling_face: Denken wir nur an Ctenochaetus Doks...

  • Zitat

    Original von mbb
    Hi Michael

    Ja logo, auch im Glas...

    Kein Leben ohne Silicat :smiling_face: Es ist ein Grundbaustein und in fast allem enthalten... und es gibt Fische die es sogar gerne mögen :smiling_face: Denken wir nur an Ctenochaetus Doks...

    moin,robert

    was hast du denn jetzt angestellt :winking_face_with_tongue:

    mein post ist weg, da steht jetzt in meinem "fach" :grinning_squinting_face: dein beitrag als doppelpost :winking_face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von Harris
    einfach mein Leitungswasser mit 11 mg SiO2 nehmen -.

    hi harris,

    nach aufkunft unseres wasserwerkes sind hier 7mg sio2 im wasser.

    zwar nicht soviel wie bei euch aber unglaublich hoch für so manchen aquarianer, der auf nullwerte als einzig richtige richtung schwört.

    nur zur info.

  • Hi Harris,

    nur so ne Idee: Wenn Du die Keramik in der Badewanne wässerst, hast Du keine Verbraucher außer dem Silicarbon. Im Aquarium wird das Silikat sicherlich von diversen Organismen gebunden, und somit nicht mehr messbar oder sogar mit der Filterung aus dem Becken entfernt. Das würde erklären, wieso Du so hohe
    r Werte misst.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Hier in MacPomm hängen überall Werbeplakate mit einem wirklich guten Spruch:

    EINFACH ANFANGEN!

    Wenn alle immer nur Werte gemessen hätten, bevor es losgeht, gäbe es bis heute kein einziges Meeresaquarium.

    Silicium ist wichtiger Bestandteil vieler mariner Organismen im Aquarium und kein Teufelszeug. Ähnlich dem Phosphat. Natürlich macht es die Menge, aber es wird nicht so viel ausgespühlt, daß man sein Aquarium damit nicht einfahren kann. Eine genaue Anleitung findet sich ja im Katalog und unsere Händler sollten diese Tipps ja auch parat haben, dann passiert auch nichts, was nicht in jedem Aquarium ohne Riffkeramik auch passieren kann.

    Das Becken auf dem Bild links enthält 7 Kubikmeter Keramiksteine auf 18 Kubikmeter Inhalt und es ist auch keine Katastrophe. Natürlich braucht es länger zum Einfahren und ein paar mehr Schnecken (ca 3000) aber es funktioniert sogar ohne Silikarbon, da die benötigte Menge mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit zu viele andere Bestandteile binden würde.

    Es wachsen auch genügend pelagische Kieselalgen, die einfach durch den Abschäumer, einen Bubble King 500, ausgetragen werden. Auf diese Weise wird das Silikat sozusagen "auf natürlichem Weg" entfernt.

    Das kann auch jeder Aquarianer in kleinerem Maßstab zu Hause.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hallo!

    Hat mal jemand überhaupt den Zusammenhang Silikate und Cyanobaktien (sind wohl die Schmieralgen gemeint) untersucht?
    Da gibt es meines Wissens nach gar keinen. Kieselalgen, unter Umständen ja. Die brauchen Silikat für ihre Zellwand. Aber Cyanobakterien. Da finde ich ausser Kohlenhydraten,Peptiden und Lipiden leider nix was nach Atom Si ausieht.

    Ich wage zu behaupten, dass die Osmoseanlagen eine ganz andere Funktion als das nur entziehen von Silikaten aus dem Leitungswasser ausüben. Reines Wasser herzustellen, dass standardisiert ist und mit den Meersalzmischungen auf gute oder richtige Ionenkonzentrationen eingestellt wird. Könnte ja sein, dass einer ein sehr Calcium oder Kalium oder Eisenhaltiges Wasser hat, was zur Folge hat, dass sein Aquarium ein ganz anderes Verhältnis von Ionen besitzt als jemand anderes (Als Beispiel: Pizza und Backofen, man hat mir mal gesagt die ganze Vorheizerei, sei Quatsch und Energieverschwendung. Aber jeder Backofen wird unterschiedlich schnell heiss. Deswegen Vorheizen, dann haben alle den gleichen Start)
    UM provokant zu sein, ich hätte keine Bedenken 50mg/Ltr. Silikat im Becken zu haben. Der ganze Meeresboden besteht doch fast nur aus Silikaten.

    Mit gesten Grüßen
    Christoph

  • Es soll auch Aquarianer geben, die Silikat zudosieren :smiling_face:

    Ich würde mir darüber auch erst Gedanken machen, wenn die Cyanos oder irgendwelche Algenplagen nicht von alleine weggehen - falls überhaupt welche kommen. Silikatfreihes Wasser ist sicherlich nicht natürlich und es gibt eigentlich keinen Grund, das auf 0 zu fahren, außer man hat eben eine Plage.

    Viele Grüße,

    Wolfgang

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    EINFACH ANFANGEN!
    Wenn alle immer nur Werte gemessen hätten, bevor es losgeht, gäbe es bis heute kein einziges Meeresaquarium.

    hi,

    ein wahres wort gelassen ausgesprochen.

    wenn ich manchmal mit anfängern spreche, die seit 8 wochen ihr becken laufen haben und mir
    erzählen, dass sie erst noch die ca und mg-werte auf stand bringen müssen, bevor der erstbesatz mit keniabäumchen und co reinkommt, krieg ich fast ne kriese..... :face_with_rolling_eyes:

  • Hi Christoph

    Nein das wohl nicht.

    Aber es ist frappiernd zu sehen wie gute Cyanos wachsen wenn Silicat ins Becken kommt. Ich gehe auch davon aus das Kieselalgen das Silicat nutzen und diese wiederherum für die Cyanos auch nicht unwichtig sind. Bweise keine... aber oft ist es so das bei Reduzierung des Silicates eben auch das Cynaowachstum etwas nachlässt.

    Aufgrund schlechter Erfahrung verzichte ich gänzlich auf Silicate im Wasser sofern mit das möglich ist :smiling_face:
    Ich weiss sehr wohl das im Meerwasser ein Wert von 3 mg Silicat gemessen wird. ABer nichts desto trotz es gibt oft so unschöne braune Beläge auf dem Bodengrund das ich dann doch ganz sicher auf Silicat und Kieselalgenwachstum zurückführe.

    Aber es ist nicht so das ich mich vor Silicat fürchte, denn sonst hätten wir kaum das ganze Becken vorller Keramik gestellt *eg*

  • Hallo zusammen,

    ich verfolge diesen Thread jetzt länger und möchte hier mal kurz meine eigene Erfahrung mit einbringen.
    Nachdem mich mein Supergau gezwungen hat, die Unterbausteine zu entfernen, wurde vor 5 Wochen die Deko mit 70% Riffkeramik und 30% vorhandenem LS neu aufgebaut.
    Hiebei habe ich die Riffkeramik (Korallenwelt) lediglich 3 mal gründlich in der Dusche abgebraust.
    Bei dem Aufbau wurde 1 Säckchen Silikarbon mit ins TB gegeben, und ein wenig Kohle habe ich eh im Dauereinsatz.
    Ich denke es ist normal, dass sich die ersten 14 Tage etwas Algenpflaum auf der frischen Deko zeigte und auch auf dem neu zugegebenen Argonitsand machten sich ein paar rote Beläge breit, die ebenfalls nach 14 Tagen verschwanden.
    Meinen Mg habe ich bewußt etwas angehoben, zur Förderung des Kalkrotalenwachstums.
    Die nach dem Gau verbliebenen Korallen zeigten trotz der neuen Deko bereits nach 2-3 Tagen eine positive Veränderung.
    Heute, nach 5 Wochen ist der Algenpflaum sowie die rote Schmiere komplett verschwunden und die Deko mit Kalkrotalgen besiedelt.
    Lediglich die Lichtabgewandten Seiten erinnern noch an die Keramik.
    Si ist heute NN

    Zumindest bei mir hätte das lange Wässern und die teure Vorbehandlung mit Unmengen von Silicarbon nur unnötig Geld verschwendet.

    Übrigens bereue ich die Umstellung auf Riffkeramik überhaupt nicht (nur der Grund, sprich die vorhergegangenen Verluste schmerzen doch sehr), denn erstens sieht es klasse aus und neben vielen Versteckmöglichkeiten ist genügend Schwimmraum auch in der Deko vorhanden.
    Sieht schon prima aus, wenn die Fische zwischen den einzelnen Pfeilern Slalom schwimmen.

    Gruß

    Detlef

    Hier noch Bilder des großen Pfeilers vor dem einsetzen und dem Becken von heute:

  • Man hört von mehreren Seiten Vermutungen zu einem Zusammenhang zwischen Siliciumanstieg und Schmieralgen. Leider fehlen den meisten von uns doch die Mittel, hier einen ursächlichen Zusammenhang nachweisbar zu dokumentieren. Ich habe in Sindelfingen mit ein paar Leuten geredet, so daß man vielleicht mit "geballtem Wissen" und verschiedener Analytik zu einer Aussage kommen kann. Aber das ist ein langwieriger Prozeß und nicht von heute auf morgen gemacht.

    Eine "katalytische" Wirkung auf Cyanobakterien hat zum Beispiel das Element Molybdän. Bei guter Molybdänversorgung und ausreichend Phosphat wachsen manchmal wie aus dem Nichts Cyanobakterien. Erst als man dahinter kam, daß fast immer Nitratmangel herrschte, klärte sich die Sache auf:

    Das Enzym zur Stickstoff - Fixierung von Cyanobakterien enthält in gewissen Mengen dieses Element. Wollte man also seine Bakterien ärgern, benötigte man wohl einen Molybdänblocker!

    Vielleicht wäre etwas ähnliches für Silikat denkbar. Im übrigen wird dieses durch Osmoseanlagen nicht besonders gut entfernt, da das kleine Ion keine große Hydrathülle hat. Es geht schon ein großer Teil davon durch die Osmosemembranen.

    Aber ich schweife ab, ist ja ein anderes Thema. Ich denke das Einfahren von Aquarien mit Riffkeramik ist tausendfach erprobt und dieser thread zeigt dies ja auch. Hält man sich einigermaßen an unsere Vorgaben und übt sich anfangs etwas in Geduld, kann man sehr schöne Becken bauen.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    Einmal editiert, zuletzt von Korallenwelt (26. Dezember 2006 um 17:48)

  • Hier mal ein Becken, dessen Dekoration zu 100 % aus Riffkeramik besteht. Kann man auch hinfahren: China Restaurant Tang in Nürnberg

  • Zitat

    Original von use
    Hi,

    na DAS währe doch mal eine nette Location für ein Meerwassertreffen :grinning_squinting_face:

    mfg Uwe

    Hehe,

    [X] bin dabei :smiling_face:


    Olli

  • Wie gesagt: Nünberg!!! Ist für uns hier nicht gerade um die Ecke, da kann ich es lieber hier im Betrieb veranstalten...

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Zitat

    Original von Korallenwelt
    Wie gesagt: Nünberg!!! Ist für uns hier nicht gerade um die Ecke, da kann ich es lieber hier im Betrieb veranstalten...

    wo ist das problem, wir warten ja auch noch auf klaus seinen termin :grinning_squinting_face:

    besorg ordentlich freibier und kläre das ab, und alle freuen sich drauf :winking_face:

    ps: nürnberg liegt relativ zentral, wenn auch nicht ab hannover, rostock etc, aber zu dir müssen etliche schon ganz schön aufs gas treten :winking_face_with_tongue:

    ps: kam mir gerade in den sinn, mache es am besten mit klaus zusammdn, ich glaube, hannover müßte so in der mitte liegen =)

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (27. Dezember 2006 um 22:20)

  • hallo,
    leider muss ich sehr schlechte Nachrichten hier verbreiten(siehe hierzu meine Frage zu Beginn dieses Thraeds):

    nach weiteren 2 Wochen (insgesamt jetzt 6 Wochen) spülen der Riffkeramik in Reinstwasser mit Silicarbon-Filterung beträgt der Silikatwert noch immer 1,4 mg/l, er hat also in den letzten 2 Wochen nur um 0,4 mg abgenommen (alles Laborwerte).
    Das ist völlig inakzeptabel, zumal ich zuletzt wieder einen neuen Beutel Silicarbon in den Fliessbettfilter getan hatte.
    Damit kann man natürlich kein MW-Becken betreiben.
    Bezüglich der Tatsache, dass das Silikat aus der Riffkeramik in solchen Mengen in Lösung geht, werde ich mich jetzt mal an ein chemisches Institut einer Uni wenden, das sich speziell mit Silikaten beschäftigt.
    Das Silikat, gegen das ich hier ankämpfe, kommt 100 % aus der Riffkeramik. Und es ist kein Ende in Sicht.
    Und dafür muss es eine (natur-)wissenschaftliche Erklärung geben.

    Harris

  • Damit kann man natürlich kein MW-Becken betreiben.

    Dann müssen die vielen tausend Meeresaquarianer die Riffkeramik weltweit seit 15 Jahren benutzen, wohl alle was falsch gemacht haben...

    Das Silikat, gegen das ich hier ankämpfe, kommt 100 % aus der Riffkeramik.
    Und dafür muss es eine (natur-)wissenschaftliche Erklärung geben.

    Wenn Reinstwasser benutzt wird, ist das auch unbestritten. Dafür gibt es eine ganz plausible Erklärung die jeder Teilnehmer des chemischen Schulunterrichts kennt und die sich auch an der Uni nicht ändert:

    Jede Substanz unterliegt einem Löslichkeitsgleichgewicht, in diesem Fall im Wasser. Das gilt natürlich auch für das Siliciumdioxid, auch Quartz genannt. Als Säurerest oder im weitläufigen Sinn "lösliche Verbindung" bezeichnet man es als Silikat.
    Problematisch ist, das allein vom "reinen", also mit der Formel SiO2 bezeichneten Form des Silikats bis heute schon 22 verschiedene Phasen bekannt sind. Man möge sich also einmal ausmahlen, wie viele verschiedene Siliciumverbindungen in unserem Produkt Riffkeramik enthalten sind, welche ja aus natürlichen Gesteinsmehlen produziert wird, welche selbstverständlich keineswegs chemisch "rein" sind. Selbst wenn nur 10% davon ein Löslichkeitsprodukt größer 1 mg/L bezogen auf reines SiO2 haben, hätte man eine Weile zu tun.
    Hier kann man in der Tat Heerscharen von Wissenschaftlern lebenslang beschäftigen, was im übrigen auch weltweit passiert, denn Siliciumdioxid (also Quartz oder Silikat) ist nach Wasser die am meisten untersuchte chemische Verbindung.

    Die Frage ist nur: Was genau soll in diesem Fall denn "wissenschaftlich" untersucht werden? Wenn man in reinstes Wasser irgendeinen Stoff hineingibt, wird sich immer ein dessen Löslichkeitsprodukt entsprechender Teil in diesem Wasser lösen, das ist ein naturwissenschaftliches Gesetz, welches unabhängig davon gilt, ob es jemand untersucht oder nicht und welches wir alle hier, die jemals länger als 1 Jahr dem chemischen Schulunterricht gefolgt sind, kennen.

    Solange man also Reinstwasser verwendet und immer nur wieder Riffkeramik oder andere natürliche Steine, die Silikat enthalten dort hineingibt, wird man es auch messen können.

    Ich verstehe nur nicht, wo hier das Problem liegen soll. Wir haben eine sehr genaue Bedienungsanleitung auf unserer Webseite und wenn man sich daran hält, wird man mit ziemlicher Sicherheit nach einer bestimmten Zeit ein tolles Riffbecken haben. Das hängt von der Geduld und dem Wissen des Pflegers natürlich in erster Linie ab, ist aber ohne Probleme von jedem Laien durchführbar.
    Ich hatte gerade einen thread aufgemacht, in welchem Aquarien vorgestellt werden, von denen ich gesichert weiß, daß die Dekoration zu 100% aus Riffkeramik besteht. Manche von diesen (siehe 11m Becken von Herrn Tang aus Nürnberg) sind sogar ohne Silicarbon eingefahren worden und es wurde nicht mal, trotz Fütterung, ein Phosphatadsorber benutzt, weil er den gar nicht kannte.

    Wenn es hier wirklich um ein schön eingerichtetes Aquarium geht, würde ich mir also weniger um irgendwelche Meßwerte Gedanken machen, als um die Tatsache, wie ich dort möglichst ohne Probleme langsam ein schön wachsendes Korallenriff entwickeln kann. Die Grundlage haben ja vielleicht wir geliefert (?), die ersten Tipps dazu stehen im Netz und ansonsten gibt es hier jede Menge "Riffkeramik erprobte" Aquarianer, deren Becken man sich nur anzuschauen braucht und die in der Not auch helfen. Noch kann ich diese aber noch nicht mal am Horizont erkennen.
    Also, wie ich schon meinte: einfach anfangen, der Appetit kommt beim Essen, wie meine Oma immer zu sagen pflegte. Natürlich wird man auch Fehler machen, aber dafür stehen hier ja eine Menge fachkompetenter Leute bereit.

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

    Einmal editiert, zuletzt von Korallenwelt (3. Januar 2007 um 12:15)

  • Hallo zusammen,

    also wenn ich das lese was Harris (heißt du wirklich so???) hier so schreibt kommt mir doch echt der Gedanke, das hier jemand die Riffkeramik absichtlich schlecht machen will...

    Ich selbst sowie viele meiner Kunden haben Riffkeramik im Becken und absolut KEINE Silikatprobleme.
    Man sollte sich einfach an die Anleitung von Korallenwelt halten und gut is...
    1 - 2 mal Spülen und während der Einfahrphase Silicarbon verwenden...

    Gruß Georg

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