Hallo Nils,
schwimmen die Kofferfische z.Zt. in diesem Becken mit dem angegebenen Besatz ?
Zitat
160x70x60 als Raumteiler - Pärchen: Pfauenkaiser (Pygoplites Diacanthus), A. Ocellaris (in H. Crispa), Pinzettfische (Chelmon Rostratus), Valenciennea puellaris, Blaustreifen-Seenadeln, Mandarinfische, Symbiosegrundeln ( Cryptocentrus cinctus) mit Pärchen A.bellulus, Pseudochromis Fridmani Harem, Aalgrundeln, Demoisellen
Einzeltiere: Halichoeres argus, Halichoeres Melanurus, Acanthurus leucosternon
Krebstiere: Pärchen Anemonenkrabben, 4 Kardinalsgarnelen, Pärchen Stenopus, 2 Putzergarnelen, Pärchen Alpheus bellulus
Zeigen dann die anderen Fische keine Pünktchen bzw. Krankheitssymptome ??? Oder hälst Du die beiden Kofferfische separat ??? Ein paar Bilder wären sehr hilfreich, ebenso Daten über den Wirbellosen-Besatz, falls separate Haltung.
in dem anderen Thread schreibst Du:
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Leider ist aber nicht alles toll. Beide Koffer haben deutlich an Pünktchen zugelegt. Das Weibchen sieht noch recht gut aus (ich tippe mal auf ca 40 Punkte) aber der Herr Kofferfisch ist ein richtiger Streuselkuchen. Die Haut ist übersäht mit kleinen Punkten und auf den Flossen sieht man, dass er anscheinend auch den für Oodinium typischen Belag bekommen hat.
Es ist typisch für Cryptocaryon bzw. für Oodinium, dass sie nach scheinbaren Abklingphasen mit neu vermehrten Schwärmern verstärkt zurückkehren und sich das Krankheitbild dann verschlimmert.
Es wäre sehr wichtig, die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Ich vermute mal, wenn Du einzelne weiße, scharf umgrenzte Punkte sicher identifizieren kannst, dass es sich nicht um Oodinium bzw. die Samtkrankheit (Amyloodinium ocellatum) , sondern um die Weißpünktchenkrankheit (Cryptocaryon irrtans) handelt.
Dazu schau Dir mal die Bilder und Beschreibungen auf dieser Seite an. Evtl. hilft sie Dir, die Krankheit zu identifizieren.
Süßwasserbäder helfen grundsätzlich erst einmal gegen fast alle Ektoparasiten. Bei der Weißpünktchenkrankheit (Cryptocaryon irritans) hat man aber herausgefunden, dass die Parasiten davon kaum beeinträchtigt werden, da sie tief in der Schleimhaut sitzen. Andererseits gibt es oft auch Mischinfektionen mit anderen Erregern, die Du dann mit dem SW-Bad entfernen kannst. Im Falle von Oodinium kannst Du damit was ausrichten, aber vollständig vernichtet werden die Erreger nicht.
Mit 10 bzw. 15 cm sind die Kofferfische für einen 60er Würfel eigentlich schon viel zu groß - und selbst als kurzfristiges Quarantänebecken für mindestens 2 Wochen Behandlungsdauer viel zu klein.
Wenn alle anderen Fische keine Symptome zeigen, würde ich es trotzdem im Quarantänebecken versuchen. Behandlung mit Tetra MarinOopharm - das ist gegen beide Erreger (Oodinium und Cryprocaryon) wirksam. Allerdings ist es bei einer gemischten Haltung mit anderen Fischen extrem unwahrscheinlich, dass die Erreger nur auf die zwei Kofferfische beschränkt sind. Daher muss man mit Re-infektionen rechnen, solange die Erreger im Becken persistieren. Behandlungsdauer mind. 2 Wochen und bzgl. Dosierung genau nach Herstellerangabe.
Eine Behandlung im Hauptbecken mit MarinOopharm kann nur bei Abwesenheit von Xenien und Stachelhäutern (Seesterne, Seeigel) erfolgen. Ein gewisses Risiko bleibt dabei aber bestehen, trotz der Herstellerangaben evtl. noch Korallen und Krebse, Garnelen zu verlieren. Ich kenne bisher nur 3 gesicherte Berichte über eine Anwendung dieses Mittels in vollbesetzten Korallenbecken, dabei waren meistens nur Weichkorallen und Fische eingesetzt. In allen Fällen gab es keine Verluste nach dem Einsatz des Mittels.