Optimaler PH-Wert?

  • Hallo zusammen,

    der PH-Wert wird von den meisten ja gar nicht gemssen bzw. beachtet.
    so auch von mir :ylol

    Nach meinem Beckenumzug Anfang des Jahres liess sich es sich recht gut an und
    allen Korallen schien es gut zu gehen. Wachstum stellte ich schnell ein.

    Nach ein paar Monaten jedoch musste ich bei einigen Acros zurückziehendes
    Gewebe an den Fusscheiben und Spitzen feststellen.

    Viele Diskussionen später fragte man mich nach meinem PH-Wert und der
    Dauer der Beleuchtung. Hmm... PH keine Ahnung aber ich hab noch einen alten Salifert
    Tropftest rumliegen... ich kam lautTest zu keiner Tageszeit über 7,7....

    Beleuchtung: Tja, beim einstellen der Zeitschaltuhren hatte ich wohl die
    letzte Stromnachzahlung im Kopf. Volle Beleuchutng waren ca. 6 Stunden.
    In Summe etwas über 9... schon was wenig.

    Nachdem ich nun seit ca. Monaten ein deutlich längere Beleuchtung
    (ca. 12 Stunden gesamt) etabliert habe, misst mein PH-Meter (ja neu
    gekauft) vor dem Licht 7,8 und nach dem Licht 8,3... und dies konstant
    jeden Tag.

    Den SPS geht es sichtlich besser, Fusscheiben werden wieder gebildet,
    die Farben sind kräftiger und anstatt absterbender Spitzen sind überall
    Wachstumsspitzen zu sehen.

    Was mich nun interessiert: Wie sind die idealen PH-Werte im MW-Aquarium?
    Ich erinnere mich noch an Armins Vortrag Beckum '05, konnte aber online im
    entsprechenden PPT keine Infos finden. Mir erscheint "meine" derzeitige
    Schwankung von 0,5 noch Recht hoch.

  • Hallo Christian !

    Meines Wissens nach gelten folgende PH-Werte im MW-Aqua als ideal bzw. als obere-/ untere Schranke:

    oberer Grenzwert : 8,5
    ideal : 8,0 bis 8,3
    unterer Grenzwert: 7,8

    Zur Stabiliiserung des pH-Wertes kann man auch einen Algenfilter einsetzen, der Nachts beleuchtet wird.

    Einen sehr guten Artikel zum Thema Wasserwerte gibt es auch von Martin Kuhn unter diesem Link.


    Viele Grüße,
    Claus

    3 Mal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (2. Oktober 2006 um 13:11)

  • Hallo Claus,

    vielen Dank für die Infos. Besonders Martins FAQ ist wirklich super!

    @all
    Welche Tagesschwankungen habt Ihr in Euren Becken?
    Insbesondere interessiert mich das im Zusammenhang mit größeren
    Steinkorallenbeständen.

    Ich bin mir derzeit nicht sicher ob meine tägliche Schwankung von 0,5 nicht
    noch zu hoch ist.

  • Hallo Christian,

    die Schwankung um 0,5 ist noch oK.
    Verringern kannst du sie durch stärkere Belüftung des Aquariums (Abschäumer, Oberflächenbewegung)
    und gute Belüftung des Raums, damit der CO2-Gehalt gleich bleibt und nicht durch Atmung erhöht wird.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Hi Armin,

    die Antwort hatte ich aufgrund von Martins FAQ auch schon befürchtet.

    Die Oberflächenbewegung im Becken ist schon auf max. Noch mehr und wir
    haben Land unter im WZ...

    Filterbecken mit Abschäumer steht im Keller. Lüften ist hier extrem schwierig.
    Durch falsches Dauerlüften hatten wir schon erhebliches Kondenswasser an
    den Wänden... ist halt ein Neubau mit extrem guter Dämmung.

    Würde ein Algenfilter Besserung bringen?

  • Zitat

    Original von christian fries
    Würde ein Algenfilter Besserung bringen?

    Ja, wenn Du ihn antizyklisch beleuchtest.

    LG
    Uwe

  • Hallo Christian
    interessant ist in diesem Zusammenhang natürlich auch die jeweilige Pufferkapazität deines Wassers die wir ja in erster Linie als KH Wert messen.. Oder anders gefragt: Wie hoch ist denn dein KH Wert bei deinen Schwankenden Werten?

    Ps: Bei mir war damals als ich noch Ph werte gemessen habe :winking_face: die durchschnittliche Schwankung morgens/abends um 0,3
    Gruss Lars

    Einmal editiert, zuletzt von Lars Kläning (5. Oktober 2006 um 20:12)

  • Hi zusammen ,

    also was Ph-Tropfenteste angeht , so sind sie recht trügerisch ,
    das Ergebnis (von sowohl Salifert und Tetra)hängt sehr davon ab ,
    unter welche Lichtquelle man die Testflüssigkeit abliest...
    was anderem als'nem Ph-Meter würde ich da nicht vertrauen...

    Natürlich lässt sich der Tagesendstand des Ph wesentlich mit der Beleuchtungsdauer beeinflussen;die tägliche Schwankung geschieht ja sehr langsam und ist doch auch ein Mass für die biologischen Abläufe-
    mich wurde es mehr bekümmern, wenn die Schwankung zu gering wäre...

    Ein Algenfilter kann zwar Schwankungen ausgleichen , den Ph aber auch
    insgesamt nach oben drücken.
    Als ich bei mir von T8 auf HQI umstieg , ist der Ph-Wert nach oben geschossen von knapp 8bisauf 8,6(damals mit Tropfentest gemessen,aber für die Steigerung müsste es wohl passen)

    gesteigerte Belüftung würde auch nur in der Dunkelphase was nützen ,
    während der Beleuchtungszeit dagegen ja den Ph noch weiter steigern.

    Gruss Thomas

  • PH-Meter hab ich seit geraumer Zeit im Einsatz.

    Algenfilter:
    Ich denke schon länger drüber nach ein Refugium im Bypass zu installieren.
    Allerdings eher zu Unterstüzung der Beckenbiologie.
    Normalerweise sollte dies aber 24h beleuchtet werden, oder?
    Das würde dann den PH aber auch Tagsüber deutlich steigern und damit
    vermutlich eine Verschiebung der Werte nach oben bewirken...

    KW:
    Ist zwecks Balling eher niedrig. Ca. 6-8.
    Muss aber nochmal genau messen.

  • Hi Christian ,

    ich wüsste nicht ,wieso man einen Algenfilter durchgehend beleuchten
    sollte/müsste.Man KÖNNTE sicherlich.
    Zu niedriger Kh-Wert kann den Ph-Wert zwar beeinflussen,Dein Ph-Wert
    ist aber doch stabil.
    Es gibt verschiedene Meinungen angehend optimalen Kh-Wertes ,
    natürliches Meerwsser hat so um die 7 Kh ,so um die 8 meinen viele Leute reicht ,weniger als 6 ist nich so gut , da geht's schnell abwärts...

    Gruss Thomas

  • Hi Christian !

    Uwe hat es bereits angesprochen - antizyklisch - d.h. das Du den Algenfilter über Nacht beleuchtest.
    Aus meiner bisher gemachten Erfahrung mit dem Algenfilter würde ich zu 12h Beleuchtung bei > 18W raten. Als Alge kann ich Dir die Drahtalge nur empfehlen

    Was den Algenfilter betrifft frage ich mich eh schon, warum die wenigsten so einen benutzen. Immerhin lassen sich damit ja auch Phosphat und Nitrat aus dem Becken ziehen.

    Viele Grüße,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (5. Oktober 2006 um 21:02)

  • Hi,

    der Grund ist meist der, dass nicht jeder ein Technikbecken hat, und der jenige der eines hat, bei dem ist es oft so voll gestellt (wie bei mir), dass kaum Algen Platz finden würden. Ein externes 2. Extrabecken braucht wieder extra Platz, lässt sich selten noch zus. im Unterschrank verstauen und benötigt wieder extra Technik (Pumpe, Verrohrung), was vielen zu aufwendig ist. Wenn nicht verstaubar, gerade im Wohnzimmer eher unvorteilhaft, was die Optik angeht.

    Gruß
    Sven

  • Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe

    Was den Algenfilter betrifft frage ich mich eh schon, warum die wenigsten so einen benutzen. Immerhin lassen sich damit ja auch Phosphat und Nitrat aus dem Becken ziehen.

    ich hab sowieso kaum PO4 und NO3 im Becken :winking_face:
    ausserdem hab ich ein Algenrefugium IM Becken,
    (Bryopsis auf meiner Riffwand) :angry_face:

  • Hallo Steffen !

    Bryopsis habe ich glücklicherweise nicht ... die Cyano-Plage hat mir schon gereicht :loudly_crying_face:

    Komischer Weise sind die Cyanos auch nie in meinem Algenfilter sesshaft geworden, was ich mir bis heute noch nicht erklären kann.

    Denke jedenfalls, das in Algenfiltern noch eine Menge Potential für die MW-Aquaristik drin steckt. Probiere doch mal einen Algenfilter aus !

    Sven
    Ja, Du hast recht. Aber vielleicht liegt es auch daran, das Algenfilter erst seit recht kurzer Zeit in der MW-Aquaristik aufgetaucht sind. Wie schaut es bei Dir aus - Du hast ja wirklich ziemlich große Becken. Hast Du einen Algenfilter im Einsatz oder wäre er bei der Größe Deiner Anlage nicht realisierbar ?


    Viele Grüße,
    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von ImRauschDerTiefe (6. Oktober 2006 um 19:32)

  • Hallo Christian,

    du musst gar nicht unbedingt den ganzen Keller lüften.
    Leg einen Schlauch für die Ansaugluft des Abschäumers nach draußen,
    da gibt's normalerweise frische Luft und du bist nicht auf die stickigen Kellerluft angewiesen.

    Aber dimensioniere den Verlängerungsschlauch großzügig, damit der Strömungswiderstand
    nicht zu groß wird, das würde den Lufteintrag verringern.

    Gruß Armin

    Gruß Armin

  • Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe
    Denke jedenfalls, das in Algenfiltern noch eine Menge Potential für die MW-Aquaristik drin steckt. Probiere doch mal einen Algenfilter aus !

    Ich hatte im letzten Becken einen Miracle-mud Schlammfilter in der hangon Variante - ohne Abschäumer kommt mir definitiv nicht mehr in die Tüte,
    bestenfalls zusätzlich zum Abschäumer.

    Den hangon hab ich noch im Keller liegen, könnte ich jederzeit ans TB hängen aber da die Wasserwerte auch ohne da gut sind besteht dazu kein Anlass.

  • Zitat

    Original von ImRauschDerTiefe

    Ja, Du hast recht. Aber vielleicht liegt es auch daran, das Algenfilter erst seit recht kurzer Zeit in der MW-Aquaristik aufgetaucht sind. Wie schaut es bei Dir aus - Du hast ja wirklich ziemlich große Becken. Hast Du einen Algenfilter im Einsatz oder wäre er bei der Größe Deiner Anlage nicht realisierbar ?

    Hi Claus,

    ich habe ein Problem: Wir haben keinen Keller :frowning_face: Sonst hätte ich definitv eins, aber so muss ich alles im Unterschrank irgendwie unterkriegen. Der Unterschrank vom Ablegerbecken, wo ja kein TB ist, ist auch schon vollgestopft mit Kalkreaktor uvm.
    Im Raum selbst pass auch nix mehr rein. Einzige Möglichkeit wäre, das alte Süßwasseraqua nebenan umzurüsten auf MW und in den Kreislauf einzubinden, dann könnte ich in dessen Unterschrank noch ein Algenbecken reinkriegen. Aber ich würde es ungern aufgeben, habe ich ja immerhin schon seit knapp 20 Jahren und es ist ein absoluter Selbstläufer :frowning_face: Irgendwie hänge ich noch dran.

    Gruß
    Sven

    Einmal editiert, zuletzt von Sensay (7. Oktober 2006 um 10:57)

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