Wasserwerte laufen aus dem Ruder

  • Hallo Experten,

    seit ca. 7 - 10 Tagen laufen meine Wasserwerte teilweise aus dem Ruder:

    Werte von gestern und vorgestern:

    ph 8,2 :smiling_face:
    Ca 444 :smiling_face: (TropicMarin)
    Mag 1480 :smiling_face: (TropicMarin)
    Sil 0,1 :smiling_face: (M&C)

    und jetzt kommt´s:

    KH 6 X((runter von 8 vor ca. 14 Tagen)
    Nitrat 10 - 20 X((hoch von 5 vor ca. 14 Tagen) (TropicMarin)
    Nitrit satte 0.05 eher => 0,1 X((hoch von nn vor ca. 14 Tagen) (TropicMarin)
    Phos ca. 0,25 X((hoch von < 0,1 vor ca. 14 Tagen) (Merck)

    Seit Sonntag bei einer Hammerkoralle (Euphyllia glabrescens) 4 Seitenäste in Schleim aufgelöst. 1 Ocellaris verloren.

    Was habe ich getan:
    Vor ca. 6 Wochen wegen massig aufgetretenen roter Schmieralgen (Cyanos) AntiRed verwendet. Genau dosiert - Hat geklappt, Cyanos lösen sich, scheinbar alles OK.
    Wasserwerte werden mind. 1 x wöchtlich kontrolliert, alles OK.
    Vor ca. 3 Wochen den vermeindlichen Rest der Cyanos noch einmal mit AntiRed zu Leibe gerückt. Im ersten Augenblick alles OK.
    Dann vor ca. 2 Wochen die ersten Anzeichen einer Wasserverschlechterung.
    Ab dieser 2ten Zugabe von Antired stehen die miesen Wasserwerte im zeitlichen Zusammenhang .
    :confused_face: Kann es möglich sein, dass ich mit AntiRed massiv in die Mikrofauna und -flora eingegriffen habe, und dies ist nun das Ergebnis. :confused_face:

    Am Wochenende größerer Wasserwechsel angesagt.

    Werde wahrscheinlich mit Häme, Spott und Prügel überzogen, wegen AntiRed, aber ich habe mir nicht mehr zu helfen gewusst.

    Gruss
    Willi

  • Hallo

    Gib mal Antired und/oder cyanos in die Suchfunktion ein und lese eine Stunde, da finden sich einige interessante Artikel zum Thema.
    Wahrscheinlich hat das Antired bei Dir recht gut gewirkt, nun liegen überall in der Deko Reste von gammelnder Cyanomatte. Das belastet das Wasser mit Sicherheit. Ausserdem werden bestimmt bestimmte andere Organismen in Mitleidenschaft gezogen, ich glaube nicht, daß irgendetwas so perfekt nur eine einzige Sorte Organismen ausrottet und alles ander ungeschoren davonkommt.

    Ich würde ein paar mal kräftig Wasserwechsel machen, und zwar nicht erst in ein paar Tagen sondern heute damit anfangen. Noch sind Deine Werte nicht wirklich bedenklich (abgesehen vom Nitrit), allerdings solltest Du sehr schnell was tun

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • Hallo Jens,

    das kannst Du mir glauben. Bevor ich daran gegangen bin, AntiRed reinzukippen, habe ich genau das getan was Du mir gerade vorgeschlagen hast.

    Ich verstehe mein Thema ja auch nicht nur als Hilfe, sondern auch als Hinweis für jemand, der vielleicht gerade im Augenblick das gleiche Problem hat.

    Trotzdem wäre ich erfreut über einige Antworten, die mir zusätzlich zu meinem angelesenen Wissen noch ein paar Tips geben könnten.

    Gruss
    Willi

  • Ich bin sicher das es an der Zugabe von Anti Red liegt das der Nitirit und Nitratwert so schnell nach oben gekommen ist. Würde auch vorschlagen im ersten Stepp 20% Wasserwechsel machen, dann die nächsten 3 Tage pro Tag noch einmal 10%. Die Werte werden dann wieder in den grünen Bereich wandern, wenn nicht weitere Tiere und Biomasse absrirbt. Damit würde ich nicht rechnen.

    Spot und Häme ?? - sicher nicht !!

  • Hallo Günter,

    20% ?(, scheint mir fast zu viel.
    Die Tiere sind jetzt schon belastet genug, und dann noch einmal 20% Wasserwechsel.

    Aber genau das ist im Moment mein Problem. Ich möchte auf keinen Fall alles nur noch verschlimmbessern.

    Gruss
    Willi

  • Zitat

    Original von Willi Feuser
    Hallo Jens,

    das kannst Du mir glauben. Bevor ich daran gegangen bin, AntiRed reinzukippen, habe ich genau das getan was Du mir gerade vorgeschlagen hast.
    i

    hi willi,

    eben nicht!

    jens sagt, dass du jetzt wasserwechsel machen sollst, um die vergammelnden, toten reste der cyanos wegzubringen.

    solch ein durcheinandergebrachtes milieu lässt sich nicht mit gewalt wieder schnell richten.

    wasserwechsel ist immer hilfreich - evtl. easy-life dazugeben?

    und sonst ruhe einkehren lassen - auch wenn noch eine koralle dabei draufgehen sollte.

    oder die stöcke übergangsweise in ein becken eines befreundeten aquarianers auslagern.

  • Hallo Willi

    Wie Joe es schon geschrieben hat, mache jetzt viele Wasserwechsel um den Gammel aus dem Becken zu bekommen. 20 % sind echt kein Problem, das machen genügend Leute regelmäßig einmal die Woche. Die Idee von Joe mit easy life ist nicht schlecht, Du kannst auch Ultralife nehmen.
    Verschlimmbessern kannst Du mit einem solchen Wasserwechsel eigentlich nichts, ganz im Gegenteil. Wenn Du hast, dann nimm etwas (gaaaanz wenig) Ozon dazu, damit geht Dir wahrscheinlich der Nitratwert weiter hoch, aber Du kannst das Nitrit gut in den Griff bekommen.

    Grüße

    Jens

    Von all den Dingen, die ich in meinem Leben bisher verloren habe vermisse ich meinen Verstand am meisten (Ozzy Osbourne)

  • OK, habt mich überzeugt.

    Werde heute abend den Wasserwechsel machen.

    Gruss
    Willi

  • Hallo,

    hatte vor kurzem auch massive Probleme mit Cyanos. Hab allerdings auf Mittelchen verzichtet. Das ganze Bekcen war zu und sah total besch... aus. Bei mir war der Spuk nach 2 Tagen vorbei bis auf wenige Reste. Wasserwechselintervall habe ich verkürzt, um einer höheren Belastung durch die absterbenden Bakterien vorzubeugen.

    Eventuell kannst Du noch eine Bakterienkultur zugeben zur Unterstützung. Claude Schuhmacher oder Aquaconnect haben ganz gute.

    Kai

    336 l + 100 l Technikbecken, Photon Plus 1x400W HQI + 6x39W T5, 2x Tunze Stream 6000 mit Multicontroller, Zinn Cyclon Abschäumer, MM Hang on, 47 Kg indon. Lebendgestein + 17 Kg Fidji Lebendgestein

  • Wenn es um die Beseitigung von Cyanos geht kann ich die Seehasen (Dollabella sp.) wärmstens empfehlen. Fressen bei mir effektiv alle weg, kosten weniger als eine große Flasche Antired und haben dafür keine Chemie Nebenwirkungen

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo zusammen!

    Ich hatte ja in anderen Threads davon berichtet, daß bei mir nach einem Versuch mit der Wodkamethode 12/2003 bis 1/2004 massiv Cyanos aufgetreten waren. Diese hielten sich bis in den Mai hinein. Dann bauten sie langsam ab und sind jetzt bis auf wenige Quadratzentimeter verschwunden. Was ist passiert?

    Ich möchte das, was ich gemacht habe, nicht als Behandlungsmethode empfehlen, sondern es nur einmal schildern, damit man mal darüber nachdenken kann. Ich habe seit Mai aus beruflichen Gründen sehr wenig Zeit und kam anfangs kaum mehr dazu, mich (außer Füttern) um das Becken zu kümmern. Bis Ende Mai habe ich fünf Wochen lang meine Wasserwerte nicht mehr gemessen. Dann bemerkte ich einen Rückgang der Cyanos, negative Auswirkungen auf die Korallen sah ich nicht.

    Daraufhin wurde ich mutig und beschloß, daß Messen der Wasserwerte weiterhin zu unterlassen. Nur Temperatur und pH-Wert (für die automatische Kalkwasserzugabe) wurden gemessen und alle paar Wochen auch die Dichte. An Pflegemaßnahmen betreibe ich wenig: höchstens 10% Wasserwechsel im Monat, Zugabe von Strontium, Spuris und Aminosäuren sowie Jod (alles QFI) etwas unter der empfohlenen Dosierung, Zugabe von Tropic Marin Pro Coral Organic (zwecks Beseitigung einer zwischenzeitlich vermuteten Stickstofflimitierung) in korrekter Dosierung und die schon erwähnte Kalkwasserzugabe bei pH < 7,8. Gemäß der "pi mal Daumen"-Methode dosiere ich BioMagnesium von TM zu. Wenn ich Laune habe, gebe ich mal etwas Staubutter ins Becken, aber sicher nicht häufiger als einmal die Woche. Dafür füttere ich meine Fischlies kräftig mit Frost- und Flockenfutter und mache mir nicht mehr die geringsten Sorgen um die Wasserbelastung.

    Ich habe jetzt fast drei Monate (!) meine Wasserwerte nicht mehr gemessen und bereue es nicht! Eine Heliofungia ging mir zwar leider ein, aber das führe ich auf andere Dinge zurück, alle anderen Korallen zeigen gutes Wachstum, insbesondere zwei Acroporen, die ich fast schon abgeschrieben hatte: Eine Enzmann, die bis zum Beginn der Cyanoplage gut wuchs und dann einzugehen droht, bildete jetzt neue Wachstumsspitzen aus und wächst "wie blöde". Erstmals kann ich auch an einem anderen Acroporastock (grün-fluoreszierend mit violetten Wachstumsspitzen; Art??) Wachstum feststellen, nachdem dieser neun Monate lang nur vor sich hin existierte, dabei noch nicht einmal Polypen zeigte. Eine Pilzlederkoralle (Sarcophyton) hat in drei Monaten ihr Volumen mindestens verdoppelt, eine Pachyclavularia wächst die Frontscheibe hoch, eine Fungia, die seit einem Jahr die gleiche Größe hatte, fängt auch endlich an zu wachsen. Außerdem ist an dem Gestein eine erhebliche Bildung von Schwämmen zu bemerken.

    Falls mich jetzt jemand fragt, warum dies alles so ist: Ich habe keine Ahnung! :confused_face: Vielleicht gilt hier das Sprichwort, daß "ein bewachter Topf niemals kocht". :grinning_squinting_face: Ich bleibe jetzt auf jeden Fall erstmal dabei, das AQ nur anhand des "klinischen Blicks" zu beurteilen und verzichte auch weiter auf Messung der Wasserwerte.

    Gruß,

    Michael

  • sehe ich genauso wie Michael;
    Außerdem: Cyanos durch häufige WW füttert man eher, als das man sie bekämpft.
    Auch nach Einsatz von Easy-Life konnte ich weder eine Besserung noch eine Verschlechterung bemeken. Ob es in diesem Fall hilft, die Auswirkungen des Gammels zu unterbinden,-da bin ich überfragt..

    Ich hatte meine im großen Becken so gut wie weg. Für einen befreundeten Aquarianer machte ich einen nicht mal 10%igen Wasserwechsel, da er 400 Ltr. Wasser nach Umzug benötigte.
    2 Tage später waren die roten Cyanos wieder da.
    Also wieder Abschäumer ausgeschaltet, vermehrte Fütterung, Zugabe von Pro Coral Organic (keine Aminosäuren) und beobachten.
    Das einzige, was ich aus den Becken hole, sind die meist Gelee-artigen Cyanoklumpen, da ich hier das eigentliche Vermehrungszentrum der Cyanos vermute. Diese sind meist an den Stegunterkanten des Aquariums.
    In 3 Wochen ist der Spuk wieder vorbei. Die Cyanoweben am Boden lösen sich jetzt wieder bereits, steigen zur Oberfläche und verschwinden im Ablauf, wo sie im Filterbecken mittels grobem blauen Schwamm abesiebt werden.

    letzte Woche kam ich auf die Idee, der ganzen Sache mittels Mulmsauger noch nachzuhelfen; mit dem Resultat, das alles sauber war, nach 2 Tagen aber wieder alles schön überzogen war. Also Finger weg, war mein Lerneffekt.
    Ich werde aber jetzt zur Vermeidung der schwankenden Parameter durch WW an allen Becken eine automatische WW-Vorrichtung basteln mittels Dosierpumpen, um so einen kontinuierlichen WW zu gewährleisten.

    Peter,
    ist schon wieder so eine gefährliche Aussage. Das Viech mag bei dir helfen, aber bei jemand anderem wieder nicht, denn Cyano ist nicht gleich Cyano.
    Phalaena-Grundeln sind ebenso angeblich 100%ige Kandidaten, nur bei mir tun sie eben in der Beziehung absolut nichts:-)

    Servus
    Stefan

    Einmal editiert, zuletzt von Stefan C. (17. Juli 2004 um 10:04)

  • Hi Stefan

    Dein Becken ist mal wieder völlig untypisch bzw. die Fische darin.
    Ich beschäftige mich schon länger mit den Viechern und bei bisher jedem gingen sie an die roten Cyanos :smiling_face:
    Es kommt sicher drauf an was ihnen sonst zu verfügung steht... evtl. fressen sie ja bei dir was anderes lieber was sie wo anders nicht haben..

    Willi:

    Zum Anti Red: Bei einer unzureichenden Abschäumung kann man immer wieder diese Sache bebachten das ein paar Tiere nicht mit der dosierung zurecht kommen, was vor allem Anemonen und Heliofungias (die kante rum) betrifft. Je schneller das Mittel über Abschäumer entfernt wird desto besser.

    Wir haben auch mal eine Cyano plage gehabt, ausgelöst durch Brennerwechsel. Wir haben mit dauerndem Absaugen und Easy Life zugabe das ganze schnell in den Griff bekommen, was aber nichts heissen will das es wo anders genauso klappt.

    Ich denke die Baks müssen echt krass gestört werden sonst juckt die das nicht und sie wachsen weiter.

    Im Grunde aber wissen wir alle noch zu wenig, trotz doch einiger Erfahrung und Meinung. So gibt es kein direktes Patentmittel.

  • Danke für Eure Kommentare

    @ Peter

    vielen Dank für Deinen Vorschlag, hatte vor sechs sieben Wochen auch daran gedacht, aber:

    a) Seehase, keinen bekommen
    b) es gibt soviele Unterarten
    c) was passiert, wenn Algen und Cyanos zu Ende gehen (kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber immerhin sind sehr viele andere Schnecken und Einsiedler in meinem Becken)


    @ Michael

    danke für Deinen Beitrag. Mir geht es ähnlich. Bin beruflich sehr angespannt und nicht jeden Abend zu Hause. Will aber wenn ich da bin, so weit wie möglich die Finger aus dem Becken lassen. Ist halt eine Gratwanderung. Aber es wird so sein, dass ich bis jetzt Glück hatte, mein AQ steht jetzt ziemlich genau ein Jahr, und jetzt bekomme ich auch die Probleme welche viele andere schon hinter sich haben und Erfahrung sammeln durften.

    @ Stefan

    auch Dir ein Dankeschön.

    WW, das unendliche Thema. Ich glaube sofort, dass es bei Dir so klappt wie beschrieben. Aber wie schon in unendlich vielen Beiträgen geschrieben wurde, -- Jedes Becken reagiert anders --.

    @ Jens

    Und EasyLife, wollte einfach nicht noch mehr hineinkippen.

  • tröste dich Willi,
    ich betreibe den Wahnsinn jetzt im 5. Jahr X(; bis vor 1 Jahr hatte ich Cyanos nur aus Büchern gekannt, Rückschläge waren ein Fremdwort und so baute ich ein Becken nach dem anderen bis zum Supergau vergangenen Jahres....
    Meist ist das vierte das magische Jahr, in den einen das Schicksal eines Gaus ereilt.
    ein Patentrezept gibt es nicht gegen Cyanos, außer wie Robert schreibt, eine krasse Störung des Mileus, wie sie es derzeit vorfinden, was immer das auch sein mag.
    Jedem Becken eben sein eigenes Leben....

    Servus
    Stefan

  • Noch etwas, was ich vor ca. 6 Wochen geändert habe.

    Bedingt durch meine riesige Teppichanemone, füttere ich diese einmal in der Woche mittels Ihrem Bewohner (grosser Clarki) mit frischem Fisch.

    Da meine beide ocellaris nicht in der Lage sind, ihre Anemone auch zu füttern, habe ich vor ca. 6 Wochen auch angefangen, diese Anemone auch mit Frischfisch zu füttern. Annehmen tut sie es. Wie es aber mit der Verwertung aussieht, kann ich nicht genau beobachten. Irgendwann sind die Fischstücke halt weg. Und da ich dann schon mal dabei bin, füttere ich seit dieser Zeit auch alle Garnelen, Knallkrebse und Einsiedler einzeln mit kleinen Fischstücken.

    Insgesamt verfüttere ich 1 x in der Woche ein Stück mit ca. 10-15 gr.

    Kann dies auch zu dem etremen Anstieg von Nitrat und Nitrit geführt haben ??

    Gruss
    Willi

  • Hallo Willi :smiling_face:


    10-15 gramm die Woche, nein eher nicht.

    Ich denke das viele weit mehr füttern.... teils ein bis zwei Tafel a 100 gramm die Woche.

    Allerdings ist vieles eine Frage der Wassermenge und Fischbesatz wie Futterbelastung..

    Die Teppichanemone brauchst du aber nicht zwingend zu füttern....

  • Hallo Willi,

    ich möchte noch mal ausdrücklich sagen, daß ich mein derzeitiges Vorgehen nicht als Lösung für Deine Cyanoprobleme empfehle.

    Daß die Cyanos bei durch "Nichtstun" bzw. gar pflegerische Nachlässigkeit verschwanden ist sicher nicht als Patentrezept zu verstehen. Ich kann es mir absolut nicht erklären. Vielleicht sollte ich aber die Wasserwerte endlich wieder einmal messen und dann zukünftig als Zielwerte für dieses Becken betrachten, unabhängig davon, wie sie wirklich sind. :confused_face: Es funktioniert zur Zeit ja bestens.

    Gruß,

    Michael

  • Hallo,

    Mein Cyanoproblem hat sich mittlerweile bis auf ein zwei 5DM große Stücke von selbst aufgelöst.

    Auslöser für das extreme Cyanowachstum kann die Zugabe von Amminosäuren gewesen sein.
    Angefangen hat das so gegen Ende Februar und sich seit dem langsam aber stetig gesteigert.

    Die Dinger waren wirklich überall, in sehr dicken Lagen vor allem auf dem Bodengrund, aber auch überall auf den Lebenden Steinen.

    In dieser Zeit sind mir verschiedene große filtrierende Muscheln (Kamm+Karibische Auster) eingegangen, wahrscheinlich durch die abgegebenen Toxine der Cyanos.
    Ebenso hat sich mein roter Seestern in dieser Zeit aufgelöst, obwohl er vorher immer sehr aktiv war.
    Auch wurden Teils Gorgonien und SPS dadurch geschädigt, daß sich Cyanos in ihnen ablagerten und so die darunterliegenden Teile abtöteten.

    Die Cyanos begannen in einer Ecke im Aquarium mit geringer Strömung und durchzogen mit und mit das ganze Becken.

    Absaugen brachte gar nichts.
    Bei jedem Wasserwechsel, von rund 10% Nettovolumens nahmen sie nur wieder verstärkt zu.

    Nur mit der Zeit verschwanden die Cyanos in der Reihenfolge in der sie aufgetreten sind, also zuerst waren dort überhaupt keine mehr, wo sie zuerst waren.

    Mittlerweile ist mein Bodengrund komplett frei davon und sehr hell.
    Ich kann jetzt auch Amminosäuren in belibieger Höhe zuführen und nichts erkennbares passiert.

    Anscheinend haben andere Algen oder Bakerien ihre früheren Plätze besetzt und sie so verdrängt.

    Viele Grüße
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von FrankE (17. Juli 2004 um 16:14)

  • Frank,
    schön für dich, das sich die Cyanos in Nichts aufgelöst haben :smiling_face:
    bei mir sieht es derzeit am Bodengrund im großen Becken so aus:
    sind jetzt durch die Sonne die Tage wieder mehr geworden, aber eindeutig auf dem Rückzug. Auf dem Foto ist die ganze Beleuchtung abgeschaltet, da ja Sonne scheint.

    Ich warte jetzt seit 4 Wochen auf den neuen Bodengrund, denn das Cyanoproblem kommt hier eindeutig durch den sehr PO4 haltigen Korallensand :angry_face:

  • Zitat

    Original von Stefan C.
    Peter,
    ist schon wieder so eine gefährliche Aussage. Das Viech mag bei dir helfen, aber bei jemand anderem wieder nicht, denn Cyano ist nicht gleich Cyano.
    Phalaena-Grundeln sind ebenso angeblich 100%ige Kandidaten, nur bei mir tun sie eben in der Beziehung absolut nichts:-)

    Moin Stefan,

    nun vier Seehasen in vier Becken und die Cyanos sind wech. Die Seehasen werden von mir in verschiedene Becken gesetzt und sie fressen dort all Cyanos. Entferne ich einen Seehasen, kommen die Cyanos natürlich schnell wieder.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Zitat

    Original von Willi Feuser
    vielen Dank für Deinen Vorschlag, hatte vor sechs sieben Wochen auch daran gedacht, aber:

    a) Seehase, keinen bekommen
    b) es gibt soviele Unterarten
    c) was passiert, wenn Algen und Cyanos zu Ende gehen (kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber immerhin sind sehr viele andere Schnecken und Einsiedler in meinem Becken)

    Hallo Willi,

    anbei meine Anmerkungn zu deinen Bedenken:

    a. das ist natürlich dann Essig - hier gibt immer welche und ich denke Michael kann dir einen senden
    b. Ich habe meine vier Nacheinander gekauft. Keine Ahnung ob es immer dollabella a??? ist. Alle fressen jedoch hervorragend. Und wenn du einen bei Michael bestellst wird er schon den richtigen senden
    b. Tja gute Frage - in der Tat. Meine setze ich von Becken zu Becken. Im Notfall kannst du ihn sicher zu deinem Händler bringen.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • ist ja richtig toll, wie man sich meiner Probleme annimmt.

    Robert, Teppichanemone nicht füttern ?

    Meinst Du direkt füttern (Futterbrocken werden von Ihrem Bewohner dem Clarki gebracht) oder überhaupt nicht füttern. Überhaupt nicht füttern ist bestimmt nicht Dein Ernst, oder :yrf . Dann kann ich mich bestimmt kurz oder lang von dem einen oder anderen Pflegling verabschieden.

    @Stefan, ich glaube, ich könnte nicht mehr schlafen, sähe mein Becken auf dem Boden so aus.

    Peter, nochmals vielen Dank. Ich schreib Dir eine PN, wegen der Adresse von Michael.

    Gruss und Danke
    Willi

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!