• Guten Tag,

    ich möchte nach meinem Süßwasserbecken unbedingt in die Meerwasseraquaristik einsteigen.

    Dazu möchte ich das ganze quasi "von hinten aufrollen", also erstmal entscheiden was für Fisch & Wirbellose Arten ich will um mich dann gezielter auf die Einrichtung des Beckens mit allem Drum-und-dran zu fokusieren.

    Limitiert bin ich da vor allem in Platz, es wird wahrscheinlich auf ein 100x50 Becken hinauslaufen (Aqua Medic Armatus 300 weiß 100x50x55 cm). 120x50 oder 120x60 kann ich mir auch vorstellen, in diesem Post soll aber erstmal vom kleineren 300 Liter Becken ausgehen.

    Den Besatz den ich mir ausgeguckt habe ist folgender:

    1. 1x Paar Amphiprion ocellaris - Falscher Clownfisch
    2. 1x Gramma Loreto - Königs Feenbarsch
    3. 2x Pterapogon Kauderni - Banggai Kardinalbarsch
    4. 1x Stonogobiops nematodes - Lanzen-Symbiosegrundel UND Alpheus bellulus - Tiger Knallkrebs
    5. 1x Lysmata amboinensis - Weißband Putzergarnele
    6. 4-5x Clibanarius Tricolor - Blaubein Einsiedler
    7. UNSICHER: Mespillia globulus - Kugel-Seeigel
    8. Schnecken

    Dazu dann passende Weichkorallen auf Lebendgestein.


    Ist dieser Besatz so passend? Harmonieren alle miteinander? Und vor allem haben die Fische genug Platz?

  • Es kann so funktionieren, aber da es Individuen sind, kann immer wieder auch mal unerwartet Streit entstehen. Die meisten Probleme lassen sich durch passende Gestaltung der Dekoration und Bildung klarer Reviergrenzen vermeiden, aber eine Sicherheit gibt es nie.

    Knallkrebs und Grundel zusammen brauchen den passenden Bodengrund. Darin sammelt sich schnell Detritus. Entsprechender Besatz, etwa Nadelschnecken und andere Wirbellose wäre ratsam.

    Schnecken und Einsiedler sind wie Beute und Räuber. Die Schnecken werden oft nicht nur als Lieferant für die Häuschen gesehen, sie liefern direkt auch den Snack mit. Oft wird deshalb auch empfohlen, lieber nur eine Sorte zu verwenden, etwa nur Schnecken oder kleine Einsiedler und große Schnecken.

    Die Clownsfische werden auch Anemonenfische genannt und sollten bevorzugt zusammen mit einer Anemone gehalten werden. Eine Kupferanemone ist nicht das übliche Symbiosetier, wird aber oft von den Fischen akzeptiert und ist relativ robust. Trotzdem wird nicht ohne Grund empfohlen, erst nach einigen Monaten, wenn das Becken sich etwas stabilsiert hat, die Anemone mit den Ocellaris einzusetzen. Am besten direkt zusammen mit der Anemone kaufen, wo sie gezeigt haben, dass sie die Anemone akzeptieren. Viele Nachzuchtexemplare keinen keine Anemone und nehmen auch keine an.

    Kugelseeigel ist in Ordnung, allgemeiner Hinweis bei Seeigel ist nur, dass sie gerne umräumen und lockere Gegenstände oder auch mal ein oder mehrere Schnecken zur Dekoration verwenden und mitschleppen. Was im Weg ist, wird gerne auch umgerempelt. Es sind echte Grobiane.

    Du brauchst viele kleine Höhlen und Unterstände für die Fische, die meisten sind hauptsächlich am Boden.

    Viele Grüße

    Sandy

  • Hallo,

    die Kauderni können schon richtige Stinkstiefel sein, relativ groß werden sie auch. Sphaeramia nematoptera finde ich bei kleineren Becken eine schöne Alternative. Sehr friedlich und den ganzen Tag über sichtbar. Gramma loreto will ich dir nicht ausreden, ein schöner und zumeist friedlicher Fisch. Eine Alternative wäre ein Paar König-Salamon Zwergbarsche. Die laichen auch regelmäßig ab, sind sehr verträglich, allerdings oft auch versteckt. Ist bei Gramma aber ähnlich, die brauchen gute Versteckmöglichkeiten für ihr Nest.

    Grüße

    Chris

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