Beiträge von Torsten Sause

    Hallo,

    da stimme ich Michael zu - ich denke auch nicht, dass es am Lack liegt. Der in Baumarkten erhältliche Bootslack ist nicht mit dem für marine Einsatzzwecke gedachten Bootslacken vergleichbar, die Armin erwähnt hat. Die marinen Bootslacke enthalte gefährliche Gifte, um den Bewuchs des Schiffsrumpfes zu verhindern. Bei den Baumarkt-Bootslacken handelt es sich um "Süßwasser-Bootslacke", die lediglich Lösemittel während der Trocknungsphase abgeben.

    Ich selbst habe eine Abdeckung mit Kunstharzen versiegelt, die wochenlang nach Lösemitteln geduftet hat. Schließlich kam sie nach 4 Wochen Abklingphase auf das Becken und hier läuft definitiv Kondenswasser ins Becken zurück. Ergebnis: meine Xenien pumpen weiter und alle Einsiedler und Garnelen leben auch noch.

    Der Fisch auf dem Video ist sehr dünn und hat wahrscheinlich einen Schwimmblasenschaden. Die sehr heftige Atmung kann auch von der extremen Anstrengung zur Aufrechterhaltung der Schwimmlage kommen. Der Fisch stirbt dann irgendwann an Entkräftung.

    Schlammfilter mit sehr feinem verdichteten Sand können im ungünstigsten Fall Schwefelwasserstoff bilden. Dann wären aber alle Fische bzw. alle Bewohner betroffen.

    Hallo Nils,

    schwimmen die Kofferfische z.Zt. in diesem Becken mit dem angegebenen Besatz ?

    Zitat

    160x70x60 als Raumteiler - Pärchen: Pfauenkaiser (Pygoplites Diacanthus), A. Ocellaris (in H. Crispa), Pinzettfische (Chelmon Rostratus), Valenciennea puellaris, Blaustreifen-Seenadeln, Mandarinfische, Symbiosegrundeln ( Cryptocentrus cinctus) mit Pärchen A.bellulus, Pseudochromis Fridmani Harem, Aalgrundeln, Demoisellen
    Einzeltiere: Halichoeres argus, Halichoeres Melanurus, Acanthurus leucosternon
    Krebstiere: Pärchen Anemonenkrabben, 4 Kardinalsgarnelen, Pärchen Stenopus, 2 Putzergarnelen, Pärchen Alpheus bellulus

    Zeigen dann die anderen Fische keine Pünktchen bzw. Krankheitssymptome ??? Oder hälst Du die beiden Kofferfische separat ??? Ein paar Bilder wären sehr hilfreich, ebenso Daten über den Wirbellosen-Besatz, falls separate Haltung.

    in dem anderen Thread schreibst Du:

    Zitat

    Leider ist aber nicht alles toll. Beide Koffer haben deutlich an Pünktchen zugelegt. Das Weibchen sieht noch recht gut aus (ich tippe mal auf ca 40 Punkte) aber der Herr Kofferfisch ist ein richtiger Streuselkuchen. Die Haut ist übersäht mit kleinen Punkten und auf den Flossen sieht man, dass er anscheinend auch den für Oodinium typischen Belag bekommen hat.

    Es ist typisch für Cryptocaryon bzw. für Oodinium, dass sie nach scheinbaren Abklingphasen mit neu vermehrten Schwärmern verstärkt zurückkehren und sich das Krankheitbild dann verschlimmert.

    Es wäre sehr wichtig, die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Ich vermute mal, wenn Du einzelne weiße, scharf umgrenzte Punkte sicher identifizieren kannst, dass es sich nicht um Oodinium bzw. die Samtkrankheit (Amyloodinium ocellatum) , sondern um die Weißpünktchenkrankheit (Cryptocaryon irrtans) handelt.
    Dazu schau Dir mal die Bilder und Beschreibungen auf dieser Seite an. Evtl. hilft sie Dir, die Krankheit zu identifizieren.

    Süßwasserbäder helfen grundsätzlich erst einmal gegen fast alle Ektoparasiten. Bei der Weißpünktchenkrankheit (Cryptocaryon irritans) hat man aber herausgefunden, dass die Parasiten davon kaum beeinträchtigt werden, da sie tief in der Schleimhaut sitzen. Andererseits gibt es oft auch Mischinfektionen mit anderen Erregern, die Du dann mit dem SW-Bad entfernen kannst. Im Falle von Oodinium kannst Du damit was ausrichten, aber vollständig vernichtet werden die Erreger nicht.

    Mit 10 bzw. 15 cm sind die Kofferfische für einen 60er Würfel eigentlich schon viel zu groß - und selbst als kurzfristiges Quarantänebecken für mindestens 2 Wochen Behandlungsdauer viel zu klein.

    Wenn alle anderen Fische keine Symptome zeigen, würde ich es trotzdem im Quarantänebecken versuchen. Behandlung mit Tetra MarinOopharm - das ist gegen beide Erreger (Oodinium und Cryprocaryon) wirksam. Allerdings ist es bei einer gemischten Haltung mit anderen Fischen extrem unwahrscheinlich, dass die Erreger nur auf die zwei Kofferfische beschränkt sind. Daher muss man mit Re-infektionen rechnen, solange die Erreger im Becken persistieren. Behandlungsdauer mind. 2 Wochen und bzgl. Dosierung genau nach Herstellerangabe.

    Eine Behandlung im Hauptbecken mit MarinOopharm kann nur bei Abwesenheit von Xenien und Stachelhäutern (Seesterne, Seeigel) erfolgen. Ein gewisses Risiko bleibt dabei aber bestehen, trotz der Herstellerangaben evtl. noch Korallen und Krebse, Garnelen zu verlieren. Ich kenne bisher nur 3 gesicherte Berichte über eine Anwendung dieses Mittels in vollbesetzten Korallenbecken, dabei waren meistens nur Weichkorallen und Fische eingesetzt. In allen Fällen gab es keine Verluste nach dem Einsatz des Mittels.

    Hallo,

    der Pfaffenhut-Seeigel benötigt ständig Algen als Nahrung, um gesund zu bleiben. Nach Literaturangaben frißt er täglich 7-10 Gramm Algennahrung. Beim Umsetzen darf er nicht an die Luft kommen.

    Es gibt nur wenig Literatur zu Krankheiten - hier ein Bericht, der Defomationen des Skelettes beschreibt - aber ich bin mir nicht sicher, ob deine Beschreibung hier zutrifft.

    http://www.dafni.com/jdafni/Dafni_2007.pdf

    Weiterhin gibt es eine amerikanische FAQ-Sammlung für erkrankte Seeigel.

    Wenn ein Seeigel alle Stacheln verliert, ist das immer ein sehr schlechtes Zeichen und wahrscheinlich ist er dann nicht mehr zu retten.

    Es wäre schön, wenn Du deinen Vornamen angibst- dann ist die Anrede einfacher - urd1d14me2 ist etwas kryptisch.

    Hallo Jannes,

    nun habe ich mich auch mit der Kamera auf Wurmjagd begeben und dabei dieses Exemplar erwischt. Der Wurm ist ca. 10-12 cm lang und kommt kurz vor "Sonnenuntergang" heraus und durchsucht alle Winkel und Spalten. Das Ende des Wurmes ist orange-rötlich gefärbt und seine Körperglieder schillern manchmal wie grüne Edelsteine. Auch Würmer können faszinieren ... :smiling_face: ...aber wem sag´ich das ?

    Hallo Gerd,

    wie Feridun schon schreibt, kann man die Heilung etwas unterstützen.

    Empfehlungen:

    FaunaMarin Ultra Health, ein spezielles Futter mit allen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen.
    Beta-Glucan-Kapseln (ein Immunstimmulanz aus der Apotheke) kann man mit dem Futter vermengen und verfüttern.
    Bei bakteriellen Infektionen der Hautwunden kann man im Quarantänebecken mit SERA bactopur - Tabletten evtl. etwas erreichen.

    Hallo Max,

    eine UV-Anlage sollte möglichst dauerhaft an einem Meerwasserbecken laufen.

    Wenn 6 Wochen keine Neuerkrankungen mehr auftreten, ist die Infektion in den meisten Fällen erloschen. Aber nicht zu Unrecht hat die Weißpünktchenkrankheit den Ruf, fast permanent in manchen Becken zu existieren. Dieser Ruf kommt daher, dass selbst dann, wenn Du optisch keine Pünktchen mehr erkennen kannst, die Krankheit manchmal erst später erneut ausbricht, da sich evtl. einzelne Parasiten z.B. auf den Kiemen bei guten Abwehrkräften langsamer entwickeln oder über andere ungünstige Umwelteinflüsse die Umwandlung in Schwärmer stark verzögert wird. Absolut sicher kann man sich nur dann sein, wenn das Becken über 6-8 Wochen fischfrei war und kein Wirt mehr zur Verfügung stand. Eine permanent laufende UV-Anlage hält den "Infektionsdruck" niedrig und dezimiert aufkommende Schwärmer.

    Mit jedem neuerworbenen Fisch kann aber eine neue Infektion ausbrechen, da er Träger der Parasiten sein kann - auch wenn man es ihm zuerst nicht direkt ansieht. Auch hier macht eine permanent mitlaufende UV-Anlage Sinn.

    Hallo Max,

    sorry für den falschen link und vielen Dank an Sabine für die Richtigstellung :wink

    Wenn der Erreger der Pünktchenkrankheit C. irritans ein Auge befällt, so sieht man eigentlich nur einen scharf umgrenzten weißen Punkt und keine großflächige Trübung. Die ist entweder die Folge einer bakteriellen Sekundärinfektion oder es sind auch noch andere Parasiten mit im Spiel, die dann auf den Körperoberflächen trübe Stellen auf der Schleimhaut erzeugen.

    UV-Röhren im Dauerbetrieb verlieren nach ca. 6 Monaten bis zu ca. 50% ihrer Leistung. Daher ist ein regelmässiger Austausch sinnvoll. Die "Lebensdauer" der UV-Röhre ist deutlich länger, aber der Effekt auf Bakterien und Parasiten ist dann meistens nicht mehr gegeben. Bei professionellen Anbietern z.B. für die Trinkwasserentkeimung bekommt man diese Daten vom Hersteller mitgeliefert. In der Aquaristik sind solche Halbwertzeit-Tabellen leider noch nicht üblich. Beim Durchfluß würde ich mich wie bereits von anderen Forenusern geschrieben, auch immer am unteren Wert orientieren, nur so werden die Schwärmer sicher geschädigt bzw. abgetötet.
    Den Durchfluss kann man ungefähr bestimmen, indem man den Rücklauf in einen 10-Liter-Eimer mit Literkennzeichnung laufen läßt und die Zeit stoppt. Mit "gefühlten" oder geschätzten Durchflussleistungen wäre ich vorsichtig.

    Hallo Jannes,

    mit deiner Größenangabe 200-400 µm bist Du bei der Planktonklassifizierung beim Mesoplankton (200 µm - 2 mm), d.h. größte Einzeller, Phytoplanktonkolonien, viele Metazoen (z.B. Cladoceren und Copepoden).

    In der Größe kenne ich als Frostfutter nur die Bosmiden (Größe von 250-700 µm). Bei kommerziell erhältlichen Frostfutter gibt es meistens keine genaue Größenangaben.

    Für die Aufzucht von Fischbrut wird häufig Zooplankton gezüchtet - ich habe Dir zu dem Thema mal ein paar Links angehängt. Vielleicht hilft Dir das weiter... :smiling_face:


    Zucht von marinen Rotatorien, Cladoceren und Copepoden

    Die Nachzucht von A. Ocellaris

    FAQ Brachionus- Rädertierchen Zucht

    ZOOPLANKTON ~ ( brachionus plicatilis spec. )

    Zitat

    "Ohne Reparatur zurück- Kosten entsprechen Neupreis."


    Hallo Christina,

    danke für die Rückmeldung. Bei ca. 20 € Neupreis ist das ein sehr kundenunfreundliches Verhalten. Der Neupreis wird bereits überschritten, wenn sich ein Servicetechniker den Wassereinbruch nur von außen betrachtet hätte. Ein Austausch auf Kulanz wäre das Mindeste, was ich erwartet hätte. :loudly_crying_face:

    Hallo Christina,

    auf den Bildern kann man nur ungefähr sehen, was mit dem Anemonenfisch nicht stimmt. Zusammen mit deiner Beschreibung würde ich auf eine Verletzung tippen, die hoffentlich wieder im Abklingen ist.

    Z. desjardinii:
    Ständiges "Kratzen" bzw. Scheuern an Gegenständen ist meistens ein Zeichen für irgendwelche Ektoparasiten, kann aber auch mal zum Verhaltensspektrum von im Aquarium gehaltenenen Fischen gehören. Wenn die Schleimhäute (weiße Stellen, Schleimbildung, Punkte ) keine Anhaltspunkte für Parasiten zeigen, die Atmung und das gesamte Verhalten ansonsten unauffällig sind, würde ich auf die zweite Variante tippen.

    Beim Fuchsgesicht klingt es eher nach dem typischen Fangschaden. Alle herausstehenden Körperteile wie Flossen und auch die Augen sind beim Kescherfang immer etwas gefährdet und nach dem Neuerwerb und Einsatz ins heimische Aquarium kommt es dann zu Infektionen. Trübe Augen deuten immer auf eine bakterielle Infektion hin, die meistens wieder verschwindet. Manchmal aber leider auch bei schweren Fällen zum vollständigen Erblinden des betroffenen Auges führt. Mit zusätzlicher Vitamingabe zum Futter und mehrfacher Fütterung zur Verbesserung der Kondition sollte die Geschichte wieder abklingen und sich bessern. Wenn das Auge allerdings schon massiv eingetrübt ist, helfen nur noch Antibiotika vom Tierarzt - wobei der Erfolg je nach Schädigung des Auges nicht immer gegeben ist.

    Das Fuchsgesicht ist auf nährstoffarme Pflanzenkost spezialisiert. Deshalb fressen sie meistens den ganzen Tag bzw. suchen das Becken nach Futter ab. Sie haben einen sehr langen Darm, der diese karge Kost entsprechend gut verdauen kann. Es ist deshalb sehr wichtig, ihnen möglichst wenig leicht verdauliche,tierische Nahrung zu verfüttern. Bei ausschließlicher Fütterung von tierischer Nahrung neigen sie zur Verfettung. Also mehrfach täglich mit pflanzlicher Kost füttern.

    Hallo Horst,

    da sprichst Du ein heikles Thema an, um das sich immer wieder lange Diskussionen drehen. Die meisten kommerziellen Filtersysteme sind wahrscheinlich für Süßwasserbecken entwickelt worden und werden dann häufig ebenfalls für Meerwasser angeboten. Leider werden die Erkenntnisse über die komplexen Wasseraufbereitungsmechanismen im Meerwasser teilweise von Herstellern ignoriert bzw. es werden Standardfiltersysteme angeboten. Die im Süßwasser erwünschte Nitrifikationskette und die Förderung entsprechender Bakterienbiofilme dazu sind im Meerwasser nicht immer erwünscht, da hier Nitrate im Korallenbecken eine fatale Wirkung entfalten können.

    Die in Meerwassersystemen angebotenen mechanischen Filtereinheiten sind nur dann brauchbar, wenn man sich die Mühe macht, sie alle paar Tage zu reinigen, damit sich nicht zuviel "nitratbildende" Biologie hier aufbaut. Dafür sind sie aber meistens unpraktisch konstruiert und somit verbleibt die regelmässige Reinigung.

    Ich selbst nutze meine alten Eheim-Topffilter nur bei Quarantänebecken oder reinen Fischbecken. Im Korallenbecken habe ich nur einen kleinen Tunze-Schnellfilter, der alle 2 Tage neue Filterwatte bekommt, die mir die Schwebstoffe herausfiltert. Ebenso nutze ich ihn, um Aktivkohle oder Absorbermaterial kurzfristig für einige Tage zur evtl. Korrektur der Wasserwerte hier zu plazieren. Zusammen mit dem Abschäumer, dem Lebendgestein, einem biologisch aktiven Bodengrund und regelmässigen Wasserwechsel kann ich das fragile Gleichgewicht zwischen erwünschten und unerwünschten Stoffen im Becken so sehr gut erhalten.

    Hallo Christiane,

    Zitat

    Noch mal zu Vergewisserung: Das mit Malachitgrün angereicherte Futter darf ich auch im Korallenbecken füttern?

    Ja, wie im Futterartikel beschrieben, das Frofu etwas dehydrieren und dann mit dem Malachitgrün anreichern - einziehen lassen und gezielt verfüttern. Bei der geringen Menge passiert den Korallen nichts.

    Zitat

    Ektozon ist fürs Korallenbecken ja eher nichts.

    Ektozon ist auch für das Korallenbecken geeignet - den Koralllen passiert nichts - aber sehr effektiv gegen C. irritans ist es auch nicht.

    Zitat

    Aber mit neuen Fischen erhöht sich auch wieder die Erregermenge und damit das Erkrankungsrisiko für weitere Tiere, oder?

    Neue Fische können immer eine Infektionsquelle sein. Vielleicht kann dein Händler sie bereits prophylaktisch gegen Ektoparasiten behandeln - oder ich würde mind. 1-2 Wochen abwarten und sie öfter auf Symptome (z.b. Scheuern an Gegenständen, Punkte) beobachten.

    Zitat

    Könnte Aqua Safe von Tetra im Hauptbecken dem Mandarin helfen?

    Bei der Zugabe von AqauSafe wird dein Abschäumer überschäumen. Im Korallenbecken hilft es nicht sehr gut, ist eher für neueingerichtete Becken oder verletzte Fische nach Fangaktionen geeignet.

    Zitat

    Außerdem sollen langfristig auch zwei Putzerlippfische ins Becken, die aktuelle natürlich die kranken Tiere schon unterstützen könnten.


    Leider hat man bei wissenschaftl. Untersuchungen festgestellt, das Putzerlippfische nur größere Parasiten (Fischläuse, Krebschen) absammeln. C. irritans können sie nicht entfernen.

    Zitat

    Übrigens habe ich mich gestern abend noch gefragt, wie denn der Stickstoffabbau bzw. die Umwandlung im QB ohne Lebendgestein oder Außenfilter funktioniert. Wie häufig sollte ich denn da z.B. Wasserwechsel machen? Nicht dass ich die Fisch vom Regen in die Traufe setze...

    Hallo Christiane,

    danke für die Informationen. In einem 12-Liter-Becken ohne "lebenserhaltende Technik" kannst Du die beiden Clownies natürlich nicht so lange belassen. Zudem ist solch ein "Nanobecken" sehr instabil und ständige Wasserwechsel bringen zusätzlichen Stress. Für Quarantänezwecke sollte ein solches Becken mind. 40-50 Liter haben und bei größeren Fischen natürlich noch viel mehr. Außerdem sollte dort ein biologischer Filter eingesetzt werden, da den Fischen ein etwas erhöhter Phosphat- oder Nitratgehalt nicht schadet. Hier gelten andere Regeln als im Korallenbecken. Lebendgestein ist auch nicht nötig und würde je nach Medikamenteneinsatz sehr leicht absterben.

    Wenn Du sowieso weitere Fische im Hauptbecken hast, dann ist die isolierte Behandlung im Q-Becken auf Dauer auch nicht zielführend. Hier kann man dann nur besonders stark befallene Fische mit sehr wirksamer Medikamentation wieder "aufpäppeln". Fische sind unterschiedlich widerstandsfähig gegenüber den Parasiten und müssen aber alle als potentielle Neuinfektionsquelle angesehen werden. Auch dann, wenn keine weißen Pünktchen zunächst sichtbar sind.

    Also müßtest Du die sehr langwierige Strategie der Parasitenbekämpfung im Hauptbecken angehen. Das bedeutet, UV-Anlage im Dauereinsatz, evtl. sehr stark befallen Fische im Q-Becken separat behandeln, um die ausgereiften und abfallenden Teilungstadien zu eliminieren.

    Sehr effektiv ist die Behandlung über das Futter: siehe hier Futterherstellung. Damit und der UV-Anlage solltest Du die Geschichte wieder in den Griff bekommen. Aber stell Dich auf mind. 3-4 Wochen ein, bis die Parasiten sicher verschwunden sind.

    Alternativ je nach Mitbewohner und Infektionsdichte entscheiden, ein "korallenverträgliches" Mittel zusätzlich anzuwenden. Bei Steinkorallen extrem vorsichtig agieren bzw. auf Medikamente vollständig verzichten. Bei ausschließlicher Weichkorallenhaltung könnte man die im Fachartikel dafür angegebenen Mittel anwenden, wenn die Infektion auch noch nach Wochen besteht. Aber auch an Mitbewohner denken (Wirbellose), die manche Mittel schlecht oder gar nicht vertragen.

    Zusätzlich kann das Futter auch noch mit Beta-Glucan angereichert werden, ein Immunstimmulanz, welches unterstützend wirkt. Das gibt es als Pulver in Kapseln in der Apotheke und kann wie in dem Artikel zur Futteranreicherung beschrieben dem Futter in kleinen Mengen beigegeben werden.

    Hallo Christiane,

    in den dunkel-pigmentierten Flächen der Fische kann man die Pünktchen je nach Reifegrad normalerweise gut erkennen. Die Pünktchen wachsen in der Fischschleimhaut und sind nach der Infektion zunächst sehr klein, wachsen dann auf über 1 mm Größe und sind ab da relativ gut sichtbar. Bei einem Befall sind immer auch die Kiemen betroffen und das äußert sich an einer erhöhten Atemfrequenz und die Fische zeigen teilweise ein verändertes Verhalten (apatisch, Futterverweigerung, Scheuern an Gegenständen usw.). Es wird immer wieder Phasen geben, wo die Pünktchen scheinbar weg sind bzw. stark abnehmen, um dann vermehrt wieder aufzutreten. Das liegt an dem komplizierten Vermehrungszyklus dieses Parasiten.


    Hast Du noch andere Fische im Hauptbecken ? Wenn ja, zeigen die keine Pünktchen ?
    Wenn nein, dann warte einige Wochen ab, bis Du die Clownfische zurücksetzt, dann ist die Infektionskette sicher unterbrochen. Siehe auch hier: Cryptocaryon irritans

    Hallo Anselm,

    vielen Dank für den Erfahrungsbericht. Im Korallenbecken ist die effektive Bekämpfung sehr schwierig. Beobachte deine Fische sehr gut - manchmal halten sich über Wochen nur einzelne Pünktchen, da die UV-Anlage des Rest "erledigt". Vollständig los bist Du die Erreger erst, wenn über mehrere Wochen keine Neuerkrankungen mehr aufgetreten sind.

    Hallo Michael,

    ich stimme Harold zu und würde auch unter Cottidae suchen - leider gibt es eine große Variabilität gerade bei dieser Fischfamilie. Eine gewisse Ähnlichkeit besteht zum Flasher Scorpionfisch [Scorpaenopsis macrochir]. Morphologisch und beim Farbmuster auf der Rückseite der Brustflossen gibt es Ähnlichkeiten). Das ist aber nur eine erste Eingrenzung.

    [Copyright Teresa (Zubi) Zuberbühler (starfish)

    Hallo Günter,

    mein Trinkwasser hat ebenfalls einen Wert von ca. 690 µS/cm. Meine UO-Anlage bringt es auf einen Wert von 23 µS/cm. Ein Wert von 189 deutet darauf hin, dass hier noch Auswaschungseffekte vorliegen. Die meisten Anlagen enthalten zudem ein Konservierungsmittel für das Membranmaterial, welches erst über eine gewisse Spülzeit entfernt werden muss (so wie Uwe es erwähnt hat).
    Stabile Werte kann man erst nach 30-100 Litern erwarten. Wenn der Wert nicht sinkt, stimmt mit der Anlage was nicht.

    Bei einem Bekannten hatte ich mal ein ähnliches Problem. Dort war ein geringer Bypass mit Trinkwasser entstanden, der an dem Membrankern aufgrund schlechter Abdichtung vorbeilief. Dort waren die Werte konstant bei ca. 50% seines Ausgangswassers.

    Hallo Christina,

    das selbe Problem hatte ich auch schon. Ich habe Heizer von der Firma Jäger (gehört zu Eheim). Dort konnte ich irgendwann Kondenswasser entdecken und habe daraufhin die Firma angeschrieben, und um eine Stellungnahme gebeten. Die habe ich dann auch umgehend bekommen und war ziemlich überrascht, als man mir mitgeteilt hat, das dieses Kondenswasser kein Wassereinbruch von außen oder Undichtigkeit bedeutet, sondern fertigungsbedingt völlig normal ist. Nun, die Heizer laufen schon einige Jahre mit dem sichtbaren Kondenswasser hinter dem Glas und bisher ist nichts passiert. Wenn Du auch Jäger-Heizer hast und es sich um Kondenswasser handelt ist es wohl nicht kritisch. Bei anderen Herstellern würde ich mal ein eMail hinschicken und mir die Geschichte absichern lassen.

    Liebe User,

    bei dem Thema Fischkrankheiten gibt es selten abgesicherte Diagnosen. Meistens muss man aufgrund äußerlicher Merkmale eine Krankheit identifizieren und daraus dann eine sinnvolle Therapie ableiten. In wenigen Fällen geht ein Meerwasseraquarianer zum Tierarzt und läßt eine genaue Untersuchung vornehmen. Und noch viel seltener erfährt man, wie eine Krankengeschichte ausgegangen ist. Das ist verständlich, für das Forum und seine User gehen hier aber wichtige Informationen verloren. Daher werden in Zukunft an dieser Stelle abgesicherte Krankheitsverläufe mit den verfügbaren Daten und Bildern als Krankengeschichte in das Forum gestellt. Verbunden mit der Hoffnung, dass Berichte über Erfolge und Fehlschläge allen Forenusern bei der Identifizierung und Behandlung von erkrankten Fischen helfen können.


    1. Seepferdchen

    - weiße Stellen im Gewebe sichtbar (Schwanz, Körper) bei Hippocampus reidi

    - MARUBIS-Haltungsempfehlungen zu Hippocampus reidi

    Hallo,

    solche Bilder sind typisch für schwer verlaufende bakterielle Infektionen. Bei Süßwasserfischen spielen dann häufig auch Viren die Hauptrolle (Frühjahrsvirämie), bei den Seewasserfischen sind es eher Bakterien. Ob es nun Vibrionen oder Pseudomonaden oder andere Bakterien waren/ sind, spielt letztendlich für das Ergebnis keine große Rolle. Wenn sich erst einmal offene Geschwüre gebildet haben, hat der Fisch neben der massiven bakteriellen Infektion über die Wundöffnung auch noch ständig Probleme, sein osmotisches Gleichgewicht aufrecht zu erhalten. Der Lippfisch war sicher über seinen schlechten Allgemeinzustand sehr geschwächt und daher ein typisches Opfer.

    Allgemein ist die Prognose für derart infizierte Fische i.d.R. eher schlecht und würde einen erheblichen diagnostischen und therapeutischen Aufwand erfordern. Voraussetzung wäre eine gesicherte Diagnose mit Antibiogramm und dann eine zielgerichtete Antibiotikatherapie über das Futter und Wasser. Diese Therapie müßte dann über mehrere Wochen fortgeführt werden.

    Solche Geschwüre können sich über kleinere Hautläsionen nach Fangaktionen und entsprechend disponierten Fischen ausbilden, sie können aber auch als "Endstadium" nach schweren inneren Orgasninfektionen nach außen aufbrechen und dann erst sichtbar werden.

    Hallo Bine,

    UV muß vorerst weiter dauerhaft laufen. Wenn die Pünktchen nicht mehr sichtbar sind, heißt das noch lange nicht, dass die Parasiten weg sind - es dauert noch einige Wochen, bis Du sicher sein kannst. Mein Becken geht bei diesen Hochsommertemperaturen auch schon mal bis 30°C. Das ist eigentlich normal und natürlich muss man dann irgendwann gegensteuern. Ich verwende kleine PC-Lüfter, die können den ganzen Tag laufen und auch eine Temperaturreduktion um ca. 2°C bringen.

    Knoblauch und Vtamine ständig in einem kleinen Becken können evtl. zu einer organischen Belastung führen, da hier auch Fette und andere Hilfsstoffe bzw. Lösungsmittel enthalten sind. Also nur sehr wenig geben. Es ist auch maximal das i-Tüpfelchen auf einem vernünftigen Behandlungskonzept.

    Hallo Günter,

    ich würde es einfach mal versuchen. Evtl. sind Algen mit nur 5-20µm dabei, aber vielleicht bleibt auch genug "hängen". Zur Übersicht habe ich dir die Größenklassifizierung für Plankton beigefügt:

    Plankton wird in folgende Größenklassen eingeteilt:

    Femtoplankton ( < 0,2 µm)
    Viren, Phagen

    Picoplankton (0,2 µm - 2 µm)
    Bakterien, kleinste Phytoplankter und Protozoen

    Nanoplankton (2 µm - 20 µm)
    Phytoplankter, Protozoen und größte Bakterien

    Mikroplankton (20 µm - 200 µm)
    große Phytoplankter und Protozoen, kleine Metazoen (z.B. Rotatorien)

    Mesoplankton (200 µm - 2 mm)
    größte Einzeller, Phytoplanktonkolonien, viele Metazoen (z.B. Cladoceren und Copepoden)

    Makroplankton (2 mm - 2 cm)
    extrem große Phytoplanktonkolonien, große planktische Crustaceen (z.B. Euphausiidae), andere Zooplankter

    Megaplankton ( > 2 cm)
    größte Zooplankter (z.B. Quallen)

    Hallo Bine,

    vielen Dank für die Rückmeldung. Nach deiner Schilderung sind die Fische noch topfit - gut so !
    Bei 40 Liter Nettovolumen ist die Einstellung der Pumpe mit 300l/h in Ordnung. Der Beckeninhalt wird so ca. 8 mal / Stunde umgewälzt. Wenn Du Strömungspumpen verwendest und eine turbulente Strömung im Becken hast, dann ist es egal, wo das Wasser angesaugt wird. Wenn Du aber im Bodenbereich (unteres Drittel) beruhigte Bereiche hast, dann würde ich hier das Wasser für die UV-Anlage ansaugen. Cryptocaryon-Schwärmer halten sich fast immer in Bodennähe auf und schwimmen in kreisförmigen Bahnen, um neue Fischwirte zu finden. Damit erhöhst Du evtl. die "Trefferquote".

    26,5 °C ist nicht kritisch.

    Ein Wasserwechsel ist nicht schädlich für die Fische, vorausgesetzt er wird richtig gemacht (temperiertes Wasser, Salz vollständig gelöst, langsam zugeben). Den Wasserwechsel kannst Du auch für eine etwas „exotische“ Bekämpfungsmethode nutzen. In einigen wissenschaftlichen Berichten wird der Wasserwechsel, d.h. das Absaugen des Wassers in Bodennähe, als Reduzierungsmethode für die freischwimmenden Schwärmer propagiert. Das Absaugen sollte dabei in den frühen Morgenstunde vor 9 Uhr durchgeführt werden, da dann die meisten Schwärmer ihre Zysten verlassen haben. Da aus jeder Zyste bis zu 256 Schwärmer starten, ist jede Reduzierung hilfreich – evtl. kannst Du es anwenden.

    In nächster Zeit besonders gut die Atmung der Fische beobachten (Alarmzeichen: sehr schnelle, hektische Atmung) – wenn sich Parasiten vermehrt auf den Kiemen ansiedeln, kann die Lage schnell eskalieren. Ergänzend kannst Du über das Futter noch Beta-Glucan geben (gibt es in Kapselform in Apotheken – siehe Fachbericht C.irritans) – ein Immunstimmulanz.

    Hallo Markus,

    die UV-Anlage ist schon mal richtig. Sie reduziert evtl. freischwärmende Formen des Erregers.
    Da Du das Frostfutter bereits mit costapur angereichert hast, empfehle ich Dir den folgenden Fachartikel.
    Herstellung von Medizinalfutter

    Nimm besser JBL Punktol oder ein anderes Mittel ohne Formalin. Das so angereicherte Futter müßtest Du aber mind. 2-3 Wochen verfüttern, um sicher zu gehen, dass alle Erreger abgestorben sind. Effektiver ist die Herstellung von entsprechenden Trockenfutter (sofern die Fische es gut fressen), da hier der Wirkstoff nicht so schnell ausgeschwemmt wird.

    Hallo Bine,

    die Undichtigkeit an der UV-Anlage ist zwar nicht schön, aber wenn dort etwas Wasser über unbehandeltes Holz zurück ins Becken tropft ist das sicher nicht gefährlich für die Beckenbewohner. Das erste Bild von Dir macht mir da schon etwas mehr Sorgen. Ich sehe dort einen Fisch, der die Schwanzflosse zusammenklemmt und auf der Haut zwischen den weißen Binden sind helle Stellen zu sehen. (Frage: Hat er diese hellen Flecken tatsächlich bzw. kannst Du sie auch sehen oder liegt es evtl. am Foto ?). Klemmt er ständig die Flossen zusammen ?

    Ebenso kann man an der Rückenflosse die Pünktchen gerade so erkennen (etwas unscharf). Mit der UV-Anlage reduzierst Du ständig freischwimmende Schwärmer von Cryptocaryon. Alle erwischt Du damit nicht und es kommt immer wieder zu Re-Infektionen. Entscheidend ist es dabei, über die UV-Anlage mehr Parasiten abzutöten als über die Vermehrung nachwachsen können. Trotzdem kann es mehrer Wochen dauern, bis die Pünktchen nach und nach verschwinden. Es kann auch sein, dass sie sich sehr sehr lange halten und immer wieder auftauchen, da die UV-Abreicherung nicht ausreicht. Die hellen Flecken auf der Haut der Fische ist im Idealfall der ehemalige "Standort" von weißen Pünktchen gewesen (und inzwischen bakteriell infiziert) oder es sind noch weitere Parasiten dort auf der Schleimhaut und greifen dort den Fisch an.

    Jetzt stehst Du vor einer schwierigen Entscheidung: Entweder abwarten und auf die UV-Abreicherung hoffen oder aus dem Fachartikel zu C. irritans eines der Mittel gegen Ektoparasiten anwenden, welches aber ausdrücklich für Korallenbecken freigegeben sein sollte.

    Bei der UV-Anlage eine nicht zu starke Pumpe wählen, damit die Parasiten lange genug dem UV-Licht ausgesetzt sind. Auf jeden Fall die UV-Anlage jetzt ständig betreiben und nicht ausschalten !

    Hallo Udo,

    merkwürdigerweise kommen diese Pigmentstörungen in sehr kurzer Zeit, innerhalb von 1-2 Tagen habe ich selbst schon erlebt. Ein Verkaufsbecken mit ca. jungen 200 ocellaris im Großhandel war dabei "über Nacht" unverkäuflich geworden. Niemand wollte die Fische mit Flecken im Bindenmuster bzw. außerhalb. Meistens hilft eine Änderung der bisherigen Futterzusammensetzung. Das dauert aber dann wiederum einige Tage bis Wochen.

    Hallo,

    was verstehst Du unter Heimgebrauch ? Mit dem Aldi-Gerät kann man evtl. kleinere Makroobjekte wie z.B. Insekten, Pflanzenteile, kleine Seesterne usw. beobachten. Richtiges Mikroskopieren wie z.B. in einem Wassertropfen Protozoen oder Bakterien beobachten kann man damit sicher nicht. Die abgebildeten Beispielfotos zeigen auch gut das Spektrum der Anwendungen. Es handelt sich hier um mit bloßem Auge noch sichtbare Objekte im Millimeter-Bereich, also eher ein "Makroskop".

    Hier gibt es Hinweise (Links) zum Kauf von Mikroskopen:

    Mikrofibel
    Mikrobiologische Vereinigung München e. V.

    Hallo,

    vergleiche die Pünktchen mal mit dem Bild im Fachartikel zu Cryptocaryon irritans (Weißpünktchenkrankheit). Sind die Pünktchen auf dem Höhlenlippfisch auch so deutlich abgegrenzt und gut zu erkennen ? Wie lange sind die beiden Fische bereits im Aquarium und sind in letzter Zeit neue Fische dazu gekommen ? So wie Michael schreibt, kann die Anzahl der Pünktchen in Schüben kommen und variieren. Da eigentlich immer auch die Kiemen massiv betroffen sind, spricht das "normale" Verhalten deiner Fische aber eher gegen eine Cryptocaryon-Infektion.

    Bei bodenbewohnenden Fischen können schon mal einzelne Sandkörner in der Schleimhaut hängen bleiben, die dann eine Infektion vortäuschen. Allerdings fallen diese meistens schnell wieder ab und sind mit etwas Übung auch von der Weißpünktchenkrankheit zu unterscheiden. Schade, dass es kein Foto gibt - dann könnte man es besser eingrenzen. Ansonsten schließe ich mich dem Rat von Michael an - gut beobachten und falls Pünktchen wieder zunehmen noch mal melden, um weitere Hilfestellung zu geben. (außerdem ist es für mich immer interessant, wie eine Krankheit verläuft bzw. wenn es ein Fehlalarm war, bitte auch das hier noch mal posten).

    Hallo Udo,

    bei den Ocellaris kommen Pigmentstörungen recht häufig vor. Meistens wird vermutet, dass diese Störungen in der Pigmentierung mit dem Futter in einem Zusammenhang stehen. Im Forum hatten wir bisher schon schwarze Flecken und ringförmige Pimgentierungen, die zunächst eine parasitäre Erkrankung vortäuschten. Wenn in den letzten 5 Monaten kein neuer Fisch dazu gesetzt wurde, ist ein Parasitenbefall sehr unwahrscheinlich. Geht es dem Fisch gut (Schwimmverhalten, Nahrungsaufnahme) ?

    Hallo Hans-Werner,

    mir geht es da wie Dir. Die Theorie ist mir geläufig - einzig die Werte in der Praxis oder wie hier im "Feldlabor" sind häufig genau gegenläufig zu den erwarteten Werten. Leider wird der Redoxwert bei Exkursionen häufig nicht mit ermittelt, daher gibt es hier auch wenig verwertbares Material.

    Hallo Udo,

    vergleiche die Pünktchen von deinem ocellaris mal mit dem Bild im Fachartikel zu Cryptocaryon irritans. Mich irritiert etwas der Ausdruck "Sind kleine weiße Flecken". Daher wäre ein Bild zur Beurteilung schon sehr hilfreich. Wann ist der letzte Fisch dazugekommen bzw. wie lange ist das her ?

    Hallo Franz-Josef,

    bei den Seepferdchen treten leider immer noch Krankheitsbilder auf, die nicht eindeutig zu diagnostizieren sind und damit dann in der Folge noch schlechter therapierbar sind. Viele Halter haben deshalb die Pflege dieser Tiere aufgegeben oder erst gar nicht angefangen. Niemand postet gerne derartig negative Erfahrungen - trotzdem ist es wichtig, diese Daten zu sammeln, damit man mehr über diese Probleme lernt und evtl. irgendwann wirkungsvolle Behandlungsmethoden ableiten kann. Ebenso wichtig ist es, auch vom Ausgang bzw. Ende einer Erkrankung zu hören.

    Aus einem anderen Seepferdchen-Thread (Link) habe ich den Kommentar von Inken Krause rauskopiert. Ich denke, Inken hat den gegenwärtigen Stand der Seepferdchenhaltung recht gut beschrieben:

    Hallo Franz-Josef,

    eine Druckerhöhung würde ich mit dem Seepferdchen nicht unbedingt durchführen. Bis auf wenige Ausnahmen (Tiefseeorganismen) sind eigentlich alle Meerestiere in der Lage, einen Druckausgleich für die unterschiedlichen Wassertiefen durchzuführen. Einziger Ansatzpunkt für ein derartiges Verfahren wäre die Therapie einer Gasblasenkrankheit oder Luftembolie. Aber das kann nur in einer richtigen Druckkammer mit einer sehr sensiblen Steuerung passieren. Die Methode mit dem Kanister und der Schraubzwinge kann schnell tödlich enden, da der Druckanstieg nicht geregelt und überwacht werden kann und der Druckanstieg evtl. über die Schraubzwinge auch viel zu schnell kommt. Schäden an der Schwimmblase u.a. können so auftreten. Nach dem Stress mit wiederholten SW-Bädern wäre ich hier sehr vorsichtig.