Beiträge von FrankD

    Hallo Wolfgang,

    also ich halte das feuchte Abschäumen für sinnvoller. Es wird definitiv mehr abgeschäumt da sich keine exakte Trennlinie zwischen Nass- und Trockenschaum ziehen lässst. Auch verklebt der Abschäumer dann nicht so schnell. Da du dabei aber auch den sog. Normalschaum mit erwischst, hast du natürlich Wasserverluste. Aber hey, mache wir nicht alle Wasserwechsel? Und welches Wasser ist das am effektivsten gewechselte? Vertschmutztes Abschäumwasser eben.
    Wenn du jeden Tag z.B. einen Liter Brühe abschäumst, musst du halt entspr. frisches Salzwasser nachfüllen.
    Frank

    Hallo,
    Uwe hat recht. Man nennt das Phänomen Kavitation. Die ist ein allgemeines Problem im Pumpenbau und wird durch zwangsläufige Druckunterschiede zwischen Saugseite und Druckseite der Pumpe hervorgerufen. Aufgrund des Pumpensoges werden gelöste Gase aus dem Wasser gezogen und druckseitig mit dem Wasser ausgeblasen. Das liegt daran, dass sich unter Druck mehr Gas in Wasser löst als bei weniger Druck, und saugseitig wird der Druck vermindert. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass eine Pumpe garnicht mehr läuft. Ich glaube im Falle eines MW-Aqs allerdings nicht dass es sich bei dem Gas um CO2 handelt, sondern vielmehr um Sauerstoff. Die Kavitation tritt eigentlich immer nur dann auf, wenn das geförderte Medium saugseitig mit dem entsprechenden Gas (nahezu) gesättigt ist und durch die Druckverminderung eine temporäre Übersättigung eintritt. Und CO2 gesättigt ist das Wasser sicher nicht (pH-Wert).

    Nun zur Abhilfe: Sowohl Pumpe als auch Ansaugstutzen sollten so hoch wie möglich stehen, um den hydrostatischen Druck zu vermindern. D.h. Ansaugwasser möglichst von Wasseroberfläche nicht vom Grund des Bodens nehmen, dort ist der Druck und die gelöste Gasmenge am höchsten.

    PS: Man kann in den Effekt auch schön beobachten wenn man in einem Sauerstoff-gesättigtem Becken (tagsüber, Bläschen steigen von den Algen auf, sofern man hat) eine starke Strömungspumpe mal hoch und mal tief im Becken laufen lässt. Im letzteren Fall hat man sehr starke Bläschen-Entwicklung.

    Grüße,
    Frank

    Hallo,
    es ist zumindest in der Pflanzenphysiologie lange bekannt dass ein Zuviel an Licht erst die Photosynthese inhibiert und dann die Pflanzen absterben lässt. Das waren die ersten Versuche als man der Photosynthese auf die Schliche kommen wollte. Bei Korallen mit symbiontischen Zooxanthellen sollte das nicht anders sein. Man kann sich jetzt nur streiten wann das Zuviel erreicht ist. Ich gebe aber Hans-Werner recht, dass es mit Sicherheit in vielen Aquarien schon zuviel des Guten mit dem Licht ist, und lieber an anderen Parametren "gespielt" werden sollte. Alleine der Kosten wegen!
    Frank

    Hallo,
    kann mich den Erfahrungen von Peter mit der Nacktschnecke Cheliodonura varians anschließen. Habe schon immer Planarien im Becken. War nicht weiter tragisch, da mein Pärchen Mandarinfische diese kurz gehalten haben und Korallen nicht geschädigt wurden. In letzter Zeit fing der Planarienbestand dann aber doch an zu explodieren. Täglich habe ich dann abgesaugt, was aber einem Kampf gegen Windmühlen entsprach. Am nächsten Tag waren vergleichbar viele wieder da. Das Problem ist halt, dass die überall in der Dekoration sitzen, auch da wo man sie nicht sieht.
    Jedenfalls gibt es zur Zeit im Zoopalast Wiesbaden obige Schnecken zu kaufen. Ich legte mir vor drei Wochen zwei zu. Es war eine Wonne zu sehen, wie diese Schnecken wie ein Staubsauger über Korallen und Dekoration fegten und alle Planarien fraßen. Optisch ist das 500 Liter Becken jetzt planarienfrei. Ich habe jetzt eher die Angst, dass die hilfreichen Schnecken verhungern. Aber vielleicht fressen sie ja auch noch was anderes.
    Frank

    Abschäumer abschalten wäre wohl eher kontraproduktiv. Bei höheren Temperaturen nimmt die Löslichkeit von Sauerstoff in Wasser ab. Das ist dann der Grund, warum Fische in zu warmen Wasser die Grätsche machen :confused_face:
    Also lieber Abschäumer auf Volldampf laufen lassen und maximalen Sauerstoffsättigung anstreben.
    Frank

    Hallo,
    so komplex ist das gar nicht mit den Bakterien. Wenn ihrs genau wissen wollt, dann macht (last machen) doch eine Keimzahlbestimmung. Ich meine sogar das im Zusammenhang mit Aquaristik letztens mal wo gelesen zu haben, MW oder Koralle? Wurde als Gütebestimmung fürs Wasser vorgeschlagen. Liegt ja auch auf der Hand. In der Trink- und Abwasseranalyse ist das Routine.
    Frank

    Hallo Oliver,

    das mit dem polar / unpolar hast du glaube ich durcheinander gebracht: Der Abschäumer schäumt bevorzugt unpolare Stoffe, z.B. Proteine ab. Zumindest sollten diese Verbindungen einen unpolaren Teil haben. Die damit schwerlöslichen Verbindungen (vgl. Öl) reichern sich bevorzugt an der Grenzfläche Wasser / Luft, also der Luftblase an und werden abgeschäumt. Die polaren sind im polaren Wasser besser löslich, z.B. Salze und Alkohole. Die lassen sich praktisch nicht abschäumen. Letztendlich ist es aber der Effekt aud die Oberflächenspannung des Wassers der ausschlaggebend ist.

    Ozon wirkt hauptsächlich auf Farbe-verursachende Mehrfachbindungen. Genauso wie Wasserstoffperoxid und Chlor. Daher kommt es bei Einsatz von Ozon im Gegensatz zu UV zu einer Entfärbung des Wassers. An 2. Stelle steht das Cracken von organischen Verbindungen. In beiden Fällen wird aber nichts aus dem Wasser geholt. Ob Ozon-behandelte Moleküle besser abschäumbar sind, nun das kann man behaupten oder widerlegen.

    Ozon sollte in geringem Maße Spurenelemte oxidieren, die in einem niedervalenten Zustand vorliegen, z.B. Eisen II zu Eisen III. Die meisten Elemente liegen aber ohnehin in einer stabilen Oxidationsstufe vor. Täten sie das nicht, würden sie ihrerseits als starkes Reduktions- oder Oxidationsmittel wirken (siehe Eisen II = Red. Mittel)

    Die Löslichkeit von Ozon in Wasser ist wesentlich besser als die von Sauerstoff. Das hilft uns aber nicht viel. Wir wollen ja nicht die Fische in Ozon baden lassen. Wenn das Ozon zerfällt haben wir wieder Sauerstoff. Dieser löst sich aber im ohnehin O2-gesättigten Abschäumerauslauf nicht mehr.
    Frank

    Hallo Leute,
    ich benutze die Wodka-Methode nun auch schon einige Monate. Was ich seit ca. 4 Wochen bemerke, ist, dass die seit Jahren bei mir hausenden Cyanos fast vollständig verschwunden sind. Bisher kann ich das nur auf den Alkohol zurückführen. Mal sehen ob das so bleibt.

    Zum Thema allgemein: Ich finde dass sich der neuere Artikel im MW abgesehen von den angesprochenen Schwächen, gut an die Beobachtungen von JK und MM anschließt. Wie die meisten von Euch hatte auch ich einen deutlichen Anstieg von Biomasse (Bakterienblüte, Trübung) durch Zugabe des "Wodkas". Ich hatte den Artikel von JK / MM ohnehin so verstanden, dass der Abbau von Nitrat / Phosphat auf den Einbau in Bakterienmasse und deren anschließende Entfernung aus dem System durch Abschäumung geschieht. Nichts anderes schreibt auch Dr. S.
    Persönlich kann ich noch anmerken, dass es sich bei mir von Vorteil erwiesen hat, einen feinen Filtervlies im Überlauf zu haben. Dieser "Flächenfilter" sollte ursprünglich als Grobfilter dienen und wurde vielleicht alle 4- 6 Wochen gewechselt. Er war dann dunkler gefärbt, weil besiedelt, und der Wasserdurchfluss kam ins Stocken. Seit ich Alkohol dosiere muss ich diesen alle drei bis vier Tage wechseln, weil kein Wasser mehr durchfließt. Ich führe das auf eine enorm schnelle und hohe Besiedlung durch Bakterien zurück. Auch sporadisch zusätzliche Flächenfilter im Technikbecken waren nach wenigen Tagen zu.
    Nun um es kurz zu machen, glaube ich auf diese Weise eine effektivere Methode zur Entfernung der Biomasse zu haben, als darauf zu vertrauen dass der Abschäumer die Bakterien entfernt. Mit jedem Filterwechsel entferne ich Biomasse mit allem was dazu gehört bzw enthalten ist.

    Frank

    Hallo Rüdiger,

    ich sehe das ähnlich. Keime betreiben keine Photosynthese und sollten bei sonst gleichen Bedingungen daher im Licht nicht besser wachsen als im Dunkeln. Ohnehin funktioniert unser Aquariensystem nach dem Prinzip der optimalen Durchmischung. Im Filterbecken sollten die gleichen Bedingungen herrschen wie im Becken darüber, sonst dürfte ich es nicht verwenden. Wenn alle Geräte, Elektroden, Fühler etc. etwas anderes anzeigen (bzw. vorfinden) als im Becken haben wir ein Problem.
    Die einzig sinnvolle, weil wirtschaftliche Methode, ist das Wasser aus dem Rücklaufrohr abzuzweigen, durch die UV-Anlage zu leiten und dann ins Filterbecken. Nur diese Variante nutzt die Energie des abströmenden Wassers. Alles andere frisst wieder unnötige Pumpenleistung. Und die Keimzahl des ablaufenden Wassers ist definitiv gleich der im Becken, da kommt es ja auch her.
    Gruß,
    Frank

    PVC enthält auch Weichmacher, besonders der weiche natürlich. Und wenn eure Schläuche so schnell aushärten, sollte man die im MW wohl auch nicht nehmen. Zumindest nicht wenn man pingelig diesbezüglich ist. :grinning_squinting_face:
    Frank

    Hallo,

    also eine anständige Temperatursteuerung hat doch wohl jeder! Ohne das geht es nicht, im Winter zu kalt, im Sommer zu heiß. Wer das nicht "anständig" kontrolliert riskiert viel.

    Zu der Mär vom dauernden Kalibrieren der pH-Elektrode von mir soviel: Wenn wir in unseren Chemie-Produktionsanlagen ständig die Elektroden zum Kalibrieren ausbauen müssten, würden die meisten flüssigen Produkte doppelt so teuer sein ;). Aber mal im Ernst, solange man nicht dauernd zwischen unterschiedlichen Medien und Bedingungen, also starken Schwankungen in pH, T, Viskosität, Ionenverteilung etc. hin und her wechselt (mit der Elektrode), ist so eine Kalibrierung schon recht stabil.
    Ich selbst kalibriere meine Glaselektrode (Dupla) einmal jährlich nach. Auch da muss ich so gut wie nichts nachregeln, ist mehr eine Kontrolle.
    Der Alarm des Messgerätes ging bisher zweimal los, einmal wegen zu niedriegem pH aufgrund von vielen brennenden Kerzen im Raum (hatte ich hier im Forum schon mal geposted) und einmal weil die CO2-Flasche abgblasen hatte. In beiden Fällen war ich dankbar für die Messung.

    Frank

    An Alle

    Also als Riffaquarianer und Taucher / Schnorchler müssen wir in jedem Fall eher leise sein was den Naturschutzgedanken angeht. Unser Hobby konsumiert etliche Korallen pro Jahr. Wovon leben denn all die Händler und Importeure? Wo gehen denn die Tonnen von Korallen die deutschlandweit in den Läden stehen jedes Jahr hin? Da hilft es auch nicht zu sagen, dass man keine Tiere aus Riffen entnimmt, sondern im Laden kauft. Ich hatte vor etlichen Jahren mit der Reptilienpflege aufgehört als mir klar (gemacht) wurde, dass für jedes lebende Tier in meinem Terrarium neun weitere Sterben (Fang, Transport, Hälterung etc.). Nun mag die Quote bei Seewassertieren besser sein, der hohe jährliche "Verbrauch" zeigt aber anderes.
    Auch wecken wir "aufgeklärten, ernsthaften" MW-Aquarianern bei sorglosen Laien Begehrlichkeiten es selbst "mal schnell" zu probieren. Salz gibts ja beim Aldi. Wir selbst haben uns ja irgendwann , vielleicht durch einen Zoo-Besuch, in den Bann ziehen lassen.
    Durch unsere Erfolge in der Pflege, wird es erst möglich, dass die Masse an Laien glaubt, man könne Nemos im Gurkenglas halten. Letztendlich trägt auch dieses Forum zur Verbreitung des Hobbys und damit zu einer weiteren Schwächung der Riffe bei. Die Erfolge, die wir in der Nachzucht und Pflege erzielen, kompensieren diesen Zuwachs in keinem Fall. Auch wird die "Laien-Forschung" wenig gesteuert und viele der "Tierversuche" laufen hundertfach. In der industriellen "Tierversuchsforschung" ginge das nicht.
    Für Taucher gilt ähnliches: Richtiger Naturschutz bedeutet, die Habitate nicht zu betreten, so wie es vielerorts zu Lande und im Wasser geregelt ist. Und das hat schon seinen Sinn, denn jeder Besuch ist eine Störung, schon die Anwesenheit zählt. Und auch wenn die Hotels etc. nicht im Wasser stehen, sind sie es die mit ihren Auswirkungen die ehemals unberührten Flecken der Erde kaputt machen.
    Somit fasse ich mir noch mal selbst an die Nase!

    Frank

    PS: Der hohe Energieverbrauch unseres Hobbys setzt der Umweltzerstörung noch die Krone auf!

    Markus,
    den Eindruck (Ägypten) hatte ich auch. Habe mal Blut und Wasser geschwitzt, als ich es nicht lassen konnte von dort einen 2 cm großes Bruchstück einer Acropora mitzunehmen. Da ich das Gefäß, und damit Luft und Wassermenge sehr klein gehalten hatte um nicht aufzufallen, war die Sache nicht sehr erfolgreich. Der Ableger war tot. Aber vielleicht war er das auch schon als ich ihn aufsammelte.
    Mit dem "offiziellen" Import spiele ich auf Peters Philippinenflug an.
    Frank

    Hallo Impoteure.
    Den Gedanken das ein oder andere aus dem Urlaub mitzubringen hatte ich auch schon oft. Aber wie sieht es den mit der Einfuhrgenehmigung aus? Fragen die am Zoll nicht nach Papieren? Die wissen doch garnicht ob es sich um geschützte Tiere handelt. Und bei Tieren stellen die sich doch angeblich sehr an.
    Frank

    Hallo Georg,

    die Einheiten stehen doch rechts neben der entspr. Skala. Ich erinnere mich an PO4-P und PO4. Der letztere in mg/l bzw. ppm ist der Richtige. Fängt glaube ich bei 0.046 mg/l an. Werte darunter kann man glaube ich mit keinem Handtest reproduzierbar messen.
    Gruß
    Frank

    Um Gottes Willen!

    Ich arbeite unter anderem in der Entschäumerentwicklung und kenne mich da ein wenig aus. Die von dir beschriebenen Entschäumer bestehen in der Tat größtenteils aus Silikon-oder Mineralöl. Das ist das erste Problem. Gefäße, die bei uns reinen Entschäumer gesehen haben, werden nur für diesen weiterverwendet oder entsorgt. Eine Reinigung ist sehr aufwendig und in Kunststoffbehältern fast unmöglich. Schlimmer ist aber, was sonst noch in den Entschäumern ist: Die Tenside, die du ansprichst, bestehen fast immer aus Nonylphenolhaltigen Emulgatoren. Diese sind gerade in einem neuen Gesetzesentwurf für Anwendungen verboten worden, in denen sie ins Abwasser gelangen können (Waschmittel etc.). Grund: Sie sind hochgradig ----> Fisch-toxisch !!! Die Anwendung in geschlossenen Systemen, wie in der Metallindustrie ist weiter erlaubt. Aber auch Spuren ungiftiger Tenside (Seifen) könnten in deinem Becken einiges Unheil anrichten.
    Also Finger weg!
    Frank

    Also im Merck-Katalog steht, dass der Spectroquant 1.14848 als Nachfüllpack für den Microquant 1.14846 zu verwenden ist. Vom Aquaquant 1.14445, den ihr ja wohl meint, steht da nichts. Vielleicht doch vorher mal Merck anrufen (06151-723000). Nicht, dass es da Reagenzien gleichen Namens mit unterschiedlichen Konzentrationen gibt.
    Frank

    Ja, hört sich nicht schlecht an. Ich weiß zwar nicht nach welchem Prinzip dieses Silicarbon arbeitet, aber wenn es recht selektiv für Silikat ist, müsste es funktionieren. Einfach eine kleine Säule der UO nachschalten. Man könnte so die max. Aufnahmekapazität aus dem Zeug kitzeln.
    Frank

    Hallo,

    wie oben geschrieben, sagt das Volumen wenig aus. Die Dosierung ist ohnehin schwierig, da in den wenigsten Fällen die entsprechenden Elemente analysiert werden (können).
    Von meiner Seite nur soviel: Ich kenne die Lösungen von Grotech nicht, wohl aber die von QFI. Und da fällt auf, dass sie wasserklar, wasserfarblos und wasserdünn sind. Viel kann also nicht darin gelöst sein, schon gar nicht Übergangsmetalle. Ist allerdings nur ein optischer Eindruck. Die Aminosäurelösung von QFI dagegen habe ich mal analysieren lassen, war praktisch nichts drin, lediglich 0,08 % Asparaginsäure. Daher meine Skepsis.
    Ich selbst benutze die Spuris von Tropic Marin. Sollte ich auch mal analysieren lassen. Das ist aber zumindest eine dicke, farbige Lösung, wie man es erwarten müsste für ein Mineralsalzkonzentrat.
    Frank

    Hallo Henry,
    da habe ich eine ähnliche Erfahrung machen müssen, nur war die Ursache anders: Eines Abends fiel mir auf, dass der pH-Wert im Becken kontinuierlich bis auf ca. 7.5 gefallen ist. Dann wurde ich langsam unruhig. Die Ursache war dann aber schnell gefunden. Meine Frau liebt es, gerne mal abends viele Kerzen anzuzünden. Das können dann schon mal an einem Leuchter 10-20 Stück sein. das entstehende CO2 ist schnurstracks im Aquarium gelandet! Nach Lüften des Raums, ist der pH-Wert innerhalb kurzer Zeit wieder auf pH 7,9 gestiegen. Den Effekt habe ich jetzt leider schon öfters reproduziert bekommen. Seitdem mahne ich meine Frau, nicht zuviele Kerzen auf einmal anzuzünden.
    Grüße,
    Frank

    Hallo ihr beiden,

    das Harz ist von Rohm und Haas, zumindest wenn du Amberlite meinst. Den Typ MB20 kenne ich jetzt nicht. In jedem Fall sollte die Kapazität wesentlich höher sein als das was ihr herausholt. Eine Erklärung wäre das alte Problem bei Ionenaustauschern: Der Austausch von Ionen am Harz ist ja reversibel, es stellt sich ein Gleichgewicht ein. Die starken Ionen verdrängen die Schwachen, da sie besser gebunden werden. Das Silikat steht als schwaches Säureanion an hinterster Stelle. Das bedeutet, wenn du z.B. chloridhaltiges Wasser über ein anfänglich mit Silikat belegtes Harz schickst, wird das Chlorid gebunden und das zuvor gebundene Silikat wieder freigesetzt. Das sollte aber nur passieren, wenn das Harz sonst keine freien (OH-)-Plätze mehr hat. Das wäre in deinem Fall eine Erklärung, da du ja wohl die Kapazität anhand des Silikatwertes beurteilst. Würde bedeuten, dass dein Wasser aus der Osmose sehr schlecht ist, und schnell die fürs Silikat gedachten Stellen durch andere Ionen belegt werden. Was hast du denn für eine Leitfähigkeit nach der Osmose?
    Frank

    Hallo Wilfried,
    das der Ionenaustauscher so schnell erschöpft ist, wundert mich nicht. Wenn ich das richtig verstehe jagst du da das Leitungswasser drüber. Dann wird natürlich alles, vom Chlorid bis zum Phosphat gebunden, und zuletzt die schwache Kieselsäure.
    Ich selbst betreibe ein ähnliches Harz nach meiner Osmoseanlage um Spuren von nicht entfernten Ionen zu entfernen. Da hält das Ganze locker ein Jahr und länger.
    Gruß,
    Frank

    Hallo IP,
    dann gehörst du ja zu den ganz schlimmen! :winking_face: Gibst bewusst soviel Schnaps ins Becken dass sich die Tiere nicht mehr wohl fühlen.

    Soweit bin ich mit meinen ----> max 2ml/100l nicht gegangen.

    Und übrigends hat man vor nicht wenigen Jahren nach dem Nutzen von Computern gefragt obwohl es doch gute Schreibmaschinen gab :grinning_squinting_face:

    Frank

    Reinhard,

    das mit dem Futter ist natürlich relativ.
    An Limitierungen in dem Zusammenhang glaube ich nicht. Für mich ist ein geschlossenes System, wie ein Aquarium mit Fischen, wie ein Teich, der langsam aber sicher eutrophiert wird (daher Wasserwechsel zur Abhilfe). Ich bin sicher, ich gebe mehr rein, als irgendwie wieder rauskommt. Der Abschäumer holt ja fast nur unlösliche Bestandteile heraus, den Rest müssen die Mikros machen. Dennoch, Nitrat ist N.N., Phosphat bei etwa 0,05 mg/l. Wenn sollte wohl eine Nitratlimitierung vorliegen.
    Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang aber, dass spätestens nach der Überdosierung eine massive Bakterienblüte, wie sie üblicherweise beschrieben wird, beobachtbar war. Wenn sowenig Phosphat/Nitrat vorhanden ist, wie konnten die dann so schnell wachsen? Wurde Phosphat aus anderen Quellen aufgeschlossen?Vielleicht gibt es ja Erfahrungen von anderen Wodka-Anwendern ohne akutem Phosphatproblem mit ähnlichen Beobachtungen? Bei einer "Limitierung" dürften die Bakterien ja garnicht wachsen, es dürfte also nicht zu dem Punkt Trübung kommen.
    Frank

    Tom,
    ich betreibe keinen Jetstream. So schön die Dinger aussehen und vielleicht auch sind, der Preis ist für ein wenig Plastik einfach zu hoch. Ich betreibe einen umgebauten Ratz-Kalkreaktor, der jetzt wie der Jetstream überschüssiges CO2 am Kopf des Reaktors wieder in die Pumpe zieht und erneut verwirbelt.
    KH ist im Becken ca. 10.
    CO2-tropfen etwa 2 pro sec.
    Wasser etwa 3-4 pro sec.
    Frank

    Hallo Andre´,
    die besagte Dosierpumpe hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Ich glaube die Marke heißt Aquarex. Es ist eine der Pumpen, an denen ein Rad für die (grobe) Einstellung der Pausenzeit, und ein Rad für die (grobe) Einstellung der Laufzeit ist. Sind die Werte mal eingestellt, verstellen sie sich eigentlich nicht mehr. Warum die Pausenzeit auf einmal nicht mehr eingehalten wurde, weiß ich nicht. Ich habe die Pumpe entsorgt. Ich benutze weiterhin neuere Pumpen von Dupla. Die kosten zwar einiges mehr, lassen sich aber elegant, weil digital, auf beliebige Dosiermengen und -zeiten einstellen. Als Sicherheit kann ich jetzt nur jedem empfehlen, den Voratsbehälter für z.B. max 1-2 Wochen zu befüllen. Ist immernoch weniger Aufwand als jeden Tag mit Hand dosieren zu müssen. Und das gilt für alle Mittelchen, die dosiert werden, nicht nur Wodka.
    Frank

    Hallo Tom und Klaus,

    fahre meinen Kalkreaktor so zwischen 6,3 und 6,6. CO2-Zufuhr dauerhaft an, daher schwankt es ein wenig mit dem Flaschendruck (wenn sie leer wird). Mit der Trübung ist mir chemisch ein Rätsel. Wenn Ca übersättigt ist, dürfte es erst gar nicht in Lösung gehen. Das Gleichgewicht von unlöslichem Calciumcarbonat wird mit überschüssigem Kohlendioxid zum löslichen Calciumhydrogencarbonat (Bicarbonat) verschoben, dürfte bei zuviel CO2 also gerade nicht ausfallen. Ich habe aber auch schon mit mineralischen Substraten (Korallit oder so ähnlich) Trübungen durch schwerlösliche Aufschlämmungen gehabt. Die Pumpe im Reaktor hat das immer angesaugt und neu verwirbelt.
    Frank

    Hallo Reinhard und die , die es "noch" interessiert,

    ich betreibe mein Becken mit starker Abschäumung und Kalkreaktor. Beim sog. Berliner System wird glaube ich Kalkwasser genommen. Meine Messwerte an Nitrat und Phosphat sind im Becken wie geschrieben sehr gering. Ich traue der Sache aber nicht ganz. Nicht wegen der Messgenauigkeit, sondern eher wegen der, sagen wir es Probennahme. Ich habe in meinen 700 Litern (500 + 200 an einem Technikbecken) nicht wenige gefräßige Fische. Zwei Würfel Frostfutter, etwas Granulat und neuerdings hin und wieder Cyclop Eeze und Grünfutter müssen es da schon täglich sein. Nicht nur, dass dies ein hoher Nährstoffeintrag ist, auch der Kalkreaktor gibt nachweislich einiges an Phosphat ab. Beides finde ich wie gesagt im Beckenwasser nicht wieder. (WW alle 4 Wochen 15%). Aber irgendwo muss es ja bleiben, evtl als Ca-Phosphat im Boden oder Gestein. Da mich schon immer auch Cyanos oder was auch immer dieser braune Film tagsüber ist (Keine Kieselalgen!) plagen, der Versuch mit Alkohol. Im original Artikel hört sich die Methode in der Tat ein wenig nach Wundermittel an, wenn sie denn anschlägt (Einschränkungen wurden natürlich genannt). Die Tiere waren laut Autoren einfach "mit der Gesamtsituation :tongue:" zufriedener.
    Frank

    Liebe Diskussionsteilnehmer,
    vielleicht ein paar abschließende Worte zur unsachlichen und sachlichen Diskussion.
    Zur Sachlichen:
    Ich habe mir eben noch mal den Artikel durchgelesen. Nein, Kathrin, ich kann mir nicht vorwerfen „Mist“ gebaut zu haben. Ich habe mit 0,5 ml/ 100l angefangen und war zuletzt bei 2 ml/100ml. Das dosiere ich mittlerweile dauerhaft. Dies und meine Absichten warum ich das mache decken sich mit den Aussagen in der Veröffentlichung.
    Ja, ich habe Mist gebaut, dieser alten Dosierpumpe zu vertrauen. Ja, ich hätte 50% meines Nettobeckeninhalts als Frischwasser bereit halten können, für den Notfall. Dass ich nicht gleich am ersten Tag gehandelt habe (und auch nicht konnte, alleine die Osmoseanlage brauchte ihre Zeit), würde ich in einem anderen Fall wieder so machen. Wie kürzlich erst hier im Forum diskutiert sind panikhafte Rettungsversuche schlechter Wasserwerte meist kontraproduktiv, auch ein 50%iger Wasserwechsel z.B. hätte schlimmere Folgen haben können.. Es gab zu dem Zeitpunkt weder in der „Fachwelt“ noch bei meinen Korallen einen Hinweis wie sich diese Überdosierung auswirkt

    Zur Unsachlichen:
    Vielleicht beruhigen sich mal alle wieder! Ich kann Kathrin verstehen, dass sie meine anfänglich falsch wiedergegebene Wodkamenge als empörend angesehen hat. Die Reaktionen waren aber dennoch keinesfalls gerecht. Das mit dem Dr. war wie ein schlechter Blondinenwitz. Ich werde meinen Anmeldenamen demnächst ändern, auf so was habe ich nämlich keinen Bock. Machen wir dann halt anonym weiter. Dass die Antworten von Kathrin zynisch und unangemessen waren lieber Klaus und Tom, wird jeder unbeteiligte Forianer selbst beurteilen können. Aber lassen wir es doch dabei und kommen wieder auf den Teppich!
    Viele Grüße, Frank :winking_face:

    Hallo Michael,
    da wurde wieder was falsch verstanden. Das Zitat, ob du den Artikel gelesen hast, kam damals von Kathrin! Ich habe nur das Zitat im Zitat zitiert :P.
    Wollte damit ausdrücken, dass es in früheren Diskussionen andere Meinungen gab.
    Danke für deine Schützenhilfe!
    Frank

    Hallo Kathrin, nein ich nehme deine Anfeindungen nicht persönlich.

    Ich halte die derzeit und damaligen 2 ml /100 l nicht für zuviel. Dass sich vor dem Gau ein Bakterienbelag bildete (sooviel war es nun auch nicht) werte ich als gute Wirkung. Sicherlich kann man überlegen, die Dosierung dann noch weiter runterzunehmen, oder gerad noch zu erhöhen, den es wirkt ja positiv! Dazu kam ich aber dann wie beschrieben nicht mehr.

    Natürlich habe ich den Artikel und alle Threads hier vorher gelesen. Der Belag wurde immer als Indiz beschrieben und nie als gefährlich!

    Zu den anderen Bemerkungen hänge ich einfach mal ein Zitat von dir selbst an:

    Brombeere:

    Hallo Michael,

    Zitat:
    Original von Michael Riediger
    Null Nitrat und Phosphat in den Messungen legen den Verdacht nahe, daß die entsprechenden Abbauprozesse funktionieren. Da gibt´s für mich einfach keinen Grund noch Wodka hinein zu kippen.


    hast Du den Beitrag gelesen? Es geht ja bei der ganzen Sache um viel mehr als nur im die Reduzierung von Nitrat und Phosphat. Wenn es so wäre, wie Du schreibst, könnte man ja auch, wenn die Werte gefallen sind, danach gleich wieder mit der Wodka-Dosierung aufhören. Aber es geht eben nicht nur um die Nährstoffreduzierung. Die Korallen ernähren sich auch von den Bakterien, und sie stehen eben nicht nur besser, weil das Wasser sauberer ist. Man kann sich nun teure Aminosäuren kaufen und ins Becken kippen oder eben mit Wodka den gleichen Erfolg erzielen.

    @Thorsten
    Ich würde auf alle Fälle (in geringen Mengen) Wodka dosieren. Nicht wegen der Nährstoffreduzierung, sondern um die Korallen damit zu ernähren.

    __________________
    Viele Grüsse Kathrin


    Ich schließe mich deiner damaligen Meinung an, Frank

    Na ihr seid gut, ich konnte ja in den ersten 24 Stunden garnichts machen! Ich habe 20 % Wasser angesetzt, das wars. Mehr als diese ca 140 Liter pro Tag kann ich nicht ansetzen. Habt ihr da etwa größere Kapazitäten? Habe dann nach und nach bis zu 40% gewechselt.

    Und das mit den Experimenten verstehe ich nicht ganz. Jede Änderung am Becken, egal ob neue Technik (HQI, T5, Kalkreaktor etc.) oder Salz, oder Spuris ist ein Experiment, dass dazu dient Erkenntnisse zu gewinnen und die Hälterungsbedingungen zu optimieren. Im Falle meines Alkohol-Versuches waren die Folgen nach den entsprechenden Veröffentlichungen nicht als gefährlich einzustufen.
    Frank

    Sorry, Sorry,
    da war ein Fehler in der Beschreibung. Nein, heute gebe ich 7 ml pro Dosierung zu. Das sind bei einer Konzentration von 20% Alkohol etwa 2ml "Wodka" pro 100 l. Diese Dosierung hatte ich auch vor dem Unfall, allerdings mit 50%iger Mischung und kleineren Dosiermengen. Ziel war einfach den Effekt auf die Wasserqualität und speziell auf die Cyanos zu untersuchen. Nitrat war n.n., Phosphat etwa 0,05. Ist es auch immer noch.

    Ob die Tiere an den Bakterien und ihren evtl. Abbauprodukten, oder am Alkohol selbst zu knabbern hatten, weiss ich nicht. Ich hatte zumindest am Anfang den Eindruck, dass die Tiere auf die Alkoholkonzentration nicht direkt reagierten, wohl aber nach einem Tag, als die Brühe trüb wurde (Bakterienblüte).
    Frank


    Frank

    Hallo Tom,
    warum soll es denn trüb sein? Wenn alles gelöst ist, was es ja auch soll, dann ist die Suppe klar. Trübungen deuten auf unlösliche Bestandteile hin, die aus dem zu lösenden Substrat geschwemmt werden. Ich würde sagen, je trüber, desto schlechter das Substrat. Bei mir ist weder bei Korallenbruch noch bei mineralischen Carbonaten (Mir fällt die Marke nicht ein) eine Trübung zu sehen. Beim Korallenbruch kann ich aber deutlich messen, dass selbst Phosphate in Lösung gehen.
    Frank

    Hallo,
    möchte an dieser Stelle ohne die Diskussiuon pro und contra Wodka von den Folgen einer Überdosierung berichten. Hatte vor ca. 3 Monaten mit der Dosierung von Alkohol (chem. rein, 50% in Wasser) in meinen Becken begonnen. Anlass war eigentlich Experimentierfreude, d.h. die Hoffnung, dass die Steinkorallen noch besser stehen und die Cyanos vielleicht das Zeitliche segnen. Akute Phosphat/Nitratprobleme hatte ich nicht. Hatte die üblich beschriebene Dosierung vorgenommen. Effekte sah ich nach ca. 14 Tagen noch nicht. Lediglich ein weißer (wohl bakterieller) Belag an den Scheiben bildete sich, sie mussten öfter gereinigt werden. Da ich die Lösung mit einer Dosierpumpe zugab, passierte nach dieser Zeit was irgendwann passieren muss: Statt alle drei Stunden 7 ml zu dosieren, dosierte die Pumpe plötzlich alle 3 Minuten 7 ml. Das Äußerte sich beim nach Hause kommen in einem Kneipenähnlichen Geruch in der Wohnung. Es wurden so innerhalb kurzer Zeit etwa (umgerechnet) 250 ml Wodka in 700 Liter Wasser gepumpt. Die Folgen stichpunktartig:

    - Wasser roch wie geschrieben nach Alkohol.
    - Habe in den ersten 24h nichts unternommen, dachte Alkohol würde schnell abgebaut
    - nach 36 Stunden Wasser trüb, Fische verhalten sich "anders", Korallen gehen schlecht auf---> 20 % Wasserwechsel, weiteres Wasser angesetzt
    - nach 48 h erste Korallen lösen sich auf (s. u.), Fische z.Teil apatisch
    - 72h: es wurden insgesamt ca. 40 % Wasser gewechselt. Die Trübung lässt nach und die Situation normalisiert sich, Korallen gehen wieder besser auf.
    - 5. Tag: überstanden, was noch lebt (glücklicherweise das meiste) ist nicht geschädigt.

    In Summe sind bei der Aktion eine Acropora, eine Fungia, eine Tridacna und alle Scheibenanemonen abgestorben. Weitere Tridacnas und Steinkorallen, auch Acroporas erholten sich wieder.

    1. Fazit: Wie alle Wässerchen (Spuris, Iod, Mg, Sr etc.) ist auch Wodka/Alkohol Gift fürs Aquarium. Die Dosierung machts.
    2. Fazit: Die Vorratsbehälter für meine insgesamt fünf Dosierpumpen wurden verkleinert und werden nur noch mit sehr verdünnten Lösungen betrieben, so dass selbst bei kompletter Zudosierung hoffentlich nichts passiert.

    Dieser Unfall-Bericht sollte auch die anderen Technikverliebten zum Überprüfen ihrer Anlagensicherheit anregen.
    Frank

    Hallo Holger,

    ich glaube, mit dem Verkäufer hatte ich schon mal regen Mailaustausch. Mich hat gestört, dass da viele falsche Aussagen gemacht werden. Stehen aber zum Teil immer noch drin (z.B. Osmosewasser bekommt man nie unter pH 7).
    Grundsätzlich würde ich gerade einem Anfänger eine Osmoseanlage empfehlen. Sie ist heutzutage unwesentlich teurer und wesentlich sicherer im Gebrauch. Zugegeben, ich benutze auch einen Kati/Ani, also Vollentsalzer, aber nachgeschaltet hinter die Osmoseanlage. Es dient dazu, Reste an Salzen, besonders Silikaten herauszuholen. Eine Osmoseanlage schafft genauso wie der Vollentsalzer halt auch nicht alles. Die Kombination ist aber Spitze.
    Vorteil der Ionenaustauscher ist die schnelle Verfügbarkeit (Durchsatz) von VE-Wasser. Nachteil ist definitiv die Regenierung, die teuer und vor allen Dingen aufwendig ist. Mußte es erst vorige Woche bei meiner Anlage machen. Es ist nicht ganz ohne, mit konzentrierter Salzsäure und Ätznatron zu hantieren. Das beißt an Händen und Augen. Und das sagt dir ein Chemiker! (Zitat Verkäufer: So einfach wie Kaffee aufbrühen!)
    Was besonders gerne übersehen wird, ist die Kapazität der Anlagen die bei der angebotenen Analge wohl 2225 Härteliter sein soll. Aber was heißt das? Bei meiner Wasserhärte von ca. 20 zu Hause, müßte ich das Ding nach Entnahme von 100 l Wasser, also jede Woche regenerieren! Na dann gute Nacht.
    Nach der Osmoseanlage installiert regeniere ich einmal im Jahr.
    Frank

    Hallo Peter, Hallo Bernd,

    ist ja witzig, auf die Idee, dass man sich über diese Nahrungsspezialisten freuen würde, wäre ich nicht gekommen. Bei mir waren in meiner Meerwasservergangenheit Krustenanemonen nie ein Problem. Im Gegenteil. Ich finde die schön fluoreszierend grünen Kolonien einen schönen Farbtupfer im AQ. Bisher sind sie aber auch meist auf ihrem Stein sitzen geblieben. Und die paar wenigen Ausreißer kann man aufsammeln.

    Wie geschrieben, kann man die Parasiten einzeln absammeln, wenn man sie sieht. Sie befallen wohl alle Arten von Krustis, zumindest die wenigen, die ich im AQ habe. Sie vermehren sich auch auf den Kolonien und verbreiten sich auf die anderen Kolonien im Becken. Andere Tiere werden anscheinend nicht angefallen. Bin natürlich gerne bereit entsprechende Biokeulen wegzugeben. Nur halte ich sie ja bewusst kurz. Man müsste jetzt warten, bis sie sich wieder nenneswert vermehrt haben oder zeigen. Bisher habe ich die Schnecken ja gleich abgesammelt. Sie tauchen aber immerwieder auf. Vielleicht sollte ich sie schnell patentieren lassen, als Frank´sche Terminatorschnecken! :winking_face:
    Nein, Bernd, sollte eine der Kolonien wieder augenscheinlich diese Parasiten zeigen, melde ich mich bei dir. Hatte sie vorgestern erst in einem Süßwasserbad. Dann ist meistens Ruhe für eine gewisse Zeit.
    Frank

    Hallo Ralf,
    sorry, aber mit dieser Aussage kann ich einfach nicht leben :grinning_squinting_face: (Spaß).
    Es macht einfach keinen Sinn, dass stehendes (Kondens-)wasser Schaden anrichtet, salzhaltiges bewegtes aber nicht. In jeder "chemischen" Anlage, sind die Korrosionsschäden, und dass gilt für alle Materialen, natürlich an den Strömungs-reichen Stellen am stärksten, einfach weil immer frische, reaktive Lösung angespült wird und durch die Strömung der Teilchenaustausch erhöht wird. Stehendes, klares Wasser (Kondens-oder Regenwasser z.B.) sollte mit Glas nicht reagieren und Schäden verursachen. Ich glabe dir natürlich deine Beobachtungen, nur was ist der wirkliche Grund für die Lagerschäden? Da muss doch noch was anderes dabei sein als Wasser. Das macht mich bei der Sache neugierig. Die Hersteller müssen doch der Sache nachgegangen sein. Daraus könnten wir dann Schlüsse ziehen, was eventuell in dem ein oder anderen Becken passiert bzw. zu vermeiden ist. In meinem Nachfüllbecken mit Osmosewasser ist auch keine Strömung. Das Wasser steht schon länger als das beschriebene Glas gelagert wird!
    An der Stelle sei noch gesagt, dass ich gerne Sachen hinterfrage und daher auch mal "War-schon-immer-so-Bekanntes" in Frage stelle. Daher sollen meine Beiträge niemanden provozieren oder dessen Kompetenz anzweifeln.
    Frank