Anthias - Eingewöhnung

  • Hallo Leute,

    hat jemand hier Erfahrungen mit der Eingewöhnung von Anthias ?
    Ich habe mir am letzten Donnerstag 5 von den schönen Tierchen zugelegt. Ich nehme mal an es ist die Art Mirolabrichthys tuka - siehe Bild. Nach der sehr langsamen Eingewöhnung an mein Wasser setzte ich die Fische ins Becken. Danach verzogen sie sich erst mal 2 Tage in den Riffaufbau. So nach und nach kamen sie dann immer öfters hervor und erkundeten das Geschehen im Becken. Leider konnte ich sie noch nicht ans Futter bekommen - nun meine Frage. Ich habe gelesen diese Tiere benötigen mehrmals am Tag Futter - bis jetzt ist leider noch keiner an das angebotene Futter gegangen (Artemia, lebende Artemia, Flockenfutter - mehrmalige Fütterungsversuche über den ganzen Tag hinweg verteilt). Ist das normal, dass sie die Futteraufnahme so lange verweigern ?? Welche Futtersorten sind aus Erfahrungswerten heraus am geeignetsten um die Tiere zum fressen zu bringen ??? Im Moment schwimmen alle 5 noch munter umher ich habe allerdings Bedenken da ich gelesen habe, dass die Tiere regelmäßig Futter benötigen da sie keine Reserven bilden können - und wenn das so ist - wieso schwimmen sie nach nunmehr 4 Tagen ohne zu fressen immer noch munter im Becken herum ???

    Grüße Tino

  • Hallo
    So richtig kann ich dir leider auch nicht helfen, habe mir heute 3 gekauft. sie ins becken gesetzt, gleich gefüttert mit Flocken und siehe da sie sind sofort ans Futter gegangen. Verstecken sich nicht. Das mit dem mehrmals am tag füttern stimmt,da sie angeblich einen kurzen darm haben.

    Gruß Roman

  • Hi Timo,

    du mußt ihnen kleineres Futter, z.B. Mysis, Cyclops, Bosmiden usw. bieten und das am Anfang sicherlich 10-12 mal am Tag, dann funktioniert es sehr gut mit der Eingewöhnung.
    Außer du bekommst welche die schon eingewöhnt sind.
    Nach einiger Zeit kannst du dann auf 4-6 mal tägliches füttern reduzieren, aber nur, wenn sie guter Verfassung sind, ansonsten weiter mehrfach füttern.

    MfG Markus

  • Hi zusammen

    Der tuka ist wesentlich heikler als der doch recht einfache Pseudanthias squaminipins. Er baut schneller ab und braucht noch kleineres Futter in häufigeren Mengen. Markus, der seine ja schon lange pflegt, hat ja schon gute Futtermittel genannt. Gut ist wenn einer schon an Futter geht, Flocken rühren die meisten aber normal nicht an, so zumindest meine erfahrung.

  • moin,

    würde einen mix aus gef. cylop eeze,bosmiden,rotem plankton etc machen und so oft wie möglich etwas eintröpfeln,daß möglichst kostant eine geringe menge im wasser treibt.

    aber immer nur ganz kleine portionen!

    :wink
    mbb

    p.s.:und,wie robert schon sagte,sind sehr heikel,wirst dir auch in zukunft viel zeit für sie nehmen müssen

    mfg
    michael

    Einmal editiert, zuletzt von mbb (7. November 2005 um 23:19)

  • Vielen Dank für eure Antworten.
    Hab es heute geschafft sie mit Hilfe einer Mischung von Cyclops, Lobstereiern, und Rotem Plankton zum Fressen zu bewegen. Bin echt froh, dass es endlich funktioniert hat nachdem sie nun fast 5 Tage nichts gefressen haben - hab echt gedacht die halten das nicht so lange durch.
    Noch eine Frage hätte ich aber - wieso kommen alle aus ihrem Versteck heraus sobald ich die Strömung abschalte. Wenn ich sie wieder anschalte suchen sie sich die Ecke im Becken mit der geringsten Strömung oder verstecken sich im Riffaufbau - hängt das vieleicht damit zusammen, dass sie schon geschwächt sind ???

    Danke und viele Grüße Tino :wink

  • Hallo Tino

    Eine Antwort auf deine Frage habe ich leider nicht, aber eine kleine Hilfe die vielleicht beim Füttern hilft.
    War mal in einem Koralle oder Meeresaqarianer Heft.

    Einen Futterautomat mit Gefriergetrocknetem Futter bestücken, dann den Automaten so postieren, dass das Futter in ein Rohr fällt, das ein Paar Zentimeter aus dem Wasser und ein Paar cm in das Wasser ragt.
    Wenn sich das Futter mit Wasser vollgesaugt hat geht es langsam unter und wird von der Strömung mitgenommen.
    Wenn man die Fütterintervalle richtig einstellt müsste das gut funktionieren.

    Ich denke mal wenn Putzergarnelen im Becken sind haben die dann auch einen neuen Lieblingsplatz :winking_face:

    ...viel erfolg noch mit deinen Fischen!!!

  • Zitat

    Original von Tino Weißbach
    Wenn ich sie wieder anschalte suchen sie sich die Ecke im Becken mit der geringsten Strömung oder verstecken sich im Riffaufbau - hängt das vieleicht damit zusammen, dass sie schon geschwächt sind ???


    Hallo Tino

    Das kann sehr gut sein. Ich hatte mal A. dispar, die kamen auch in einem schlechten Zustand und mochten die volle Stroemung erst nachdem ich sie hochgepaeppelt hatte.
    Mit dem Futter wuerde ich mal weisse Mueckenlarven probieren. Ein Berliner Haendler hatte oefters mal sehr gut stehende tukas, und er meinte, dass er zur Eingewoehnung damit gute Erfahrungen gemacht hatte. Selber probiert habe ich das nie.

    Gruesse

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Tino,

    Wie schon gesagt- nur füttern hilft. V.a. abends im Halbdunkeln nehmen die Tiere Futter auf, wahrscheinlich weil mehr Ruhe ins Becken kommt.

    Meine Mischung: Golden gate-Fischeier-Cyclops-Cyclop eeze-Mysis-Ultramin

    plus: Multiibiota-Tropfen oder Korvimin ZVT


    Gruß Birger

  • Hi zusammen,

    hab die Tierchen jetzt ganz gut im Griff. Das Futter besteht aus Rotem Plankton, Cylops, Lobstereier, einem Vitaminpräparat und Knoblauchsaft.
    Sie fressen sogar schon kleinere Artemien. Zur Zeit füttere ich ca. 6 mal über den Tag verteielt kleinere Mengen.
    Sie machen einen gesunden Eindruck und es gibt keine Anzeichen mehr, dass sie abbauen - im Gegenteil. Das Problem war halt sie sind letzte Woche Mittwoch angekommen bzw. importiert worden - waren dann einen Tag beim Händler im Becken und anschließen (einen Tag später) bei mir. Ich denke das war doch schon enormer Stress für die empfindlichen Tiere.
    Mich wundert es, da der Tuka immer als sehr empfindlicher Fisch beschrieben wird, dass sie das alles so gut überstanden haben - die lange Zeit ohne Futteraufnahme, der Transport..... und jetzt schwimmen sie fröhlich und munter im Aquarim herum :grinning_squinting_face:

    Grüße Tino :wink

  • Tino,

    unter Umständen war der kurze Weg vom Importeur zum Verbaucher genau der glückliche Zufall bei dir. Die Tiere hatten nicht genug Zeit stark abzubauen. Noch finde ich es aber ziemlich voreilig in deinem Fall von einem Erfolg zu sprechen - bis dahin sollten noch einige Monate ins Land ziehen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Tino,

    von einem ersten Erfolg würde ich nach 3m ausgehen, was wirklich abgeht siehst du an der Anzahl die nach 1Jahr noch lebt... Dazu mußt du auch eine sozial lebensfähige Gruppe mit nur 1 Männchen hinbekommen, es wurde schon häufiger über die Ausdifferenzierung aller Fische zu Männchen berichtet-das geht dann auch in die Hose.

    Viel Glück!

    Birger

  • Hallo Steffen und Tino,

    gut, daß Du den hochholst.
    Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit bereits abgemagerten dispars. Kann man füttern soviel man will, nach spätestens 2 Monaten ist Schluß. Verstecken im Riff ist auch bei Futteraufnahme ein schlechtes Zeichen.
    Der Rest des Schwarms überlebt bei mir max. 1,5 Jahre bei bestem Ernärungszustand. Hab nen Frostfutterautomaten und komm auf 8*mal Futter pro Tag.
    Fast alle haben sich zu Männchen entwickelt ohne ernste Aggressionen -wenigstens in meinen Augen.
    Immer dieselben Symtome.. zunehmendes Verstecken im Riff, keine Abmagerung, Futteraufnahme ok, nach so 4 Wochen Schluß.
    Wie ist denn da so die Erfahrung bei anderen Fahnenbarschhaltern? Weiß nicht was ich falsch mache.

    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    ich hatte ja eine zeitlang die beiden squampinnis und hatte eigentlich nie Probleme mit den beiden. Sie wurden nur morgens und abends gefüttert aber waren trotzdem nicht abgemagert.

    Der Grund den Thread wieder hochzuholen war dass ich gestern bei Flora einen Schwarm (ca. 10) Tukas gesehen habe und feststellen musste, dass das wirklich wunderschöne Fische sind.
    Zum Glück hab ich mich nicht dazu hinreissen lassen die zu kaufen,
    ich wusste nämlich nicht daß die so heikel bzw. anspruchsvoll sind.

    Bei 30€ pro Fisch wäre das allerdings auch nicht gerade billig geworden davon einen kleinen Schwarm anzuschaffen.

  • Hi ihr,

    ich habe eine größere Gruppe Dispars gehabt und habe noch eine größere Gruppe Tukas.
    Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, das weder Tukas noch Dispars so schwer zuhalten sind wie immer behauptet wird. Sollte ich sie mit Squampinis vergleichen ist der Aufwand gewaltig.

    Das ganze Problem ist das man leider kaun Tiere bekommt die ihren Preis noch Wert sind. Die meisten Tiere beim Händler sind schon tot, nur noch nicht umgefallen. Ich will damit jetzt keinen Händler angreifen, denn sie kommen meist schon so an. Da sie in den Fangstationen vor dem Versand nicht mehr gefüttert werden. Das bekommt den Tieren leider nicht so sonderlich gut, Aber jetzt mal schluß mit den Problemen.

    Ich füttere meine Tukas täglich kontinuierlich mit lebenden Nauplien. Dieses Futter wird von den Tukas extrem gut angenommen. Dagegen ist die akzeptanz auf Frostfutter (Artemia, Bosmiden, Cyclops) nur bedingt vorhanden. Ein anderer wichtiger Punkt ist das sie das Futter nur bei voller Strömung gut annehmen.

    Zur kontinuierlichen Fütterung habe ich einen kleinen Artikel geschrieben. Den gibt es hier.

    mfg Stephan

  • Zitat

    Original von Stephan Philipp
    Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, das weder Tukas noch Dispars so schwer zuhalten sind wie immer behauptet wird.

    ....

    Ich füttere meine Tukas täglich kontinuierlich mit lebenden Nauplien. Dieses Futter wird von den Tukas extrem gut angenommen. Dagegen ist die akzeptanz auf Frostfutter (Artemia, Bosmiden, Cyclops) nur bedingt vorhanden. Ein anderer wichtiger Punkt ist das sie das Futter nur bei voller Strömung gut annehmen.

    Hier sehe ich doch einen gewissen Widerspruch, für den Durchschnittsaquarianer ist Lebendfutter schon ein großes Problem.
    Da gehe ich einfach mal von mir aus. Frostfutter ist da für mich momentan schon das höchste der Gefühle.

    Wäre halt toll wenn diese Fische nur auf Bestellung reinkämen und nicht auf Verdacht, verkauft werden sie allerdings sicher, so schön wie die sind.

  • moin,

    möchte noch eine weitere art einbringen. wie sind eure erfahrungen mit Pseudanthias pleurotaenia. sollen ja zu den "leichteren" arten gehöhren.

    möchte gern in meinem neuen becken so 10stück als schwarm einsetzen.

    mfg
    michael

  • Hi zusammen

    Nach meinem Empfinden würde ich Dispar nicht ganz mit Tuka vergleichen :smiling_face:

    Auf einer Liste von 1-10 charakterisiere ich das wie folgt:

    P. squaminipins ist zwischen 1-2
    der Dispar ist ungefähr bei 5
    der Tuka ist ungefähr bei 8-9
    Ventralis bekommt eine 10

    Das heisst, P squaminipis ist an sich einfach im Aquarum zu halten, fühlr sich aber eher wohl (wie alle Fahnenbarsche ) wenn sie nicht aleine oder zu zweit gehalten werden. Das einzige Problem ist eben das anfängliche Aufpäppeln der Tiere da sie unheimlich schnell abbauen wenn Futter fehlt.
    Das trifft im übrigen auf alle zu die einen Import hinter sich haben.

    Nach einigen Wochen mehr Futter und der Annahme von Futter kann man die Gaben die anfänglich schon mehrmals sein sollten wieder zurückfahren.
    Sie nehmen sogar nach einer Weil auch Granulat oder Trockenfutter wenn auch nicht alles.

    Anders der Dispar der deutlich heikler zu sehen ist, und noch schlimmer der Tuka.

    Ein gute Mittel die Fische schnell ans futter zu bekommen ist es ein zwei Fische schon zu haben die an das Futter gehen. Das hilft oft.

    @Michael:
    Der ist an sich ein hammerharter Fische und oft schnell der Chef im Becken. Auch nur anfangs heikel, später meist nicht mehr so sehr.
    Ich kenne in paar Becken so sowas länger schon schwimmt.

  • Probleme mit der Futterannahme habe ich keine, fressen fast alles, die sind sogar ziemlich dick eworden.

    Aber wieviele wandeln sich bei Euch zu Männchen um? bei mir fast alle.


    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    ich habe letztes Jahr 5 P. squaminipins bekommen, wo auch das Problem war, dass sich immer mehr in Männchen umgewandelt haben. Er gab mir 1 Männchen und 4 Weibchen. Das Männchen wurde vermutlich nachts von einem rutschenden Stein erschlagen, es lag jedenfalls zwischen zwei Steinen eingeklemmt. Danach hat natürlich sofort eine die Gelegenheit zum Umwandeln genutzt. Das war im Januar... seither sind es eben 3 Weiber und ein Kerl. Ich hoffe natürlich, dass das so bleibt.... wobei man schon sagen muss, dass das Männchen die Weiber regelmässig "verdrischt". Also es vergeht kaum ein Tag, wo die nix abbekommen. Vielleicht hält er sie so in Schach :winking_face:

    Viele Grüsse Kathrin

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  • Hallo Kathrin,

    die Umwandklung von 5 von 7 in Männchen (ursprünglich alles W) dauerte insgesamt so 6 Monate, einer nach dem anderen . Weibchen wurden nie verdrischt. Männchen haben sich angedroht, aber nie ernsthaft. Vielleciht hab ich zuviel gefüttert?
    Würd echt gern wissen, warum die bei mir nur 1-1,5 Jahre leben. Um die hab ich mich besonders gekümmert.
    Jetzt oist nur noch ein M übrig, das W ist die Tage verschwunden. Das war aber ziemlch sicher mein Fischfresser, die anderen Verluste garantiert nicht, weil sie wochenlang vor sich hin gekümmert sind ohne irgendwelche äußere Anzeichen.
    Der Squamipinnies scheint anders drauf zu sein, trotzdem würd mich die Lebensdauer interessieren. Natürlich nicht die der Tiere, die halbverhungert ankommen. Bernd Mohr hat doch richtige Brecher gehabt? Weiß jemand, wie alt die waren?


    Grüße
    Ulrike

  • Hallo Ulrike,

    wie alt meine sind, kann ich eben leider nicht sagen, haben sie von Markus Müller übernommen und da waren sie schon recht gross. Ich füttere meine 3 x täglich und bekomme immer wieder gesagt, das sich zuviel füttern würde. Wobei bei mir allerdings tatsächlich alle Fische sehr gut genährt sind *g*
    Es ist aber auch so, dass alle 3 Weiber im Grunde unterschiedlich orange gefärbt sind. Das geht von ziemlich hell über mittel bis zu einem richtig kräftigen orange. Und das dunkelste davon bekommt auch die meiste Kloppe. Vielleicht ist mein Männchen so aggressiv, damit er seine Position behaupten kann. Wobei die das alles unter sich ausmachen, andere Fische werden in keiner Form belästigt. Die haben mit sich genug zutun.

    Viele Grüsse Kathrin

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  • Hallo Ulrike

    Bei uns waren es beim Kauf 5 Tiere, davon 4 aus einem der Händlerbecken und einer aus einem anderen Händlerbecken. Schon zu Anfangs hatte das 5te Tier Probleme sich zu integrieren und war nach kurzer Zeit im Becken nicht mehr auffindbar.
    die anderen 4, ein Bock und drei Weiberl verhielten sich aber typische Anthia...
    Der Bock scheucht die Weiberl durchs Becken und zeigt seinen Status.
    Das hält sich nun seit gut 3 Jahren so. (wenn nicht länger)

    Halt was ich vergass: Sie sind wahre Fressmaschinen.. und kommen auch mal mit wenig Futter aus. Kein Wunder sie haben vermutlich weit mehr Reserven angefuttert :smiling_face:

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