• Hallo,

    möchte gerne Strontium zugeben und habe mir in der Apotheke "Strontium chloratum puriss.cryst." gekauft. Wo liegt der Unterschied zu "Strontiumchlorid Hexahydrat" und kann ich das was ich habe genauso dosieren?

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

  • Hi Andrea,

    nach Lektüre dieser Website würde ich davon ausgehen, daß es ein und das Gleiche ist.

    Du kannst es ja mal austesten, langsam erhitzen und sehen, wann es schmilzt.

    Zitat

    Zitat von Omikron.de
    Bei 61°C schmilzt Strontiumchlorid-Hexahydrat in seinem eigenen Kristallwasser, ab diesem Zeitpunkt tritt Kristallwasserverlust ein, der bei 320°C unter völligem Kristallwasserverlust beendet ist. Wasserfrei schmilzt Strontiumchlorid bei 872 °C.

    2 Mal editiert, zuletzt von Riffbarsch (19. Januar 2004 um 17:04)

  • Hallo Andrea!

    Strotium chloratum ist Strontiumchlorid-Hexahydrat, nur wir Mediziner und auch die Apotheker müssen uns immer etwas "gebildeter", sprich komplizierter, ausdrücken :D.

    Über die genaue Dosierung kann ich Dir leider nichts sagen. Ich habe auf einer Webseite die Angabe von 24 mg Strontiumchlorid-Hexahydrat pro 100 Liter und Tag gefunden. Schau doch ´mal bei Google unter den Stichworten "Balling", "Spurenelement" und "Strontium". Falls ich noch etwas erfahre, melde ich mich.

    Noch was: Strontiumchlorid kann für den Menschen giftig sein, allerdings nicht in kleinen Mengen. Du brauchst keine gigantischen Sicherheitsmaßnahmen anzuwenden, halte es aber von Kindern fern (auch die Lösung).

    Gruß,

    Michael

  • Hallo Andrea.

    Sehr Interessant. habe mir so einen Einsatz auch schon Überlegt.

    nehme Bislang den Strontium Mix von QFi und bin eigentlich sehr Zufrieden. Denke aber mit "Apothekenprodukten" kann man effektiver Arbeiten und auch schneller reagieren, da die Konzetration ja stark beeinflussbar ist.
    Was hast du bislang genommen?

    Gruß Thilo :face_with_tongue:

  • Laut Balling werden in seiner Spurenelemente-Lösung 1,2 g Strontiumchlorid-Hexahydrat verwendet. Umgerechnet auf die Calciumzugabe wären das 8,5 g auf 1000 g Calciumchlorid-Dihydrat.

    Im natürlichen Meerwasser sind im Schnitt 7,8 mg Strontium und 412 mg Calcium enthalten. Ohne jetzt mit Molgewichten und so weiter daherzukommen, entspräche dies einem Verhältnis der Salze von 1 Teil Strontiumchlorid-Hexahydrat auf 64 Teile Calciumchlorid-Dihydrat, bzw. 15,6 g SrCl[T]2[/T]x6H[T]2[/T]O auf 1000 g CaCl[T]2[/T]x2H[T]2[/T]O

    Würde das Strontium im gleichen Maße verbraucht werden wie das Calcium, so würde eine Nachdosierung nach Balling das verlorene Strontium nur zu etwa 54% ersetzen. Allerdings wird dem Strontium auch nachgesagt, die Kalzifizierung in Steinkorollen zu behindern (Fossa/Nielsen, Korallenriffaquarium Band 1, 4. Aufl. S. 173).

    Fossa/Nielsen geben in dem Zusammenhang ein etwas anderes Rezept an:
    Eine Stammlösung bereitet man aus 50 g Strontiumchlorid in 500 ml destiliertem Wasser. Davon gibt man jede Woche 1 ml auf 100 l Aquarienwasser.

  • Hallo,

    äh, bis jetzt noch gar kein Strontium.

    Allerdings muß ich sagen, daß nach ganz kurzer Wachstumszeit der Steinkorallen nur noch die Scheibenanemonen, Weichkorallen usw. wachsen.
    Daher dachte ich, daß Strontium (niedrig dosiert, hab noch nicht so viele Verbraucher) eventuell hilft.

    Übrigens geht es meinen Restkorallen und den zwei neuen Ablegern momentan richtig gut :]
    Hab aber innerhalb einer Woche 2x je 20 l Wasser gewechselt und filtere über Kohle, falls irgendetwas drin ist, was nicht darf.

    Cynanos sind nur noch wenig vorhanden :smiling_face:

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

  • Mhm, Andrea,

    ich habe mal deine älteren Beiträge durchgesehen, am Licht scheint es nicht zu fehlen, auch die Wasserwerte scheinen im grünen Bereich zu sein. Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach deinem Ausgangswasser und der Salzsorte. :frowning_face:

    NACHTRAG:
    Salzsorte hab ich auch grad gefunden, das Neue von Tropic Marin

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (19. Januar 2004 um 18:58)

  • Hallo,
    ja, auf meiner Packung von Omikron steht:

    Strontiumchlorid, krist.
    Hexahydrat, reinst (Strontii chloridum purissiumum)

    Habe mich bei Herstellung und Dosierung der Lösung an die Angaben von Delbeek / Sprung (Band1) gehalten und dabei keine negativen Dinge festgestellt. Ganz im Gegenteil: Es ging mit den Kalkalgen danach erst los.

    Interessant ist die Angabe in dem Buch, daß man bei Beginn das Wasser als "strontiumfrei" betrachten sollte und entsprechend dosieren sollte (mit Anleitung zur Berechnung). Habe ich auch so wie beschrieben gemacht und wie gesagt, es war ok.

    Viele Grüße,
    André

    200x100x60cm
    4 x Maxspect R420R LED 10000K / 120Watt
    2 Tunze Stream 12000, Osci-Motion
    Abschäumer, Ozon, UV

  • Vielleicht ist es das Ausgangswasser. Möchte mir auch in nächster Zeit ein Osmosegerät kaufen. Wobei es hier in der Gegend Aquarianer gibt, die auch ohne arbeiten.

    Vor ca. 9 Jahren hatte ich schon einmal ein Meerwasseraqarium. Zur damaligen Zeit Weichkorallen, Scheibenamenonen und vieles mehr. Lief sehr gut. Auch die Wasserwerte waren ok. Damals hatte man aber noch nicht so oft Steinkorallen. Standzeit ca 5 Jahre ohne Probleme.

    Das gleiche Wasser wie heute. Wobei sich das ja verändert haben kann.

    Jetzt filter ich halt erstmal alles über Kohle, was ins Aquarium reinkommt.

    Falls es klappt, hier sind die Wasserwerte unseres Wasserwerkes.
    Da ich kein Chemiker bin, fehlt mir der Durchblick. Helft mir mal bitte auf die Sprünge. Ich versuche mal die Werte reinzusetzen.
    Geht einfach nicht.
    Kann ich jemanden per PN zusenden? Wer kennt sich aus?

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

  • Zitat

    Original von Andrea Wurtz
    Ich versuche mal die Werte reinzusetzen.
    Geht einfach nicht.
    Kann ich jemanden per PN zusenden? Wer kennt sich aus?

    ... na, dafür ist doch ein Techn. Admin da. :grinning_squinting_face:

  • Chemische Analyse des Reutlinger Trinkwassers Einheit Bodensee-
    wasser
    Grenzwerte
    Trübung TE/F 0,09

    1,5

    Temperatur °C 5,2

    25

    pH-Wert 7,9

    6,5-9,5

    Leitfähigkeit µS 330

    2000

    Gesamthärte mmol/l (°dH) 1,59 (8,89)
    Karbonathärte mmol/l (°dH) 2,49 (6,97)
    Freie Kohlensäure mg/l n.b.
    Sauerstoff mg/l 29,1
    Calcium mg/l 48

    400

    Magnesium mg/l 7,9

    50

    Natrium mg/l 4,2

    150

    Kalium mg/l 1,3

    12

    Eisen mg/l 0,0024

    0,2

    Mangan mg/l 0,00047

    0,05

    Ammonium mg/l < 0,01

    0,5

    Chlorid mg/l 5,5

    250

    Sulfat mg/l 34

    240

    Nitrat mg/l 4,4

    50

    Nitrit mg/l < 0,005

    0,1

    Phosphat, gesamt mg/l 0,042

    6,7

    Arsen mg/l 0,0013

    0,01

    Blei mg/l <0,0001

    0,04

    Cadmium mg/l <0,000005

    0,005

    Chrom mg/l 0,00018

    0,05

    Nickel mg/l 0,00068

    0,05

    Quecksilber mg/l 0,0000006

    0,001

    Cyanide mg/l < 0,0005

    0,05

    Fluorid mg/l 0,08

    1,5

    Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) mg/l < 0,00005

    0,0002

    Organische Chlorverbindungen mg/l < 0,001

    0,01

    Organisch-chemische Pestizide mg/l < 0,00005

    0,0005

  • Bei solch guten Werten würde ich mir die Anschaffung einer Umkehrosmose 2x überlegen. Andererseits beschreiben die Werte das Wasser, wie es vom Wasserwerk eingespeist wird, nicht, wie es aus z.B. alten Blei- oder Kupferleitungen herauskommt. :winking_face:

  • Du Schatz, Du :rotewange:

    Eben, deswegen hab ich ja noch keine, bin bei meinem ersten Becken und auch bei meinem kleinen immer gut gefahren.
    Wir sind aber ein 3 km weitergezogen, gleiches Wasser, aber nicht die gleichen Leitungen. Die in der Straße sind relativ neu (1 1/2 Jahre), die im Haus so irgendwas zwischen 15 und 25 Jahre.
    Muß vielleicht da mal nachforschen.
    Wie kann man denn Blei und Kupfer aus dem Wasser rausholen, bzw. neutralisieren?

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

  • Hallo,

    ja Andrea, gell das gute Bodenseewasser aus meiner Heimat! :grinning_squinting_face:
    Fein, wenn es ohne Osmoseanlage geht.
    Ich hab auch keine und bei mir klappt es tadellos.

    Soll aber kein Plädoyer fürs Leitungswasser sein, meist geht es halt nicht ohne. "3km weitergezogen" - das kann mitunter schon Probleme machen.
    Da war gerade die letzten Tage das Posting von den Oldenburgern, dass die Wasser aus drei unterschiedlichen "Quellen" haben.
    Und sogar bei uns im Ort muss ein Kollege der im Osten des Dorfes wohnt - 1km entfernt (wird ebenfalls aus einer anderen Quelle versorgt als wir hier in der Dorfmitte - wobei das Seniorenheim nochmal eine eigene Versorgung hat) eine Osmoseanlage verwenden, da dort zuviel Phosphat drinn ist.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo,

    wie gesagt, das gleiche Wasser hab ich immer noch, aber die Leitungen könnten der Knackpunkt sein.

    Ist doch irgendwie seltsam, daß ich mit meinen doch nicht schlechten Wasserwerten mit Steinkorallen so gar keinen Erfolg habe.

    Jetzt filter ich erstmal alles neue Wasser über Kohle, bis ich weiß, was da falsch läuft.
    Genügt das? Oder fällt jemandem noch eine andere Möglichkeit ein.

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

  • Hallo,
    den papierenen Werten eines Wasserwekes würde ich nur noch bedingt trauen.
    Die Rohwässer werden laufend verschnitten, so daß die Aufzeichnungen immer dem aktuellen Stand hinterher hinken; dieses Problem hatte ich mehr als einmal.

    Servus
    Stefan

  • Guten Morgen,

    Ich kann mich Stefan nur anschließen. Bei uns ist es genauso. Also nicht glauben.

  • Zitat

    Original von MarkusK
    Hallo,

    ja Andrea, gell das gute Bodenseewasser aus meiner Heimat! :grinning_squinting_face:
    Fein, wenn es ohne Osmoseanlage geht.
    Ich hab auch keine und bei mir klappt es tadellos.

    Soll aber kein Plädoyer fürs Leitungswasser sein, meist geht es halt nicht ohne. "3km weitergezogen" - das kann mitunter schon Probleme machen.
    .

    Grüße

    Markus

    ich bin ja auch ein "bekannter" Osmosenalage-verzichter :winking_face: ja der Bodensee, und die eigenen Quellen tun ihr übriges...

    habe neulich im Stadtanzeiger gelesen daß wir eines der besten Wasser hier in der Gegend haben Europaweit. Aber die Österreicher und teils auch Schweizer sind vorn! ...Klar, die Berge... :winking_face:

    Wer es noch nicht gelesen hat, oder nochmals "braucht" Forum- Suchmaschine und dann: "Gegentrend bei Osmoseanlagen"


    Gruß Thilo :face_with_tongue:

  • Hallo,

    mein erstes Meerwasseraquarium stand ja auch gut. Vielleicht finde ich ja mal ein altes Foto, was wirklich ganz nett :smiling_face:
    Wie gesagt: nur wenige konnten damals Steinkorallen richtig halten und ich hatte es erst garnicht versucht.

    Im jetzigen Aquarium sehen die Weichkorallen, etc. und meine Ableger jetzt sehr gut aus.
    Bin mal gespannt wie's weiter geht. Bis dahin filter ich neues Wasser erst einmal über Kohle.

    Gruß
    Andrea

    Im experimentellen Status: Ca. 15 l, Aussenfilter mit ca. 340 l Wasserumwaelzung, Beleuchtung: 18W LED Light 6-Band full Spectrum for Reef Tank PAR38 E27

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