Zwergkaiserzucht durch Hobbyaquarianer?

  • Zitat

    Original von Jochen I.
    Ich selber halte 2 und dazu 4 centropyge acantops = orangrücken-zwergkaiser.
    Ziel ist die zucht, aber ich gestehe aktuell komme ich nicht dazu mir die entsprechenden zooplankton-zuchtansätze aufzubauen.

    HI Jochen

    Wenn Du es schaffst mit Zooplankton Zwergkaiser zu ziehen, dann kriest Du von mir (und wahrscheinlich auch von diversen anderen hier im Forum) den offiziellen Titel GOTT verpasst.
    Die Hoffnung stirbt zwar immer zuletzt, aber mit Zooplankton kommt man da wohl nicht weiter, sonst haetten das schon diverse andere Leute geschafft. Versuchs mal mit noch viel viel kleinerem Futter.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hi zusammen

    Da gibt es doch von Baensch Frank die Veröffentlichung, und ein guter Freund war letztes Jahr dort zu Besuch. Zwergkaiser klappten bei Frank nur mit Kleinskrebschen, und zwar mit denen die vor Ort im Meer vorkommen. Andere fremde auch gleich grosse führten nicht zum Erfolg.

  • Robert,

    das ist auch mein Wissensstand. Bis wir deutlich weiter sind in der Bestimmung, Zucht und Kultivierung von Marinem Zoo Plankton wird Zucht von solchen Tieren den Menschen vorbehalten beleiben die Nahe am Tropsichen Meer wohnen.

    Dennoch finde ich sind wir in den letzen Jahren große Schritte nach vorne gegangen. Und haben tolle Erfolge erzielen können. Wenn man sieht was Wolfgang Mai so alles nachzieht und das in einen kleinen Keller dann ist da noch viel zu entdecken! Trotzdem sind wir heute immer noch auf Brachionus, einige wenige Copepoden Stämme und diverse Phytoplantonsorten angewiesen.

    Nur in Amiland regt sich was. ich arbeite derzeit mit einem Minigranulat das Artemia Nauplien unnötig macht und muss sagen das Zeug ist ein voller Erfolg und meine Baby Premnas sind da super heiß drauf.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hi zusammen,

    Naja, natürlich klappt es bei Centropygen mit "Zooplankton" und zwar mit Copepoden, aber eben nicht mit irgendwelchen, sondern es muß eben schon die richtige Art sein.

    Dann noch die richtige Größe. Und wer von Euch Copepoden züchtet, der wird wissen, was es bedeutet, eine Vermehrung im großen Stil zu versuchen, um stets genug passende Stadien bei der Hand zu haben.

    Hinzu kommt noch, daß sich im Aufzuchtbehälter kein zu groß gewordenes Stadium einer Copepode aufhalten darf, da diese dann wiederum die Centropyge-Larve anfallen würde..

    Und wenn man die einschlägigen Publikationen richtig versteht, ist die Frage des Futters wohl nicht das einzige Problem.

    Bestimmt wird es auch irgendwann im Binnenland klappen, aber da müssen wir wohl noch sehr viel lernen...

    @ Peter
    Also Futtermittel, die bei Amphiprion sp. als Plankton- oder Artemiaersatz genutzt werden können, gibt es doch schon seit Ewigkeiten von verschiedenen Firmen.

    Nur benutzen das Zeug die wenigsten, da Brachionus und Artemia nicht nur billiger, sondern auch noch einfacher sind :winking_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Inken Krause
    Nur benutzen das Zeug die wenigsten, da Brachionus und Artemia nicht nur billiger, sondern auch noch einfacher sind :winking_face:

    Hi Inken,

    einfacher sind Artemia sicher, billiger wohl nicht und vor allem aber sind sie Nährstoffarmer als die neusten Futtersorten und das 200-300 my Granulat ist sofort fertig und kann auch ohne AQ Gene verfütert werden.

    Aber wir sprengen gerade den Thread da wir uns im Fischeboard befinden und nicht im NZ Board - passt denn heute kein Mod auf :wink :grinning_squinting_face:

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Peter,

    was ist denn das für ein Futter?

    MfG, Frank


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hi Peter,

    Du hast schon recht, wenn man gute Eier verwendet und die Nauplien dann auch noch vernünftig anreichert, ist ein Ersatzfutter bestimmt auch nicht teurer.

    Was mich aber interessieren würde, ist die Schwebefähigkeit deines Futters. Das Problem bei diesen Sachen ist doch meistens, daß sie schnell absinken und man das mit Nauplien und Plankton mögliche "im Futter stehen" nicht realisieren kann.

    Wie sieht es damit aus?

    Vermute ich richtig, daß Du dich auf das neue Futter von INVE beziehst?

    Viele Grüße
    Inken

    PS: Habe den Thread mal geteilt und die NZ-relvevanten Beiträge mal hier eingeordnet.

    Zitat

    passt denn heute kein Mod auf :face_with_tongue: :grinning_squinting_face:


    Im Fische-Board wohl deine Aufgabe :face_with_tongue:

    Wobei ich gerade merke, daß die neue Überschrift auch schon nicht mehr zum Thema passt :confused_face:

  • Ist es den Hobbyaquarianer schon gelungen Zwergkaiserfische zu züchten?

  • Hi Dominik,

    Nein.

    Weiter oben habe ich einige Faktoren genannt, warum es so schwierig ist.

    Bisher ist es daher nur den Profis auf Hawai gelungen, Zwerkaiser aufzuziehen. Und selbst die arbeiten mit Wildplankton und soweit ich weiß auch mit natürlichem Meerwasser.

    Ein Vorsprung, der für Züchter im Binnenland nur schwer und mit viel Aufwand aufzuholen ist.

    Und selbst wenn es im Binnenland zum Durchbruch konmmen sollte, bis die Aufzucht im Hobbybereich so wie z.B. bei Amphiprion, Pseudochromis oder Hippocampus funktionieren kann, ist es noch ein sehr weiter Weg.

    Wenn es denn überhaupt soweit kommen sollte, daß diese Komplexen Aufzuchttechniken für den Hobbybereich zugänglich werden...

    Viele Grüße
    Inken

  • HI

    Ich hatte am Sonntag Abend ein nettes Gespraech mit einer ganz lieben Kollegin aus Kiel, sie ist im u.A. Bereich marine Aquakultur taetig. Wir unterhielten uns ueber das Problem mit dem Larvenfutter und sie meinte nur, dass das bei vielen Arten fuer die deutsche Aquakultur ein Problem ist, da einfach zu wenig natuerliches Meerwasser in vernuenftiger Qualitaet zur Verfuegung steht. Durch die Gezeiten ist es an der Nordseekueste wohl echt problematisch, die Ostsee hat ihre eigenen Probleme. Die Norweger haben es da deutlich besser, die haben gigantische Tangentialfluss Systeme, wo sie mehrere Millionen Liter Wasser am Tag durchpumpen und das Plankton GROESSENFRAKTIONIERT (!) rausholen. Je nach Lebensstadium der Larven gibt es dann eine bestimmte Fraktion. Bei Sprotten z.B. liegt in der Kieler Versuchsanlage die Mortalitaet bei ueber 90 % bei den Norwegern wohl um die 40 %.
    Ich glaube, dass wir in diesem Bereich noch sehr viel Lernen muessen: Nicht nur das richtige Futter kennen, sondern auch in genuegender Menge zuechten und frei von irgendwelchen anderen Viechern den Larven anbieten.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer:

    Wenn Du es schaffst mit Zooplankton Zwergkaiser zu ziehen, dann kriest Du von mir (und wahrscheinlich auch von diversen anderen hier im Forum) den offiziellen Titel GOTT verpasst.
    Die Hoffnung stirbt zwar immer zuletzt, aber mit Zooplankton kommt man da wohl nicht weiter, sonst haetten das schon diverse andere Leute geschafft. Versuchs mal mit noch viel viel kleinerem Futter.

    Hallo Jens,

    der Titel ist meines Wissens schon vergeben :grinning_squinting_face:

    Kenne eine wirklich sehr kleine Copepodenart aus dem roten Meer die adult gerade noch mit dem bloßen Auge erkennbar ist, deren Larvale Stadien sich in ausreichender Menge sicherlich für einen Versuch die Zwergies zu züchten mal Lohnen würden. Mit arg viel anderen Futtermitteln arbeitet Frank Baensch z.b. ja auch nicht. Das erste wirkliche Hauptproblem wir halt wie bei so vielen Nachzuchtanstrengungen die verfügbare Menge zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Größe sein. Vermehren lassen sie sich jedenfalls mit den aktuell zur Verfügung stehenden Mitteln weitaus besser als noch vor 2 Jahren (Die Copepoden - nicht die Kaiser!).

    Gruß Thilo

    im übrigen sind Copepoden dann auch Zooplankton gelle? :grinning_squinting_face: sie stellen sogar den größten Teil des marinen Zooplanktons dar..

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (26. Mai 2006 um 16:10)

  • HI Thilo

    Soweit ich weiss benutzt Frank Baensch die copeopoden vor Ort, und die werden gefangen und (wenns noch stimmt) weniger gezüchtet.

    Erscheint vermutlich einfacher...auf die Quelle selber zurückzugreifen.

    Es wird sich bestimmt noch mehr tun in den Jahren....
    Es liegt an den immer mehr werdenen Züchtern weiter zu machen und nicht aufzustecken... :smiling_face:

  • Hi Robert,

    soweit auch mein Stand der Dinge. Es erscheint mir halt so als wäre vor allem die größe der Copepoden wichtig.

    Habe jetzt mit den jahren doch schon einige Zuchtansätze von Copepoden gehabt und vermehrt etc. aber meist kommen doch nur zwei drei Arten raus die sich alle sehr ähneln.

    Ist auch irgendwie klar, denn jeder gibt dem anderen weiter und so beschränkt sich das Auswahlangebot letztlich doch sehr auf ein paar wenige.

    Daher könnten neue bislang nicht so verbreitete Copepodenstämme evtl. schon ein Türchen weiter öffnen. So die Theorie.


    Grüße Thilo

  • Hi Stefan,

    naja sagen wir ein Teil des Mosaiks wäre dann gelöst. Es gibt noch einige weitere Probleme die bekannt sind, und sicher werden für Hobbyaquarianer dann noch welche auftauchen die sich im laufe der Aufzucht erst herauskristallisieren.

    Ich habe das Futter erwähnt weil es Eingangs im Posting von Jens halt auch Thema war.

    Ich habe einen Zuchtstamm einer sehr kleinen Art samt damals gängigem Futter mal von der Uni bekommen als diese aufgehört hatten. Sie hätten wohl auch weitergemacht, aber damals bestand das Interesse durch Aquarianer etc. nicht so sehr daran als daß sie hätten weitermachen dürfen.


    Gruß Thilo

    2 Mal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (26. Mai 2006 um 16:15)

  • Hallo Peter,

    erzähl doch noch mal etwas über das Futter.

    Mein Stand ist, dass mit diesen überzogenen und verkapselten Futtern, um diese handelt es sich vermutlich, Lebendfutter noch nicht vollständig ersetzt werden kann. Die Überlebensrate bestimmter Stadien soll mit dem Kunstfutter noch deprimierend niedrig liegen, auch im Vergleich zur Aufzucht mit Lebenfutter. Ist das nicht mehr aktuell?

    Meine Infos stammen aus Veröffentlichungen über Aquakultur aus dem Netz.

    Ich würde vermuten, dass mit einem vernünftigen Aufwand die Gliederung, die in biologischen Systemen besteht, so dass alles aktiv bleibt aber Stoffe, wie Vitamine, auch nicht von Enzymen abgebaut werden, so leicht nicht nachzumachen ist.

    Aber erzähl mal, man kann nur dazulernen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • HI Stefan

    Ja doch ich denke schon auch das dies der hauptteil ist...

    An sich müsste man viele der Copeopoden die wissentlich genutzt werden in der Natur sammeln und hier weiterzüchten.. Das die Zucht damit klappt ist zwar kein Garant aber die Voraussetzungen wären besser da man das geeignete Futter hat.

    Man hat zwar noch kein natürliches Meerwasser, was ja auch nicht unwichtig sein soll,aber ich denke das kriegen die Züchter schon hin.
    Rom ist ja auch nicht an einem Tag erbaut worden :smiling_face:

  • Hallo,

    Frank Heetfeld und ich haben schon aus 2 Ägypten-Urlauben Plankton mitgebracht. Bisher immer ohne Erfolg, was die weitere Vermehrung hier zu Hause betraf. Aber wir geben nicht auf und werden in 5 Wochen in unseren Urlaub natürlich wieder unsere Planktonsiebe mitnehmen.

    Die Copepoden-Zucht raubt mir ehrlich gesagt die Nerven. Entweder man hat genug Larven und zu wenig Futter oder umgekehrt. Ich freue mich persönlich immer, wenn es denn dann auch mit Brachionus oder Artemien-Nauplien geht.

    Sobald Jochens Tiere laichen, werden Jochen und ich es dennoch zusammen mit der Aufzucht versuchen. Egal, wieviele Niederlagen wir/ich einstecken werden.... aber igendwann wird es viell. einmal klappen.

  • Hallo Renee,

    Prima Sache!

    unsere besagten Copepoden stammen aus dem roten Meer, und ohne Heizung geht es nicht, was man bei den üblicherweise etablierten Arten ja nicht sagen kann. Robust scheinen sie dennoch zu sein, auch in Becken in welchen nach Monaten kein einziges Tierchen gesichtet worden war blühte die Kultur durch ein anderes Futter wieder auf. Also nicht gleich aufgeben :winking_face:

    Wir wünschen euch sowohl beim Planktonfang und der Weitervermehrung als auch bei den Zuchtversuchen zu den Kaisern viel Erfolg! :wink


    Gruß
    Esther & Thilo

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (26. Mai 2006 um 22:32)

  • Ohne "GOTT" sein zu wollen, habe ich das mit den copepoden nicht so "einfach hingepostet" sondern war schon etwas weiter als der starter dieses threads, der mir diesen titel vergönnen würde :winking_face: .

    Fakt ist, meine tiere balzen und laichen (allerdings aktuell für den abschäumer).

    Ich habe mit div. zuchtansätzen experimentiert um zu testen ob/ wie ich kleinstkrebse am leben erhalte und überhaupt züchte. Die ersten tests haben geklappt, allerdings reicht dies nicht aus um zwergkaiser zu züchten/ da sind andere weiter als ich, und auf deren erfahrung muss ich mich stützen ( z.b. renèe).

    Ich werde aus beruflichen gründen frühestens im herbst soweit sein, mal sehen inwieweit es funktioniert und wo die knackpunkte liegen....mache mir keine falschen vorstellungen :winking_face:

  • Kann mal jemand was über das futter von Peter sagen, nachdem er das hier scheinbar nicht öffentlich posten will?

    Oder hab ichs übersehen?

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
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    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • "Ohne "GOTT" sein zu wollen...."

    würde ich mal Begriffe und Gegebenheiten wie Trigger, kleinstes Plankton aus dem Meer, Mikroskop, Larventwicklung, und vieles meer in mein Bewußtsein heben.

    Mir scheint als hätte jemand Stammtischtreffen mit Gott persönlich!

    Sorry, aber wenn ich mal groß bin werde ich Astronaut :winking_face:

  • Hallo Schleimer,

    a) wer bist Du?
    b) was willst Du uns mitteilen

    Tschuldig aber scheine etwas schwer von Bergiff zu sein... :angeltu:

  • @ "Schleimer"

    Du sprichst sehr wichtige Dinge an, denn die genaue Kenntnis über die entsprechenden Trigger ist ja eine essenzielle Grundlage, um sich über die Zucht von Centropygen überhaupt Gedanken machen zu können.

    Weißt Du zu dem Thema Trigger mehr? Würde mich über neue Informationen und eine sachliche Diskussion freuen.

    Viele Grüße
    Inken

    PS: Ich fände es auch schön, wenn Du uns deinen Vornamen verraten würdest. Das macht die Diskussion einfach netter.

  • Auslösende Ereignisse.

    Beispielsweise findet die Umwandlung von der Larve zum zur Schnecke bei vielen marinen Schnecken nur dann statt, wenn die notwendige Nahrung vorhanden ist.

    Einmal editiert, zuletzt von kenny (1. Juni 2006 um 17:10)

  • Hi,

    nein, ich weiß von diesem Thema so gesehen nichts. Aber das Nichts sagt mir ganz klar, daß Zwergkaiservermehrung einen erheblichen Schritt weiter ist!
    Um das zu verstehen reichen auch die Beiträge in diesem Forum völlig aus.

    ich finde es aber trotzdem wichtig, solche scheinbar -momentan- unmöglichen Dinge zu probieren, aber ich denke hierzu gehört sehr viel Vorbereitung und eine experimentelle Aquaristik, die wohl nur noch aus Plankton und deren Nebengeschichten bestünde.

    Denn das mit dem Plankton ist ja noch das Hauptproblem. Die Trigger sind sicher herauszubekommen, oder auch nicht.

    Die Möglichkeiten die so ein Bänsch hat, haben gereicht, um die Möglichkeit aufzuzeigen, daß es geht. Jetzt gilt es ersteinmal das Plankton in den Griff zu bekommen.

    Momentan ziehe ich gerade um und muß erstmal ein Terrarium fertigbauen. Danach kommt auch wieder ein Meerwasserbecken + Mirkoskop, allerdings ohne böse Kreiselpumpen, sondern betrieben durch einen Wellengenerator, der nicht immer exakt die gleichen Wellen/Ströungen erzeugt, sondern immer leicht verändert.
    In diesem Becken hoffe ich erstmal eine gewisse Planktonfauna in einem stabilen System beobachten zu können. Wer was und wie und wo macht.
    Auch die unerwünschten Plantonblüten einiger Aquarianer interessieren mich. Kann man so etwas auf Wunsch erzeugen??

    Natürlich hab ich auch schon gedacht, mit viel Studium ist es völlig egal, an was für Arten man sich heranwagt, aber es muß realistisch bleiben. Und dafür brauchts Megawissen und nicht nur zwei bis drei grün angemalte Becken im Keller...

    schönen gruß
    André


    ps.: Inken, Du solltest dich da wie bekloppt hinterhängen, weil ich glaube, daß so junge Leute , so wie Du, das allergrößte Verständnis und die besten Fertigkeiten für solche Dinge entwickeln können!!
    ich wurde vor 20 Jahren von den Erwachsenen belächelt, weil ich als 16jähriger Anemonenfische züchten wollte. Leider mußte ich kurz bevor ich starten konnte, zwangsweise das Hobby aufgeben.
    Du hast bewiesen, daß es auch in jüngsten Jahren geht, Meerwasserfische zu vermehren. Das freute mich unendlich, als ich es bei dir mitbekam. :smiling_face:

  • Wenn ich es recht mitbekommen habe, gibt es aber nicht nur "Stofftrigger" über die Nahrungsaufnahme, sondern doch sicherlich paar mehr.
    Gibt sicher auch Temperaturtrigger und sonst was, bisher unvorstellbares...

    andré

  • Zitat

    Original von Schleimer
    Auch die unerwünschten Plantonblüten einiger Aquarianer interessieren mich. Kann man so etwas auf Wunsch erzeugen??

    Hallo André,

    geht ganz einfach: Frisches Meerwasser ins Aquarium, lebende Steine, viel blaues Licht, sagen wir Osram 67 und noch so eine rot-blaue, wie Sylvania Aquastar oder entsprechendes von Claude oder Giesemann, 1:1 und schon kann´s losgehen. Brachte bei mir ziemlich regelmäßig Planktonblüten, vermutlich meist Dinoflagellaten, bis hin zu torfbrauner Brühe, die man allesamt ohne UV nicht weg brachte. Teilweise folgten, meist schon bei laufender UV-Anlage, Copepoden-Vermehrung.
    Also, falls man mal gezielt etwas Richtung brauner Planktonalgen oder Copepoden unternehmen will, sollte das schon fast ausreichen. Ich glaube, es kommt viel auf das Licht an.

    Grüße

    Hans-Werner

  • und ohne lebende Steine???
    das gibt´s bei mir nämlich nicht mehr :winking_face:


    Verschiedene Lichtsorten=verschiedene Planktonhabitate=verschiedene Planktonsorten???

    ich habe mir nämlich überlegt, mit Planktonhaltigem Wasser natürlicher Herkunft, mehrere Planktonbecken mit unterschiedlichsten Bedingungen aufzustellen, um erstmal die Bedürfnisse/(technischen)Parameter eingrenzen zu können.

    Eine Frage die mich auch beschäftigt ist, ob die Larven einiger Arten wirklich bewegtes Futter brauchen, oder ob auch totes Futter genommen würde, könnte man es "beweglich" machen.
    Zum Beispiel mit Hilfe von speziellen Wellen und/oder "Lichteffekten" die eine natürliche Bewegung vortäuschen!?

    Reine Monokulturen scheinen ja auch noch recht instabil zu laufen!

  • Zitat

    Original von Schleimer
    ps.: Inken, Du solltest dich da wie bekloppt hinterhängen, weil ich glaube, daß so junge Leute , so wie Du, das allergrößte Verständnis und die besten Fertigkeiten für solche Dinge entwickeln können!!
    ich wurde vor 20 Jahren von den Erwachsenen belächelt, weil ich als 16jähriger Anemonenfische züchten wollte. Leider mußte ich kurz bevor ich starten konnte, zwangsweise das Hobby aufgeben.
    Du hast bewiesen, daß es auch in jüngsten Jahren geht, Meerwasserfische zu vermehren. Das freute mich unendlich, als ich es bei dir mitbekam. :smiling_face:


    Hi André,

    Danke für die motivierenden Worte.

    So verlockend es auch klingt, sich ganz in die Zucht zu vertiefen, ich werde wohl nach der Schule eher erstmal was "vernünftiges" studieren, um einen "vernünftigen" Job ausüben zu können :winking_face:

    Die Zucht von Anemonenfischen und vergleichbar simplen Tieren ist letztendlich ja nichts weltbewegendes. Aber selbst wenn man das beherrscht, heißt das leider in keinster Weise, daß man eine ernsthafte Chance hat, wirklich komplex zu züchtende Tiere zu vermehren :frowning_face:

    Während man Anemonenfische, Seepferdchen usw. doch recht gut mit Wissen auf Hobbyniveau züchten kann, wird man für Centropyge & Co wohl einiges an wissenschaftlicher Arbeit aufbringen müssen...

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Schleimer
    Eine Frage die mich auch beschäftigt ist, ob die Larven einiger Arten wirklich bewegtes Futter brauchen, oder ob auch totes Futter genommen würde, könnte man es "beweglich" machen.
    Zum Beispiel mit Hilfe von speziellen Wellen und/oder "Lichteffekten" die eine natürliche Bewegung vortäuschen!?

    HI Andre

    Ich glaube nicht das man mit ein paar Wellen und Lichteffekten diese kleinen Mistviecher austricksen kann. So klein sie auch sind, so waehlerisch und raffiniert sind sie auch. Selbst so einfache Arten wie Kaudernis lassen sich nicht austricksen, auf jeden Fall habe ich es nicht geschafft sie zu ueberlisten....das nagte ganz schoen an meinem Ego, ich war nicht in der Lage 8 Wochen alte Fische auszutricksen.

    Trotzdem finde ich Deinen Ansatz spannend, je skuriler die Idee, desto groesser sind manchmal die Erfolgschancen. Was mir auch recht wichtig vorkommt ist der richtige Geruch oder Geschmack des Futters. Meine Baby Kaudernis schnappten nach Cyclop Eeze oder toten Baby Artemien, aber dann spuckten sie sie wieder aus. Lebende Artemien wurden dagegen erbarmungslos niedergemacht.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Zitat


    Danke für die motivierenden Worte.

    So verlockend es auch klingt, sich ganz in die Zucht zu vertiefen, ich werde wohl nach der Schule eher erstmal was "vernünftiges" studieren, um einen "vernünftigen" Job ausüben zu können :winking_face:


    könnte ich dich jetzt Stunden belabern. Studiere etwas was dich wirklich interessiert, dann kommt der Rest schon von allein.


    @jens

    der böse Bänsch bastelt uns ein -auf Kaubewegung- durch zucken reagierendes Trockenfütterchen. Durch die Kaubewegung saugt sich das Zauberkrümelchen ruckzuck voll, täuscht so eine bewegung im Larvenmaul vor und die listige Larve ist überlistet....

    ausgetrickste grüße

  • Zitat

    Original von Jens Kallmeyer


    Ich glaube nicht das man mit ein paar Wellen und Lichteffekten diese kleinen Mistviecher austricksen kann.


    es müßten natürlich schon sehr spezifische Wellen, respekive viel mehr Impulse sein, die eine Bewegung vortäuschen könnten. Wenn es überhaupt so ginge. Das wiederum in Verbindung mit Licht irgendwelche......

    hat sich erledigt -siehe :

    Zitat

    en sie sie wieder aus. Lebende Artemien wurden dagegen erbarmungslos niedergemacht.


    Interessant, es scheint ja so zu sein, daß möglicherweise erst durch lebendes Zooplankton -vielleicht eine (Abwehr)-Bewegung des selben- erst den Schluckreflex(auch ein Trigger??) in der Larve auslöst(en kann). Muß/kann ja in diesem Stadium alles recht einfach funktionieren...

    3 Mal editiert, zuletzt von Schleimer (1. Juni 2006 um 20:02)

  • Auch simple neuronale Netze können schon sehr komplexe Muster erkennen. Mal abgesehen davon dass sie das evtl. gar nicht brauchen wenn das "richtige" Zooplankton irgendwelche spezifischen chemikalien (Düfte) oder ähnliches absondert.
    Das wäre auch wieder ein Trigger, wenn man herausfindet warum sie eine bestimmte Sorte fressen, dann kann man sie evtl. auch dazu bewegen eine andere zu fressen.

  • Kann bitte jemand auf die frage eingehen, welches futter Peter Schmiedel benutzt?

    :grinning_squinting_face: iP!!

    iP's Most Rated Sept/06:
    1. ENUR - Calabria 2006
    2. Pete Heller - Big Love[Steven Lee Remix]
    3. Roger Sanchez - Lost[Eddie Thoneick Remix]
    4. Mashtronic - Supernova[Demis 16 Bit Remix]
    5. Justin Timberlake - Sexy Back[Dean Coleman Remix]

  • könnte man vom Aufbau des Larvenmauls eventuell Rückschlüsse auf das Plantkon bzw deren "Form/Struktur" ziehen??
    Wenn die Larven sehr spezialisiert sind, könnte es sich ja um eine Anpassung handeln.

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