Regenerierung eines Ionenautauschers

  • Hallo,

    ich habe heute meinen Ionenaustauscher mit Salzsäure und Ätznatron regeneriert. In der Anleitung stand, dass man zum Schuss die Ani-Seite des Ionenaustauschers durch Kati spülen soll. Wie lange soll man denn diese spülung machen?! Hat jemand Erfahrungen?

    Gruß Aquarientaucher

  • Hallo Aquarientaucher

    Zitat

    Original von Aquarientaucher
    Wie lange soll man denn diese spülung machen?! Hat jemand Erfahrungen?

    Erkennst du eigentlich am Leitwert. Sowohl Säure wie auch Laugenreste erhöhen den Leitwert.

  • Leider habe ich kein Leitwertmessgerät sondern nur einen pH-Meter. Kann man es daran auch erkennen?

  • Hallo Aquarientaucher

    Zitat

    Original von Aquarientaucher
    Leider habe ich kein Leitwertmessgerät sondern nur einen pH-Meter. Kann man es daran auch erkennen?

    Bedingt. pH-Wert sollte auf jeden Fall im sauren Bereich liegen.

    Allerdings ist meiner Meinung nach für den Betrieb bzw die Regeneration einer VE-Anlage ein Leitwertmessgerät äußerst sinnvoll.

  • Hallo,
    der Anionentauscher darf nur mit Wasser beaufschlagt werden das vorher über den Kationentauscher gelaufen ist. Nicht nur beim Spülen.
    Die An-Säule benötigt ca. 8-12 BV Spülwasser. Der Ablauf sollte unten sein. Lauge hat ein spezifisch höheres Gewicht als Wasser und wird so besser ausgewaschen.
    Ein Leitwertmessgerät ist praktisch unerlässlich.
    Bei 30-40 micro pro cm kann man die Säulen wieder in Betrieb nehmen.
    Schau mal unter http://www.euroaquaristik.de/fs_wasser.htm nach.
    Ein pH-Meter ist unbrauchbar. Eine pH-Messung unter 100 micro ist praktisch nicht möglich. Es werden wegen fehlender Ionen nur falsche Werte angezeigt.
    Schau mal unter http://www.euroaquaristik.de/fs_technik.htm und wähle Messtechnik.
    Sollten noch Fragen sein, kurz mailen.

  • Hallo Waldemar

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    der Anionentauscher darf nur mit Wasser beaufschlagt werden das vorher über den Kationentauscher gelaufen ist. Nicht nur beim Spülen.

    Stimmt

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Die An-Säule benötigt ca. 8-12 BV Spülwasser. Der Ablauf sollte unten sein. Lauge hat ein spezifisch höheres Gewicht als Wasser und wird so besser ausgewaschen.

    Dann frage ich mich, warum das bei einigen Herstellern nicht der Fall ist. Dann währe eine Rückführung über eine integrierte Röhre ja auch nur suboptimal.

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Ein Leitwertmessgerät ist praktisch unerlässlich.

    Stimmt

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Bei 30-40 micro pro cm kann man die Säulen wieder in Betrieb nehmen.

    Für 30-40 µS/cm brachts abe rkeien VE. Ein sinnvoller wert liegt da meiner Meinung nach bei 5 bis max 15 µS/cm ansonsten sind die Harze zu schwach oder aufgebraucht.

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Ein pH-Meter ist unbrauchbar. Eine pH-Messung unter 100 micro ist praktisch nicht möglich. Es werden wegen fehlender Ionen nur falsche Werte angezeigt.

    Das stimmt so nicht, da kommt es sehr wohl auf die verwendeten Geräte an.

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Sollten noch Fragen sein, kurz mailen.

    Oder hier im Forum fragen :grinning_squinting_face:

  • Hallo Bernd

    Zitat

    Dann frage ich mich, warum das bei einigen Herstellern nicht der Fall ist. Dann währe eine Rückführung über eine integrierte Röhre ja auch nur suboptimal.


    Ich habe dieses Verfahren auch sonst noch nirgend wo gefunden.
    Es ist einfach Physik. Ich kann ein schwereres Medium durch ein leichteres einfacher nach unten verdrängen als es immer weiter zu verdünnen. Wenn dann da noch irgend eine tote Ecke ist spült man, und spült...........Die Säule bracht ja nur auf den Kopf gestellt zu werden.

    Zitat

    Für 30-40 µS/cm brachts abe rkeien VE. Ein sinnvoller wert liegt da meiner Meinung nach bei 5 bis max 15 µS/cm ansonsten sind die Harze zu schwach oder aufgebraucht.

    Das stimmt. Eine gute Säule sollte unter 10 und mit nachgeschalteter Feinreinigung unter 1 bringen. Der Tip ist nur zum Wassersparen gedacht. Wenn ich unter 50 bin geht es dann sehr schnell bis unter 10. Ich mache immer so 1m³ und da ist es egal ob die ersten 20 Liter noch über 10 liegen.


    Zitat

    Das stimmt so nicht, da kommt es sehr wohl auf die verwendeten Geräte an.


    Messungen in entsalztem Wasser sind sehr schwierig. Es liegt nicht am Gerät sondern am Verfahren. Es gibt spezielle Elektroden für ionenarme Wässer. Man kann dann unter ständigem Rühren etwas messen. Man kann auch mit Kaliumchlorid aufsalzen. Alle Messungen sind aber schwer reproduzierbar. Es ist kein Puffer vorhanden. Eine Messung in Wasser unter 1micro, wo aber noch Spuren von NaOH sind zeigt pH 12. Ein Tropfen Säure ergibt 2pH.

  • Hallo Waldemar

    Zitat

    Original von Waldemar Effertz


    Ich habe dieses Verfahren auch sonst noch nirgend wo gefunden.
    Es ist einfach Physik. Ich kann ein schwereres Medium durch ein leichteres einfacher nach unten verdrängen als es immer weiter zu verdünnen. Wenn dann da noch irgend eine tote Ecke ist spült man, und spült...........Die Säule bracht ja nur auf den Kopf gestellt zu werden.

    Heißt das jetzt das eure Geräte beim Regenerien auf den Kopf gestellt werden sollen?


    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Eine Messung in Wasser unter 1micro, wo aber noch Spuren von NaOH sind zeigt pH 12. Ein Tropfen Säure ergibt 2pH.

    Ich frage mich wo da der Fehler sein soll, wenn keine Säurebindekapazität vorhanden ist sin solche Sprünge doch normal.

  • Hallo Bernd,
    wenn an der Säule der Auslauf oben ist auf den Kopf stellen. Der Ablauf sollte unten frei auslaufen.

    Das mit der pH-Messung meinte ich ja. Du hälst den Finger kurz rein und hast einen anderen Wert.

  • Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Hallo Bernd,
    wenn an der Säule der Auslauf oben ist auf den Kopf stellen. Der Ablauf sollte unten frei auslaufen.

    Das mit der pH-Messung meinte ich ja. Du hälst den Finger kurz rein und hast einen anderen Wert.


    Hallo,
    trifft dieses Verfahren auch auf das Westit AN7+ zu? Ich habe es mittlerweile aufgegeben, zu regenerieren, da das Harz nicht mehr die volle Aunahmekapazität erreicht, bzw. schneller am Ende ist.
    Ich habe 2 Säulen von Westaqua, 2x verschiedene Bedienungsanleitungen. (da stimmen nicht mal die Bilder)

    Eine sehr interessante Feststellung habe ich noch gemacht: wenn ich das Harz in einen Korallinfilter (extrem schlank) gebe, habe ich nahezu die doppelte Ausbeute an Permeat im Umrechnungsvergleich zu westaqua-Säulen???????
    selbes trifft auf die Kartusche von hw zu. (enthaltenes Harz raus, Westit rein)

    Servus
    Stefan

  • Hallo,
    ich habe auch eine Säule von Waldemar (Westaqua) und bin damit sehr zufrieden. Es handelt sich dabei allerdings um eine 63mm Säule (2L), mit der ich so wie Stefan die Erfahrung gemacht habe, daß die Aufnahmekapazität durch die gleichmäßigere Durchströmung wesentlich höher liegt als bei breiteren Säulen.
    Außerdem habe ich nach Silikatmessungen festgestellt, daß bei einem erschöpften Mischbettharz der Silikatwert höher liegt als bei reinem UO-Wasser.
    War das bei Euch auch so?
    Da ich noch eine dieser Säulen übrig habe (war für Phosphatabsorber gedacht - ist wg. Wodka wahrscheinlich nicht mehr nötig?) überlege ich nun, diese ebenfalls mit MB20 zu füllen. Würde das Sinn machen, um die Aufnahmekapazität zu erhöhen?
    Habe auf meiner Leitung 6 bar. Macht da eine neue UO mit Booster überhaupt sinn? Meine UO ist inzwischen 2 Jahre alt (Rondex).
    Bis denn,
    André

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    Abschäumer, Ozon, UV

  • Hallo André,
    der Booster macht eigentlich immer Sinn, um die Membrane zu 100 % zu nutzen.
    Es heißt zwar, 3-4 bar ist ausreichend, aber je nach Membran gibt es mehr 'Abfallwasser', wenn der Druck nicht über 3 bar liegt.
    Der Witz an den Harzen allgemein ist aber der, daß das Permeat so langsam als möglich den Filter passieren soll.

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    Booster bedeutet doch Druckerhöhungspumpe, oder?
    Wie hoch ist denn der optimale Druck?
    Vielen Dank für Deine Antwort.
    André

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  • Hallo Andre und Stefan,
    bei einer RO sollte ein Mindestdruck von 3 bar vorhanden sein. Industriemembranen werden mit 40 - 60 bar betrieben. Die Aquarienmembranen sind bis ca. 10 bar geeignet. Dort ist das Gehäuse der kritische Punkt. Mit einer Druckerhöhungspumpe erreicht man ca. 7-8 bar. Das ist locker die doppelte Permeatmenge und die Rückhaltung ist auch besser.

    Jetzt zum Harz.
    Das AN7+ ist ja bekanntlich Lewatit M500 KR Cl-frei. Es ist durch die hohe Reinheit für kernteschnische Anlagen geeignet. Es ist von Hause aus hoch in der OH-Form regeneriert. Das ist mit ein Grund warum ich es verwende. Andere starke Anionentauscher sind in der Lieferform Cl. Die muss man dann erst regenerieren. Laut Datenblatt hat es auch die höchste Aufnahmekapazität für SiO2.
    Für den Aquarieneinsatz muss mann immer Kompromisse machen. Die empfohlene Schütthöhe ist 800mm und die lineare Fließgeschwindigkeitbis 60 m/h.
    Diese Werte sind im Aquarium nur schwer zu realisieren. Die Höhe ginge vielleicht, aber nach einer Osmoseanlage reicht die Wassermenge einfach nicht aus um ein Schwebbett zu erzeugen.
    wer Platz hat sollte immer versuchen eine hohe Säule einzusetzen und den Durchfluss von unter nach oben wählen, wobei die Säule immer voll Wasser sein soll. Also den Ablauf nicht so legen das sie leergezogen wird.
    Vor dem regenerieren das Harz lockern und das Regeneriermittel lange genug einwirken lassen. 30-60`.
    Wichtig ist auch das jedes Harzkorn erreicht wird. Regeneriere doch einfach einmal mit 100 g NaOH je Liter Harz in gleicher Fließrichtung und Geschwindigkeit wie bei der Beladung. Dann muss es klappen, es sei das Harz ist durch Kationen blockiert. Die RO lässt ja immer einige % durch.
    Ein Mischbettharz kann nie die gleiche oder höhere Kapazität haben. Es ist ja praktisch nur die Hälfte Anionenharz drin.
    Ich würde bei größerem Wasserbedarf Ionentauscher einsetzen und mit 3-Wegehähnen so verrohren das eine Regeneration nur durch umstellen der Hähne möglich ist.
    Am einfachsten ist natürlich ein MB-Harz zu händeln. Sollte man einmal durchrechnen. MB ultra gibt es jetzt für 4,55.
    Wenn das mit den Harz nicht klappt kannst du es mir einmal zusenden. Ich schicke es dann ein und lasse es bei Bayer untersuchen wo der Fehler liegt.

  • Hallo Waldemar,
    aber irgendwo sehe ich da eine Diskrepanz. Fülle ich Westit AN7+ in eine hw-Kartusche, habe ich wesentlich mehr Permeat-Ausbeute als in einem 'normalen Filter'. und in der hw Kartusche kann man kein Schwebbett erzeugen.
    Die Regeneration habe ich schon lange aufgegeben, denn wenn man den Kosten-Nutzen Faktor, sowie den Zeiteinsatz vergleicht, lohnt der Aufwand wirklich nicht.
    Da ich jetzt einen wöchentlichen Bedarf von 1000 Ltr. Reinstwasser habe, brauche ich ein effektives Konzept zur Entkieselung, bis jetzt schneidet hier MB20 am besten ab,(gesehen von meinem absolut versauten Ausgangswasser), oder gibt es bessere Alternativen?

    Servus
    Stefan

  • Hallo Stefan,
    ich würde da wirklich über eine Ionntauscheranlage nachdenken.
    Ich schicke dir einmal ein MB-ultra, weiß jetzt wer du bist.

  • Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    Hallo Stefan,
    ich würde da wirklich über eine Ionntauscheranlage nachdenken.
    Ich schicke dir einmal ein MB-ultra, weiß jetzt wer du bist.


    Hallo Waldemar,
    meine Antwort auf AN7+ steht im Thread hw75 :D.
    ich weis jetzt nicht, ob ich einen Fehler in meinem früheren Aufbau der Wasseraufbereitung begangen habe: jedenfalls erfolgte 2-stdl. eine automatische Spülung der UO, wodurch sich durch den Druckabfall auch das Harz in der 10 Ltr. Entkieselungssäule 'ummengte'. Es entstand zwischen den Spülungszyklen eigentlich immer eine Zweischichtung des Harzes wie bei Schwebbettverfahren gewünscht. Verblockt kann es sich so zumindest nicht haben...

    Servus
    Stefan

  • Zitat

    Hallo Waldemar,
    meine Antwort auf AN7+ steht im Thread hw75 .
    ich weis jetzt nicht, ob ich einen Fehler in meinem früheren Aufbau der Wasseraufbereitung begangen habe: jedenfalls erfolgte 2-stdl. eine automatische Spülung der UO, wodurch sich durch den Druckabfall auch das Harz in der 10 Ltr. Entkieselungssäule 'ummengte'. Es entstand zwischen den Spülungszyklen eigentlich immer eine Zweischichtung des Harzes wie bei Schwebbettverfahren gewünscht. Verblockt kann es sich so zumindest nicht haben...


    Also mit verblocken meine ich nicht verstopfen.
    Eine RO hat immer einen gewissen Schlupf von Kat- u. Anionen. Die Kationen werden auch adsorbiert, aber bei der Regeneration nicht wieder entfernt. Das Harz verliert so mit der Zeit immer mehr Kapazität, es ist verlegt oder verblockt eben.
    Das mit dem Umschichten ist auch so eine Sache.
    Man stelle sich 100 Kugeln vor die übereinander in einer Röhre liegen. Um den zu entfernden Stoff völlig zu entfernen werden die ersten 10 übereinanderliegenden Kugeln benötigt. Nach der 10 Kugel ist der Stoff völlig entfernt. Das ist so wie eine Verdünnungsreihe. Ist die erste voll beladen wird die 11 Kugel auch beladen. Dieses 10 Kugelpolster wandert so duch die komplette Harzhöhe. Ist also die Kugel 90 voll beladen fängt die Säule an durchzubrechen.
    Wenn man sich jetzt vorstellt viele 100er Säulen nebeneinander zu haben und die Reiehnfolge ist durch Umschichtungen durcheinander, finden die Ionen immer Schleichwege nicht adsorbiert zu werden.
    Ich werde mal versuchen das bildlich darzustellen, das dauert aber noch was.
    Matthematisch gibt es dafür Formeln, bin aber kein Matthematiker.

  • Hallo,
    wenn man sich es so vorstellt, dann dürfte es doch nicht von Nachteil sein, zwei oder drei Säulen (je 2L) in Reihe zu schalten, oder?
    Oder macht eher eine Säule mehr Sinn, bei der man dann natürlich häufiger das Harz austauschen muß?
    Gruß,
    André

    200x100x60cm
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    2 Tunze Stream 12000, Osci-Motion
    Abschäumer, Ozon, UV

  • Hallo Andre,
    man kann kleinere Säulen in Reihe schalten. Das wird in der Industrie z.B. bei Reaktionskolonnen gemacht um die Bauhöhe zu reduzieren.
    Der Aufwand beim Regenerieren ist aber höher, da man jede Säule einzeln regenerieren muss. Es ist aber eine alternative wenn die nötige Bauhöhe nicht vorhanden ist.

  • Hallo Stefan

    Zitat

    Original von Stefan C.
    Da ich jetzt einen wöchentlichen Bedarf von 1000 Ltr. Reinstwasser habe, brauche ich ein effektives Konzept zur Entkieselung, bis jetzt schneidet hier MB20 am besten ab,(gesehen von meinem absolut versauten Ausgangswasser), oder gibt es bessere Alternativen?

    Also bei deinen benötigten Wassermengen würde ich folgenden Aufbau vorschlagen

    1. Neutralentsalzer
    2. Druckerhöhungspumpe
    3. UOA
    4. Reinwasserfilter mit MB20

    zu 1. ich weiß das Neutralentsalzer eigentlich kein gutes Wasser erzeugen. der wesentliche Punkt ist ist aber der, das die Salze die im Neutralaustauscher entstehen, in der Regek wesentlich besser von der UOA zurückgehalten werden als, die vorher vorhanden waren. Und vor allem könnten die bisher verwendeten Säulen durchaus weiterverwendet werden und die Regeneration des Neutralaustauschers ist auch kein Akt.

  • Hallo Bernd!

    Frage: Ist ein Neutralentsalzer das, was auch als "Wasserenthärtungsanlage" bekannt ist und viele Leute in Gebieten mit "hartem" Wasser in ihren Häusern haben? Wo man "Salztabletten" reinkippt, die sich dann verbrauchen?

    Gruß,

    Michael

  • Hallo Michael


    Im Prinzip ja das sind die Neutralaustauscher, werden zB auch in Spülmaschinen eingesetzt. Für die Wasseraufbereitung für das Aquarium wird natürlich nicht laufend regeneriert sondern wenn nötig vollständig. Wie schon geschrieben, an sich ist das Wasser gerade für Aquarien eher nicht geeignet, aber nochmal durch eine UOA ist es ganz brauchbar, zumal man mit dem in einem Neutralaustauscher aufbereitetem Wasser in der UOa durchaus Raten von 1 zu 1 erreichen kann. Fertige Lösungen in der Art bietet zB http://www.wasserwer.de an

  • Hallo Bernd!

    Ich habe gefragt, weil in dem Haus, in dem ich wohne, so eine Anlage arbeitet. Da ich früher (Süßwasser) immer wieder unerklärliche Algenplagen hatte und einen Zusammenhang mit dieser Anlage vermutete, hatte ich mir eine UO-Anlage besorgt und der Anlage nachgeschaltet. Ab diesem Moment nahmen die Algenprobleme rapide ab.

    Was ich vor einigen Monaten bei einer Inspektion dieser Anlage feststellte war, daß sie eine Förderpumpe beinhaltete, die eine phosphat- und silikathaltige Flüssigkeit zudosieren kann, zwecks Korrosionsschutz der Wasserleitungen. Glücklicherweise ist diese Beimischung wohl abgestellt (liefert das Wasserwerk ja eh schon 21 mg/l Silikat).

    Gruß,

    Michael

  • Hallo Michael

    Zitat

    Original von Michael Riediger
    Ich habe gefragt, weil in dem Haus, in dem ich wohne, so eine Anlage arbeitet.

    Dachte mir schon so was

    Zitat

    Original von Michael Riediger
    Da ich früher (Süßwasser) immer wieder unerklärliche Algenplagen hatte und einen Zusammenhang mit dieser Anlage vermutete, hatte ich mir eine UO-Anlage besorgt und der Anlage nachgeschaltet. Ab diesem Moment nahmen die Algenprobleme rapide ab.

    Wobei ich davon ausgehe, das die Algenprobleme eigntlich nicht vom Neutralaustauscher an sich ausgehen, siehe unten.

    Zitat

    Original von Michael Riediger
    Was ich vor einigen Monaten bei einer Inspektion dieser Anlage feststellte war, daß sie eine Förderpumpe beinhaltete, die eine phosphat- und silikathaltige Flüssigkeit zudosieren kann, zwecks Korrosionsschutz der Wasserleitungen.

    Da sehe ich eher den Ursprung für die Algenplagen. Ok Na-Salze sind nicht besonderst gut für Fische und Pflanzen aber den Algen den richtigen Kick gegeben haben erst die Phosphatzugaben.

  • Hallo,
    zur Klärung kann ich folgendes sagen.
    In Hausenthärtungsanlagen befindet sich ein Kationenharz z.B. S100 das mit Natriumchlorid regeneriert wurde.
    Es nimmt aus dem Wasser die Magnesium- u. Calciumionen aud und gibt Natriumionen ab. Der Salzgehalt und der Leitwert wird nicht verändert.
    Für die Aquaristik bringt das nichts und ist nicht zu empfehlen.

  • Hallo Waldemar


    Zitat

    Original von Waldemar Effertz
    In Hausenthärtungsanlagen befindet sich ein Kationenharz z.B. S100 das mit Natriumchlorid regeneriert wurde.
    Für die Aquaristik bringt das nichts und ist nicht zu empfehlen.

    Wasser direkt nach eine Hausenthärtungsanlage würde ich auch nicht für die Aquaristik nehmen allerdings auch nicht zum Trinken.
    Trotzdem steht nichts dem Konzept Neutralaustauscher Druckerhöhung UOA Reinstwasserfilter (Mischbettharz) entgegen.

  • Zum Trinken würd ich's auch nicht gerne nehmen, aber für die Aquaristik
    hat ein Na-basierter Ionenaustauscher durchaus seine Vorteile und wird
    deshalb bei Großanlagen auch fast immer eingesetzt :
    Das Calcium wird durch Natrium ersetzt, das Natrium wird (größtenteils) von der
    UO zurückgehaltenund das Calcium kann die Membrane nicht mehr
    verblocken.

    Armin

    Gruß Armin

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