Deckenbelastung durch Becken

  • Hallo,

    da ich mit dem Gedanken spiele mir ein größeres BEcken zu holen, wollte ich mal nachfragen, wie es eigentlich mit der Deckenbelastung ausschaut?

    Habe bei einem Beckenverkauf gelesen, dass jemand sein neues Becken (500l) wieder verkauft hat, weil sein Statiker ihm abgeraten hat es aufzustellen.

    Ich wohne in einer Mietwohnung und dachte an ein Becken so um die 400-600 l (grob). Plus TB (größe weiß ich noch nicht).

    Macht das bei manchen Häusern ein Problem? Wie kann ich herausfinden, ohne einen teuren Statiker dazu beauftragen, ob das ok ist? (Einfache statische berechnung kann ich selber machen, aber ich kenne mich null mit der Belastbarkeit von Decken aus)

    Wie ist das mit der versicherungstechnischen Seite aus? Weiß da jemand bescheid?

    Danke für Eure Hilfe schon mal.

    Gruß

    Markus

  • Gib doch bitte mal in die Suchfunktion Statik oder ähnliches ein. Gibt schon viele Threads zum Thema. Du solltest dir vom Vermieter den Plan des Hauses zeigen lassen.

  • hi,

    schreib doch kurz mal aus welchem baujahr das hasu ist, veilleicht weist du auch den deckenaufbau (stahlbeton, holz??) und ob eine trittschalldämmung (kann bei pressung fuge an der sockelleiste erzeugen) unter dem boden ist.

    heutige neubauten sind für eine flächenlast von 300 KN sprich 300 kg pro m2 gerechnet, einzel lasten bis 1000 kg (sprich flügel oder aqua),

    dann kommt natürlich noch darauf an wo du es platzierst. wenn du keine ahnung von dem aufbau des boden hast würde ich die 1000 kg nie ausreitzen.

    gruss benrd

  • Eine Überlegung, die wir unseren Kunden immer mitgegeben haben ist:

    Stand in der Wohnung schon mal ein Kachelofen?

    Der wiegt eine Tonne und steht in der Regel nicht mal auf einem Quadratmeter!

    Ich habe noch nie gehört, daß ein Becken durch die Decke gebrochen ist...

    KORALLENWELT - gegr. 1993 - Torsten Luther - Inhaber
    Tätigkeitsschwerpunkte: Aquariendekorationen, Abyzz Pumpen, Propellerpumpen, Großanlagen, Planungen

  • Hi Markus,

    ich will dir jetzt zu gar nichts raten. Um die Anfrage beim Vermieter kommst du sowieso nicht herum.

    Aber stell mal bei einer Party 5 dicke Leute in eine Ecke des Raums. Dann hast du deine Belastung auch zusammen und die Decke wird (hoffentlich) nicht einstürzen.

    So ähnlich hatte auch mein Ex-Vermieter (Architekt) geantwortet, als wir ein Wasserbett mit 800l Wasser auf seine Balken/Holz Decke in einem mehrere 100 Jahre alten Haus stellen wollten. Kein Problem, meinte er. Und tatsächlich: wir sind nicht ein einziges Mal damit durchgebrochen :winking_face:

    Gruß
    Stefan

  • Hi,
    wenn du das Becken nicht gerade mitten im Zimmer aufstellst, dürfte es keine Probleme geben.
    Am besten ist es immer, wenn es an einer tragenden Wand steht.
    Was für ein Boden habt ihr? Mir ist es schon einmal bei meinem ersten Becken passiert, dass sich das Parket abgesenkt hatte und das Becken dadurch etwas schief stand. War aber auch ein sehr altes Parket :winking_face:
    Zur Versicherung kann ich dir soviel sagen - Wir haben unsere Hausrat aufgestockt, damit wirklich alle Schäden die entstehen können, abgesichert sind. Am besten nachfragen, ob ein Becken in deiner Größe mit abgedeckt ist.

    Gruß
    Dirk

  • Zitat

    Original von adlerdskc
    Am besten ist es immer, wenn es an einer tragenden Wand steht.

    für die decke gilt das sicherlich, aber bei estrich wäre das doch unlogisch, oder ? der müsste doch weiter mittig mehr aushalten als am rand ? oder mache ich da einen gedankenfehler ?

    Tatsachen schafft man nicht aus der Welt, indem man sie ignoriert.

  • hi,

    vollkommen richtig, bei trittschalldämmung unter dem estrich hast du besagte verformungen + fugen am rand. der estrich (je nach dem zement/anhydrite oder gussasphalt) halten das locker aus, durch die weicxhe trittschalldämmung entsteht die verformung und evtl. riß im estrich.

    gruss bernd

  • @bernd: Da ich gerade noch eine Wohnung in Köln suche, kann ich leider noch nicht sagen, wie die aussehen wird. :frowning_face:

    @heiner: hatte mit dem Suchbegriff "deckenbelastung" nichts gefunden. obwohl statik natürlich nahe liegt. :smiling_face:

    Dirk: das mit der aufgestockten Versicherung habe ich schon für das 240l gemacht. meine Hausrat deckt bis unendlich große literzahl. Aber ich denke halt, dass man eine überbelastung der decke als grob fahrlässig deuten könnte.

    das mit dem Boden (estrich usw) ist natürlich auch so ne sache. auf das muss ich dann auch achten. bei einer wohnung die angeschaut habe, war ein parkettboden drin. Was für ein estrich da drinn war weiß ich leider nicht.

    Muß man eigentlich generell eine Genehmigung des Vermieters für ein AQ haben?

  • hi,

    so, jetzt bin ich umgezogen. Lt. Wohnungsverwaltung verträgt die Decke 150 kg/m2 .....
    Mein Becken steht auf 0,8 m2 (Holzplatte) und wiegt ungefähr (mit unterbau aus stein) so ca. 500 kg. Das Becken steht direkt an einer Wand.

    Ist das in Ordnung oder muss ich mir Sorgen machen bzgl. der Deckenlast?

    gruß

    markus

  • also du wirst hier keinen finden der die garantie für sowas übernimmt , aber 500 kg sind doch wirklich kein problem , ein alter eichenschrank voller bücher wiegt wahrscheinlich mehr , bei ner kleinen party im haus können auch schonmal einige leute auf wenigen m² stehen und die wiegen dann auch ihre tonne ... 150 kg/m² ist glaube ich son standartwert den die decke aushalten muss , bei uns wird das wahrscheinlich auch diesen wert haben und wir hatten ein 1200 liter becken im dachgeschoss stehen , bis auf dass ich der estrich einige cm abgesenkt hat ist nichts passiert .. allerdings konnte der statiker unser 2000 liter becken nichtmehr abzeichnen und das war uns dann auch zu riskant , deswegen stehts jetzt im keller ...

    ehrlich gesagt hab ich auch noch nie von nem becken gehört das durch die deckegekracht ist , hat das jemand von euch schonmal irgendwo mitbekommen :grinning_squinting_face: ?

  • kann mir jemand sagen ob eine fussbodenheizung ein weiteres problem darstellen könnte? Ich wollte mein großes aquarium abgeben und in einer anderen stelle im raum ein großes terrarium aufstellen. Leider werd ich das aquarium nicht los. Ich könnte es auch umbaun. durch das stärkere glas vom aquarium geh ich aber von einer bodenbelastung von irgendwas um die 250-300kg auf 0,5m² aus. Beim Bau wurde das untergestell vom aquarium direkt auf das fundament gesetzt, gleiches gilt für die stelle wo unser ofen steht. Nun sorg ich mich um die fussbodenheizung...

  • Hi Peter,

    die Fußbodenheizung stellt generell kein Problem dar. Vorraussetzung dafür ist allerdings, das der Estrich die geforderte Mindestdruckfestigkeit von ZE20 (20N/mm²) aufweist (kannst du als gegeben ansehen wenn ein Fachbetrieb den Estrich eingebaut hat) UND sich keine Dämmung unter dem Estrich befindet.

    Wenn Dämmung vorhanden sein sollte, ist es ratsam, sich mit einem Statiker in Verbindung zu setzen.

    In diesem Zusammenhang will ich noch erwähnen, daß selbst wenn die Dämmung nachgibt, dir nicht das Becken ein Geschoß tiefer rauscht. Du mußt aber mit Verformungen des Bodens, Rißbildungen und Fugenabrissen an den Silikonfugen rechnen.

    Ich habe jetzt ein Becken mit 800l und 200l TB auf einem Holzbalkengestell auf einem Parkettboden, 23mm stark und einer Balkenlage aus 50x50mm Balken mit 50 cm Abstand aufgebaut und da tut sich nix. Vorher habe ich allerdings auch einen befreundeten Statiker zu Rate gezogen und mir sein OK eingeholt.

    Viele Grüße

    Kristof

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