• Was versteht man eigentlich unter Staubfutter?
    Ist das nur anders in der Konsistenz (also feiner) oder ist auch die Zusammensetzung eine völlig andere als bei Flockenfutter bzw. Granulat.
    Könnte man sich also Staubfutter theoretisch selber machen wenn man es schafft ein Flockenfutter entsprechend fein zu mahlen ?
    Wie fein ist das Zeug eigentlich? Wie Mehl?

  • Hi Steffen,

    Becher mit Beckenwasser, cyclop-eeze rein, kräfig umrühren und dann rein ins Becken. Wenn man es so reinschmeisst schwimmt es an der Oberfläche und verschwindet im Überlaufschacht -> Abschäumer ....

  • Hallo Steffen,

    von Cyclop Eeze gibts Partikelfutter (Staub würd ich das noch nicht nennen) und Flockenfutter.

    Gruß

    Kai

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    Was versteht man eigentlich unter Staubfutter?
    Ist das nur anders in der Konsistenz (also feiner) oder ist auch die Zusammensetzung eine völlig andere als bei Flockenfutter bzw. Granulat.
    Könnte man sich also Staubfutter theoretisch selber machen wenn man es schafft ein Flockenfutter entsprechend fein zu mahlen ?
    Wie fein ist das Zeug eigentlich? Wie Mehl?

    Das frage ich mich auch ob man sich nicht das teure Staubfutter sparen kann und selbst auf Basis von Flockenfutter, welches ja billiger ist, sich das nicht selbst herstellen kann.

    Die Frage ist wie "Spezial" dieses Staubfutter wirklich ist, ob man mit Flockenfutter versch. Sorten (Hauptfutter, Siprulinaflakes, Cyclopeeze usw.) nicht eine Rudum-Gute "All in one" und günstigere Staubfuttermischung herstellen kann. Da ich keine Möglichkeit habe die Staubfuttersachen zu analysieren werde ich das wohl nie beantworten können.

    Gruß
    Sven

  • Zitat

    Original von Steffen Schwarz
    Was versteht man eigentlich unter Staubfutter?

    Hi Steffen,

    Der Begriff "Staubfutter" kommt eigentlich aus der Süßwasser Fischaufzucht und bedeutet (Zitat):

    "Staubfutter ist Futter das so klein wie Staub ist und hervorragend geeeignet zur Fütterung von ganz jungen Fischen. Sogar Fische, die gerade erst ihren Dottersack aufgezährt haben können dieses Futter schon zu sich nehmen.
    P.S. Wer sich dieses Futter nicht kaufen will, kann auch Trockenfutter nehmen (ich nehme auch immer Futtertabletten und alles andere was ich gerade daheim habe) und es mit dem Mörser ganz, ganz fein zermahlen. Allerding ist es nicht leicht das Futter so klein zu bekommen, dass es wie das gekaufte ist."

    Die Staubpartikel sollten dabei kleiner als 0,01 mm sein. Im Meerwasser ist die Verwendung meiner Meinung nach zweifelhaft. Lebend entspricht es Plankton, tot müsste es in der Form und Größe wie Plankton aufgebaut sein, um die entsprechenden Nahrungsapparate insb. der Wirbellosen passieren zu können. Ein einfaches Zermahlen wird da aber nicht reichen. Selbst mit totem Plankton gibt es fast keine überzeugenden Aufzuchtberichte.

    Gruss
    Uwe

  • Ich denke wir meinen Staubfutter im Sinne von Futter für Filtrierer (wie z.B. die Ultra-Serie) und weniger als Aufzuchtfutter.

    Gruß
    Sven

  • Zitat

    Original von Uwe Dolling
    Selbst mit totem Plankton gibt es fast keine überzeugenden Aufzuchtberichte.


    Hi Uwe,

    Bei wenigen Arten soll es sogar möglich sein.
    Ist aber imho absolut sinnlos, denn marine Fischlarven benötigen in den ersten Lebenstagen permanent Futter, sprich sie müssen "im Futter stehen".

    Dies läßt sich nur mit lebender Nahrung realisieren, folglich wäre eine Auzucht nur mit toter Nahrung eher ein Mehraufwand als eine Erleichterung.

    Viele Grüße
    Inken

  • Zitat

    Original von Sensay
    Ich denke wir meinen Staubfutter im Sinne von Futter für Filtrierer (wie z.B. die Ultra-Serie) und weniger als Aufzuchtfutter.

    Eben, und wie ich schon schrieb, dies muß den Nahrungsmechanismus der Filtrierer passieren können. D.h. Richtige Größe, richtige Form. Eher unwahrscheinlich.

    Gruss
    Uwe

  • Hi zusammen

    Stimmt schon, es gibt Cyclop Eeze als Staub und Flockenfutter und man kann es schlecht von aussern auseinander halten :smiling_face:

    Staubfutter ist zudem.. wenn man es richtig betrachtet nicht gleich Staubfutter. Ich spreche jetzt nicht von Fischzucht, dazu habe ich zu wenig Erfahrung, sondern von Ernährung von Korallen. Cyclop Eeze ist nicht schlecht, das war das erste recht gute Staubfutter das ich immer noch gerne nehmen. Einafch weil es fein ist und die Korallen es gut verwerten, (aber auch die Glasrosen ) Aber es gibt auch besseres. Ein Futter das "beladen" ist und so bestimmte Stoffe an die Korallen etc, ranführt, bzw erst dann verwertbar wird.

    Nehmenwir zum Beispiel das Ultraclam von Claude, das ist ein Partikelfutter das so etwas hat/macht. Zudem erscheint es mir noch feiner als das Cycloop. Das Ultraclam ist nicht mehr zu vergleichen mit einem Futter das klein gemacht wurde . Und das machen aber viele, die nehmen ein paar Stoffe und machen die fein und fertig ist das Futter. Aber beladen oder wirklich gut verwertbar ist das deswegen noch lang nicht.

    Daher sage ich Staufutter oder feines futter ist die eine Sache, verwertbares Partikelfutter eine andere. Nicht nur die Vewertung des Futters an sich, sondern von dem was an dem Futter "haftet"

    Claude kann das sicher besser erklären wie ich. Ich bin heute müde

  • Würde gern diesen Tread nochmal beleben :winking_face:
    Da ich mir gerade überlege eine Staubfuttermischung für Tubastrea zu mischen und sie per Futterautomat ins Becken zu geben.

    Bisher denke ich an eine Mischung aus:

    geschälte Artemia-eier
    Cyclop Eeze
    Spirulina-pulver
    und pulverisiertes Flockenfutter

    Oder habt ihr ein besseres schon erprobtes "Staubfutter-Rezept"?
    Oder würdet ihr lieber auf ein Fertigprodukt zurückgreifen, welches (und wie füttert man Fertigprodukte mit dem Automat (Futtertrommel)?

    LG Martin

    The only reason many species have not yet been successfully reared is that too few people have tried (Naomi Delventhal)

    Many species might go extinct, as too few people look out for them (Martin Reith). Help to change this http://accion-salva-una-especie.org/

    Einmal editiert, zuletzt von seegraswiese (28. Oktober 2005 um 17:35)

  • Hi Martin,

    Deine Mischung klingt ja ganz gut, aber warum so ein Aufwand für eine Tubastrea?
    Da ist doch die Fütterung mit Frostfutter wie Artemia/Mysis/Cyclops usw. kein Problem...

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Inken

    Ich würde damit gerne meine Tubastreas richtig pushen (die dürfen gern das wuchern anfangen :winking_face: - und eine dritte - oder vierte Tubastrea wäre ja dann auch kein Problem mehr, wenn es ohne "Handfütterung" klappt) und gleichzeitig will ich die Kleintierchen im Becken zur Vermehrung anregen - und so indirekt auch meinen Leierfischen was Gutes tun.
    Das will ich erreichen indem ich mehrfach täglich kleine Portionen Staubfutter zugebe. Ich hoffe daß ich diese beiden Fliegen mit einer Klappe schlagen kann - da der Automat ja noch häufiger und noch regelmässiger füttert, als ich "per Hand".

    LG Martin

    Natürlich werde ich mit einer einzigen Automaten-Fütterung am Tag anfangen und dann langsam im Wochentakt auf vier oder fünf Automaten-Fütterungen pro Tag hochfahren und dabei immer wieder kontrollieren, wie sich das auch auf die Wasserwerte auswirkt. Frostfutter gibt's weiter zusätzlich für die Fische - die gezielte Tubastrea-fütterung mit der Pipette will ich eigentlich sein lassen ;).

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    2 Mal editiert, zuletzt von seegraswiese (28. Oktober 2005 um 19:04)

  • Hi Inken,

    Dass eine Tubastrea in der Lage ist, ganze Artemien zu erbeuten, heißt ja noch lange nicht, dass das auch das ideale ist- in der Natur würde sie auch erheblich kleineres Futter erbeuten, von daher finde ich diese Abwechslung schon sehr gut.

    Zudem weiß ich nicht, ob es bei Tubastrea nicht ähnlich ist wie bei Zylinderrosen, Krustenanemonen o.Ä. die mit der Zeit ihre langen, filigranen Tentakel zu dicken, kürzeren zurückbilden, wenn sie dauerhaft nur große Beute machen.

  • Hi Martin,

    Okay, die Argumente sprechen wirklich für die Staubfutervariante :smiling_face:
    Die Microfauna kannst Du damit bestimmt fördern und zwei Fliegen mit einer Klappe hört sich auch gut an.

    @Jannes
    Na ich meinte bestimmt nicht, daß diese Form nun das Optimum darstellt. Aber es gibt eben genug Beispiele, daß es mit Artemia usw. recht gut klappt, auch bzgl. Vermehrung.

    Zitat

    Zudem weiß ich nicht, ob es bei Tubastrea nicht ähnlich ist wie bei Zylinderrosen, Krustenanemonen o.Ä. die mit der Zeit ihre langen, filigranen Tentakel zu dicken, kürzeren zurückbilden, wenn sie dauerhaft nur große Beute machen.


    Das verstehe ich nicht ganz. Die Tubi hat doch von Anfang an keine wirklich langen Tentakeln :confused_face:

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi,

    Nein, nicht wirklich lang- aber die Tentakelspitzen sind doch vergleichsweise recht langgezogen und dünn.(einmal habe ich eine T. diaphana an der Uni gesehen, die geht mir nicht aus dem Kopf) Und ich stells mir nicht sonderlich schön vor, gerade eine faulkneri mit hübschen roten Polypen und dann ein paar gelben Knubbeln am Rand. :confused_face:

  • moin,

    ich befürchte,die tubastrea wird bei dieser fütterungsvariante nicht genug nahrung bekommen,da sich das wenige staubfutter ja auf das ganze becken verteilt und bei der tuba nicht viel ankommt.

    oder du gibst soviel zu,daß das wasser bald hin ist.tubas sind nach meiner erfahrung so verfressen,daß du um eine gezielte fütterung nicht rum kommen wirst

    aber probieren macht schlau :grinning_squinting_face:

    :wink
    mbb

    mfg
    michael

  • Hallo,

    ungezielte Staubfütterung reicht bei Tubastreas definitiv nicht. Es sei denn, man nebelt ständig das Becken voll. Die faulkneri hält das recht lange aus, die diaphana muckt da recht schnell ( 2 Wochen).
    Das ist ja gerade das Schöne an den Tubis, daß man sie gezielt füttern kann, die diversen schwierigen Gorgonien etc brauchen ständig was, da ist nichts mit gezielter Fütterung.

    Bei gezielter Fütterung geht auch nicht soviel verloren. Der Futerbedarf von Tubis ist enorm und belastet das Wasser viel mehr als ein Fisch.

    Grüße
    Ulrike

  • Danke für die Tipps.

    Werde also die gezielte Fütterung nicht einstellen und trotzdem mal den Futterautomat losstäuben lassen (läuft schon :winking_face: ) - will die Süssen ja nicht verhungern lassen.
    Fast hätte ich noch edelsüßen Paprika in mein Staubfutter reingemischt - war aber nur noch Chilli da :winking_face: da hab ich's lieber gelassen ;).

    LG Martin

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    Einmal editiert, zuletzt von seegraswiese (31. Oktober 2005 um 20:51)

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