Unerklärliches Wassermilieu das den Wuchs von Fadenalgen begünstigt ?

  • Hallo Forenuser,

    konnte schon mal jemand beobachten, dass bei ihm im Aquarium Fadenalgen wuchsen, ohne nachweisbaren Nährstoffbedingungen ( Nitrat/Phosphat ) ?
    Ist das richtig, dass Fadenalgen ab einer gewissen Menge, Wuchs-Hemmstoffe für Korallenan das Wasser abgeben können und für sich das Wassermilieu begünstigen ?
    Wer konnte schon solche Beobachtungen oder Erkenntnisse machen ?

  • Hallo Tom,

    Zitat

    Original von Uncle Tom
    konnte schon mal jemand beobachten, dass bei ihm im Aquarium Fadenalgen wuchsen, ohne nachweisbaren Nährstoffbedingungen ( Nitrat/Phosphat ) ?

    genau das Problem habe ich auch im Moment in einem Mini-Becken :frowning_face: ich hatte bisher keine Chance die Algen wegzubekommen

    MfG, Frank


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    Bremsen ist die Umwandlung hochwertiger Geschwindigkeit in sinnlose Wärme....

  • Hi,

    das ist typisch für Calciumphosphatablagerungen in den Lebenden Steinen. Die Fadenalgen schliessen den partikulären Phosphor aus dem Calciumphosphat (Hydroxylapatit) auf und sind daher unabhängig vom Phosphatgehalt im Wasser.
    Wenn zudem noch organische Stickstoffverbindungen vorliegen, die man nicht messen kann, dann geht es den Algen prima.

    Da Korallen keine ausgefällten Calciumphosphate nutzen können, statt dessen auf die Aufnahme von gelösten Phosphorverbindungen (z.B. Phosphat) angewiesen sind, stehen die vergleichsweise schlecht, weil sie nicht ausreichend Phosphor haben.

    H Hersteller

  • Hallo Jörg,

    und was kann man dann dagegen tun? So wie Du das geschrieben hast, klingt es für mich so, als ob man gar nix machen kann, ausser darauf zu warten/hoffen, dass das Calciumphosphat irgendwann aufgebraucht ist. Oder gibt es noch einen Trick?

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Fadenalgen absaugen so gut es geht, wenn es im Bodengrund drin ist kann man den auch mit einer Mulmglocke behandeln, dabei geht viel von dem feinen Material in Schwebe und wird weggesaugt.

    Bei den Steinen bleibt einem meistens nichts anderes übrig als abwarten, bis die Fadenalgen alles rausgezogen haben, also immer wieder absaugen.

    H Hersteller

  • Hallo beere,

    das sieht fast so aus, denn das Algenex zeigt nach 2 Monaten Anwendung nur so viel Wirkung, daß die Algen nicht mehr so doll wuchern...

    MfG, Frank


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  • Im übrigen gibt es das gleiche auch nochmal für ausgefällte Eisenhydroxide, v.a. wenn man eisenhaltige Spurenelemente nach dem Motto "viel hilft viel" ins Wasser schüttet, sammeln sich solche Eisenverbindungen auch an und können zum gleichen Ergebnis führen.

    H Hersteller

  • Hallo Tom und Frank,

    dann sind wir ja schon zu dritt !

    Ich hab seit dem ich im November von den 14er Performence auf die Gießemannbrenner umgestiegen bin, auch Fadenalgen "on mass".
    Nitrat 0,0 Phosphat 0,1 (bei 10ml Wodka auf 300l, und das schon seit 6 Wochen).
    Die sch... Fadenalgen wollen einfach nicht verschwinden.

    Allerdings habe ich festgestellt das ich seit dem ich die Fadenalgen habe, auch eine großere Menge an Mulm habe, der sich natürlich zwischen den Fadenalgen ansammelt und so das Wachstum noch verstärkt.

    Hat keiner einen Tip für uns ?

    Andreas

  • Zitat

    Original von Andreas G.

    dann sind wir ja schon zu dritt !

    Nein, wir sind zu viert!!! :grinning_squinting_face:

    Ich kämpf gerade auch mit den Fadenalgen.
    Und kann mir jemand erklären wieso meine Docs die Fadenalgen nicht fressen wollen. Auf die Fadenalgen von meinem Süßwasserbecken sind sie dagegen ganz scharf.

  • Hallo zusammen,

    ich habe hier nachgefragt, weil ich auch an verschiedenen Stellen arg mit Fadenalgen zu kämpfen habe. Wobei ich sagen, dass das fast ausschliesslich neue Steine sind und deshalb habe ich das erstmal als typisches "Einfahrproblem" abgestempelt. Allerdings sind die Steine nun seit mehr als 8 Wochen im Becken und so langsam nerven mich die Fadenalgen auch etwas. Sie werden auch nicht von Einsiedlern oder dem Seeigel gefressen und ich finde auch, dass sie sich manuell extrem schelcht entfernen lassen. Also so wie Jörg sagte, man solle sie absaugen, das kann ich vergessen. Eher hab ich mein Becken dann komplett leer, als dass auf diese Art auch nur eine Fadenalge verschwindet.
    Ich werde als nächstes mal eine Umstellung vom Licht probieren und damit hoffen, dass sich die Fadenalgen zurückziehen. Ansonsten, wie Jörg schon sagte, hilft nur abwarten.....

    Viele Grüsse Kathrin

    150x50x60=450l, 2x4x54Watt Lumimaster, Tunze DOC Skimmer 9015, Tunze Stream 6060, Marea Stream 6000

  • Hallo Katrin,


    in dem kleinen Becken hab ich die Fadenalgen seit letztem August - da sind deine 8 Wochen gar nichts - ich hab zuerst mit Adsorbern probiert - halt die ganze Palette und jetzt Algenex, aber das will auch nicht so richtig helfen, ich vermute daß mein Problem vielleicht auch am Licht liegt.

    MfG, Frank


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  • Hallo Jörg,

    das mit den Calciumphosphatablagerungen in den Steinen und im Bodengrund könnte ja sein, doch wachsen bei mir dieselben Algen an der Rückscheibe.

    Ich denke bei mir trifft es eher auf Deine zweite Aussage
    " Eisenhydroxide ", denn ich führe dem Becken durch die Ballingmethode Eisen zu und ab und zu mal etwas von einer eigenen Eisen-Mangan-Lösung, was evtl. doch etwas zuviel ist.
    Die Algen haben nämlich ein sattes dunkelgrün bis rostbraun. Ausser den Acropora-Korallen scheint dieses Milieu aber nicht sonderlich schädigend zu sein, denn alle anderen Korallen wie Poccilioporas, Porites, Stylophoras, Hydnophoras, Psammocoras und Montiporas scheinen das sogar zu mögen, denn sie sind schön offen, in der Nacht sogar noch mehr und die Farben behalten sie alle, also sie werden nicht braun oder mattgrün. Den grosspolypigen Korallen macht dies gar nichts aus die ( versch. Funghia-Arten, Plerogyra, Denrophylliden, Blastomussas und Weichkorallen, sowie die Gorgonien und Orgelkorallen) stehen immer voll geöffnet da.
    Werde jedenfalls mit der " Eisendüngung " langsam zurückfahren, denn ich denke schon, dass bei einem regelmässigem Wasserwechsel von ca. 10 % alle 3 Wochen und zusätzlicher Eisen-Mangan-Zugabe plus die Zugabe per Balling-Methode etwas zviel ist.
    Bis jetzt kann ich die Fadenalgen ganz gut in Schach halten und abzupfen, so das keine Korallen beeinträchtigt wird.
    Abschäumer hab ich abgeschaltet und das schon seit zwei Monaten, da ich bei regelmässiger Messung von Nitrat und Phosphat immer nicht nachweisbar sehe. Auch wenn ich über einige Tage den Abschäumer laufen lasse, dann erkenne ich bei den Korallen eher ein Unwohlsein indem sie ihre Polypen weniger expandieren und sie werden heller. Schalt ich dann den Abschäumer wieder aus, so geht es zwei - drei Tage und die Korallen stehen wieder voll offen da und zeigen prächtige Farben, welche die bleichen Farben verschwinden lassen.
    Interessanterweise wachsen auch die Kalkalgen gut und zeigen kräftige Farbtöne.
    Hätte eigentlich gedacht, dass die Fadenalgen das Milieu zu ihren gunsten verschlechtern, was evtl. die Acroporas veranlasst ihre Polypen nicht zu expandieren. Das andere könnte sein, dass die Acropor-Arten einfach eine höhere Eisengehalte nicht ertragen, wie es die anderen Korallen tun. Werde dies aber bald feststellen, wenn einige Zeit mit kontinuierlich reduzierter Eisen-Mangan-Zugabe gefahren wird.
    Jedenfalls Thanks for all tips !

  • Hallo Uncle -)

    Jörgs Ausage ist genau das was ic hauch denken würde.
    Das heisst alte Steine die halt irgendwann immer Phosphat in sich tragen. Wenn dort dann Algen ansiedeln geht es solange bis das Phosphat dann nach und nach verbraucht und entfernt wird.

    Eisen ist gerade im Zusammenhang mit Algen ein guter Dünger. Allerdins sehe ich es wie Du, ganz ohne geht auf Dauer nicht, auch wir geben ab und an was zu, da Eisen so ohnehin so gut wie nicht ins Becken kommt. Im Salz der Hersteller dürfte bis auf den üblichen Schwermetallanteil nichts weiter drinn sein.

    Eisen darf im übrigen in nur einer sehr geringen Dosis gegeben werden, selbst Kupfer liegt glaube ich im wert berdeutend höher.
    Daher braucht es dazu sicher auch den berühmten salzigen Daumen :smiling_face:

    @'Brombeere:
    Selbt Julian Sprung hatte ein Becken das vom einlaufen ein jahr lang Fadenalgen hatte.... Was ich damit sagen will, 8 Wochen ist einfach zu gering und alles reagiert leider nicht immer so wie wir uns es erhoffen.

  • Hallo Freunde!

    Ich plage mich auch schon seit längerer Zeit mit Roten ?Fadenalgen? herum.

    Meine WW sind optimal:
    - Phosphat nicht nachweisbar
    - Nitrat ebenfalls optimum
    - MG 1460 (bis vor 2 Wochen 960)
    - Ca 440 (konstant durch Kalkreaktor)

    Diese Algen wachsen nur dort, wo weniger HQI-Licht hinkommt. Diese wachsen nicht auf menen Scheiben oder auf dem Bodengrund - nur auf den Steinen!

    Was sind das für welche? Und noch wichtiger: wie werde ich die wieder los.
    Derzeit arbeite ich öfter mit Zahnbürste und entferne die Algen danach mit Netz und Schnellfilter aus dem Becken. Beim Wasserwechsel sauge ich die ebenfalls ab.

    <- !!!
    <- "unterkriechen meine Korallen"

    LG
    Roland

    PS: so siehts natürlich nicht im ganzen Becken aus :smiling_face:

  • Hallo Roland,

    Zitat

    Original von Roland dive26
    Was sind das für welche? Und noch wichtiger: wie werde ich die wieder los.
    Derzeit arbeite ich öfter mit Zahnbürste und entferne die Algen danach mit Netz und Schnellfilter aus dem Becken. Beim Wasserwechsel sauge ich die ebenfalls ab.


    das sind rote Haaralgen (Asparagopsis). Mechanisch hast Du fast keine Chance die wegzubekommen - am besten hat bisher immer ein Seehase geholfen - alle anderen Schnecken, Fische, Krabben etc bringen nicht den Erfolg.


    Zitat

    Original von Roland dive26
    PS: so siehts natürlich nicht im ganzen Becken aus :smiling_face:


    bei mir sah fast das ganze Becken so aus, und der Seehase hat innerhalb weniger Wochen aufgeräumt. Wenn in deinem Bekcen der Befall nicht so groß ist, versuche dir einen Seehasen für einige Wochen zu leihen...

    MfG, Frank


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  • hallo zusammen,
    man kann noch versuchen den ph-wert oben zu halten, so habe ich meine fadenalgen mal besiegt wo auch bei super werten gewachsen waren vor ca. 1 jahr.
    ich hab das mit kalkwasser gemacht täglich ca. 2 monate, mfg thorsten

  • 8,2 - 8,6......morgens und abends, ohne kalkwasser läuft das becken von 7,9 - 8,1...ich mache ja mittlerweile balling, da ist es normal das der ph-wert etwas niedriger ist als bei kalkwasser, mfg thorsten
    ps. ich vermute den fadenalgen schmeckt der hohe ph-wert nicht :grinning_squinting_face:

  • Hallo

    ich habe in meinem kleinen becken das selbe problem (da waren zuviele Fische drinn)
    ich mache folgendes mit wachsendem Erfolg:

    1xWoche beim Wasserwechsel mit einem Luftschlauch in einen 10 l Kübel gründlich absaugen (ich wechsle 20 l auf 150 l Bruttovolumen)
    Ich habe sofort den doc rausgegeben, Caulerpa eingesetzt, Weikorallen eingesetzt.

    Mittlweile habe ich den Kampf fast gewonnen. Die Caulerpa wachsen gut, Halimedia-Algen wachsen auch wieder aus den Steinen, und die Fadenalgen werden von Woche zu Woche weniger. An Fischen sind nur mehr ein Pärchen Seennadeln und ein S. fasciatus im Becken - d.h. es wird nicht gefüttert.

    man muss die Algen entfernen, um das Phosphat auch wirklich rauszubekommen, und ganz wichtig: Konkurrenten einsetzen (Caulerpa,Weichkorallen, Scheibenanemonnen usw.) Ausserdem halte ich den Mg-Wert hoch, damit auch die kalkalgen gut wachsen.

    Ach ja, das Ganze hat Monate gedauert.

    didi

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