Strömung?

  • Hallo,

    Betreibe mein Becken (~2300L) mit 2 12m³ Red Dragons, welche im Wechsel laufen, sprich 4 Stunden Pumpe 1, dann ein wenig Pause und nach gut 60 min läuft dann Pumpe 2 an. Dazu läuft natürlich ständig die 6.5m³ Dragon welche Wasser vom Filterbecken hoch pumpt. Nun überlege ich mir, ob ich nicht beide 12er Dragons paralell laufen lassen, damit mehr Bewegung ins Becken kommt, oder ist es besser dies so zu belassen, da sich die ganzen Tiere schon an diesen Rythmus gewöhnt haben...?!

    Grüße
    Florian

  • Zitat

    Original von Floli31
    . Nun überlege ich mir, ob ich nicht beide 12er Dragons paralell laufen lassen, damit mehr Bewegung ins Becken kommt, oder ist es besser dies so zu belassen, da sich die ganzen Tiere schon an diesen Rythmus gewöhnt haben...?!

    hi florian,

    nun, dann probiers doch aus......die tiere werden sich auch an neue strömungsbedingungen gewöhnen....

  • Ich würde es auch probieren, denn man kann kaum mal zu wenig Strömung haben und die Korallen gewöhnen sich recht schnell daran und dann werden die Korallen es dir langfristig danken.

    So zumindest meine Meinung.

  • Hallo Micha,

    Alles klar, werde es probieren...
    Soll ich eine kleine Pause in regelmässigen Abständen wo keine Strömung ist beibehalten, oder nur eine Pumpe laufen lassen?

    Grüße
    Florian

  • @Florian,
    ich würde die Pumpen durchlaufen lassen.
    Hinzu kommt noch, daß wegen Sauerstoffmangel, das Wasser in den Rohren umkippt, sollte es denn länger als 15 Minuten in den Rohren, stehen. Hättest Du ein Redoxmeter am Becken, könntest Du beobachten, wie der Redox kurzfristig um mehrere hundert Einheiten, nach unten rauscht, wenn die Pumpe wieder eingeschaltet wird. Das Ganze trägt nicht unbedingt zur Mileustabilisierung bei, wenn dauernd solche Schläge in die Beckenbiologie, stattfinden. Man sollte zumindest die Pumpen mittels Frequenzregler auf ca. 10 % Mindestdrehzahl laufen lassen. Bedauerlicherweise lassen sich die Red Dragon Pumpen nicht frequenzregeln. In Kürze bringen wir aber einen Wellensimulator mit 2 gekoppelten White-Line Pumpen und einem Wellengenerator, auf den Markt.

    Grüße .. Klauis

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo,

    Beide Pumpen laufen nun schon seit mehreren Tagen ohne Unterbrechung, schade das ich dies nicht gleich von Anfang an gemacht hatte, denn den Tieren und mir gefällts! :grinning_squinting_face:
    Nur die Filterwatte die an den Schnellfilterpatronen an beiden Dragons dran hängt ist in 48 h voll.

    @Klaus,
    Wellensimulator mit 2 gekoppelten White.... das hört sich aber sehr interessant an, ...
    In Kürze? Heuer noch?

    Grüße
    Florian

  • @Florian,
    ja.. in Kürze... sollte das System serienreif sein, werden wir das hier im Meerwasserforum.com, erstmalig vorstellen. Alles vom feinsten, soviel wird garantiert.. In 4-6 Wochen müßte die Anlage fertig sein.

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von klaus Jansen
    @Florian,
    ich würde die Pumpen durchlaufen lassen.
    Hinzu kommt noch, daß wegen Sauerstoffmangel, das Wasser in den Rohren umkippt, sollte es denn länger als 15 Minuten in den Rohren, stehen. Hättest Du ein Redoxmeter am Becken, könntest Du beobachten, wie der Redox kurzfristig um mehrere hundert Einheiten, nach unten rauscht, wenn die Pumpe wieder eingeschaltet wird. Das Ganze trägt nicht unbedingt zur Mileustabilisierung bei, wenn dauernd solche Schläge in die Beckenbiologie, stattfinden.
    Grüße .. Klauis

    Hallo Klaus,
    du bist der Experte....ABER: das der Redoxwert um soviel fällt, ist mir noch niemals aufgefallen.
    Um den von dir angegebenen Wert ...'um mehrere hundert Einheiten',-dazu bedarf es mindestens einer Rohrleitung, welche das 3/4 Füllvolumen des Aquariums besitzt; also kilometerlang :] und dann wären wir schon im toxisch anaeroben Mileu (da geht's dann in die absoluten Minuszahlen)

    Im großen Becken habe ich 5 m Zuleitung mit 63er Rohr und Speckpumpe. Die schaltet alle 2 Stunden für 1/2 Std. tagsüber ein und nachts ist sie aus. Dann noch die beiden Red Dragons, welche rund um die Uhr abwechselnd 1/2 Std an, 1/2 Std. aus sind (Wechselschaltung).
    Ähnliche Konstellation habe ich am 1000Ltr. Becken.
    Beide Becken werden 'Redox-gefühlt'. Die kleine Anlage hat 300mV, die große 420mV.
    Wann glaubst du, das der Wert schlagartig sinkt? Allerhöchstens um 60-100mV...und das nur bei 10%igem Wasserwechsel. Ansonsten steht der Wert unverrückbar fest.

    Mehr Sorgen machte ich mir da bei meiner Schlauchkühlung. 200m 1/2'' PE-Schlauch mit minimalstem Wasserdurchlauf. Das Ein-und Ausschalten der Pumpe dafür wird via IKS gesteuert. Da steht das Wasser z.B. bei diesen regnerischen Tagen tagelang im Schlauch. Aber auch hier,----keine Probleme. Der Redoxwert steht wie genagelt.

    Das einzige, was bei längerem Stillstand des Wassers in Rohren passiert, ist,- der Biofilm fängt tatsächlich zu gammeln an und wird bei Einschalten der Pumpe herausgeschleudert.
    Aber das ist wiederum wie bei dem Gimmick mit der Zeovitfilterung. Kräftig rühren und aufschütteln, damit der Biofilm sich vom Gestein löst :D; denn das ist ja wiederum Futter für die Mikrofauna im Becken :winking_face:

    Edit:
    die neuartige Wortkreation für den Schlurz nennt das 'Bakterioplankton'. Ein Begriff, der mir gar nicht gefällt :angry_face:

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (10. Juli 2005 um 23:39)

  • Hallo, Stefan,

    das Phänomen der schlagartigen Redoxstürze habe ich an meinem eigenem großen Riffbecken machen können. Dort war eine Selzle-Redoxmessung montiert und der Fühler war in ein Druckrohr verbaut, welches eben im Wechsel lief. Je länger das Wasser in den Rohren stand, desto höher waren die Redoxsprünge. Ins Minus sind sie allerdings nie gefallen, aber um bis zu 200 Zähler gingen sie schon nach unten. Wenn Du Deine Messungen nur im Becken oder gar im Filter machst, wirst Du diese Sprünge sicher nicht so beobachten können, da sich das Gammelwasser ja schon mit dem Beckenwasser vermischt hat. Bei Direktmessungen in den Rohren, wirst Du das garantiert so auch beobachten können. Die Sprünge waren auch nur sehr kurzfristig, nach 30 Sekunden, krabbelte der Wert wieder hoch und nach wenigen Minuten war der alte Wert wieder erreicht, der immer um die 380 lag. Auch wenn wir heute keine Redoxmessungen mehr durchführen (sinnlos) so war das für mich ein deutliches Anzeichen dafür, das stehendes Meerwasser, innerhalb von 20 Minuten umkippt. Ich habe das sehr ausgiebig getestet und konnte feststellen, dass die Obergrenze bei max. 15 Minuten lag, bis das Wasser anfing umzukippen..
    Da ich so meine eigene Theorie in der Kontinuierlichkeit in der Meeresaquaristik pflege, waren diese Sprünge nicht tolerierbar und wurde auch geändert. Das Wasser darf auf keinen Fall stillstehen, es reicht, wenn die Pumpe auf 10-15 % runtergeregelt wird, z.B. im Nachtmodus, um einem Stillstand vorzubeugen. Je länger die Rohrleitungswege sind, desto schlimmer die Auswirkungen.
    Das mit Deinem Kühlschlauch würde ich unbedingt überprüfen .. :winking_face_with_tongue:
    Das Problem ist, das es zur Zeit keine Steuerungen für externe Pumpen, wie Deine Specks, gibt, wo man solche Regelungen durchführen kann. Es gibt zwar Frequenzumrichter, wo man Pumpen runterdimmen kann, aber in der Regel haben die keine Steuerungen sp. für Meerwasseraquarien.
    Da wir unser eigens L-Aquarium mit einem Wellen/Strömungssimulator ausstatten wollen, werden in Kürze solche Steuerungen auf den Markt kommen, wo man bis zu 4 externe Förderpumpen, wie eine White-Line, ansteuern kann. Der Umrichter ist bereits in der Steúerung integriert. Vorgesehen sind die Steuerungen für Pumpen bis 800 Watt Nennleistung. Sie haben : LCD-Anzeige-blau weiß - Folientastatur - Einphasiger Eingang - Motorensoftstart -updatefähige Programmierung - elektronische Einschaltstrombegrenzung - Busfähig bis 4 Motoren - Drehzahlanzeige - Fördermenge -Intervallanzeige - Betriebsstunden/Inbetriebnahmeanzeige, usw....

    Mit solch einem Strömungsgenerator ist es dann möglich, das gesamte Strömungsmanagment zentral zu steuern. Auf interne Strömungspumpen kann dann verzichtet werden. Strömungsstillstände in den Rohren gibt es dann nicht mehr, es sei denn der User stellt das Poti für Minmal-Drehzahl auf null.. Im Besonderen ist es bei entsprechender Verrohrung auch möglich, die Strömung in die unteren Aquarienregionen zu ermöglichen. Ein oft vergessener Faktor, bei SPS-Becken. Im Besonderen neigen viele SPS dazu, unten abzusterben, wenn zuwenig Strömung von unten kommt. Das jedenfalls ist die Aussage eines Korallenzüchters aus unserer Gegend.

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Peter..
    theoritisch ja, praktisch wird es schwierig, aufgrund Deiner engen Platzverhältnisse.. Die White Line sind noch eine Ecke größer als die Red Dragons. Bestenfalls unter der Aquariumplatte, könnte man sie hängend installieren. Dazu müßte aber die halbe Verrohrung bei Dir geändert werden...
    Der Vorteil aber ist, daß Du zum einen, mehr Strömung hast und zum anderen, impulsen, intervallen, absenken oder sonstwas, machen kannst. Erfahrungsgemäß ist in reinen Steinkorallenbecken, die Strömung mit der Zeit immer zu wenig, weil die Korallen das Aquarium strömungstechnisch, zuwachsen...

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Hallo ,

    Thema Redox:

    bei Beckenrevision oder Wasserwechsel bzw. Tiertransportbehälter
    ist das Wasser auch über 15min ohne Strömung,
    demnach müsste es alles Gammeln,
    das Redox kündigt lediglich eine Reduktion eines Stoffes an.

    Cu Resa

  • hi resa,

    ich halte zwar das absinken des r-wertes innerhalb der leitungen in bezug auf die beckenparameter für nicht relevant, allerdigs hast du bei z.b. der fischtüte ja noch den luftaustausch über die freie wasseroberfläche.

  • .... und in den Tüten sitzt auch kein Bakterienschleim... Ich bin auch immer wieder verwundert, welche Biologie sich in den Rohrinnenwänden mit der Zeit bildet. Schneide mal nach Jahren ein Rohr raus und Du wunderst Dich, was sich da alles gebildet hat. Ganze Röhrenwurmkolonien habe ich schon gefunden. Ist mir ein Rätsel, wie die da überleben konnten.

    Grüße ... Klaus

    Das Leben ist zu kurz, um sich aufzuregen....

  • Zitat

    Original von Joe
    hi resa,

    ich halte zwar das absinken des r-wertes innerhalb der leitungen in bezug auf die beckenparameter für nicht relevant, allerdigs hast du bei z.b. der fischtüte ja noch den luftaustausch über die freie wasseroberfläche.

    stimmt, habe ich allerdings bei der Verrohrung auch.

    Cu Resa

  • Zitat

    Original von Resa
    stimmt, habe ich allerdings bei der Verrohrung auch.

    ...

    na dann bring mal den rohrquerschnitt von seiner oberfläche her ins verhältniss des in der tüte mit der jeweils enthaltenen wassermenge....

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