Tiere für das DSB

  • Hallo,

    Tiere die im DSB Gragen sind ja wohl essenziell. Was kommt da so alles in Frage und was gibt es für Probleme mit solchen Tieren?

    Zum Beispiel "Sanddollar" Seeigel, sind die giftig? Kann man die mit Lippfischen zusammen halten die Nachts im Bodengrund graben?

    usw.

  • Stefan,

    ich sehe da eher das Porblem woher bekommt man die ganzen Schnecken etc. Einen Sanddollar hab ich z.B. noch nie angeboten bekommen.

    Ich habe eine Nassuria (?) Schneckenart die sich im Bodengrund aufhällt und nur bei Futtergaben nach oben kommt. Icc kann sie aber nicht in allen Becken etablieren - keine Ahnung warum ...

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,


    da muss man natürlich viel Suchen! Ich habe z.B. ein paar Bulla Schnecken mit dem LS in mein Aquarium eingeschleppt, weiterhin irgendwelche grabenden Käferschnecken. Leider sieht man die nur dann mal wenn sie an einer der Scheiben kleben (im Bodengrund vergraben) oder wenn man durch Zufall eine ausgräbt.

    Irreguläre Seeigel gibt es hier ab und zu im Angebot - die bezeichne ich als Sanddollar. Gibt es da einen Unterschied? :st:

  • Hi Stefan,

    meinet auch die irregulären Seeigel - gibts nicht im sonst gelobt Land ...

    BTW: Hab gesehn du hats wie zwei L.swalesi. Hat es gut geklappt mit dem nachsetzen??

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo,

    die Schnecke "Strombus alatus" (Florida fighting conch) ist trotz des Namens ungiftig, ein reiner Pflanzenfresser und laut Shimek gut geeignet.

    Sie soll aber je nach Lust und Laune auch mal 4 Monate am Stück im Sandbett untergetaucht bleiben:
    http://www.reefcentral.com/forums/showthr…trombus+and+dsb

    Ein Bild gibts hier:
    http://www.aquahobby.com/marine/e_alatus.php

    Allerdings braucht sie wohl bei der Endgrösse ein entsprechend grosses DSB, um nicht zu verhungern.

    Grüsse,

    Martin

    Einmal editiert, zuletzt von Martin Kornacker (30. August 2004 um 12:22)

  • Hmm ...

    n Bekannter ist bald wieder in Naples - da liegen die Sanddollars millionenweise rum. Denke nur ne Ausfuhrgenehmigung bekommt er nicht - Schade eigentlich.

    Gruß

    Roger

  • hallo Martin,

    die Strombus ist wirklich ein interessanter beckeninsasse, unsere zeigen sich aber schon regelmäßig, um die algen auf den erreichbaren steinen und der sandoberfläche abzulutschen.
    der etwas gefährliche name geht meines wissens auf die form des operculums (schwertförmig) zurück und die art wie diese tiere das manchmal regelrecht "schwingen".

    einen schönen gruß,

    patrick

  • Hallo Stefan (kenny),

    ich halte einige sog. "DSB Tiere" schon seit längerer Zeit, u.a. auch Sanddollars und Herzseeigel. Die Tiere bereiteten bislang keine Probleme und zeigen sich auch Regelmäßig frech aus dem Sand hervorschauend.
    Sie verrichten bislang ihre Arbeit zu bester Zufriedenheit :smiling_face:

    Im übrigen sind solche DSB Tiere schon ab und an im Handel, wenn nicht kannst du gezielt danach fragen der Import sollte den meisten Großhändlern möglich sein.

    Ich Denke durch einige Diskussionen hier im Forum zum Thema wird sich auch in nächster Zeit etwas tun in diese Richtung.

    Bislang kamen wohl nur die wenigsten darauf mit solchen Bodenbewohnern Nährstoffe im Aquarium abzubauen bzw. zu verwerten, ansich ist es aber dennoch nichts neues, doch wo keine Nachfrage herrscht fehlt auch das Angebot :winking_face:

    Die Tiere nützen einem auch schon recht positiv ab Schichthöhen von 5cm wie ich herausfand. Muß also nicht zwingend ein DSB sein wegen der Tiere.

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (30. August 2004 um 16:29)

  • Hallo,

    dort hat man ja i.d.R. auf halber Höhe eine Barriere für grabende Tiere. Graben bis ins Plenum ist also mit Sicherheit unerwünscht.
    Ob Jaubert Experimente in der Richtung angestellt hat weiß ich nicht.

  • Hallo kenny,

    Nein die sind nicht von Peter Elgner.
    Hast ne PN.

    Zitat

    Original von kenny
    Hallo Thilo,

    wo hast du deine denn bezogen? Aus Nürnberg von Transmarine?

  • Hallo Hanno,

    auf grabende Tiere, auch Grundeln, Symbiosekrebse etc. sollte man beim Jaubert System Grundsätzlich verzichten. die Gaze als zwischenlage ist in meinen Augen eigentlich nur als Notlösung gedacht falls doch mal was graben sollte. ich würde solche Tiere aber gänzlich drausen lassen.
    Das durchgraben gar bis auf Plenumhöhe könnte fatale folgen haben, was deutlich wird wenn du dir die Funktionsweise des Jaubert Systems genauer zu gemüte führst.Hier und hier erfährst du mehr über die Funktionsweise des Jaubert Systems.

    Daß Prof. Jaubert selbst damit Experimentiert hat ist mir nicht bekannt. Wie gesagt sein System verfolgt eine etwas andere Abbauprozedur, wo solche Methoden mit Bodenlebewesen dieser Art eher Schädlich sind.

    Eine gute Kompromisslösung für Skeptiker solcher natürlicher Filtersysteme ist eine normale Schichthöhe (ca. 5cm) Live Sand mit sog. "DSB-Tieren". Ich habe ein Testbecken, da ich anfänglich auch meine zweifel hatte, so seit mehr als einem Jahr laufen und es funktioniert (bis auf die Glasrosen) sehr gut. Ohne Abschäumer etc. Selbst heikler Nachwuchs wie Seepferdchen und junge Fische fühlen sich bei regelmäßigem Wasserwechsel wohl darin, was man am Zustand der Tiere gut erkennen kann. Weniger kann also auch mehr sein. Wobei ich den Schlüssel darin auch in der Beschränkung des Besatzes sehe :winking_face:

    Zitat

    Original von Hanno
    Hi,

    wie ist das eigentlich mit irregulären Seeigeln bei Jaubert? Sollte man die vermeiden oder sind sie auch da nützlich?

    Grüße
    Hanno

  • Hallo Thilo,

    tut mir leid, aber ich sehe keinen wirklich prinzipiellen Unterschied zwischen DSB und Jaubert. Entweder ich bin noch nicht darauf gestossen, oder die Systeme sind so unterschiedlich gar nicht. Du selbst schreibst auf deiner Seite ja, dass man beim Jaubert das Plenum auch weglassen kann - was ja ein DSB ergäbe.
    Nur beim DSB wird immer propagiert, grabende, detritusfressende Organismen wären hilfreich und beim Jaubert sollen sie der Teufel sein. Klar sind sie beim DSB offensichtlicher von nutzen, da der feine Sand sehr leicht verbackt und verschlammt, aber geringerer Nutzen bedeutet ja nicht automatisch schlecht.
    Evtl. ist das ja auch nur eine immer wiederholte falsche Tatsache?! Falls ich mich über das System meines neuen Beckens (in der Einfahrphase - siehe Signatur) nicht gut genug informiert haben sollte (deine Seite, Korallenriff, etc. habe ich natürlich gelesen), wäre ich über Tips und Erklärungen dankbar.
    Übrigens plane ich sogar, evtl. einen Alpheus einzusetzen (keine Gaze als Zwischenlage) um das Ganze mal zu überprüfen. Denn bis jetzt habe ich noch nichts über solche Versuche gelesen. Zur Not käme er dann bei misslingen ins "Berliner". Please tell me if I am whole beautiful on the woodway :grinning_squinting_face:

    Grüße
    Hanno

  • Hi Hanno,

    Problem ist, wenn an irgendeiner Stelle die Bodengrundhöhe auf <5-7cm sinkt, dann wird der Sauerstoff durch diese Stelle ins Plenum gelangen und dann in deinem gesamten Bodengrund ansteigen.
    Dann ist der Bodengrund nicht mehr sauerstoffarm genug um noch vernünftig denitrifizieren zu können.

    Passiert das ganze bei einem DSB dann ist nur lokal eine Stelle zu aerob und nicht das ganze Sandbett.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hallo Frank,

    das habe ich mir auch gedacht. Allerdings hatte ich keine Ahnung, wie hoch die Mindesthöhe ist. Dass durchgraben bis auf´s Plenum zur Aufhebung des Effektes führt ist klar.
    Deshalb wollte ich es mit einem A. randalli probieren, da die ja nicht so extreme Löcher graben (selbst gesehen und Parallelthread).
    Aber der Hauptpunkt ist ja, dass auch Sanddollar u.ä. verdammt werden. Diese bilden ja keine Löcher, sondern durchmischen den Sand ja nur leicht stellenweise. Und warum das andere Auswirkungen haben soll als beim DSB ist mir nicht klar (soll nicht heißen, dass es Unsinn ist, ich sehe nur keinen Grund).

    Grüße
    Hanno

  • Hallo Hanno,

    die meisten Punkte sind ja schon angesprochen worden. Ich Schreib mal zwischen die zeilen.


  • [quote]Original von Peter Schmiedel
    Stefan,

    . Einen Sanddollar hab ich z.B. noch nie angeboten bekommen.


    Hallo Peter,
    Sanddollar, Kammseesterne etc. für den Bodengrund kriegts Du regelmäßig bei WELKE LÜNEN. Habe mir heute einige mitgenommen, sind aber noch genügend da :smiling_face: und die haben auch einen Versand, falls Du die Reise ins "schöne Ruhrgebiet" scheust.
    Grüße, Rainer

  • Hallo Rainer,

    dann sollten die ja auch bei Welke in Köln sein. Muss mich da mal wieder blicken lassen . Sonst geht natürlich auch Lünen - ist halt schon ein langer Tripp.

    Danke für die Info!

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Rainer und Peter,

    ich konnte gestern bei AquaDesign einen Herzseeigel ergattern. Leider hatten sie nicht mehr. Werde heute mal zu Welke Lünen fahren - danke für den Tip :smiling_face:

  • Bei Welke gibt es Sanddollar (25€), keine irregulären Seeigel, Kammseesterne (17€)und zwei Arten von diesen grabenden Schnecken(12€) die Tim mal als Avatar hatte.

    Der Verkäufer meinte er hat sowas immer aber wenn hier nicht gerade ein Thread läuft fragt halt keiner :smiling_face:

    Habe mir von jedem Tier ein Exemplar mit genommen, wie haltbar sind die Seesterne, hat da wer Erfahrungen?

  • Hi kenny,

    25 Euro für nen Sanddollar erscheint mir bisschen viel.
    Die Kammsesterne sind recht gut zu halten, du darfst aber nicht vergessen daß die Tiere ordentlich zum fressen brauchen.

    Ich würde das System anfänglich (die ersten Monate) ohne solche Tiere betreiben und vielleicht etwas mehr Wasserwechsel machen, so hat der Boden genügend Zeit eine gewisse Fauna auszubilden die diese Tiere brauchen.

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