Das das Strömungsbild daran beteiligt ist sehe ich auch so. Aber eine andere Lösung ist auch nicht so einfach zu realisieren. Zum einen weil die Halter es nicht zulassen die Pumpen sehr viel tiefer zu setzen, zum anderen weil die Tunzehalter eine Verstellung nach oben/unten gänzlich verweigern. Dazu kommt, dass ich zumindest auf der linken Beckenseite sehr schnell mit dem Aufbau in Konflikt komme wenn ich die Pumpe tiefer setze, rechts wäre etwas mehr Platz. Was ich auf jeden Fall vermeiden will ist die Pumpe irgendwo in Kontakt mit der Dekoration zu bringen, sowas macht nur Lärm und da das Becken in meinem Wohn/Schlafraum steht ist die Geräuschkulisse sehr kritisch, so wie es ist kann ich gerade so damit leben und schlafen.
Beiträge von Aurora
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So es sind jetzt wieder einige Wochen ins Land gegangen. Die Fortschritte werden solangsam weniger stürmisch, aber das Becken entwickelt sich sehr gut. Die Ableger von Ruedi haben sich gut eingelebt und beginnen zu wachsen, meine anderen Korallen stehen auch gut und mit dem Fischbesatz geht es voran. Da der Wunsch nach neuen Bildern geäußert wurde hier etwas Nachschub...
Da ich die Bilder in der Mittagspause gemacht habe bitte ich die schlecht geputzte Scheibe zu entschuldigen. Die Sanddünen stellen noch ein Problem dar, da der sehr feine Samoa White Sand zum fliegen neigt und nicht richtig liegen bleibt. Vermutlich werde ich ihn zumindest teilweise durch ein etwas gröberes Material mit 1-2 mm Korngröße ersetzen.
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Den Link zu meinem Thread hast du ja schon, so in der Größenordnung würde ich es dir auch empfehlen. Ich habe einen DSB-Teil mit 50x40 cm bei circa 16 cm Schichthöhe (40 kg Indopazifik Sand von FaunaMarin). Das Becken steht sehr gut (zumindest stand es noch sehr gut als ich vor Weihnachten weggefahren bin, aber ich bin guter Hoffnung das es auch jetzt noch in Ordnung ist), Steinkorallen wachsen wie Hölle. Erwartungsgemäß hat das DSB in der Einfahrphase alle Stickstoffverbindungen ruck zuck veratmet und damit die Einfahrphase deutlich verkürzt. Bei deiner Beckengröße würde ich ein Unterschrankbecken in 100x40x40 verwenden wenn es eine Standardgröße sein soll (ist halt doch sehr viel billiger) und du die Scheiben selber einklebst. Dann in dem Becken die erste Kammer für Zulauf/Abschäumer 35x40 groß, den DSB-Teil 50x40 und die Rückförderkammer mit Pumpe 15x40 cm. Damit bist du was deinen zukünftigen Abschäumer angeht auf der sicheren Seite, da passt selbst ein Bubbleking rein. Die Pumpenkammer ist mit 15 cm Breite eigentlich ausreichend für alle gängigen Pumpen, Aquabee, Eheim und Co. passen da rein, falls es eine Red Dragon mal sein soll musst du halt die Maße erkunden, sollte aber auch passen, sonst halt die Pumpenkammer 20 cm Breite und beim Abschäumer und DSB je 2,5 cm weniger.
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Kein Licht dürfte schwierig werden, das Becken steht in einem Wintergarten wenn ich mich recht entsinne...
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Was du vor allem brauchst ist viel mehr Geduld. Wenn du einen wirklich guten Rat brauchst, dann diesen hier:
Lass deine Finger die nächsten vier Wochen aus dem Becken und mach dir keine Gedanken über neue Anschaffungen. Du hast jetzt eh schon einen Fisch in deinem Becken der da nicht sein sollte (ne Woche ist der außerdem noch nicht drin, aber das weißt du selbst besser), also sei jetzt einfach mal zufrieden und lass das ganze bis Ende Januar einfach mal vor sich hin laufen. Gelegentlich Wasserwechsel und das wars.
Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass du es nicht lassen kannst ständig was neues zu machen. Mir ist das zwar egal, ist dein Becken, aber wenn es schief geht dann ist die Trauer immer groß und man hat natürlich von nichts gewusst. Hier haben dir jetzt schon viele Leute Tips gegeben, ist ja auch ein wichtiger Teil des Forums. Aber es gibt schon zu denken, dass du in wenigen Wochen fast halb so viele Beiträge gesammelt hast wie ich in vier Jahren. Viele der Fragen hängen einfach mit deiner Ungeduld zusammen. Mach doch einfach was dir viele, teils sehr erfahrene, Leute sagen und du wirst sehen das funktioniert. Nur dazu braucht es Geduld und das ist bei vielen leider Mangelware. Auch wenn du es nicht glauben willst und vielleicht doch wieder was anderes machst, ich kenne genügend Fälle wo diese Ungeduld über kurz oder lang in die Katastrophe geführt hat und dann waren die Probleme groß. Also setz dich hin, genieß dein Becken wie es ist und lerne zu warten. Ende Januar setzt du dann ein paar Korallen ein und schaust wie die sich entwickeln und wenn dann alles gut läuft besetzt du das Becken weiter. -
Also die Steckdosen und alles elektrische würde ich ganz schnell in Sicherheit bringen. Genau auf die Art und Weise habe ich mein Becken einmal zu über 50% geplättet. Wasser tropft in die Steckdose, Sicherung (nix FI, sondern die richtige) fällt, Strom aus für 24h, Fische und ein großer Teil der Korallen tot. Deshalb bin ich inzwischen der Meinung, dass gerade dieses Szenario unter allen Umständen zu vermeiden ist. Also besser die Steckdosen über dem Aquarium oder im Unterschrank an die Holzwand geschraubt, da ist das Risiko doch überschaubarer.
Mein Becken läuft im Moment auch für einige Tage im Blindflug weil ich meine Eltern besuche. Ich habe um sicherzugehen sogar eine der beiden Stream im Becken auf eine separate Sicherung gehängt und auf dieser Sicherung als Backup einen zweiten Heizstab. Somit ist im Fall des Falles der Sicherung 1 für Strömung und Wärme von Sicherung 2 gesorgt. Natürlich in meiner Abwesenheit auch kein FI, die Dinger sind einfach viel zu anfällig. -
Du hast doch den Beast 400, oder? Eigentlich ist der doch hinreichend überlaufsicher. Wichtig ist halt, dass er so eingestellt ist, dass er auch nicht überläuft wenn er keine Luft mehr kriegt. Also einfach mal mit dem Finger den Luftschlauch zuhalten und sehen was passiert. Wenn dann nix überläuft kann eigentlich nicht viel passieren. Aber ein gewisses Risiko besteht da halt immer. Ich habe es da besser, bei mir hängt er innen im Technikbecken, Überlaufen ist also problemfrei. Ist mir bisher aber erst einmal ganz am Anfang passiert.
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Die Ocean White sind meiner Meinung nach okay, alternativ AquaScience Aquablue spezial 14000K, oder die neuen Duo Röhren. Die habe ich jetzt drüber und bin sehr zufrieden damit, allerdings dürften die in Verbindung mit 2x blau doch etwas viel blau liefern.
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Hallo Mario,
ist es sicher, dass die hystrix wirklich rosa ist? Es gibt wie gesagt auch gelbliche Farbmorphen. Dazu kommt, dass die Bedingungen im Becken einen großen Einfluß haben. Ich habe eine hystrix die im alten Becken braun/orange war, seit sie im neuen Becken mit DSB und 250W HQI steht sind die Polypen total pink/rot geworden, das Grundgewebe hat eine gelblich/rosa Farbe angenommen. Die Umfärbung dauert außerdem länger als zwei Wochen. Bei mir hat der ganze Prozess etwa 4-8 Wochen gedauert. Also Geduld, und wenn es eine gelbe Farbform ist macht doch auch nichts, sind trotzdem schön...
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Nimm den Adsorber raus, dann gibt sich das Problem meist wieder. Ich hatte das in meinem alten Becken auch. Nachdem ich den Adsorber entfernt habe nie wieder was von gesehen.
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Über die benötigte Beckengröße kann man streiten. Allerdings wird der Fisch halt gute 14-15 cm groß und ist schon ein echter Brummer. Dazu kommt halt, dass er als Algenfresser auf eine ausreichend große Fläche angewiesen ist und dazu gegenüber Nahrungskonkurrenz ruppig werden kann. Aber im Moment ist das schon okay, und ich finde die auch total lustig. Habe ja selbst auch einen, wobei mein Becken halt schon gut doppelt so groß ist. Kann man schon machen, lass ihn mal drin und wenn es je zum Problem wird kannst du ihn immer noch weitergeben.
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Naja, so war das zwar nicht geplant, aber in der Situation vermutlich erst mal das vernünftigste. Der Salarias fasciatus ist zwar auf die Dauer für dein Becken ziemlich groß, aber ich denke dein Freund wird ihn ja irgenwann wieder zurück haben wollen. Der Fisch ist in der Situation jetzt auch okay, weil er sich von Algen ernährt braucht er ja nicht gefüttert zu werden (viele fressen eh kein Futter). Die Garnele ist jetzt auch nicht der große Fresser, alle paar Tage ein paar Flocken Futter und gut ist. Die Einsiedler kannst du natürlich auch noch reintun, das hatte ich dir ja eh vorgeschlagen. Wegen der Wasserwerte habe ich keine Bedenken, weil du ja quasi nicht oder nur sehr sehr wenig füttern musst. Also freu dich über deinen unverhofften Besatz und beobachte halt das ganze genau. Ich habe bei mir auch schon nach recht kurzer Zeit einen Salarias fasciatus eingesetzt, der hat sich auch gut gehalten und ist heute kugelrund.
Wie allerdings ein Becken komplett platzen kann ist mir schleierhaft, eigentlich nur zu erklären durch dünne Glasstärke und umfallende Felsbrocken die das Glas beschädigt haben.
Was die Wasserwechsel angeht würde ich jetzt akut gar nichts machen und dann so in zwei Wochen anfangen den ganz normalen Rythmus zu fahren. Also so 5-10% pro Woche, je nachdem was du dir vorgenommen hast. Ich sehe auch nicht warum Leute auf Wasserwechsel in der Einfahrphase verzichten, denn eigentlich soll sich das Becken ja auf die endgültigen Bedingungen einspielen, dazu gehört auch Wasserwechsel. Habe ich auch bei mir so gemacht, und das Resultat ist sehr gut, das Becken ist heute nach gerade mal 3 Monaten bombenstabil und selbst SPS wachsen sehr gut und sind sehr schön farbig. Wichtig ist halt, dass die Wasserqualität okay ist, aber das gilt ja generell nicht nur in der Einfahrphase. -
Hallo Clemens,
ja das kann manchmal ganz schön verwirrend sein. Es gibt denk ich aber zwei Grundsätze die man schon festschreiben kann:
1. Geduld hilft Fehler zu vermeiden und im Endeffekt ist man schneller bei einem schönen Becken wie ohne.
2. Je weniger man in einem Becken rumpfuscht desto besser läuft es.Ansonsten ist alles Ansichtssache. Damit du noch eine Meinung mehr hast: Ich würde sagen, dass du jetzt problemlos einige Schnecken und ein paar Einsiedler einsetzten kannst. Du hast keine überhohen Nitrit oder Ammoniumwerte (sonst sähe das Becken auch schon ganz anders aus). Dazu kommt, dass die Schnecken und Einsiedler ja nicht gefüttert werden müssen sie sind also für das Becken neutral bzw. sogar nützlich weil sie die Prozesse beschleunigen. Einsiedler und Schnecken fressen nämlich einen Teil der Algen und bringen die darin gebundenen Nährstoffe zurück in den Kreislauf, wo sie erneut umgesetzt werden können. Auch ist es ziemlich sicher auszuschließen, dass deine Schnecken und Einsiedler an schlechten Wasserwerten sterben werden. Denn nach 10 Tagen ist bei vernünftigem Lebendgestein die Wasserqualität kein Problem mehr (dafür sprechen auch deine Werte), daneben können die Tierchen auch einiges ab, die gehen so leicht nicht in die Knie. Deshalb mein Vorschlag zur Güte:
Kauf dir ein paar Schnecken (je nach Größe und Art so 5-10 Stück) und ein paar schöne Einsiedler die dir gefallen und nicht zu groß werden (vielleicht so 3-5 Stück) und setzte diese noch vor Weihnachten ein. Dann freust du dich an den Krabbel- und Kriechtieren über die Weihnachtstage und Neujahr bis nach Dreikönig. Dafür lässt du aber ganz brav deine Finger aus dem Becken und über Wasserwerte denkst du gleich gar nicht nach (messen kannst du schon, aber es bringt eh nix), machst dich sonst nur verrückt. Nach Dreikönig berichtest du wie es gelaufen ist und stellst noch mal ein Foto ein (machst du sowieso....) und wir denken mal drüber nach was du für Weichkorallen oder ähnliches einbringen kannst. Von Fischen, auch Blennies würde ich erst mal die Finger lassen, darüber denken wir Ende Januar mal nach. -
Nimm Adsorber, Zeo bringt da nix und macht in Verbindung mit dem DSB nur Probleme. Wie schon beschrieben am besten im langsamen Durchfluß betreiben.
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Hallo Lars,
ich finde das in Ordnung, dass Ralf eine andere Meinung zu dem Sachverhalt hat und diese auch zum Ausdruck bringt. Da er das auch in einer sehr vernünftigen Form getan hat ist es auch kein Problem da vernünftig drüber zu schreiben. Sollten sich vielleicht einige Leute was von abschneiden.
Sicherlich richtig war der Hinweis, dass mein erster Beitrag den Eindruck erwecken könnte Antibiotika stellten eine schnell und fertig Lösung dar. Das wollte ich damit eigentlich nicht bezwecken, deshalb habe ich auch auf die Verordnungspflicht hingewiesen und keine konkreteren Angaben dazu gemacht. Wenn dann Nachfragen gekommen wären, hätte ich auch noch konkreter mit Angaben zur richtigen Anwendung (Dosis, Dauer, Schutzvorkehrungen, etc.) nachlegen können. Das sehe ich inzwischen etwas auch so, dass ich da vielleicht etwas kurz gegriffen habe und damit den einen oder anderen erst recht zu unprofessionellen Selbstversuchen ermutigt habe. Das ist auch der Grund warum ich diese Diskussion und die Präzisierung durch meine weiteren Threads geführt habe.
Allerdings ist es halt auch so, dass auf die Frage der Kontrolle die Antwort wohl lauten muss: "Jeder der diese Mittel anwendet ist selbst für die korrekte Handhabung und Entsorgung verantwortlich.". Denn weder ich, noch der Tierarzt noch sonst wer steht neben dem jenigen und passt auf. Letztlich sollte es aber auch im eigenen Interesse sein zu wissen was man da tut, aber das erwarte ich von jedem Erwachsenen auch. Letztlich trift es einen ja auch vor allem selbst. Wenn man dann eine schwere Schädigung davonträgt weil man reichlich Staub eingeatmet hat muss man die Folgen halt tragen. Wer also bewusst Warnungen in den Wind schlägt und auf eigene Faust handelt ist leider selbst schuld. Ich finde, dass einzige was man tun kann ist vernünftig zu informieren, so dass jeder sich eine fundierte Meinung bilden kann. Im Falle des Forums heißt das halt auch nachzuhaken, dann findet man z.B. diesen Thread bei der Suche nach Chloramphenicol.
Was die Haltung angeht, mir egal wenn es den Ablauf runterläuft ist das sicherlich nicht toll. Vor allem ist es ja keine große Problematik die Abwässer zu behandeln. Wobei man in den Zusammenhang auch berücksichtigen muss, dass Forschungsinstitute rund um den Globus Chloramphenicol und andere Antibiotika einsetzen und in dem meisten Fällen diese Lösungen und Abwässer auch direkt und völlig legal über die Kanalisation entsorgt werden. Ob man das jetzt gut findet ist ne andere Frage... -
Hallo Ralf,
das kann es geben, dass unterschiedliche Meinungen zu einem solchen Thema existieren. Ich möchte dir außerdem noch sagen, dass ich die sachliche Art in der du das diskutierst sehr schätze.
Richtig ist, dass Chloramphenicol als Antibiotikum in der Humanmedizin nur noch als allerletzte Feuerwehr eingesetzt wird, weil im menschlichen Organismus selten sehr schwere, irreversible Nebenwirkungen möglich sind (siehe der Archivartikel). Schon deshalb ist die Verschreibungspflicht richtig. Denn um das hier nochmal klarzustellen, wer sorglos mit Chloramphenicol umgeht gefährdet seine Gesundheit (Stichwort: Einamtmen von Stäuben) und die anderer (Stichwort: Resistenzbildung).
Wobei ich aus meiner beruflichen Perspektive das etwas differenzierter sehe. Da das Antibiotikum in einem getrennten Behälter eingesetzt wird ist die Menge an benötigtem Mittel und das Volumen an kontaminiertem Wasser sehr gering (normalerweise circa 1-5 Liter). Diese kann man problemlos mit Chlorbleiche (Dan Klorix) behandeln und dann über die Kanalisation entsorgen. Auch ein Ausbringen resistenter Keime kann so sehr sicher ausgeschlossen werden, da diese durch die Chlorbehandlung abgetötet werden, zudem ist die Einwirkzeit relativ kurz. Auf Basis dieser Tatsachen halte ich den Einsatz von Chloramphenicol (oder anderen Antibiotika) bei entsprechender Indikation und sachgerechter Anwendung für praktizierbar. Wobei natürlich immer eine Rücksprache und Verschreibung durch den Tierarzt erfolgen muss... -
Hallo Ralf,
zum Einsatz von Antibiotika kann man verschiedene Meinungen haben. Ich sehe Antibiotika auch nur als letztes Mittel und würde das nur als gezielte Maßnahme in bestimmten Fällen anwenden (in meinem eigenen Becken musste ich noch nie dazu greifen). Allerdings ist gerade RTN oder Brown Jelly ein Bereich wo Antibiotika nachweislich sehr wirksam sind und andere Mittel oft (nicht immer) versagen. Man kann natürlich jetzt der Meinung sein, dass es besser ist die Steinkoralle geht kaputt und man verzichtet auf Antibiotika. Aber, dass ist nicht die einzige Antwort. Ich wollte das hier an dieser Stelle halt anbringen weil es bei RTN/Brown Jelly wirklich hilft. Ich habe aber ganz bewusst auf die tierärztliche Verordnungspflicht hingewiesen, auch wenn ich persönlich (wie sicherlich viele andere auch) aus beruflichen Gründen natürlich Zugriff auf alle diese Antibiotika habe. Daneben habe ich auch auf Dosierangaben und genaue Behandlungsrezepte verzichtet um hier nicht zum sorglosen Umgang mit Antibiotika anzustiften. Was ich eigentlich nur ausdrücken wollte ist, dass ein gezielter Antibiotikaeinsatz bei der genannten Problematik ein probates Mittel sein kann. Wenn man sich allerdings dafür entscheidet muss man es halt sachgerecht machen, dann sehe ich darin auch kein so großes Problem.
Erfreulich ist ja, dass die Süsswasserbehandlung und das Umstellen in das Nano wohl geholfen haben. Wenn es so bleibt ist es ja in Ordnung und die Galaxea wird auch in recht kurzer Zeit das tote Skelett wieder überwachsen. -
Klingt nicht gut, irgendwelche Ektoparasiten. Ich würde dir dringend zur Anschaffung einer großzügig dimensionierten UV-Anlage raten. Mit Knoblauch und Co. bekommst du das nicht in den Griff. Ich habe bei mir auch blöderweise Oodinium in die Anlage geschleppt und es hat sich über Wochen chronisch manifestiert (Fische scheuern sich, Hautunreinheiten und einzelne "Pünktchen"). Nach Einsatz der UV-Anlage von DeBary (15W, elektr. Vorschaltgerät, Pumpe Aquabee 1000) ist es jetzt scheinbar weg. Die Fische scheuern auf jeden Fall nicht mehr und man sieht auch keine Symptome. Ich werde jetzt noch 3-4 Wochen abwarten, dann kann ich hoffentlich wieder auf UV verzichten.
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Hi Ruedi,
die direkte Bekämpfung ist sicherlich richtig und sinnvoll. Frage ist nur ob man das halt nicht erst merkt wenn es eh schon recht viele sind.
Was das Wasser angeht, keine Ahnung. Eigentlich würde ich jetzt vom biologischen Verständnis her sagen, eher nein. Schließlich sind Glasrosen seßhafte Tiere und somit sollte das Risiko gering sein. Allerdings frage ich mich manchmal schon ob nicht doch zum Teil wirklich einzelne Teile herumtreiben und anderswo wieder weiterwachsen. Als ich damals eine Reihe kleiner Glasrosen mit dem Keniabäumchen von dir mitbekommen habe, sind beim Umsetzen zwei oder drei durchs Becken getrieben, scheinen sich also irgenwie gelöst zu haben. Ich würde jetzt erst mal ruhig bleiben, alles gründlich beobachten und bei ersten Anzeichen diese manuell entfernen und Fressfeinde einsetzen. -
Sehe ich ähnlich wie Ruedi, zudem sieht Lochgestein ziemlich bääh aus. Wenn möglich baue das ganze doch komplett aus Lebendgestein auf. Ich habe mein Becken mit 100% Lebendgestein aus Sulawesi und Indonesien aufgebaut und es bisher nicht bereut. Gerade mit schönen Platten gibt das auch einen luftigen und höhlenreichen Aufbau.
Dein Becken ist ja eh nicht groß, da kann man ja nicht irgendwo im Unterbau und hintendran das Gestein verbauen, wo es nur trägt und man es nicht sieht. Also ich würde da im Zweifelsfall höchstens gutes totes Riffgestein verbauen, das sieht nach ein paar Monaten wenigstens genauso aus. Riffkeramik oder gar Lochgestein würde ich nicht nehmen, ich finde das sieht selbst nach Jahren noch unnatürlich aus. -
Nun, ich will hier jetzt nicht den bösen Propheten spielen. Aber bei deiner Historie von Glasrosenproblemen hätte ich doch Befürchtungen, dass irgendwo doch eine oder zwei drauf sitzen. Dazu kommt halt die Gefahr innerhalb der Anlage doch mal was zu verschleppen durch gemeinsam genutztes Zubehör z.B. . Deshalb würde ich versuchen dem Problem einfach dauerhaft vorzubauen indem ich passende Fressfeinde einsetze (okay mit der Teppichanemone ist das etwas problematischer), sonst könntest du halt Pech haben und in einem Jahr oder auch zwei bist du wieder an dem Punkt. Natürlich muss die Vorbeugung dauerhaft erfolgen, denn in wie weit der Fraßdruck die Vermehrung ankurbelt kann ich nicht beurteilen. Bei mir waren die wenigen Glasrosen mit Garnelen gut zu bekämpfen und da ist auch nie was nachgekommen, auch nachdem die Garnele schon lange nicht mehr drin war.
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Denke das ganze sollte sicher sein. Wichtig ist halt, dass der Abschäumer läuft. Da doch recht viel gereifte Biologie im Becken ist und diese ja nicht großartig transportiert wurde sollte da nicht viel passieren. Dass dann halt doch das eine oder andere erst mal weggammelt ist normal, hatte ich bei meinem neuen LS auch. Den Fischen und Korallen ist nie was passiert. Also abwarten und Tee trinken.
Hast du schon darüber nachgedacht prophylaktisch Garnelen oder andere Glasrosenfresser einzusetzen, sonst fürchte ich hast du das Problem bald wieder.... -
Naja, Nachsetzen von Artegenossen ist sehr, sehr problematisch. Das hätte man befürchten können. Aber gegenüber von anderen Fischen hält sich das Problem doch sehr in Grenzen. Aber ich finde die kleinen auch total toll....

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Würde ich kein Problem drin sehen. Die Parasema sind meiner Erfahrung nach unter den Riffbarschen eher harmlos. Zwar können die auch sehr aggressiv sein, allerdings ist das für die meisten anderen Fische aufgrund der geringen Größe eher unproblematisch. Richtig ekelig werden die Fische eigentlich eh nur wenn sie ein Gelege verteidigen. Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass die sich eher für Fische in Blau, Blau/Gelb interessieren.
Die Gramm können sich außerdem auch ganz gut wehren. Die sehen zwar harmlos aus, lassen sich aber bei weitem nicht alles gefallen. Ich würde die Gramm wenn möglich so circa 2-3 Stunden vor Löschen der Beleuchtung einsetzen, dann haben sie noch Zeit sich in dem Becken einzugewöhnen und wenn es Stress gibt hilft die Nachtruhe erst mal die Probleme unter Kontrolle zu bringen. Rechne mal damit, dass du am Anfang nicht viel von den Gramm siehst, die waren bei mir die ersten Tage doch sehr scheu. Auch sonst kurvt eigentlich immer einer von den zweien hinter der Dekoration rum. Gott sei dank habe ich dank UV jetzt die Oodinium die ich mit den Gramma eingeschleppt habe unter Kontrolle. Achte mal am Anfang auf Scheuern und feine, sandartige Punkte, man sieht das gerade bei den Gramma doch sehr schlecht. -
Ich habe den Giesemann Brenner in 250W TS jetzt kombiniert mit Aquascience Duo 2x24W. Sieht in meinen Augen auch sehr gut aus. Auf jeden Fall verstärkt es grün und Blauttöne, was mit dem Giesemann zu einer angenehmen Gesamtwirkung führt. Für mich hat es halt den Vorteil, dass ich die Duo-Röhren auch ohne den HQI davor und danach betreiben kann ohne, dass mein Becken ein blaues Loch ist. Zuvor hatte ich die Ocean White von AquaMedic und davor die ATI Aquablue spezial (damals gab es noch kein Aquascience, sind aber die gleichen Röhren wie heute AS soweit mir bekannt). Sind beide auch ganz nett, allerdings halt gelber und mehr Tageslichtanteile...
Wenn es natürlich wesentlich blauer werden soll, dann erst mal reine Blaulichtröhren statt Aquascience spezial. Wenn das nicht reicht, musst du den Brenner tauschen, z.B. BLV 14000 K oder gar Aquaconnect performance 140000 K, den letzteren aber dann besser mit den Aquascience spezial kombinieren, sonst ist es doch sehr sehr blau.... -
Alternativ mit Chloramphenicol in einem Eimer behandeln. Das geht aber nur mit Tierärztlichem Rezept, denn Chloramphenicol ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Normalerweise ist das sehr wirksam und stoppt den Befahl. Allerdings nur außerhalb des Beckens durchführbar. NIEMALS Antibiotika ins Becken geben...
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Hi Clemens,
jetzt erst mal ganz ruhig. Das der untere Teil des Schäumers im Moment nicht blasenfrei ist und sehr viele Luftblasen mitgerissen werden ist völlig normal. Auf dem Schäumer sind am Anfang irgendwelche Produktionsrückstände die das bewirken. Nach meiner Erfahrung dauert es circa eine ganze Woche bis der Schäumer einwandfrei läuft, dann sind im unteren Teil auch keine Blasen mehr und es kommen nur noch sehr wenige Blasen aus dem Auslauf, diese kann man dann bei Bedarf immer noch mit Feintuning beseitigen. Also warte erst mal ab, fummele nicht dran rum und lass ihn laufen.
Das der Schlauch zu lang ist ist normal, der ist halt großzügig dimensioniert, dass es an jedem Becken passt. Ich habe den Schlauch auch auf circa 3-4 cm gekürzt und die Pumpe damit quasi direkt an den Schäumer gehängt, dazwischen sind vielleicht noch 5 mm.
Naja und was das Geräusch angeht, ist schon richtig der Schäumer macht halt Geräusche in einem Schlafzimmer ist das immer ein Problem. Für mich ist es aktzeptabel, der Schäumer steht auch im Unterschrank und der dämpft auch noch etwas. Muss man halt wissen ob das geht. Das Problem ist halt, dass leisere Alternativen gleich sehr viel teurer werden. -
Naja, ich will es jetzt nicht beschreien, ist eh zu spät. Aber es ist doch etwas leichtsinnig eine Montipora mit einem offensichtlichen Problem in seinem Becken festzukleben. Naja, wie schon empfohlen, nachts mit der Taschenlampe versuchen die Schnecken (so es welche sind, glaube ich aber schon) zu entdecken, die sind aber sehr klein, also genau schauen. Wenn du welche findest, absaugen und ich hoffe du magst Lippfische, die Halichores-Arten stehn im Ruf da ganz gut aufzuräumen...
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Äääähm, Wasseraufbereiter??? Das ist eigentlich nur was für die Süsswasseraquaristik. Im Meerwasser hat das nix verloren. In wie weit du dein Leitungswasser verwenden kannst kann ich nicht beurteilen, ich wohne in Freiburg und bei uns ist das okay. Ansonsten solltest du über die Anschaffung einer Osmoseanlage nachdenken.
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Ich weis nicht wer heute noch sowas verkauft, aber Rieselfilter sind eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Auch wenn es weh tut. Wirf die Rieselspinne, die Bälle und die Schwämme raus und kauf dir einen vernünftigen Abschäumer. Wenn du in dem ehemaligen Rieselfilter noch Platz hast kannst du da ja möglicherweise ein DSB einbauen. Einfach mit 10-15 cm Sand auffüllen und das Wasser da drüber pumpen. Musst du halt die Förderpumpe in einen kleinen Kasten setzen, dass sie keinen Sand ansaugt...
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Also er hängt so jetzt wie ich finde sehr gut. Wie schon von anderen geschrieben, der Entlüftungsnippel muss nach oben, da soll Luft raus kein Wasser.
Mit Süsswasser macht der Schäumer jede Menge Lärm, das ist normal. Ursache sind die großen Blasen, mit Meerwasser wird das besser und das Rohr ist voll mit weißen kleinsten Blasen bis circa zu 3/5.
Um die Ansauggeräusche zu dämmen würde ich dir empfehlen entweder einen Schlauch von mind 20 cm Länge auf den zweiten Nippel zu stecken, oder noch besser einen Minischalldämpfer wie er an der Luftansaugung von Strömungspumpen verwendet wird. Ich habe da einen von einer meiner Aquabees verwendet, danach himmlische Ruhe. Wenn du magst schick ich dir einen gegen Portoersatz in nem Briefumschlag, ich hab noch ein paar rumliegen. Ansonsten geht auch ein Schlauch und ein Fotodöschen (ich weis wer hat das noch, alles digital heute, oder halt was ähnliches) mit Löchern in das auf einer Seite der Schlauch reingesteckt wird, hilft genauso.
Höher hängen würde ich den Abschäumer nicht. Ich habe nämlich feststellen müssen, dass er dann erbärmlich laut wird (wie alle Dispergatorabschäumer). Denn dann kriegt die Pumpe Gegendruck von der Wassersäule im Abschäumer und das führt dazu, dass er kräftig Krach macht, zudem wird die Leistung schlechter. -
Also Strömungstechnisch werden die Luftheber gegenüber den Nanostream nix bringen. Für die Sauerstoffanreicherung ist das okay wobei da einer reicht, ich würde den zweiten entfernen, spart Platz und sieht gleich besser aus. Daneben ist halt die Frage ob die Luftheber nicht jede Menge Blasen im Becken produzieren, diese irritieren halt dann die Korallen und Fische, ist dann auch nicht so toll. Musst du halt ausprobieren. Eventuell musst du dir da noch was einfallen lassen...
Konditioniertes Gestein ist okay wenn es gutes ist. Das solltest du daran erkennen, dass jede Menge Leben drauf ist. Also Kalkrotalgen, andere Algen, kleine Schwämme, Röhrenwürmer, etc. "Feuchte Steine" die nur wenig/kein Leben drauf haben würde ich nicht kaufen. Ob du altes Wasser nimmst oder nicht, musst du selber wissen. Bringen wird es nichts, es ist halt eher ein Risiko dass du dir damit irgendwelche Stoffe ins Becken bringst. Bei Händlerwasser wäre ich erst mal immer skeptisch. Zudem ist es tendeziell ja teurer wie frisches Wasser anzusetzten, das Geld kann man sich dann sparen. Beleuchtung und Strömung sollten wie im normalen Betrieb sein, das hast du richtig erkannt. -
Das Überlaufen kann man leicht vermeiden indem man einfach einen Kanister verwendet der kleiner ist als das Volumen, dass das Becken fassen kann....
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Ich würde 15 cm machen. Warum? Nun weil ich in meinem DSB im Unterschrankbecken auch 15-16 cm verbaut habe (wollte eigentlich sogar gegen 20 cm gehen, war aber nicht genug Sand) und es bisher hervorragend funktioniert. Tendenziell geht zwar die Neigung vieler zu etwas flacheren DSB, aber die tiefe Variante scheint besser und man ist auf der sicheren Seite. Ein Teil des Sandes löst sich ja auch auf, dann musst du schon bald wieder nachfüllen...
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Sieht sehr nach Fraßspuren aus. Wenn die aus deinem Becken ist würde ich mich mal auf die Suche nach Montischnecken machen. Wenn du sie woher bekommen hast würde ich die erst mal nicht in mein Becken tun sondern sorgfältig in Quarantäne überwachen ob das Montischnecken bzw. Eier dran sind.
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Es gibt lebensmittelechtes Harz für Tanks in der Getränkeindustrie und für Wassertanks, das würde ich verwenden. Alles andere wäre mir zu riskant. Wenn du noch Zweifel hast frag mal Peter Schmiedel wie es ist wenn einem die Korallen aus unbekanntem Grund nach und nach wegsterben. Wenn du je mal ein Problem hast weist du nicht ob es am Harz liegt...
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Hallo Florian,
das Problem ist, dass der Schwefelwasserstoff nicht als Gasblasen entsteht sondern sich im Wasser löst (liegt dann teilweise auch als Sulfite vor, das sind dann die schwarzen "Nester" im Bodengrund). Da der Wasseraustausch zwischen Plenum und freiem Wasser normalerweise nur durch Diffusion durch den Bodengrund erfolgt ist das kein Problem. Denn hierbei geht der Austausch nur langsam von Statten und der Schwefelwasserstoff wird in den sauerstoffreicheren Bereichen des Bodengrundes von Bakterien wieder zu Sulfat oxidiert und damit ungiftig. Wenn nun aber tatsächlich Schwefelwasserstoff entstanden ist (passiert nur wenn kein Sauerstoff vorhanden ist und Nitrat ebenfalls nicht mehr zur Verfügung steht, also bei nahezu 0 Nitrat in den tieferen Schichten) und es zum Wasseraustausch mit dem Beckenwasser kommt wirkt dieser bereits in geringsten Mengen für Fische tödlich.
Eine Zwangsdurchströmung des Jaubert dürfte dies zwar verhindern, nimmt dem System aber gleichzeitig seine Wirksamkeit. Dann kannst du dir gleich besser 2-3 cm Korallensand ins Becken tun. Das Problem ist, dass du hierbei die gewollte sauerstofffreie Zone im Boden zerstörst und damit den Nitratabbau unterbindest, dann wirkt der Boden nur noch als riesiger biologischer Filter der Unmengen von Nitrat erzeugt und nicht abbaut. Eine Möglichkeit die einige als Sicherheitsmaßnahme wählen ist halt gelegentlich etwas Wasser aus dem Plenum zu entnehmen und wegzuschütten. Hierbei ist die Intention ein extrem weites Absinken des Redoxpotentials und damit Schwefelwasserstoffbildung zu verhindern. Zudem sollen damit Nährstoffansammlungen im Plenum verhindert werden (das ist vermutlich mehr ein philosophisches Konzept). Auf jeden Fall wird hier nur alle paar Tage eine ganz geringe Menge Wasser entnommen um das Plenum zu entleeren, also nur wenige hundert Milliliter bis einige Liter.
Ja, die Sauerstoffversorgung ist im Meerwasser wesentlich kritischer. Zum einen verbrauchen die Korallen Sauerstoff (sind ja Tiere) und zum anderen verbraucht gerade die Bakterienpopulation in den lebenden Steinen und im Bodengrund sehr viel Sauerstoff. Nur um das zu verdeutlichen: Als bei meinem alten Becken der Strom ausfiel weil die Sicherung flog waren sowohl das Süsswasser als auch das Meerwasserbecken ohne Strom. Nach 36 Stunden war im Süsswasser gar nix passiert, im Meerwasser waren alle Fische und 5o% der Korallen tot. Unter anderem deshalb verwende ich zur Sicherheit an meinem Becken mit DSB (ist ja auch nicht so anders als ein Jaubert-System) einen Abschäumer.
Eine separate Algenkammer würde ich nicht einbauen, die braucht nur wertvollen Platz und bringt dir nicht viel. Vermutlich werden die Algen eh nicht/kaum wachsen weil das Jaubert das Nitrat verbraucht. Zum anderen wird die Abbauleistung von Algen deutlich überschätzt, zur Phosphatreduktion würde ich Adsorber verwenden, ist billiger wenn man den Stromverbrauch mitberechnet. Bei vernünftigem Besatz braucht man eh keinen Adsorber und kommt auch so aus. -
Einige Fragen, deshalb der Reihe nach:
1. Richtig ist, dass manche Anwender regelmäßig eine kleine Menge Wasser aus dem Plenum ziehen. Hierbei geht es jedoch nur um die kontrollierte Entnahme von wenigen Litern (ca. 1-2 mal Plenumvolumen), das wird meist durch einen ins Plenum verlegten Schlauch gemacht der dann in einen Eimer vor dem Aquarium abgeleitet wird bis die gewünschte Menge entnommen ist. Die Luftheber ziehen viel zu viel Wasser, zudem stellen sie eine ständige Verbindung zum Wasser im Becken her, das ist unerwünscht und auch gefährlich, weil so eventuelle entstehender Schwefelwasserstoff direkt ins Becken gelangt. Merke: Niemals Wasser aus dem Plenum ins Becken bringen, dieses immer verwerfen!
2. Ein Jaubert-Becken ist ein gutes und bewährtes System. In Frankreich laufen davon Hunderte. Das System ist seit vielen Jahren bewährt, allerdings hat es eine Reihe von Nachteilen. Zum einen natürlich der Platzverbrauch im Becken, zudem ist grober Korallenkies heute nicht mehr so beliebt, die meisten benutzen heute feinen Korallensand. Sieht halt nicht so schön aus. Dazu kommt, dass ein großer Jaubert-Boden halt sehr stark am Stickstoff zehrt, das führt in manchen Fällen zu Problemen mit der Haltung von Steinkorallen, muss aber nicht. Viele Nutzer sind gezwungen den Nitratwert zu stützen indem Nitrat nachdosiert wird. In sehr seltenen Fällen sind Jauberts auch schon gekippt weil sich im Boden /Plenum Schwefelwasserstoff und Sulfide gebildet haben die durch einen unglücklichen Umstand ins Beckenwasser kamen (Umrühren des Bodengrundes, Umräumen des Beckens,etc.) und alles getötet haben (zumindest die Fische). Ist aber wie gesagt sehr selten.
3. Einen Abschäumer brauchst du nicht zwangsläufig, allerdings ist halt das Risko von Sauerstoffmangel dann deutlich erhöht. Im unglücklichsten Fall gehen halt nachts die Fische drauf weil der Sauerstoff knapp wurde. Kann man natürlich auch mit einem Luftheber der nachts läuft vorbeugen (nicht an den Jaubert gekoppelt!!!!).
4. Ein Jaubert ist nicht völlig unkompliziert und erfordert gute Beobachtung und etwas Fingerspitzengefühl. Wenn es vernünftig gemacht ist kann das meiner Meinung nach auch ein Anfänger beherrschen. Man muss ja nicht gleich versuchen da drin empfindliche Steinkorallen zu halten. Wobei das auch sehr gut geht wie die Becken von Dr. Jaubert in Monaco beweisen. -
Hallo Florian,
nur um es nochmal ganz deutlich zu machen. Ein Jaubert darf auf keinen Fall mit irgendwelchen Lufthebern oder ähnlichem zwangsdurchströmt werden. Das widerspricht völlig dem Sinn einen sauerstoffarmen Raum im Boden und im Plenum zu erzeugen. Zudem würde der ausgeübte Sog den Eintrag von organischem Material in den Bodengrund bewirken, das ist ebenfalls unerwünscht und führt zu Problemen. Als entferne die Luftheber von deinem Plenum (wirf sie am besten ganz raus, du kannst sie allerdings zur Sauerstoffanreicherung des Wassers verwenden wenn du das Wasser aus dem Becken ansaugst, ich persönlich würde lieber einen kleinen Abschäumer verwenden).
Dann bringst du den Jaubertboden mit circa 10-12 cm auf. Das Lebendgestein würde ich dann direkt einbringen, die Algen kommen so oder so und in den Wochen die du so sparst hat das Becken Zeit sich zu stabilisieren.
Was die Effiziens angeht. Ja diese sind sehr starke Nitratzehrer. Ich würde deshalb ein solches System nur in einem externen Refugium/Filterbecken betreiben. Hierdurch ist die Größe des Bodenkörpers nicht so groß und man kann bei Problemen das ganze leicht wieder entfernen. Ich betreibe ein DSB im Unterschrankfilterbecken, funktioniert bisher sehr gut. Die Grundfläche beträgt dabei nur ein 1/4 des Beckenbodens, aber Nitrat ist trotzdem auf 0.1 mg/l.
In Anbetracht der Missverständnisse lies dir auf jeden Fall nochmal gründlich das 1x1 auf Korallenriff.de durch... -
Das ist meines Erachtens total egal. Ich kippe die Lösungen immer mit Abstand von 1-2 Minuten (solange dauert halt das spülen und abmessen mit Messzylinder) an zwei verschiedenen Stellen ins Becken und es funktioniert auch gut....
