black mollie in sw


  • moin,

    hab jetzt mal einen neuen thread aufgemacht, um andreas nicht seinen thread mit meinen black mollies zuzuposten :winking_face:


    die umstellung salz/süß ist auch in der natur durch gezeiten relativ normal , bei ebbe relativ süß, bei flut relativ salzig, und das ständig ;). und ebbe und flut sind mir als tierquäler noch nicht aufgefallen :face_with_tongue:

    zum thema futterfisch: sie werden als solche enden, daß ist richtig, aber da ich einen anglerfisch habe, der leider nur lebendfutter nimmt, muß ich sowieso regelmäßig futterfische einsetzten, warum nicht vorher zum einfahren schon ins becken.auch in meinem pferdchenbecken habe ich black mollies als lebendfutterproduzenten, und ich sehe keinen unterschied darin, ob die pferdchen oder die elterntiere die jungen fressen.

    zum unterschied black mollie/ doc etc
    sicher ist fisch fisch, aber ich persönlich sehe schon riesenunterschiede, ob ein fisch der natur entnommen und mit großem aufwand hierhertransportiert wird, oder ob er in gefangenschaft fast unbegrenzt reproduzierbar ist :winking_face:

    mfg
    michael

  • Hi,
    Naja, inwieweit man die Änderung des Salzgehalts im Brackwasser mit der Umgewöhnung von ganz Süss auf ganz Salzig vergleichen kann, darüber kann man sicher streiten. Nur sehe ich den Einsatz von Black Mollies alleine zur Algenvertilgung schon eher zwiespältlig.
    Es gibt auch für das Meerwasser genügend andere Algenfresser.
    Und wie man jemandem in der Einlaufphase (Algenphase) raten kann Black Mollies einzusetzen, (mal davon abgesehen das womöglich die Wasserwerte diese noch garnicht zulassen) ist mir ein Rätsel.
    Nach dem Motto, egal, sind ja nur Black Mollies wenns zuviel Nitrit war, probiert man es halt in der nächsten Woche nochmal.

    Gruss Mathias

  • Zitat

    Original von mati70
    Nach dem Motto, egal, sind ja nur Black Mollies wenns zuviel Nitrit war, probiert man es halt in der nächsten Woche nochmal.

    Gruss Mathias

    moin,

    weiß jetzt nicht, ob du polemisierst oder ob dir nur die erfahrung damit fehlt, das geht glaube ich den meisten so und ist nix schlimmes :winking_face: (in dem zusammenhang ist ein vernünftig ausgefülltes profil immer sehr hilfreich, es sei denn, man schießt lieber aus dem dunklen)

    hab mittwoch abend die ls ins becken gesetzt, ohne sie weiter zu reinigen, hab mein system vorher aber bereits dafür so weit wie möglich fitgemacht, die frisch geborenen jungtiere hatten damit bisher keine probleme, die inzwischen geborenen auch nicht, die "leiden" viel mehr unter ihren eltern, dem überlauf und dem abschäumer :winking_face_with_tongue:

    mfg
    michael

  • Hi,
    ich weis nicht, aber was hat es mit Erfahrung und ausgefülltem Profil zutun, wenn man der Meinung ist, jediglicher Fischbesatz in einem neunen Becken während der Einlaufphase nach knapp einer Woche Standzeit ist zu früh. Da geht das Nitirit zwangsläufig irgendwann durch die Decke.

    Nur damit wir nicht aneinander vorbei reden, es geht doch um diesen thread, woraus Du mich zitierst.
    Algenphase hat begonnen!

    Dort hast Du dem Fragesteller geraten hast, nach einer Woche Standzeit Black Mollies zur Algenbekämpfung einzusetzen.

    Wenn wir hier schonmal von "Erfahrung" sprechen, dann gehört auch dazu, dass Algen in der Einlaufphase ganz normal sind und in der Regel von selber verschwinden. Dazu braucht man dann keine Black Mollies zu opfern.

    Ich gehe einfach mal davon aus, das Du irgend etwas überlesen hast.


    Gruss Mathias

  • Hallo,
    da ich ja einige Süsswasserbecken habe und auch div. lebendgebährende (Mollys und auch Guppys) wollt ich mal fragen ob ich so 1-2 Mollys davon an Salzwasser gewöhnen kann und die dann in meinem Würfel setzen wegen Alögenbekämpfung?? Ich hab momentan eine kleine Fadenalgenplage und auch andere Algen "nerven".

  • mfg
    michael

  • Zitat

    Original von Pegasus70
    Hallo,
    da ich ja einige Süsswasserbecken habe und auch div. lebendgebährende (Mollys und auch Guppys) wollt ich mal fragen ob ich so 1-2 Mollys davon an Salzwasser gewöhnen kann und die dann in meinem Würfel setzen wegen Alögenbekämpfung?? Ich hab momentan eine kleine Fadenalgenplage und auch andere Algen "nerven".

    moin,tamara

    überhaupt kein problem, nur sehr langsam eingewöhnen,min. zwei tage.

    mfg
    michael

  • Mmmh ja es ist schon möglich.

    Und ein preiswerter Fisch für die besonders Sparsamen!!! :aetsch:

    Gruss Sven

  • Hi mbb,

    ich gebe gerne zu, keine Erfahrungen mit Black Mollies zu haben, wäre aber für mich der erste Fisch, der ohne Probleme einen Nitritpeak unbeschadet übersteht.
    Wenn hier Neueinsteier z.B. damit ein Problem haben das Ihre Algenphase 4 Wochen dauert würde es auch reichen sie darauf hinzuweisen, dass dies ganz normal ist.
    Bis man mit dem richtigen Besatz loslegen kann muss man ja sowieso einige Zeit warten. Warum stört man sich dann an den NORMALEN Algen in der ALGENPHASE?

    Mich erstaunt aber durchaus Deine Behauptung, dass es beim Einfahren eines Beckens in der Regel keinen Nitritpeak gibt.
    Vielleicht kannst Du dies Begründen bzw. belegen.
    Ich lerne gerne dazu.


    @Tamara
    Wie sind den deine Wasserwerte?
    Vorallem Nitrat und Phosphat?
    Was für Wasser verwendest Du?
    Hast Du einen Schnellfilter laufen und wie lange steht Dein Becken schon?
    Ich würde versuchen die Ursache und nicht die Sympthome zu bekämpfen.
    Irgend etwas läuft da nämlich falsch und zuviele Algen sind ein Zeichen von erhötem Nährstoffeintrag. Und ein zu hoher Nitrat oder Phosphatwert wird über kurz oder lang deine Korallen schädigen.
    Die Algen einfach zu beseitigen ist somit keine Lösung.
    Im gegenteil. Die Algen sind dir Momentan dabei behilflich die überschüssigen Nährstoffe abzubauen.

    Gruss Mathias


    Zitat

    Original von mbb

  • Zitat

    Original von mbb
    die umstellung salz/süß ist auch in der natur durch gezeiten relativ normal , bei ebbe relativ süß, bei flut relativ salzig, und das ständig


    :confused_face: Wie meinst du das?

  • Zitat

    Original von mati70
    Mich erstaunt aber durchaus Deine Behauptung, dass es beim Einfahren eines Beckens in der Regel keinen Nitritpeak gibt.
    Vielleicht kannst Du dies Begründen bzw. belegen.
    Ich lerne gerne dazu.

    ich habe nicht geschrieben, daß es in der regel keinen nitritpeak gibt, sonderm lediglich, daß dieser nicht zwangsläufig kommt.das ist ein großer unterschied!

    in meinem neuen becken stehen auch lps,monti,scheiben und xenia, die ich zwei tage nach wasseransetzen zu testzwecken eingesetzt habe! =)

    zur begründung mußt du dich schon durch meinen link unten quälen, wird wohl etwas dauern :winking_face:

    Zitat

    Original von mbb

    [/quote]

    @ks

    steht doch da, ebbe und flut. bei starkem tidenhub drückt bei flut vermehrt salzwasser in die mündungsbereiche und staut das süße zurück. bei ebbe verschwindet das salzige und das zurückgestaute süße fließt in diese bereiche.

    ist jetzt zwar stark vereinfacht, aber ich hoffe, noch verständlich. da die meisten brackwasserfische aber nicht planktonisch leben, sondern relativ ortstreu sind, kommt es zu z.t. starken salinitätsschwankungen.

    mfg
    michael

    3 Mal editiert, zuletzt von mbb (29. Oktober 2006 um 00:23)

  • Zitat

    Original von mbb
    steht doch da, ebbe und flut. bei starkem tidenhub drückt bei flut vermehrt salzwasser in die mündungsbereiche und staut das süße zurück. bei ebbe verschwindet das salzige und das zurückgestaute süße fließt in diese bereiche.


    Stimmt. Du hattest halt nicht dazu geschrieben daß du n ur die Mündungsbereiche meinst.

  • Zitat

    Original von KS
    Stimmt. Du hattest halt nicht dazu geschrieben daß du n ur die Mündungsbereiche meinst.

    kann dir jetzt gerade nicht folgen, brackwasser setzt doch eigentlich die durchmischung von salz- und süßwasser voraus, also gibt es doch das nur in bereichen, wo süßwasser ins meer fließt - also mündungsbereichen, oder wo liegt mein denkfehler? :yrf

    mfg
    michael

  • Hallöchen ,

    wieso brauchen denn die Mollies 2 Tage(mindestens) zur Umstellung im Aquarium ,
    wenn in der Natur gemäss Michaels Ebbe/Flut-Theorie nur ca. 6 Stunden dazu zur Verfügung ständen ?

  • Thomas

    naja, erstens ist es keine theorie, zweitens gibts da keine umstellung von null auf einhundert, kann die schwankungen jetzt auch nicht beziffern, aber sicher weniger.

    auch vermute ich, da unsere tiere ja seit generationen in reinem süßwasser gezogen wurden, daß sie die fähigkeit zur schnellen umstellung etwas verloren haben.

    mag durchaus sein, daß es auch schneller geht, ich war zumindest vorsichtig und hab es noch nicht schneller versucht :winking_face:

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von mbb

    kann dir jetzt gerade nicht folgen, brackwasser setzt doch eigentlich die durchmischung von salz- und süßwasser voraus, also gibt es doch das nur in bereichen, wo süßwasser ins meer fließt - also mündungsbereichen, oder wo liegt mein denkfehler? :yrf


    Ich konnte nichts von Brackwasser lesen, Sorry

  • In der Regel (99%) der Fälle wirst Du bei der Neueinrichtung eines Seewasserbeckens einen stark erhöhten Nitritwert erreichen.
    Da Du dies nicht im Griff hast und die Wahrscheinlichkeit sehr Hoch ist, dass es dazu komm, macht es absolut keinen Sinn und ist in meinen Augen Tierquälerei zu diesem Zeitpunkt Fische einzusetzen. Egal ob Doktoren oder Black Mollies. Und dann noch unnützerweise um die normal Algenphase zu bekämpfen die sich in der Regel sowieso von alleine legt.
    In der Regel hat auch jeder Algenwachstum eine Ursache, die es abzustellen gilt.
    Algenwuchs sind nichts anderes als das Sichtbare Zeichen das etwas mit dem Nährstoffeintrag nicht stimmt.
    Also Nitrat und Phosphat, Silicat überprüfen.
    Ich würde sogar behaupten, dass ein richtig funktionierendes System ganz ohne Algenfresser auskommt. Die Funktion von Einsiedlern, Schnecke usw. sehe ich eher darin, z.B. Futterreste oder auch evlt. Fischlaichen zu vertilgen.

    Gruss Mathias


    Zitat

    Original von mbb

    ich habe nicht geschrieben, daß es in der regel keinen nitritpeak gibt, sonderm lediglich, daß dieser nicht zwangsläufig kommt.das ist ein großer unterschied!

    in meinem neuen becken stehen auch lps,monti,scheiben und xenia, die ich zwei tage nach wasseransetzen zu testzwecken eingesetzt habe! =)

    zur begründung mußt du dich schon durch meinen link unten quälen, wird wohl etwas dauern :winking_face:

    @ks

    steht doch da, ebbe und flut. bei starkem tidenhub drückt bei flut vermehrt salzwasser in die mündungsbereiche und staut das süße zurück. bei ebbe verschwindet das salzige und das zurückgestaute süße fließt in diese bereiche.

    ist jetzt zwar stark vereinfacht, aber ich hoffe, noch verständlich. da die meisten brackwasserfische aber nicht planktonisch leben, sondern relativ ortstreu sind, kommt es zu z.t. starken salinitätsschwankungen.[/quote]

  • [quote]Original von mati70
    ...Ich würde sogar behaupten, dass ein richtig funktionierendes System ganz ohne Algenfresser auskommt. Die Funktion von Einsiedlern, Schnecke usw. sehe ich eher darin, z.B. Futterreste oder auch evlt. Fischlaichen zu vertilgen.

    Gruss Mathias

    [quote]

    Hallo!

    Mit dieser Aussage stehst Du im wiederspruch zu allen Untersuchungen die in der Natur zu diesem Thema gemacht wurden.
    Ohne Algenfresser veralgt das Riff. Die Algen überwuchern die Korallen auch in der Natur.

  • Hallo Reinhard,

    kann man diese Untersuchungen irgendwo nachlesen?
    Würde mich wirklich sehr interessieren.

    Ist ein veralgen des Riffs nicht eher ein Zeichen, dass in einem Riff etwas nicht stimmt? Z.B. absterben von Organismen (Nährstoffeintrag), Wassererwärmung usw.

    Anhand der Beobachtungen in meinem Riffaquarium bleibe ich dabei, dass zumindest im Riffaquarium Algenfresser nicht notwenig sind, wenn das System funktioniert.
    Funktioniert das System nicht, dann bekommt man es nicht dadurch in den Griff, das man die Algen einfach mechanisch beseitigt (z.B. durch Algenfresser die zusätzliche Nährstoffe in das System einbringen) den dadurch beseitigt man im Riffaquarium in dem es ja keine Wasserpflanzen gibt die einzige natürliche Möglichkeit Nährstoffe abzubauen.
    Im Meer ist dies sicher anders. Dort gibt es schon alleine durch die ständige Strömung und den Wasseraustausch wo die Nährstoffe in kältere und Pflanzenreichere Bereiche transoportiert werden andere Möglichkeiten als im Riffbecken.

    Gruss Mathias

  • Hi, da fällt ir als Beispiel die Caulerpa Alge ein,

    sie hat sich in denletzten Jahren im Mittelmeer, soweit ich weiß hauptsächlich bei den Balearen, ziemlich breit gemacht, drohte alles an heimischer Fauna zu verdrängen und zu überwuchern. Sie hat im Mittelmeer kaum Fressfeinde, da sie hier eigentlich nicht vorkommt und so die Algenfresser das Caulerpin (Gift) der Caulerpa nicht kennen.
    Wenn ich mich recht entsinne, gab es jetzt aber doch eine Massenfermehrung eines Fressfeindes (Schnecke, glaube ich) und die Bestände wurden schon gut dezimiert. Gleiches würde in einem tropischen Riff mit Sicherheit auch passieren, wenn keine Fressfeinde da sind.

    Tjark

  • Hallo,

    Algen und Korallen konkurrieren ja quasi um die Nahrung, d.h. die im Wasser gelösten Stoffe. Algen haben ja einen wesentlich schnelleren Stoffwechsel als Korallen, d.h. sie nehmen mehr auf und wachsen schneller; darum haben wir ja auch Algen ín unseren Refugien und keine Korallen.
    D.h. wenn die Algen unter den gleichen Bedingungen wie die Korallen leben, dabei aber wesentlich schneller wachsen, ist es logisch, dass auch in einem gesunden Riff alles veralgen würde; wenn es dort keine Algenfresser gäbe. Da man als Alge aber ziemlich unten an der Nahrungskette steht und ziemlich viele Fressfeinde hat, passiert das im gesunden Riff eigentlich nicht, erst wenn die Korallen aus anderen Gründen absterben(Coral Bleaching, abgedeckt durch Sand usw.) veralgen natürlich die Skelette(freigewordene Siedlungsfläche die vorher durch lebendes Gewebe überzogen/besetzt war), somit entsteht der Eindruck, das Riff würde veralgen, obgleich andere Gründe dafür verantwortlich sind. Wirklich veralgen tut es also nur, wenn die Algenfresser absterben, und dazu gehört schon eine Menge... Kann aber in unserer heutigen Welt mit Sicherheit auch passieren.

  • Zitat

    Original von mati70
    kann man diese Untersuchungen irgendwo nachlesen?


    Ich kann mich auch an versch. Artikel erinnern. Z.B. wurde ein m2 mit Kaninchenzaun abgedeckt und der Algenbewuchs täglich protokolliert/fotografiert. Schau halt mal die Bücher von Hass, Kuhlmann, Fricke und Schumacher durch.

  • moin,

    kann mich nur noch teilweise an einen fall erinnern (glaube in der karibik), wo aus unerklärlichen gründen ein seeigel fast verschwunden ist, der vorher sehr stark verbreitet war.

    resultat: die riffe veralgten :winking_face_with_tongue:

    vielleichterinnert sich ja jemand genauer :thup

    mfg
    michael

  • Zitat

    Original von mbb
    kann mich nur noch teilweise an einen fall erinnern (glaube in der karibik), wo aus unerklärlichen gründen ein seeigel fast verschwunden ist, der vorher sehr stark verbreitet war.


    Ja, das war ein Diademigel der von einer Krankheit fast ausgerottet wurde.

  • hi,
    das klingt teilweise so wie die Frage, was war zuerst, das Huhn oder das Ei.
    Algenfresser können natürlich nur dort existieren wo es Algen gibt.
    Logisch das sich ein Ssystem dann entsprechend einspielt und das dort wo viele Algen wachsen auch viele Algenfresser sind. Sieht man z.B. ganz gut an Seeigeln in Küstennähe. Dort wo ein starker Eintrag an Nährstoffen vorliegt, findet man häufig grosse Seeigelpopulationen.
    Fallen diese Algenfresser aus welchen Gründen auch immer aus, hat dies entsprechende Auswirkungen wie z.B. Veralgung. Ob diese jedoch dauerhaft ist, hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab.
    Das Korallenriff ist ja anders als das Riffaquarium kein geschlossenes System.
    Hier gibt es ja Wasseraustausch mit z.B. tieferen (kühleren) Zonen. Zonen mit Makroalgenwuchs und auch Anaeroben Zonen (Boden), wo ein Nährstoffabbau stattfindet.

    Im Aquarium sieht dies jedoch ganz anders aus.
    Zum Beginn der Einlaufphase kommt es in der Relgel zu einem starken Anstieg von Nährstoffen. Nitrit und Nitrat, Phosphat teilweise Silicat gehen in astronomische Höhen. Folge ist meist das Algenwachstum, wobei die Algen die Funktion haben diese Nährstoffe abzubauen,solange bis sie nicht mehr genug "Nahrung" finden und absterben.

    Das ein gewisses Maß an Algenwachstum in einem Riff normal ist, zeigt allein schon die existens von Nahrungsspezialisten die sich auf Algen spezialisieren.
    Die "Dichte" an Algenfresser in dem natürlich Riff ist jedoch deutlich geringer als z.B. in einem Riffbecken wo neben Schnecken teilweise über 50 Einsiedler zusätzlich Doktoren usw. auf 500 Liter gehalten werden.
    Wobei zudem zu sehen ist, dass diese Algenfresser nicht nur Algen beseitigen sondern auch Nährstoffe wieder ausgeschieden werden.
    Im Riffaquarium versucht man diese Nährstoffe dem Becken durch Abschäumung und Wasserwechsel (teilweise Nitratfilter, Refugium, ...) zu entziehen.

    Was aber wenn das System nicht "funktioniert" wenn es zu einer Nährstoffanreicherung und damit verbunden zu erhöhtem Algenwachstum kommt? Der Rat hier einfach Algenfresser einzusetzen geht doch meiner Meinung eindeutig am Ziel für die Bewohner ein angenehmes Nährstoffarmes Milieu zu schaffen vorbei. Durch die Beseitigung der Algen erreicht man gerade das Gegenteil.
    Man sollte sich also lieber Gedanken darüber machen, wie man seine Wasserwerte wieder in den Bereich bringt, den sie in der Regel nach Ende der Einlaufphase haben und in dem Algen sich nur sporadisch halten können.

    Natürlich ist ein gewisser Besatz von Algenfressern im Riffaquarium erwünscht um die Algen entsprechend klein zu halten. Den eines ist natürlick klar, Nitrat und Phosphat können und wollen wir garnicht auf 0 bringen.
    Ich habe nur damit ein Problem, wenn man versucht eine Algenblüte oder Kieselalgen mit Algenfressern zu beseitigen.
    Diese geht nämlich entweder von alleine vorbei oder im System ist ein Fehler den es abzustellen gilt.

    B. Mollies zur beseitigung von Kieselalgen sind in meinen Augen unnötig, da nach einer entsprechenden Standzeit und der verwendung von entsprechendem Wasser Kieselalgen eigenltich kein Problem sein dürften.


    P.S. ich denke es ist klar, das ich mich hier nur auf Faden und Kieselalgen beziehe. :winking_face:


    Gruss Mathias

  • Hi Mathias ,

    natürlich ist es nicht nötig ,Mollies einzusetzen zur Algenbekämpfung in der Einfahrphase , es kann aber hilfreichsein ,diese wesentlich zu verkürzen.Nicht nur werden wichtige Stoffwechselmechanismen eingeleitet , sondern auch dessen "Nebenwirkungen" in Form von unerwünschten
    Algen werden gleich beseitigt , da Mollies nicht wählerisch sind , was
    ihren vegetarischen Kostplan angeht.
    Abgesehen davon bin auch ich kein Fan von Mollies im Salzwasseraquarium , auch wenn dieselbigen sich noch soviel im Brackwasser tümmeln in ihrer "Heimat" .(Ich habe Mollies eigentlich nie gemocht , auch nicht in meiner Süsswasserzeit...)
    In der Einlaufphase im Salzwasseraquarium sind chemische und biologische Abläufe noch nicht im Gleichgewicht , das Einsetzen von Mollies regelt dies schneller.
    Bei späterem Algenbefall der "niederen" Art (z.B. Fadenalgen ,Dinos etc.) gebe ich Dir schon eher recht , dies nicht unbedingt mit biologischen "Waffen" bekämpfen zu sollen , obwohl es da (von Fall zu Fall) auch sinnvolle Möglichkeiten geben kann...
    Ansonsten würden auch höherstehende (Makro)Algen ein Riff oder
    auch ein Riffaquarium schnell zerstören , selbst wenn keine Nitrat oder
    Phosphat (mit herkömmlichen Tests) nachweisbar sind.
    Das dabei Fressfeinde eine grosse Rolle spielen , gibte es viele Beispiele
    für.

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