mischbettharz

  • hallo!
    ich verwende das amberlight mb20 zur kieselsäure entfernung. das harz fülle ich in einen kieselsäurefilter von westaqua (typ 63-1).
    das funktioniert ja auch gut, nur leider ist das harz nach 3 wochen erschöpft. vor dem filter ist der silicatwert 1,5mg. bei ca. 600l wasserproduktion/monat müßte das harz doch mindestens 1/2 jahr halten. den filter habe ich mit schwarzem karton umwickelt, dh es kommt kein licht dazu. der durchfluß ist ca. 10 liter/stunde. hat einer von euch ein idee warum mein harz nicht länger hält?
    grüße
    wilfried

  • Hallo Wilfried,

    Ich bin mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt, daß eine kleine schlanke Säule (nicht der Aqualight Spielzeugfilter) wesentlich besseres Ergebnis liefert. Die großen Säulen stehen bei mir leider nur noch rum.

    Ich nehme jetzt die hw-Kieselsäurefilter-Patronen, in die 3/4 Ltr. Harz passen, und bekomme ca. 300-400 Ltr. Wasser raus.
    Patronen ausleeren, neues Harz rein, fertig.
    Seltsamerweise, und das habe ich Waldemar Effertz auch schon geschrieben, schaffe ich mit 63/10 Filter nur knappe 800 Ltr.

    Anders sieht das Ergebnis mit seinen Filtern und dem regenerierbaren Si-ultra Harz aus. Aber wie ich dir schon mal schrieb, das Verhältnis Preis /Regenerierung/ Erschöpfung dieses Harzes rechnet sich in meinen Augen nicht.

    Ich bin mit der hw-Patronen/Amberlite Lösung jetzt sehr zufrieden; 4 gefüllte Patronen/Monat reichen mir jetzt. Das sind 3 Ltr. Harz im Monat=1200 Ltr. Wasser.

    Servus
    Stefan

  • hallo stefan, danke dir!

    Das sind 3 Ltr. Harz im Monat=1200 Ltr. Wasser.
    das sind 1,5 liter harz bei 600 liter, ich muß mich also abfinden.
    grüße
    wilfried

  • Zitat

    Original von wilfried fillafer
    hallo stefan, danke dir!

    Das sind 3 Ltr. Harz im Monat=1200 Ltr. Wasser.
    das sind 1,5 liter harz bei 600 liter, ich muß mich also abfinden.
    grüße
    wilfried


    Wilfried,
    wenn du genauso versau.tes Wasser wie ich hast, dann solltest du dich damit wirklich zufrieden geben :] oder auf Vollentsalzung umsteigen.
    Mit dem Gedanken spiele ich auch schon; nur, da ich wohl das härteste Wasser der Welt habe X(, sprengt das schon etwas die Dimensionen.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Wilfried,
    das der Ionenaustauscher so schnell erschöpft ist, wundert mich nicht. Wenn ich das richtig verstehe jagst du da das Leitungswasser drüber. Dann wird natürlich alles, vom Chlorid bis zum Phosphat gebunden, und zuletzt die schwache Kieselsäure.
    Ich selbst betreibe ein ähnliches Harz nach meiner Osmoseanlage um Spuren von nicht entfernten Ionen zu entfernen. Da hält das Ganze locker ein Jahr und länger.
    Gruß,
    Frank

    Grüße,

    Frank

  • Hallo, Dr. Frank,
    Wilfried nimmt wahrscheinlich genau wie ich eine Osmoseanlage, denn sonst hätte er nicht einen Eingangswert an Si von 1.5;
    Da die Osmoseanlagen nur im besten Fall 98??% an allen nicht wünschenswerten Intregenzien :grinning_squinting_face: zurück halten, kommt halt leicht angesau.tes Wasser durch das Harz;
    im übrigen ist das Rohwasser ja je nach Region unterschiedlich zusammen gesetzt, und so kann es durchaus möglich sein, das jemand anders die doppelte Menge an Permeat aus Osmose und Reinstwasserfilter holt, wenn er vernünftiges Wasser hat.

    Servus
    Stefan

  • @ frank!
    natürlich habe ich vor dem kieselfitler eine osmoseanlage - nach der osmose wie stefan schon geschrieben hat si 1,5. scheinbar ist die aufnahmekapazität des harzes ca. 500 - 600mg/liter. finde ich halt sehr wenig, denn ich habe schon gelesen, dass so ein harz 50 - 100g, also das 100dertfache binden soll. aber genaue angaben finde ich eigentlich nirgends. muß mal bei merck schaun, von denen wird es doch kommen, oder?
    grüße
    wilfried

  • Hallo ihr beiden,

    das Harz ist von Rohm und Haas, zumindest wenn du Amberlite meinst. Den Typ MB20 kenne ich jetzt nicht. In jedem Fall sollte die Kapazität wesentlich höher sein als das was ihr herausholt. Eine Erklärung wäre das alte Problem bei Ionenaustauschern: Der Austausch von Ionen am Harz ist ja reversibel, es stellt sich ein Gleichgewicht ein. Die starken Ionen verdrängen die Schwachen, da sie besser gebunden werden. Das Silikat steht als schwaches Säureanion an hinterster Stelle. Das bedeutet, wenn du z.B. chloridhaltiges Wasser über ein anfänglich mit Silikat belegtes Harz schickst, wird das Chlorid gebunden und das zuvor gebundene Silikat wieder freigesetzt. Das sollte aber nur passieren, wenn das Harz sonst keine freien (OH-)-Plätze mehr hat. Das wäre in deinem Fall eine Erklärung, da du ja wohl die Kapazität anhand des Silikatwertes beurteilst. Würde bedeuten, dass dein Wasser aus der Osmose sehr schlecht ist, und schnell die fürs Silikat gedachten Stellen durch andere Ionen belegt werden. Was hast du denn für eine Leitfähigkeit nach der Osmose?
    Frank

    Grüße,

    Frank

  • hallo frank!
    ich habe kein leitwertmäßgerät! muß das wasser mal zum händler bringen.
    grüße und dank!
    wiflried

  • Hallo,
    ich habe diesen Tread nochmal ausgegraben, da mir folgendes auf der Seele brennt: Wenn das Austauscherharz so schnell verschiedenste Ionen (vor Silicat) aufnimmt, wäre es dann nicht sinnvoll nach der Osmose anstatt dem Harz z.B. Silicarbon zu verwenden. Dessen Aufnahmekapazität soll doch recht hoch sein und es scheint ja kaum andere Ionen zu binden, da es sonst im Becken nicht funktionieren würde.
    Was meint ihr dazu? Im Preis nimmt es sich ja auch nicht so viel?!?

    MfG Marcus

  • Ja, hört sich nicht schlecht an. Ich weiß zwar nicht nach welchem Prinzip dieses Silicarbon arbeitet, aber wenn es recht selektiv für Silikat ist, müsste es funktionieren. Einfach eine kleine Säule der UO nachschalten. Man könnte so die max. Aufnahmekapazität aus dem Zeug kitzeln.
    Frank

    Grüße,

    Frank

  • Hey

    jau kannste machen
    aber dann haste das Problem mit einem hohen Eiseneintrag ins Aquarium

    Gruss Claude

  • Hallo Claude,

    was ist denn der Nachteil an einem hohen Eiseneintrag?
    Ich benutze nämlich seit geraumer Zeit dieses Silicarbon, um evtl. meinen Cyanos und Kieselalgen Herr zu werden, tut sich aber nichts. Nur habe ich den Eindruck, dass die Korallen ihre Polypen nicht mehr so schön ausstrecken. Kann aber auch durch eine Nährstofflimitierung sein, die ich nicht in den Griff bekomme, meine Sroffwechselvorgänge laufen einfach zu gut, sogar ohne Abschäumer!

    MfG Marcus

  • Hallo MArcus

    Im stark mineralischem Seewasser und bei den hohen PH Werten verhält sich ein Adsorbermaterial auf Eisen anders als bei Osmosewasser und niedriegerem PHWert ein zu hoher Eiseneintrag würde die Korallen braun färben und Fadenalgen Wachstum verursachen

    Nimm das Material mal raus und schau was dann passiert

    gruss Claude

  • Hallo Claude,

    danke für die schnelle Antwort!
    Nur dass ich es richtig verstanden habe:
    bei niedrigen pH-Werten (sagen wir 7 - 7,5) im Osmosewasser sonder das Silicarbon mehr Eisen ab als im Meerwasser mit hohem pH Wert (8,0). Und deshalb würde es zu einer Gefahr der Eisenüberdüngung kommen, wenn ich Silicarbon nach einer Osmoseanlage als "Reinstwasserstufe" zur Silicatabsorbierung verwenden würde.

    MfG Marcus

  • Hey

    das hat nichts mit Silicarbon zu tun sondern mit allen Metall adsorbern je nach zusammensetzung des Materials sondern diese gerade bei OsmoseWasser Material ab
    Das muss auch nicht immer schlecht sein allerdings würde ich es nicht auf Dauer machen

    gruss Claude

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