Phytoplanktondurchlauffilter

  • Hallo Gemeinde ...

    ich wollte hier mal einen Thread zum neuen "Phytobreeder" von Grotech aufmachen (siehe z.B. auf deren Homepage http://www.grotech.de/de/index_de.html), um dazu einen Meinungsaustausch anzuregen. So teuer das System im ersten Moment erscheint, so interessant klingt das ganze dann doch auch. Vielleicht können hier schon ein paar Erfahrungen kundgetan werden (Anwender mit Selbstbau einer solchen Anlage oder die Mitentwickler - Gruß an Frank :]) ...

    Meine Fragen/Vermutungen dazu:

    - das scheint mir nur für Becken geeignet zu sein, die einen gewissen Nährstoffgehalt haben - also weniger für Becken mit Zeovit- oder Wodkamethode; eher eine weitere Alternative ...

    - wo liegen eventuelle Vorteile gegenüber einer Dosierung von Phytoplankton wie z.B. Aquatim (für den Preis kann ich einige Jahre lang davon dosieren) -->spontan fällt mir ein: Nährstoffsenkung, Automatisierung

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Hallo Ralf!

    Habe einen selbstgebauten 50cm hohen Reaktor mit 20cm Durchmesser und betreibe ihn mit der normalen Grotech TEC III.

    Zu der Zeit gab es die fertigen von Claude und Grotech noch nicht.

    Im Augenblick gebe ich 2 Liter Aquarienwasser verteilt auf 24h dem Reaktor zu und es läuft im freien Fall zurück ins Becken.

    Zitat

    - das scheint mir nur für Becken geeignet zu sein, die einen gewissen Nährstoffgehalt haben - also weniger für Becken mit Zeovit- oder Wodkamethode; eher eine weitere Alternative ...

    Mein Becken hat weniger als keine Nährstoffe. :smiling_face:
    Nitrat n.n. Orthophosphat-P <0,01mg/l.

    Den ersten Monat betrieb ich ihn ohne Nährlösung. Ging komischerweise auch.
    Danach bin ich übergegangen jeden Tag 3ml Nährlösung zuzugeben.

    Es stellt sich keine undurchsichtige dunkelgrüne Farbe ein, was selbstverständlich sein sollte. Sondern eher ein trübes, leicht undurchsichtiges grün.

    Anscheinend wird so dem Becken genug Phytoplankton zudosiert, um die positiven Aspekte deutlich zu merken.

    Zitat

    - wo liegen eventuelle Vorteile gegenüber einer Dosierung von Phytoplankton wie z.B. Aquatim (für den Preis kann ich einige Jahre lang davon dosieren) -->spontan fällt mir ein: Nährstoffsenkung, Automatisierung

    Nährstoffsenkung ist mir ja egal.

    Aber die kontinuierliche Zudosierung sehe ich als wichtigsten Punkt an. Vor allem wenn du Filtrierer halten willst, die den ganzen Tag fressen.

    Und ich brauch mich um nichts kümmern, da alles automatisch geht.

    Solch ein Reaktor läßt auch viel Spielraum für Experimente und Erweiterungen. :smiling_face:


    Ich bin äußerst zufrieden damit und würd mir sicher wieder einen anschaffen - ohne Frage!

    Viele Grüße
    Frank

  • Hi ralf und hi frank,

    das thema finde ich sehr interessant,zu mal man damit (wenns automatisch passiert) sich um die fütterung kaum noch gedanken machen muss.

    frank, kannst du mal etwas über dein eigenbau schreiben,wie aufbau, wo du die sachen herbezogen hast und mit was du wie ansteuerst.
    ich bin auch son basteltyp,und wenn man was gutes bauen kann und kann auf die teuren geräte verzichen, super!

    danke
    bis denn
    daniel

  • Hallo ihr,

    es gibt zu dem gesammten Phytoplankton-Bereich einige Artikel auf http://www.matuta.com. Die von mir bzw. Frank D stammen.

    Eventuell werden da schon einige eurer Fragen beantwortet.

    Eine ausführliche Diskussion möchte ich hier nicht anfangen, da mein Account zum 01.02. in diesem Board abläuft.
    So das unter Umständen einige Fragen offen bleiben würden.

    Also nicht böse sein, ich treibe mich in einem anderen Foren herum, so könnt ihr trotzdem alle Infos von mir bekommen.

    Noch viel Spaß hier im Forum

    Stephan

  • Hallo Daniel

    Zitat

    Original von Daniel-hl
    frank, kannst du mal etwas über dein eigenbau schreiben,wie aufbau, wo du die sachen herbezogen hast und mit was du wie ansteuerst.
    ich bin auch son basteltyp,und wenn man was gutes bauen kann und kann auf die teuren geräte verzichen, super!

    Eine Bauanleitung steht zB in der Koralle 20. Eine Umsetzung davon ist wie Stephan schon geschrieben hat zB auf http://www.matuta.com beschrieben worden. Antworten zum Thema Plankton dürften es auch weiterhin hier genügend geben.

    @ Ralf

    Die Aquarien die mit einem Planktonreaktor im Bypass betrieben werden müßen nicht unbedingt nährstoffreich sein, auch bei nährstoffarmen Aquarien lassen sich die Reaktoren durchaus sinnvoll im Bypass betreiben. Bei mir sieht der Aufbau etwas anderst aus und auch verwende ich andere Algenarten aber über das Prinzip habe ich schon längere Maildiskussionen mit verschiedenen Leuten.

  • Hallo Bernd!

    Zitat

    Bei mir sieht der Aufbau etwas anderst aus und auch verwende ich andere Algenarten aber über das Prinzip habe ich schon längere Maildiskussionen mit verschiedenen Leuten.

    Kannst du etwas über die anderen Algenarten sagen?
    Wäre ja interressant, wenn es besser geeignete Arten als Nannochloropsis gäbe.

    Viele Grüße
    Frank

  • Hi,

    schau mal unter

    http://forum.korallenriff.de/index.php?page…Planktonbl%FCte

    da siehst Du meinen aktuellen Durchlauffilter. Ist eigentlich als Aufzuchtbecken gedacht, funktioniert aber auf dem gleichen Prinzip. Inzwischen gebe ich wieder regelmäßig 3 Liter Phytoplankton ( abwechselnd Nano salina und Iso galbana ) zu da er sich bei 120 Liter Durchsatz sonst auswäscht. Coppepoden vermehren sich wie wild in dem Teil und zusätzlich gebe ich noch täglich 3 Liter Brachionus dazu.
    Der Nitrat- und Phosphatwert sind seit der Planktonblüte nicht mehr nachweisbar.
    Ich dosiere also damit Phyto- und Zooplankton ganztägig zu, senke meine Nitrat- und Phosphatwerte und habe ein Aufzuchtbecken mit natürlichen Plankton. Mir fehlt jetzt eigentlich nur noch ein Haarstern und ein paar Jungfische zum testen. Aber die Jungfischfallen sind beide aktiviert :winking_face:

    mfg Uwe

  • Hi all,
    ich hielt es für sehr interessant meine Erfahrungen in einem Artikel zu verfassen und bat den Frank Diehl diesen online zu stellen.
    schaut mal hier: http://www.matuta.com/include.php?pa…916231aa8998c39

    c.u.
    Stefan

    P.S. Mittlerweile habe ich einen eigenen Planktonreaktor im Durchlauf

    Einmal editiert, zuletzt von StefHer (28. Januar 2004 um 23:22)

  • @all

    ich wollte das Thema nochmals aufleben lassen. Seit der Präsentation der Reaktoren ist ein 3/4 Jahr vergangen. Vielleicht kann der eine oder andere seine bisherigen Erfahrungen schildern. Sämtliche Neuerungen finden in der MW-Aquaristik zumeist sofort Anwendung. Kann es sein, dass dieses System kaum Resonanz erfahren hat?? :confused_face: Der Preis kann es doch nicht sein.

    Bin mal gespannt, hierüber etwas zu erfahren.

    Gruss, Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Zitat

    Original von Ralf Schuster
    Der Preis kann es doch nicht sein.

    Gruss, Ralf

    Doch - genau der ist es :grinning_squinting_face: :angry_face: :winking_face_with_tongue:

    Gruß Ralf :grinning_squinting_face:
    {400l-Riff,Aquastar-automatisiert,HQI 2x150W+Blau/Mondlicht,Ström.-Ebbe/Flut/Wellen,Kalkreaktor,Ozon,UV,Stand+Dichte-Regelung mit autom. Wasserwechsel,Titan-Kühler,Rieselfilter,Zeovit,autom. Plankton+Spurenelemente/Aminosäuren-Dosierung}

  • Zitat

    Doch - genau der ist es

    Ich wollte eigentlich keine erneute Philosophie über die Preisgestaltung und deren Wirkungen auf das Kaufverhalten von uns Salzigen anzetteln.

    Wenn bedingt durch den Einsatz von Biomasse eine dauerhafte Regulierung von NO3 und PO4 möglich ist und man dazu noch näher an die natürlichen Begebenheiten herankommt, hätte ich den Preis nicht als Hemmschuh erachtet. Auch Abschäumer verkaufen sich ungeachtet
    mancher Preisgestaltungen, obwohl diese "nur" abschäumen. (Sollte ein Beispiel sein und keine erneute Diskussion über die Qualität des Gerätes).

    Ich suche eben für mein Becken nach einer Möglichkeit, zum einen die Belastungen an PO4 und NO3 zu kontrollieren und zum anderen nicht
    Gefahr zum laufen, durch N.N Werte in eine Limitierung zu geraten und hierdurch erhebliche Korallenbestände zu verlieren.

    Gemessen an den Verlusten meiner Tiere ist der Preis für den Breeder geradezu ein Schnäppchen.

    Ich hoffe dennoch, dass es einige wenige gibt, welche diese Verfahren in Benutzung haben und ihre Erfahrungen schildern. Gerne auch per PN

    Gruss, Ralf

    Grüße Ralf


    marubisanigif.gif

  • Hallo,

    Ich glaub der Hauptpunkt, den ich festgestellt habe ist, daß man bei einem Durchlaufreaktor immer einen neuen Zuchtansatz oder eine kleine Planktonzucht in der Hinterhand haben sollte.

    Manchmal läuft das System längere Zeit gut, aber manchmal können sich auch recht schnell Fremdalgen/bakterien im Reaktor festsetzen und dann braucht man halt neues Phytoplankton.

    Der Phytoplanktonreaktor im Durchlauf ist halt kein ganz stabiles System, wie ein Abschäumer oder ein Jaubert.
    Man muß halt öfter mal ein Auge darauf haben wie der Zustand ist.
    Als alleiniger Filter ist es deshalb nicht zu gebrauchen.

    Aber als Zusatzfilter an dem man viel experimentieren kann oder sei es nur um regelmäßig Phytoplankton dem System zuzugeben und so die davon abhängigen Lebewesen zum Wachstum und damit zur Aufnahme von P+N anzuregen, ist es sicher ein sehr interessantes System, vor allem wenn man filtrierende Tiere halten will.

    Zitat

    Ich suche eben für mein Becken nach einer Möglichkeit, zum einen die Belastungen an PO4 und NO3 zu kontrollieren und zum anderen nicht
    Gefahr zum laufen, durch N.N Werte in eine Limitierung zu geraten und hierdurch erhebliche Korallenbestände zu verlieren

    .
    Warum versuchst du es denn nicht mit einem Jaubert (mit Plenumwasserentnahmemöglichkeit) in Kombination mit Algen?

    Viele Grüße
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von FrankE (20. Juli 2004 um 22:46)

  • Beim Durchlaufreaktor hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen das zugeführte Aquariumwasser durch einen UV-Filter zu leiten. Kann der kleinste sein, da ja die durchgeschickte Menge minimal ist. Hat den Vorteil das alle Fremdalgen und Zooplankton abgetötet werden und die Nährstoffe werden, ich sag mal aufgebrochen, und sind damit besser verwertbar.
    Ansonsten sind meine Nährstoffe immer noch an der Nachweisgrenze. Das läßt sich aber über die Planktonmenge ziemlich gut steuern.

    mfg Uwe

  • Zitat

    Original von use
    Beim Durchlaufreaktor hat es sich als sehr vorteilhaft erwiesen das zugeführte Aquariumwasser durch einen UV-Filter zu leiten. ...

    mfg Uwe

    Hallo Uwe,

    die Idee finde ich super. Ich habe mich bei diesem Durchlaufprinzip eh schon immer gefragt, wie man es verhindern kann, dass die Phytonplankton-Kultur zusammenbricht, bzw. ob es in dieser Hinsicht relevant ist, wenn man aus dem Hauptbeckenwasser ja zwangsläufig Phytoplanktonfresser miteinschleppt.

    Aber überhitzt dann die UV-Lampe nicht bei diesen extrem niedrigen Durchlaufraten?

    Grüße
    Andreas

  • Jemand auf Reef Central (Borneman ?) hatte vor einigen Jahren ein ziemlich aufwendiges Phytoplanktonsystem an seinem Aquarium angeschlossen.

    Er fuhr auch das Wasser für das Phytoplanktonbehältnis zuerst im Kreis in einem seperaten Behälter an welchem eine UV-Lampe angeschlossen war und in dem noch mit Ozon gearbeitet wurde.

    Dann wird es aber langsam sehr raumausfüllend und mit viel Technik :smiling_face:


    Falls du eine brauchbare Lösung gefunden hast, wäre ich auch sehr interessiert.

    Viele Grüße
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von FrankE (22. Juli 2004 um 16:16)

  • Warum soll da was überhitzen? Die HW-Röhren kannst selbst trocken betreiben. Sind ja eigentliich normale Leuchtstofflampen, nur das sie halt im UV-Breich leuchten. Die Leistungsteile mit UV-HQI-Brennern sind natürlich da nicht so geeignet.

    mfg Uwe

  • Hallo zusammen
    "Hoffentlich habe ich die Antwort an anderer Stelle nicht überlesen"
    Durch das Nachfüllen des Phytonplanktonreaktors mit AQ-wasser gelangt doch immer auch Zooplankton in den Reaktor. Wird das Phyton dann nicht schon im Reaktor gefressen? Oder gibt es einen Möglichkeit das Zooplankton vor den Zudosieren zu fiiltern (welche).
    Schon mal danke für sachdienliche Infos
    Gruß pschmili

  • Hallo pschmli,


    schau mal weiter oben. Deshalb der Vorschlag einen UV-Filter vorzuschalten. Dieser sollte bei entsprechender Leistung den Eintrag von Bakterien/ Zooplankton etc. minimieren...

    Ich überlege immer noch, welche Lampe/ Röhre/ Box man für den 50 Euro nachbau nutzen kann :grinning_squinting_face:

    Gruß,
    Hakon

    Seit 07.11.2004:
    350er Trigon gebohrt mt Überlauf; Eigenbau Rückwand & 120 Liter Filterbecken; Live Sand 18 Kg... mit integriertem Fernsehstul für meine Katzen zum Fischies gucken :grinning_squinting_face:

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